aufhängeposition fock beim iom - generelles

smunck

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neulich war dieses thema ja schon einmal angerissen. seit dem hat mich das nicht so recht in ruhe gelassen, zumal ich bei meinem boot die fockaufhängung für das a rigg nach dem plan auf der wallinseite (der mit den maßen vom bantok rigg) konstruiert habe. (von 2001) somit ist die waage beim fockbaum bei meinem boot mit 10,2cm eingebaut. jetzt war neulich die rede davon, daß sowas nicht gut wäre und die waage definitiv weiter vorne sitzen sollte. ich habe viel im netz gesucht, aber bin irgendwie nicht befriedigt worden. einige gedanken hierzu:

die waage weiter vorne in verbindung mit dem weiter vorn angebrachten ansatzpunkt an deck befolgt folgendes:

- bei einfallenden böen twistet das achterliek stärker auf, die vorstagspannung wird aber nur gering erhöht

- auf dem vormwindkurs kann das vorsegel weiter aus der abdeckung des großsegels gelangen

- das boot neigt auf raumen kursen weniger zum unterschneiden, da durch den winkel des segels zur wasserlinie ein größerer auftrieb erzeugt wird, als es ein weiter hinten ansetzendes segel tun würde, gleichzeitig wirkt der auftrieb mit einem besseren hebel, weil ja der bug weiter vorne angehoben wird

- an der kreuz kann mehr höhe gefahren werden, da bei gleich großem fockspalt das vorliek weiter in mittschiffsrichtung gelangt

ist das in dieser art richtig? habe ich noch andere nachteile als den erten angesprochenen punkt (mit dem twist) oder ist das gar ein vorteil??

mich würde mal eure meinungen dazu interessieren.
sebastian
 
Hi Sebastian,

ist das in dieser art richtig?

Ich denke schon.

Ideal wäre halt eine Aufhängung vorne am Vorstag. Geht bei Pendelfock nun mal nicht, also so weit vorne wie möglich. Das "wie weit" muß man wenn man kein bekanntes, bei anderen vorhandenes und gut funktionierendes IOM-Rigg zum Vergleichen / Abschauen kennt, selbst ausprobieren, da doch so einige Faktoren da Einfluß nehmen: Maststeifigkeit, Grundtrimmung/Riggspannung... Nicht umsonst haben viele Prototypen zunächst eine Verstellschiene auf dem Vordeck, um das einfach und schnell beim Segeln zu ermitteln.

Das mit einem steigenden Twist / Auswehen bei der Fock halte ich eher für einen Nachteil, beim Groß mag es ggfs. gut sein. Vorne Druck rauslassen, wie bei einer zu sehr twistenden Fock, macht ein Boot am Wind doch luvgierig. Vor dem Wind kann ein stärkeres Verdrehen m.E. auch für ein dann auftretendes unschönes Geigen des Bootes in Frage kommen. Aber Du kennst Dich doch eh aus in Sachen Segeltrimm.

Ich bin übrigens selbst baff erstaunt gewesen, welch hohe Vorstagspannungen heute bei vielen von mir angeschauten IOMs gefahren werden. Da habe ich bei meiner IOM vorletztes Jahr dann nach den ersten Schlägen / Vergleichen doch flugs erstmal den Mast nachgebogen....

Gruß
Thomas
 
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