Aus tiefgezogener Haube einen Tiefziehklotz erstellen

matt

User
Hallo zusammen,

ich habe hier eine neue tiefgezogene Haube mit Rand für einen Robbe Easy. Jetzt möchte ich diese Haube irgendwie abformen um damit einen Haubenklotz zum Tiefziehen zu erhalten. Wie macht man das am besten? Mit Gips?
Danke für eure Tipps!

Gruß Andreas
 

Bernd Langner

Moderator
Teammitglied
Hallo Andreas



ich habe das schon mal mit Gips hinbekommen nur mehrfaches tiefziehen über den Gipsklotz
zeigt irgendwann verschleiß.

Gruß Bernd
 

Claus Eckert

Moderator
Teammitglied
Hallo

Die Oberfläche härten geht gut mit Epoxiharz. Dazu muss der Gips aber knochentrocken sein. Form und Harz sollten angewärmt sein. Dann zieht das Harz gut in die Gipsoberfläche.
Hier habe ich das mal beschrieben. Ist zwar keine Haube, das Prinzip ist halt umgekehrt.
Auch in den Kommentaren stehen noch ein paar gute Tipps.
 

matt

User
Hallo,

der Robbe Easy ist ein Motorsegler mit Plurarumpf. Für den Rumpf habe ich eine Form gebaut und auch schon einen Rumpf laminiert, die Motorhaube ebenso. Jetzt wollte ich noch ein paar Kabinenhauben tiefziehen, das ist Neuland für mich. Hier ein Bild der Haube:

20201218_180229.jpg


Das ist der Easy...

Easy.jpg


Gruß Andreas
 

Steffen

User
Gips taugt halt nur im begrenzten Rahmen.
Seh ich nicht so. ich habe schon mit Gipsabdruck einen ganzen Stapel Hauben gezogen ohne jegliche Abnutzungserscheinung am Gipsklotz.

Das ging aber erst als ich den Gips auch richtig angewendet habe. Gussfähig und ohne klumpige Teile angerührt geht das gut.
Dazu ist dann viel Wasser drin und das muss sehr lange trocknen, ich glaube ich hatte den Klotz eine Woche im Temperschrank.
 
Gute Ausgangslage, einfach ein Brett nehmen und einen Ausschnitt machen dass man die Haube mit Oberseite nach unten einlegen kann.
Z.B. mit Doppelklebeband den Rand etwas fixieren und das Brett unterbauen so dass die Haube im Wasser steht.
Dann kannst du es mit R&G Gießharz einfach ausgießen. Oder eben auch Gips (da gibt es mehr und weniger Geeignete!).
Unbedingt verkneifen die Oberfläche nach entformen anzutatschen, das ist meist noch etwas weich und nicht selten hat man danach Schmierer oder Fingerabrücke.
@Steffen, richtig, ich hab das auch schon gemacht - aber je nach Geschick und Sorte geht es besser oder eben auch schlechter.
Erste Wahl ist Gips bei mir nicht. Unter R&G Gießkeramik mach ich es nicht mehr - auch weil es unkomplizierter ist.;)
Nacharbeit am Gipsstempel hinterlässt immer sichtbare Spuren...
 

O.J.O.

User
Als ehemaliger Hersteller bin ich natürlich gar nicht begeistert, wenn so etwas gemacht wird.
bleibt es meist ja nicht für den Eigengebrauch....

.... aber bei Gips trennt man am besten mit Spühlmittel.
Soll es etwas nachhaltiger sein, genau so wie bei einer Rumpfform, Wachsen, Formharz, 2-4 Gewebe und mit Poraver auffüllen.
 

O.J.O.

User
ach so, wir haben die Probeklötze übrigens fast immer aus Gips erstellt, da es sehr günstig Ist.
 
Als ehemaliger Hersteller bin ich natürlich gar nicht begeistert, wenn so etwas gemacht wird.
bleibt es meist ja nicht für den Eigengebrauch....
Naja, wenn Teile wie die Haube noch verfügbar wären hätte es mein Kollege sicher für sein Modell (1 Zug!) nicht abgeformt.
Leider ist es den allermeisten Herstellern völlig egal und wenn aus dem Katalog dann wird entsorgt...
Aber es gibt auch Hersteller, die sind erfreut darüber dass Modelle, die es schon lange nicht mehr gibt, am Leben gehalten werden.
 

Steffen

User
Erste Wahl ist Gips bei mir nicht.
es gibt immer besseres, aber Gips habe ich innerhalb einer halben Stunde beschafft, wenn ich was vorhabe :-)

Ich war übrigens sehr beeindruckt, wie dünn der Gips sein muss.
Es ist lange her, daher weiss ich nicht mehr ob es 1:1, 1:2 oder 2:1 Gewichtsanteile war. Das ganze war so dünn, dass ich dachte das geht nie.

Frühere Versuche waren einfach mit zu dick gerührtem Gips, das wird dann nix.
 

O.J.O.

User
das stimmt allerdings. Es hilft, wenn man den Gips ins Wasser rieseln lässt. Die Sättigung ist dann erreicht, wenn eine kleine Insel stehen bleibt. Dann alles gut verqu mit nem Schneebesen.
 
Oben Unten