Ausführlicher Reparaturbericht nach Bruchlandung mit Piper Super Cub 1:3

Gast_37382

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Hallo zusammen,

Normalerweise starte ich meine Piper mit Vollgas. Durch die starke Motorisierung zieht sie dann
bereits nach wenigen Metern steil nach oben. Das ist so einfach sicherer, die Geradeaus-
Laufeigenschaften dieser Piper sind nicht gerade gut und hatten bei einem Start vor zwei Jahren
(2010) schon einmal zu einem Schaden an einem Flügelohr geführt - damals war das rechte Ohr
dran.

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Ich habe es dieses Jahr noch einmal mit einem SCALE-Start mit weniger Gas versucht und dabei
dann einen Steuerfehler gemacht - ich habe genauso viel Höhenruder gegeben wie bei meinen
Vollgas-Starts, wodurch die Piper sich steil aufstellte. Einen kurzen Moment lang habe ich versucht
sie torquend mit Vollgas nach oben zu ziehen, dann gemerkt, dass das Risiko eines kapitalen
Schadens größer wurde und das Gas in einem Moment, als sie nur noch knapp über dem Boden
schwebte, ganz herausgenommen.

Über das rechte Flügelohr rollte sie dann zur Seite ab und kam zum Stehen. Insgesamt noch Glück
im Unglück, der Sturz erfolgte nur aus sehr geringer Höhe. Dieses Rettungsmanöver konnte aber
trotzdem folgende drei Schäden nicht verhindern:

Schaden Nr. 1

Der Fall auf das linke Flügelohr führte zum Bruch des Ohres und aller hier sichtbaren Rippen, sowie
einer Beschädigung der Rippe weiter innen im Flügel und der dort befindlichen Flügelsicherung.

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Schaden Nr. 2

Nach dem Abrollen über das linke Flügelohr knallte das Heck mitt dem Hecksporn mit starkem
Seitwärtsdrall auf die Wiese und beschädigte dabei die Halterung des Hecksporns und den Rumpf.

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Schaden Nr. 3

Trotz abgeschaltetem Motor war der Propeller, der kurz vorher im Torquen noch auf Vollgas gelaufen
war, bei der Notlandung noch in Bewegung und wurde beim Bodenkontakt stark beschädigt. Eine
Reparatur ist hier nicht mehr möglich, der Propeller wird ausgetauscht.

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In diesem Thread soll die Reparatur dieser drei Schäden dokumentiert werden:

Die Reparatur des linken Flügels

Zunächst einmal haben wir die Folie der Oberseite des Flügels komplett entfernt. Die erste Diagnose
ergab, dass die Schäden insgesamt leicht zu beheben sein werden - ein Nachmittag würde reichen.

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Zunächst wurden die Rippen, die nur gebrochen waren, an denen aber kein Material fehlte, wieder
zusammengeschoben und mit ZACK-Kleber geklebt. Dabei hat es sich bewährt auf das Fläschchen
eine Spritze zu stecken, um den Kleber sehr gezielt vor Ort bringen zu können.

Dann kam das Flügelohr dran, das es etwas stärker erwischt hatte.

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Aus 2er Sperrholz wird eine Verstärkung für einen besonders stark beschädigten Bereich des
Flügelohrs ausgeschnitten . . .

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. . . angepasst . . .

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. . . und eingeklebt.

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Dann bekommt der lädierte Anschlussholm noch eine Verstärkung.

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Das wird dann mit Zack "geimpft".

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Damit ist der Flügel schon wieder heil, jetzt muss "nur noch" eine neue Folie aufgebügelt werden.
Das ist das Gute an Holzkonstruktionen - auch scheinbar große Schäden lassen sich mit relativ
geringem Aufwand wieder beseitigen.

Hier der reparierte Flügel:

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Nach etwa drei bis vier Stunden war der Flügel soweit wieder heil und fertig zum Folie aufbügeln.
Bericht und Bilder dazu gibt es morgen . . .

Herzliche Fliegergrüße - Peter ;)
 
Folie aufbügeln . . .

Folie aufbügeln . . .

Hallo zusammen,

jetzt geht es ans Bügeln; zunächst muss ein Segment auf der Flügelunterseite angebracht werden, wo die
Original-Folie durch den Unfall eingerissen war.

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Die streng rechteckige Form des Flügels macht das Ausschneiden und Aufbügeln der ORACOVER-Folie leicht . . .

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Das Bügeln hat jetzt keine halbe Stunde gedauert. Die Folie wurde mit Bügeleisen an den Rändern angeheftet,
die grosse Fläche wurde aber einfach mit einem STEINEL-Heissluftfön geschrumpft. Jetzt geht es noch an die
Flügelohren . . .

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Die untere Folie ist angebracht, aber noch nicht geschrumpft, um das Ohr nicht einseitig zu verziehen. Erst wird noch
die obere Folie aufgebügelt und die beiden Seiten dann im Wechsel geschrumpft, damit beide Folien gleichmäßig am
Ohr ziehen können.

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5 Stunden nach dem Abziehen der Original-Folie ist der Flügel jetzt wieder 100% einsatzbereit:

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Die ORACOVER-Folie sieht deutlich schöner aus als die Original-Folie. Die Farben sind aber Gott sei Dank so ähnlich, dass
man den Unterschied nur bei näherem Hinsehen erkennen wird.

Damit ist der Schaden am Flügel komplett behoben. Hat wie erwartet nicht mehr als einen Nachmittag in Anspruch
genommen.

Als nächstes kommt jetzt die Reparatur des kaputten Hecks mit dem ausgerissenen Spornrad dran.

Herzliche Fliegergrüße - Peter ;)
 
Die Reparatur des Hecks . . .

Die Reparatur des Hecks . . .

Hallo zusammen,

und @Roland danke für das positive Feedback . . .

Der Schaden am Heck kam nur zum Teil durch meinen Steuerfehler zustande - die Piper
wurde in China im hinteren Bereich sehr fahrlässig konstruiert und auch gebaut.

Wir haben uns daher vorgenommen nicht nur den Schaden zu reparieren, sondern der
Piper dabei auch gleich einige strukturelle Verbesserungen zugute kommen zu lassen.

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Auf dem Bild unten kann man sehen, dass der Holm nicht einmal bündig an den Heckspiegel
anschließt - er hört ein paar Millimeter davor einfach auf und als ob das noch nicht genug wäre . . .

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. . . hören die oberen zwei Holme schon mehrere Zentimeter vor dem Heckspiegel einfach
im Niemandsland auf - siehe rote Kreise. Nein, die sind nicht bei der Landung abgebrochen,
die enden tatsächlich mitten im Nirwana. Die Struktur am Heck wurde nur von dem Brettchen
zusammengehalten, das gleichzeitig der Träger für das Spornrad war. Wie das überhaupt so
lange gehalten hat, ist wirklich ein Wunder.

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Nun geht es an das Freilegen der Schäden, um das Ausmaß der Reparaturen zu bestimmen.

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Mit einem Messer werden die abgenagten Balsakanten begradigt, um leichter Ersatzstücke
einkleben zu können.

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Das Wackeln an den Streben zeigt, dass auch unter der Folie noch Schäden verborgen
geblieben sind. Also Servo abmontieren . . .

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. . . und die Folie weiter abziehen.

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Soweit es irgend geht lassen wir die Originalstruktur erhalten; erst einmal reparieren wir
die noch erhaltenswerten Bauteile mit PONAL und Zack:

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Während die Klebestellen trocknen wird die nicht beschädigte Originalfolie wieder aufgebügelt.

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Wo wir Risse feststellen, werden sie mit Zack "geimpft". Das repariert die Schäden erstaunlich
gut und auch noch sehr schnell, weil dafür ja nichts auseinandergenommen werden muss.

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Hier wird noch eine Balsakante begradigt . . .

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Jetzt ist die Struktur von allen beschädigten Teilen befreit - der Rumpf kann wieder neu
aufgebaut werden:

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In den nächsten Tagen melde ich mich dann mit dem Wiederaufbau und dem Aufbügeln der
neuen Folie.

Herzliche Fliegergrüße - Peter ;)
 
Hallo Peter,

wieder mal eine Sehr saubere Bauausführung! Reparierst du das ganze oder ist das Joes Werk? Eine frage hätte ich noch! Hast du den defekten Propeller schon entsorgt? Wenn nicht, dann würde ich mich freuen wenn du dich evtl via PN bei mir melden könntest!

Gruß Tobi
 
Hallo zusammen,

@Roland (PN)
Der Schwerpunkt meiner Piper liegt bei knapp 150mm. Ich habe vorne
tatsächlich kein Gramm Blei gebraucht, mein Hacker-Elektromotor ist
offensichtlich schwer genug und alle RC-Einbauten inklusive Akkus weit
genug vorne.

@Tobi
Der Joe und ich treffen uns regelmäßig bei mir zum Bauen, wie Du
weißt. Was den Propeller betrifft - für den habe ich noch Verwendung.

Weiter im Reparaturbericht:

Jetzt ist die Struktur von allen beschädigten Teilen befreit - der Rumpf kann wieder neu aufgebaut werden:

cache_2427645360.jpg


Auf dem folgenden Bild sieht man das Holzbrettchen auf dem Rumpf obenauf liegen, das die Struktur u n d
das Spornrad halten musste - siehe roter Rahmen. Dieses Holzbrettchen war sozusagen der Deckel auf dem
letzten Teil des Rumpfes, das hier links neben dem roten Rahmen jetzt als Öffnung zu sehen ist.

Dieses Brettchen wurde auch noch dadurch geschwächt, dass ein Steg für die Aufnahme eines Metallbandes
ausgespart wurde:

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Um unser Ersatzbrett nicht auch zu schwächen, feilen wir einen Steg in den Kunststoff der Halterung des
Spornrades. Dessen Struktur leidet durch diese Maßnahme nicht im Geringsten, während die Holzstruktur
dadurch ziemlich geschwächt würde.

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Dann werden die Maße des Rumpfes genommen . . .

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. . . auf einer Skizze eingetragen . . .

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. . . und in die Software Turbo CAD übernommen.

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Dann wird das auf der CNC-Fräse umgesetzt:

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Hier die fertigen Teile . . .

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. . . einmal locker zusammengesteckt, um die Passungen zu überprüfen:

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Das soll es für heute einmal gewesen sein, in den nächsten Tagen folgen die Bilder vom Aufbau
mit diesen CNC-Teilen. Übrigens: natürlich kann man die paar Teile auch gut von Hand herstellen,
da braucht es kein CAD oder eine Fräse. Uns macht es halt Freude moderne Technik einzusetzen . . .

Herzliche Fliegergrüße - Peter ;)
 
Endspurt . . .

Endspurt . . .

Hallo zusammen . . .

@Roland: Ist kein Zufall, dass die Reparatur zuletzt profimäßig war. Mein Freund,
der mir beibringt wie man so einen Schaden am Besten repariert, ist Profi, was
Modellbau betrifft. Ich lerne da sehr viel, wir treffen uns regelmäßig zum bauen . . .

Weiter geht's:

Wir hatten ja die Neuteile auf der eigenen Fräse mit einem CAD-Programm erstellt;
trotz genauer Messungen passt aber natürlich nicht alles auf Anhieb und muss auf
der Dekupiersäge noch ein wenig nachbearbeitet werden.

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Jetzt ist der von uns angefertigte Spant eingesetzt; den gab es vorher nicht - der
wurde zur Verstärkung der Struktur von uns eingebaut:

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Ein zweiter Hilfsspant kommt direkt vor den Heckspiegel und nimmt durch seine Zunge . . .

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. . . das Deckbrettchen auf, dass gleichzeitig als Halterung für das Spornrad dienen wird.
Im Bild nicht zu sehen: Die zwei Hauptholme, die in der Mitte des Bildes, kurz nach
unserem Hilfsspant, einfach aufhören, haben wir dann noch verlängert.

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Damit sind die Reparaturarbeiten an der Holzstruktur abgeschlossen, das muss jetzt gut
austrocknen - wir haben da mit PONAL nicht gespart. Am nächsten Tag war das dann
getrocknet. Ohne Klammern sah das so aus:

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Hier sieht man jetzt die zwei Zungen des zusätzlichen Verstärkungs-Spants und des Hilfs-
Spants am Heckspiegel, die den Abschlussdeckel gut in Position halten. Jetzt ist eine gute
Krafteinbindung in die Struktur gewährleistet, die auch mal eine etwas härtere Landung
schadlos überstehen wird.

So sieht das jetzt aus, nachdem das Spornrad provisorisch mit einer Klammer in seine
Position gebracht wurde:

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Weiter geht es hier in den nächsten Tagen dann mit dem Aufbügeln der neuen Folie und dem
Finishing.

Herzliche Fliegergrüße - Peter ;)
 
Folie aufbügeln . . .

Folie aufbügeln . . .

Hallo zusammen,

wie versprochen geht es hier mit dem Baubericht weiter:

Nachdem nun die Holzstruktur wieder komplett aufgebaut war haben wir als nächstes dann alles bügelfertig geschliffen;
im Bild der Schleifklotz von PERMA-GRIT-TOOLS - die sind wirklich sehr, sehr gut. Das ständige Auswechseln des Schleif-
papiers auf doppelseitig klebendem Teppich-Klebeband hat damit ein Ende. Außerdem war bei mir der Holzklotz als
Schleifklotz nie so topfeben wie diese Aluklötze von Perma-Grit. Sind nicht ganz billig, aber sie sind es wert . . .

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Dann haben wir begonnen neue Folie aufzubügeln - auf der Unterseite einen roten Keil und die Seiten weiss, wie bei der
Originalbespannung:

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Zwischendurch musste dann noch das Spornrad angepasst werden. Durch die drei Löcher hindurch haben wir die drei
Bohrstellen markiert . . .

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. . . ausgebohrt und dann mit hochflüssigem Zack (Sekundenkleber) "geimpft". Dadurch wird das Holz hier sehr hart &
belastbar; der hochflüssige Sekundenkleber diffundiert bis weit in das Holz hinein und bietet den Schrauben dann
optimalen Halt.

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Dann werden beide Seiten mit weisser Folie geschlossen:

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Dann werden das Spornrad und die Drahtseile montiert und die Federn für die Lenkung des Spornrades wieder an der
Halterung am Seitenruder eingehängt:

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Hier wird jetzt auch klarer, warum wir am Träger des Spornrades eine Nut eingeschliffen haben.

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Die Messing-Litze, die die Verspannung hält, muss bei unserer Ausführung einfach nur noch auf der Folie aufliegen,
weil sie ja jetzt in der Nut im Kunststoff-Gehäuse Platz findet:

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Als nächstes kommt jetzt noch der Propeller dran - dann ist die Reparatur fertig :) :) :)

Herzliche Fliegergrüße - Peter ;)
 
Klasse Bericht

Klasse Bericht

Ich persönlich finde solche Berichte informativer und wichtiger als die ewigen sog. "Bauberichte" von dem ARF- und Schaumzeugs!

Gruß
Oliver
 
Der Prop . . .

Der Prop . . .

Hallo zusammen . . .

. . . und vielen Dank für das positve Feedback, Oliver und Tobi. :)

Der Propeller war bei der Notlandung stark beschädigt worden:

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Der neue Dreiblatt-Propeller von BIELA ist da und konnte jetzt eingebaut werden.
Die Löcher für die Halterung müssen sehr sorgfältig gemacht werden; wenn sie nicht
genau an der richtigen Stelle gebohrt sind oder wenn der Bohrer nicht genau im 90°
Winkel bohrt, dann wird die Montage sehr schwierig.

cache_2427647010.jpg


Hier ist die Piper jetzt zum Propellertest aufgebockt; die Antriebsakkus sind angeschlossen . . .

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. . . und der Propeller läuft rund.

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Schaden behoben . . .

Übrigens: Arbeiten am Rumpf sind von der Arbeitsposition schwierig, wenn so ein
großer Rumpf auf dem Tisch steht. Entweder ist der Rumpf zu weit oben, wenn man
von oberhalb im Inneren arbeiten will, oder er ist zu niedrig, wenn man z.B. etwas am
Fahrwerk machen will. Ich habe mir deswegen einen fahrbaren, hydraulischen Hubtisch
besorgt. Jetzt kann ich einfach eine geeignete Holzplatte auflegen und den Tisch genau
in diejenige Höhe fahren, die für die betreffende Arbeit am günstigsten ist. Und da er
fahrbar ist, kann der Rumpf auch mal "geparkt" werden, wenn ich etwas anderes machen
will. Ist wirklich praktisch . . .

Herzliche Fliegergrüße - Peter ;)
 
Ich persönlich finde solche Berichte informativer und wichtiger als die ewigen sog. "Bauberichte" von dem ARF- und Schaumzeugs!

Gruß
Oliver

Ich kann mich dem nur anschließen. Und ich beneide den "Bauherrn" ob seiner räumlichen Möglichkeiten. Soviel Platz möcht ich auch mal haben!!!! Heul!!!!:cry::cry:

Liebe Grüße

Wolfgang
 
Hallo zusammen,

und danke, Wolfgang für Dein positives Feedback. Ich finde Du hast einen sehr coolen Spruch als Signatur . . .

Meine Piper ist jetzt wiederhergestellt:

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Kaum zu glauben, dass ich nach dem Crash ernsthaft überlegt hatte sie nur noch auszuschlachten und zu entsorgen.
Der Schaden sah für mich anfangs sehr groß aus und erst die Ermunterung meines Freundes Joe, bei dem ich über
die Reparatur von Holzfliegern beim Wiederaufbau dieser Piper sehr viel gelernt habe, hat mich umgestimmt.

So, wie sie da jetzt wieder steht, hat es sich wirklich gelohnt:

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Das Spornrad ist jetzt besser als neu - aus den oben angeführten Gründen. Man müsste schon sehr genau hinsehen,
um Reparaturspuren zu erkennen . . .

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Meine Piper hat 3.600 mm Spannweite (1:3) und fliegt elektrisch mit 4 x 6S Lipos; damit kann ich auch Großsegler
schleppen . . .

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Jetzt wird sie erst einmal aufgeräumt. Dazu stelle ich sie erst einmal auf Ihren Platz unter der Decke auf den Boden
und ziehe sie dann mit dem Flaschenzug-Lift nach oben:

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Da hängt sie jetzt bis zum nächsten Einsatz.

Links neben ihr hängt meine WILGA (Frisch 1:3,5) , die diesen Winter noch fertig aufgebaut wird; rechts daneben
hängt meine WACO YMF 5 im Rohbau an der Decke.

cache_2427985870.jpg


Die Piper hat jetzt erst einmal Pause, weil der zweite Flieger, den ich dieses Jahr beschädigt habe, jetzt erst einmal
an der Reihe ist. Wem dieser Bericht gefallen hat, hat vielleicht ja Lust auch die Reparatur meines VORTEX CHAMP
mitzuverfolgen - einfach hier klicken >>>

Dieser Thread ist damit noch nicht am Ende - ich melde mich bald mit einem Bericht über den Innenausbau.

Herzliche Fliegergrüße - Peter ;)
 
Das ist ein prima Reparaturbericht der TWM Piper in 1:3.

Ich hab sie auch (ist noch unbeschädigt). Meine hat einen DA-100 als Antrieb. Einzige Frage wäre noch, dass sie in meinen Kombi zwar rein ging, aber ich dann nur noch eingeschränkt fahren konnte. Daher habe ich das Höhenleitwerk abnehmbar gebaut. Dazu wurde das Mittelteil herausgeschnitten und in die so erhaltenen 2 Höhenruderhälften und in das Mittelteil wurden mit Epoxy Messingröhrchen eingeleimt. In den Messingröhrchen sitzen Stahlstifte, die beide Höhenruderhälften mit dem Mittelteil verbinden. Am Rumpf gehalten wird das Ganze durch die Abspannung des Höhenruders.

Reinhard
 
TWM Piper . . . ?

TWM Piper . . . ?

Hallo Reinhard,

das ist ja interessant, dass Du diese Piper als "TWM" Piper kennst. Bei mir wurde sie immer
nur als "Lindinger Piper" geführt und nach der Bruchlandung hatte ich auch beim Lindinger
nachgeschaut, ob er sie noch hat - und nicht mehr gefunden.

Weißt Du, ob jemand sie noch im Programm hat? Ich werde immer mal wieder gefragt und
einen solchen Flieger für nur € 699 fertig gebaut und bespannt - da kostet mancher Bausatz
schon mehr.

Deine Lösung für die Abnahme des Leitwerks klingt interessant. Kannst Du da ein paar Bilder
machen und hier einstellen? Interessiert sicher nicht nur mich . . .

Herzliche Fliegergrüße - Peter ;)
 
Nun, mein Auto kommt übrigens von VW und nicht von Autohaus Krause... In diesem Sinne : Der Hersteller ist die Firma "The World Models" : www.theworldmodels.com . Lindinger war/ist der Distributor vom Hersteller. The World Models fertigt die rote Piper in 1:3 momentan immer noch. Sie hat die Bezeichnung A186S : http://www.theworldmodels.com/para/instruction/html/A186S/ und kann hier direkt bestellt werden : http://ecsvr.com/twm/ShopDisplayproducts.asp?Search=Yes
Einen Film gibt es hier : http://www.radarrc.com/movie/movie_details.php?code=A186SR und hier : http://www.myvideo.de/watch/4326681/Piper_Cup_von_Markus_Rummer_beim_E_Meeting_in_Vilsbiburg
Bestellen kann man auch die Ersatzteile (wenn z.B. mal die Haube oder die Windschutzscheibe kaputt sein sollte.) http://www.theworldmodels.com/para/products/airplanedetails.php?airplaneid=205
http://ecsvr.com/twm/ShopDisplayproducts.asp?Search=Yes

Inzwischen wird sie ja vom Werk aus mit komplett abnehmbarem Höhen- und Seitenleitwerk ausgeliefert, so dass ich hier Bilder nicht einstellen muss. Außerdem ist da schon wieder Folie drüber....

Für diejenigen, die den Direktimport scheuen, wird in Deutschland wird übrigens die Fa. Pichler als Distributor genannt. Anfragen kann man da ja mal.....

Reinhard
 
Hallo Reinhard,

das ist mal eine gründliche Auskunft - vielen Dank. :)

Ich dachte LINDINGER lässt diese Piper im Auftrag in China fertigen und nicht, dass LINDINGER
Repräsentant eines chinesischen Herstellers ist. Mit VW hast Du natürlich recht . . .

Nach dem Crash hatte ich diese Piper wieder gesucht, weil sie wirklich gut fliegt und sehr schön
aussieht. Ich habe erst 2008 mit der Modellfliegerei begonnen und hatte noch keine Erfahrung mit
Crashs. Anfangs bin ich sehr, sehr vorsichtig geflogen, da ist nichts passiert. Jetzt, nach vier Jahren,
habe ich gedacht ich kanns, habe mehr riskiert und erstmals gleich zwei Flieger beschädigt. Als ich
meine Piper nach dem Crash gesehen habe, dachte ich der Aufwand einer Reparatur lohnt sich nicht
mehr und war dann sehr überrascht, wie einfach es dann doch war sie wieder flugfertig zu machen
- siehe dieser Reparaturbericht.

Trotzdem schön zu wissen, dass es sie noch gibt und vielleicht hat ja der eine oder andere, der diesen
Thread gelesen hat, jetzt auch Lust auf so eine Piper. Bei TWM kostet sie derzeit US$ 799 ARF.
Als Händler im deutschsprachigen Raum sind LINDINGER und PICHLER zwar angegeben, beide führen
diese Piper aber nicht im Sortiment - zumindest habe ich keinen Link gefunden . . . :rolleyes:

Ich werde noch im Cockpit der Piper ein paar Veränderungen vornehmen, ich melde mich dann wieder
mit Bericht & Bildern.

Herzliche Fliegergrüße - Peter;)
 
Beim Hebu-Shop in der Schweiz gibt es sie gerade als "Sonderangebot" ??? für 999 CHF = 827 €

http://www.hebu-shop.ch/product_inf...0mm--ARF-Modell-von-TWM.html&XTCsid=exuezqtwf
http://www.hebu-shop.ch/popup_image.php?pID=8283&imgID=3

Man beachte, dass bei dem Angebot von Hebu noch Transportkosten zu zahlen sind. Auf den Gesamtpreis (Modell + Transport) kommen dann nochmal 19% EUSt.

Und hier in England gibt es sie für 755 GBP = 928 €

http://www.servoshop.co.uk/index.php?pid=A186SR&area=Aircraft

Da fallen dann nur die Transportkosten und keine Steuer mehr an.


Ich habe meine TWM Piper übrigens damals in einer Sonderrabatt-Aktion bei Lindinger für 630 € gekauft..... was schon nahe am derzeitigen online Angebot von TWM (617 €) liegt. Wenn man bedenkt, dass bei Lindinger keine EUSt und keine Transportkosten zu zahlen waren, dann war das außerordentlich günstig. Beim Onlinekauf bei TWM kommen schließlich die Transportkosten von ca.250 € hinzu, auf die dann auch noch einmal 19% EUSt erhoben werden.

Ich meine mal, bei den Preisen könnte dann ein deutscher Distributor, wie Pichler, schon ein konkurrenzfähiges Angebot unterbreiten. Container kommen schließlich auch nach Deutschland... und fragen kostet nichts...

Reinhard
 
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