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Auslegung Brettnurflügel mit Flächengeometrie der Pioneer III und Profil Phönix

Hallo zusammen,
ich entwerfe, baue und fliege bisher Segelflieger mit Leitwerk.
Bisher allerdings ohne Software wie FLZ-Vortex.

Aufmerksam geworden durch das Modell Pioneer III, will ich mich jetzt aber an einen "selbstkonstruierten" Nuri wagen.

Entwurf:
Als Profil habe ich das Phoenix ausgewählt weil es von aerodesign für Bretter vorgeschlagen wird.
Die Geometrie habe ich vom Pioneer III abgeschaut.
Als Spannweite plane ich 3m und Wurzeltiefe 30cm auf 9cm am Randbogen.
Verwindung bisher 0°
Gebaut wird in CNC Rippen, Rohrholm und mit Vollbeplankung.

Phoenix.jpg
Bei einem Gewicht von 1,7kg und einem Stabilitätsfaktor von 5 komme ich auf eine Anstellwinkel von 1,2° bei einer Geschwindigkeit von 16m/s, könnte fliegen, oder ?

Da Ihr hier die meiste Erfahrung an Nuri Konstruktionen habt und evtl. Interesse meinen Entwurf zu begutachten, mich zu beraten und zu kritisieren seid ihr herzlich eingeladen.
Danke falls Ihr Euch dafür interessiert.

FLZ-Datei und Screenshot im Anhang (hoffentlich)

Danke und schönen Bau-Abend
Grüße von der Alb
Roland
 

Anhänge

Könnte schiefgehen...

Könnte schiefgehen...

Hallo Roland,

das könnte ein wenig kritisch werden. Phönix liefert Ca-Werte bis 1,1. Bei dem angestrebten Gewicht ergeben sich ca. 24g/dm² Flächenbelastung. Du erhältst einen langsamen Flieger. Die XFoil-Polaren des Phoenix-Profils zeigen bis Re-Zahl 90000 Ablöseblasen. Grob geschätzt könnten an den Flügelenden Re-Zahlen von 60000 auftreten. Neben unnötigem Widerstand kann die Querruderwirkung zu Wünschen übrig lassen.
Bei 8,2% Profildicke und Rippenbauweise könnten die Flügelenden auch etwas anfällig für Schäden sein, vor allem beim Landen an Hängen.

Was soll der Flieger denn können und wo soll er eingesetzt werden? Wenn Du nichts ändern und nur friedlich in der Thermik segeln willst, sind Turbulatoren im Außenbereich anzuraten.

Viele Grüße aus Middlfrangn

Stefan
 
Hallo Stefan,
danke für deine Rückmeldung.
Was soll der Flieger denn können und wo soll er eingesetzt werden? Wenn Du nichts ändern und nur friedlich in der Thermik segeln willst, sind Turbulatoren im Außenbereich anzuraten.
Eigentlich habe ich wirklich nichts anderes vor, als am Hang und in der Thermik zu fliegen, weder dissen noch Vollgas.
Wäre es sinnvoll im Aussenbereich auf -1,5° zu schränken?
Bei 8,2% Profildicke und Rippenbauweise könnten die Flügelenden auch etwas anfällig für Schäden sein, vor allem beim Landen an Hängen.
Da ich meine Flächen mit 2mm Balsa voll beplanke habe ich da eigtl. bisher ausreichend Festigkeit gehabt.
Danke und Grüße
Roland
 
Schränkung beim Brett

Schränkung beim Brett

Hallo Roland,

wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, ist die Schränkung keine schlechte Idee. Ich habe etliche Bretter mit Schränkung tadellos fliegen gesehen. Sie bringt Gutmütigkeit beim langsamen Kreisen und beeinträchtigt die Schnellflugeigenschaften nicht merkbar, so lange man es nicht übertreibt. 1,5 Grad ist sicher ok.

Viele Grüße,

Stefan
 
Rohbau steht

Rohbau steht

jetzt noch der Einbau der Elektronik und bügeln, dann mal sehen was ich da gebaut habe, es soll ja schön werden am WE ?
WP_20140225_001.jpg
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schönen Abend noch
 
und er flog doch, denn er hat Flügel

und er flog doch, denn er hat Flügel

moin moin,
nach dem ersten Flugversuchen mit senkrechten auf und abstiegen, zum Glück war der Boden noch feucht und weich, dachte ich nur Edelmüll gebaut zu haben und häng das Ding an die Decke.
Nach Recherche was zu tun bleibt, habe ich den SP drastisch nach vorne verlegt und die Höhenruder nach oben gestellt -> siehe da er flog, schnell zwar und mit der Nase nach unten, aber er flog.
Also SP wieder millimeterweise nach hinten versetzt und er fliegt immer noch, jetzt bin ich bei ca. 75mm (300mm Profiltiefe) und die Höhenruder muss ich immer noch deutlich anstellen.
Sieht zwar aerodynamisch nicht perfekt aus, aber er fliegt ganz passabel und stabil.
WP_20140313_001.jpg
Ich mach weiter.
Grüße
Roland
 
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