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asymmetrische Akkuweiche für BEC-Anwendungen

onki

User
Hallo,

Der Backupakku eignet sich bei großen Modellen (nach meiner Definition ist das in etwa größer 4m oder 5kg) sehr gut zur Balancierung des Schwerpunktes.
Das Kabel muss im Extremfall halt etwas länger sein ;) .

Thema Überspannung. Gibt es hier jemanden dessen komplettes RC-.System im Modell wegen einer dauerhaften Überspannung (schlimmstenfalls Motorspannung) schon mal gegrillt wurde?
Ist das wirklich ein Thema oder lassen wir und hier nur verrückt machen. Warum gibt es nur selten HV-Regler mit BEC. Sind 42V am BEC Eingang wirklich so derart böse oder ist das auch nur ein Opto-Mythos, der perfekt gepflegt wird?

Gruß
Onki
 

Papa14

User
wenn man aufs Ausschalten vergisst, dann bleibt der RX aktiv - und wenn der Sender ausgeschaltet wird, gehen alle Servos in Failsafe Stellung. Das sollte man eigentlich mitbekommen.
Das Problem liegt im Wort "eigentlich".
Eigentlich sollte man das. Aber es gibt Situationen, wo man genau das vergisst und ggf. irgendwann später nicht mitbekommt, dass der Akku leer ist.
Ich seh halt im Faktor Mensch ein vielfach höheres Fehlerpotential als in der Technik. Wir haben nur Mühe das einzugestehen.
Ich will jetzt keine Korinthen ka**en, aber wenn das Modell auf Failsafe geht, dann schlagen alle Ruder aus und knurren dich an. Wenn man das vergisst oder übersieht, ist das, als würde man vergessen, den Automotor abzudrehen, nachdem man eingeparkt hat. 🤣
 

onki

User
Hallo Peter,

Bei Failsafe bleiben die meisten Ruder genau wo sie sind (Hold).
Sicher ist das auch ein Thema, mit dem man Bücherregale füllen kann.
Ich hab nur bei den Steckenfliegern Butterfly als Failsafe eingestellt. Alle Großmodelle haben grundsätzlich Hold mit Ausnahme Motor aus (und ACL ein).
Aber das betrifft mich nicht, weil vor dem Akku-Abstecken das RC-System bereits über den RC-Switch abgeschaltet ist. Und die Flieger ohne RC-Switch (Steckenflieger oder Schaum) haben auch keinen Backup-Akku.

Gruß
Onki
 

Papa14

User
Bei Failsafe bleiben die meisten Ruder genau wo sie sind (Hold).
Naja, genau das machen meine Flieger nicht - sonst bleiben beim Segler die Servos in Thermikkurbelstellung (Tschüssikowski!) und beim Motormodell in Stellung "Eingesprungener Jägermeister". Ich haue bei Failsafe lieber alle Klappen raus und bei 2-Achsseglern voll Höhe und Seite. Daher auch meine Ableitung, dass alle Servos knurren.
 

onki

User
Hallo Peter,

sagen wir mal so, seitdem ich 2G4 nutze, ist Failsafe eigentlich mehr oder weniger überflüssig geworden. Ich konnte es dankenswerterweise bisher noch nicht nutzen weil 2G4 einfach saumäßig zuverlässig ist. Ein Kumpel hatte es mal gebraucht, weil er vergessen hatte seine 2G4 Antenne am Sender anzuschrauben (war noch zu Modulzeiten als wir noch Mischbetrieb hatten). Finger auf die Buchse und es ging dann auch bis eine Antenne draufgeschraubt war.
Ich schrieb ja schon, das man mit dem Thema Bücherregale füllen kann und jeder so seine Lösung hat. Die meisten Piloten, die ich kenne, nutzen aber üblicherweise Hold bzw. wissen nicht einmal richtig, wie man eine dedizierte Failsafe-Position setzt.

Gruß
Onki
 
Zuletzt bearbeitet:

Meier111

User
Der erste Schaltplan von mir auf der vorherigen Seite war ja nicht zum Nachbau gedacht.
Der hier auch nicht, soll nur das Prinzip darstellen:
pwrbx.png

Der eigentliche Schaltplan (v.3) ist der da:
pwrbx2.png

Hab drei leicht unterschiedliche Versionen gebaut, aber alle nach dem gleichen Prinzip. Alle mit 0% Ausfall.
Und ziemlich narrensicher. Sonst wäre mir bei ca. 700 Flügen bestimmt ein Flieger wegen Stromausfall runtergefallen.
Und ich bin schusselig.
 

LS8-18

Vereinsmitglied
sagen wir mal so, seitdem ich 2G4 nutze, ist Failsafe eigentlich mehr oder weniger überflüssig geworden.
Hi,

das dachte ich auch einmal. Leider habe ich einen tödlichen Unfall mitbekommen, der durch Sichtverlust des Modells entstanden ist. Daher sehe ich Failsafe bei allen Fliegern vor, so daß ich in einer Notsituation durch kappen der Verbindung, den Flieger in eine Konfiguration bringen kann, bei der nicht wie eine Rakete zu Boden schießt.
 
Warum gibt es nur selten HV-Regler mit BEC.
Bei uns Helifliegern ist die Kombi ganz normal, da wir auch bereit sind, entsprechend Geld dafür auszugeben.

Das Problem liegt bei dieser Diskussion doch schon an der Definition Redundanz. Das sieht jeder anders. Jeder, so habe ich es gelesen, hat seinen persönlichen Worst Case, den er zwar nur einmal im Leben erlebt hat, aber als permanente Ausfallursache ansieht und gelöst haben will. Nimmt man diese Worst Cases zusammen, fällt permanent alles aus und eigentlich dürfte man garnicht mehr fliegen. Zunächst ist doch mal klar, dass es eine perfekte Redundanz garnicht mit vertretbarem Aufwand geben kann, da der Mensch als größter Fehler nicht abzusichern ist.
Für mich sieht die Sache so aus: Es gibt, angenommen, 100 Fehlermöglichkeiten. Alle kann ich nicht beseitigen. Was nun? Der Perfektionist sagt: Wenn nicht alles, dann garnichts, keine halben Sachen. Ich sage für mich: Wenn nicht 100, dann wenigstens 30 beseitigen, ergibt zumindest 30 Möglichkeiten weniger. Ich nehme dann in Kauf, dass 70 Möglichkeiten bleiben. Pragmatismus pur.

Diese Diskussion schwankt ständig zwischen diesen beiden Standpunkten hin- und her, da wird es keine Übereinstimmung geben. Daher ist es notwendig, den Standpunkt des anderen zumindest zu akzeptieren, auch wenn er nicht der eigene ist. Denn aus der Diskussion selbst kann man eine Menge lernen.

Meinrad
 

onki

User
Leider habe ich einen tödlichen Unfall mitbekommen, der durch Sichtverlust des Modells entstanden ist. Daher sehe ich Failsafe bei allen Fliegern vor, so daß ich in einer Notsituation durch kappen der Verbindung, den Flieger in eine Konfiguration bringen kann, bei der nicht wie eine Rakete zu Boden schießt.
Hallo Daniel,

auch wenn das etwas weit vom Thema wegführt hab ich dazu auch meine Erfahrung (dankenswerterweise nicht am eigenen Leib erlebt).
Zu Zeiten, als wir noch reine Segler geflogen sind am Hang (alpin) war das natürlich euch ein heikles Thema.
Wenn jemand absäuft gibt es erst natürlich die Bestrebung, das Modell wieder hoch zu bekommen. Dazu isoliert sich der Pilot üblicherwesie etwas von der Gruppe und nimmt sich eine Vertrauensperson als "Coach" und Thermiktracker mit (es gibt leider zu viele 2Experten" am Hang die einen mit Ratschlägen traktieren).
Das ist in der überwiegenden Zahl der Fälle auch gut gegangen, einmal sogar mit einer fulminanten Außenlandung am Gegenhang in 2,5km Entfernung. Meistens wurde das Modell aber wieder hochgekurbelt.
Sollte es aber soweit kommen, dass man so tief absäuft dass das Modell nicht mehr erkannt wird, ist es für alle Piloten in meiner Gruppe selbstverständlich alle notwendigen Knüppel in die Ecke zu legen um einen Absturz mit möglichst wenig Fahjrt zu provozieren. Dazu ist jetzt kein Failsafe erforderlich da ich noch nie bei direkter Sichtverbindung einen Ausfall hatte.
Wer trotzdem weiterfliegt (ich schaff das noch) handelt extrem unverantwortlich und bekommt von uns auch entsprechende Anschisse.

Wie schon gesagt Failsafe-Diskussionen füllen Bücherregale. Also lassen wir das, weil es zu nichts führt.

Gruß
Onki
 

ingoh.

User
Hallo zusammen,

ich glaube das Thema Failsafe ist ein ganz eigenes Thema...
Vielen Dank an Micha, Knut und Meier111, die hier schon ihre Schaltungen Preis gegeben habe, ich werde sie mir mal in Ruhe ansehen und vergleichen, könnte mir gut vorstellen mal eine aufzubauen und zu testen.

Gruß, Ingo
 
Warum gibt es nur selten HV-Regler mit BEC. Sind 42V am BEC Eingang wirklich so derart böse oder ist das auch nur ein Opto-Mythos, der perfekt gepflegt wird?
Gibts schon, aber halt nicht für 1,50 ...
Kontronik Kosmik an 12S im E-Jet, Graupner +T120 an 12S in Morane Rallye, seit mehr als 2 Jahren kein Problem. Fliege alles mit BEC, und hatte noch keinen Absturz wo das BEC schuld war sondern die Ursache lag zwischen den Ohren.

Was nicht drin ist im Flieger, da muß ich keine Gedanken drüber machen (vor dem Bau, dem Flug und nach dem Flug). Es kann nicht kaputt gehen, vergessen werden usw.

Persönlich hab ich noch keinen Flieger mit halbwegs passenden Steller/BEC wegen defektem BEC runterfallen sehen. Immer nur vom Hörensagen oder im Forum.

Christian
 

Marcus M

User
In meinen Augen wäre das "perfekteste Backup System" mit BEC, wenn das BEC des Regler primär genutz wird, und wenn es ausfällt kommt ein kleiner 2S LiFe mit ein oder zwei Diode zur Spannungsreduktion zum Einsatz. Wenn die Telemetrie das noch erkennen könnte wäre das perfekt.
Keep it simple !
Hier zwar mit externem BEC, aber in anderen Modellen nutze ich es so auch mit SBEC des ESC.
Backup Lipo ran -> Spannungsalarm -> Backuppfad geprüft
Antriebsakku ran->Spannungsalarm weg (Spannung ca. 0,5 V höher)->Normalversorgung geprüft

Fertig mit fliegen :
Antriebsakku weg->Spannungsalarm Sender nörgelt lautstark, das sollte einen daran hindern den Backup Lipo zu vergessen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Persönlich hab ich noch keinen Flieger mit halbwegs passenden Steller/BEC wegen defektem BEC runterfallen sehen. Immer nur vom Hörensagen oder im Forum.
Hallo,

etwas zum Thema passende Steller/BEC.

Die Fehlerrate von elektronischen Bauteilen hängt maßgeblich von dessen Belastung ab. Die Ausfallswahrscheinlichkeit nimmt mit
der Belastung der Bauteile (Temperatur, Vibration) drastisch zu. Die Fehlerrate bei Halbleitern verdoppelt sich mit einer Erhöhung
der Sperrschichttemperatur alle 10°C.

Bei Elkos steigt die Fehlerrate drastisch mit der Spannungsbelastung. Kleinere Regler sind oft mit 25 Volt Elkos am Reglereingang bestückt.
Diese können laut Spezifikation oft auch an 6S LiPo's betrieben werden. Bei einem Elko mit 25 Volt Nennspannung sinkt die Fehlerrate ca. um
den Faktor 10 beim Betrieb an 12 Volt (3S LiPo).

In der Tabelle hat es eine kleine Übersicht über die empfohlene maximale Belastungsfaktoren von elektronischen Bauteilen.
Die Empfehlung stammt vom Prof. Dr. Alessandro Birolini, Professor für Reliability Engineering.

Belastungsfaktoren.jpg


Daher sollte bei einem Regler/BEC immer eine ausreichende Reserve beim Strom und der Spannung bestehen. Dann hat man schon eine Menge bezüglich der Zuverlässigkeit erreicht.

Mir sind insgesamt erst 3 Regler mit BEC innerhalb von ca. 30 Jahren Elektroflug abgeraucht. Bei zwei der drei Regler waren die Regler einfach überlastet. Beim dritten hat ein Elko am Reglereingang einen Kurzschluss verursacht, der Regler mit BEC ist dann total abgebrannt.

Gruss
Micha
 
Zuletzt bearbeitet:
Aus dem Helibereich kommt der 1st Buffer:
(ehemals R² Buffer)

Ich empfinde ihn als perfektes Backup-System, und besser wie jede Akkuweiche weil:
- Keinerlei Eingriff in die primäre Stromversorgung. Auch Akkuweichen fallen aus und führen zu Abstürzen, das kann hier nicht passieren.
- Völlig wartungsfrei. Es muss kein Akku geladen oder gewartet werden.
- Völlig narrensicher. Die Kondensatoren laden sich nach einschalten selbstständig und das Backup System ist immer betriebsbereit.
- Die Kapazität von 50F reicht beim 700er Heli für ganz grob 1 Minute Stromversorgung. Damit kriegt man auch ein größeres Flächenmodell noch heil runter.
 

Marcus M

User
- Die Kapazität von 50F reicht beim 700er Heli für ganz grob 1 Minute Stromversorgung. Damit kriegt man auch ein größeres Flächenmodell noch heil runter.
Eine Minute dürfte in den allermeisten Fällen nie und nimmer reichen, für Flächenflieger unbrauchbar
 
Ich empfinde ihn als perfektes Backup-System, und besser wie jede Akkuweiche weil:
- Keinerlei Eingriff in die primäre Stromversorgung. Auch Akkuweichen fallen aus und führen zu Abstürzen, das kann hier nicht passieren.
Hallo Alex,

häufig fällt das BEC mit einem satten Kurzschluss aus. Raucht eine Regler mit BEC ab, dann ist oftmals die ganze Platine ein großer Kurzschluss. Da hilft der Buffer rein gar nichts. Nur eine echte Akkuweiche mit Entkopplung der primären-und sekundären Spannungsversorgung hilft da. Der Buffer nützt nur kurzzeitig bei einer Unterbrechung der primären Versorgung. Zudem kann auch der Buffer mit dem Fehlermode Kurzschluss ausfallen. Eine Notstromversorgung bei einem Elektrosegler von 1 Minute langt in den seltensten Fällen zum sicheren Landen. Der Abstieg aus 200 m - 300 m benötigt schon etwas Zeit. So ein Buffer ist m. E. eine reine Geldverschwendung in einem Flächenmodell.

Gruss
Micha
 

onki

User
Hallo,

ich bin da ganz bei meinen Vorrednern. Ein Heli fällt vom Himmel wie ein nasser Sack und wird ggf. via Autorotation kurz vor dem Boden abgefangen.
Das ist beim Flächenmodell eine ganz andere Nummer. OK ein Motorflieger hat jetzt auch nicht so die Gleiteigenschaften, da kann es mit etwas Liebe noch reichen, aber ein Schlepper in 500m Höhe ist da auch raus.
Bisher hatte ich einmal den Fall, dass meine Primärversorgung ausgestiegen ist. Da war das BEC OK, jedoch ist der Akku mangels richtiger Sicherung (schnell reingelegt und nicht ordentlich gesichert) im Flug beim Kunstflug ausgestiegen. Bis zur Landung hat es rund 3-4 Minuten gedauert aus ca. 200m Höhe, nicht zuletzt weil das Modell auch superschwierig zu steuern war, weil der Schwerpunkt natürlich absolut nicht mehr gepasst hat.

Daher halte ich aktuelle Speicherkondesatoren bei E-Seglern als absolut unzureichende Sicherung. Das kann man dann lieber gleich weglassen.

Gruß
Onki
 
Ich fliege bei uns am Platz maximal 300m hoch, ich würde sagen daß innerhalb 1 Minute mit jedem Flächenmodell eine Landung möglich ist. Wenn sich mein Kapazitätsalarm oder der Timer im Flächenmodell meldet sind in der Regel weniger als 1 Minute Restflugzeit vorhanden und das funktioniert ebenfalls entspannt. Deswegen nutze ich den Buffer auch im Flächenmodell.

Wie hoch jeder Enzelne die Ausfallwahrscheinlichkeit der einzelnen Komponenten einschätzt ist rein subjektiv, die Bandbreite ist groß. Ich persönlich habe in 35 Jahren Modellflug noch keine anständige(!) Stromversorgung versagen gesehen (Akkuweichen hingegen schon). Wenn, dann wurde gepfuscht, geschlampt oder falsch dimensioniert. Desegen ist für mich das Wichtigste: Eine gute primäre Stromversorgung, die nicht von einer Akkuweiche unterbrochen wird. 😉
 

Knut

User
Hallo,

der Buffer könnte eventuell reichen, aber eben nur könnte und da liegt doch der Hund begraben. Mit der Akkuweiche, eine Diodenweiche fällt nicht aus und wenn dann mit Kurzschluss der Diode was aber nicht tragisch wäre, ist dagegen 100% Sicherheit vorhanden, was die weitere Stromversorgung angeht.
Heute habe ich mal meine für die Ka6 fertig gemacht. Am Platz scheitert es ja nicht. Der Akku sitzt unter dem Antriebslipobrett und läßt sich verschieben.
Den Alarm auf 5,5 V gesetzt und gut ist, das abstecken kann man auch nicht vergessen, max. bei vollen Bewußsein.

Tschüß
Knut
 

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UweHD

User
Ich fliege im Pace mit Regler-BEC auf 5,5v sowie einem zusätzlichen 4-zelligen NiMH Stützakku. Der NiMH ist ohne Diode über ein Schalterkabel eingebunden und wird somit bei jedem Flug nachgeladen.
Das funktioniert perfekt und würde bei Ausfall des BEC zum Landen ausreichen. Man muss nur daran denken, den Stützakku vor dem Flug einzuschalten, und hinterher natürlich wieder aus.
Könnte man sicherlich auch über einen RC Schalter automatisieren, aber das war es mir nicht wert.
 
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