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Auslegung für Rutan Boomerang

Hallo zusammen,
Ich spiele mit dem Gedanken, eine 2,30m Version des Boomerang 202-11 von Burt Rutan zu konstruieren und zu bauen. Da ich mich bis dato aber nicht wirklich mit der Wahl von Profilen auseinandergestzt habe, möchte ich diesen Thread nutzen, um mir von euch Tipps einzuholen. ;)
Welches Profil würdet ihr für solch einen Nachbau verwenden?
Was gilt es bei der Wahl des Höhenruder-profils zu beachten und welches würdet ihr nehmen?
Gibt es sonst noch grundsätzliche Dinge die bei der Konzeption eines solchen Flugzeuges zu beachten sind?

Ich dachte an ein NACA 2415, bin mir da aber wirklich nicht sicher ;)

Technische Daten vom Original findet ihr hier: http://rutanboomerang.com/technical-specifications/

Ich würde mich über eure Tipps sehr freuen
Jona
 
Coole Wahl...

Coole Wahl...

... schicker Flieger

Hallo Jona,

interessanter "Flugapparat" - was hast du denn damit vor? Das NACA 2415 passt für mich überhaupt nicht zu dem Modell. Das ist doch eher etwas Gemütliches für Trainer und Schlepper. Der Boomerang ist doch eher das Gegenteil - ein privater Höhenjäger für Langstrecken. Gegenüber dem Original muss das Modell sicherlich etwas wendiger werden. Energieersparnis spielt bei unseren "Spielzeugen" auch keine Rolle. Ich bin nicht so "DER" Profilexperte, aber so etwas wie NACA 63-212 fände ich angemessener.

Knapp Zweieinhalb Meter finde ich gut. Ich würde bei dem Projekt eventuell mitmachen, schließlich suche ich noch nach einem 2-Mot für 2 15er 2-Takt-Glühzünder. Pond-Racer, P-82 kommen auch noch in Frage. Auf jeden Fall etwas Schnelles mit gutem Wirkungsgrad. Gerne also auch der Boomerang.

Wie würdest du denn den Aufbau machen? Holz, Voll-GFK oder was Gemischtes?

Beste Grüße
Andreas
 
Höhenruderprofil?

Höhenruderprofil?

Hallo
dass das 2415 nicht passt hab ich mir schon fast gedacht..., wollte aber enfach mal nachfragen
Ich zeichne das Modell gerade in FLZ Vortex mit dem 63-212, um mal zu sehen, wie die auslegung so passen würde und wie die Ruderwirksamkeit ist, mal sehen ;). Dabei habe ich aber folgende Probleme:
Welches Höhenruder-Profil kann ich nehmen, so dass es zu dem 63-212 passt?
Kann ich das Profil dann auch für die Seitenleitwerke nehmen?

Andreas, ich habe vor das Modell in Holzbauweise und vollbeplankt zu bauen. Eventuell bekommt es dann noch Eine überzug mit einem dünnen Glasgewebe.
Ich hatte auch mal darüber nachgedacht, den rumpf aus GFK zu bauen (Die Formen hätte ich mit meinem 3D Drucker gemacht), aber die Idee schnell wieder verworfen, weil ich als Schüler weder das Geld für Vakuumtechnik noch solche im Zugang habe. Allerdings haben wir in unserer Jugendgruppe seit neustem eine CNC-Fräse, so dass sich der Holzbau förmlich anbietet.

Über weitere Hilfe wäre ich wirklich sehr dankbar

Viele Grüße
JonaVortex_boomerangv1.JPG
 
Am besten...

Am besten...

...was Bewährtes. Ich würde mich an schnellen Seglern oder Pylonrennern orientieren. Vielleicht ein HD 801 mit 7%. Aber theoretisch begründen kann ich das nicht. Wie schon geschrieben, meine Kernkompetenz liegt nicht in den Profilen. Da bin ich nicht der Prinz. Vielleicht kann sich noch ein Theoretiker dazu äußern...

Für das SLW nimm ruhig auch das. Dazu kannst du auch die Dicke etwas in Richtung Scale erhöhen.

Kontakte doch mal Burt Rutan direkt, der war auch Modellflieger und ist sehr an Nachwuchsförderung interessiert. Wer könnte dir besser ein Profil empfehlen als der Meister selbst. Außerdem trainiert das dein Englisch und wer weiß, vielleicht...

Für ein Einzelstück könnte man natürlich einen Holzbau machen, besonders die Flächen gehen so gut. Die Rümpfe sind aber sehr glatte charakteristische Freiformflächen. Die würde ich im CAD aufbauen und positiv oder negativ 3D fräsen. Zur Herstellung weniger GFK-Schalen brauchst du kein Vakuum, das kann man einfach so laminieren.

Beste Grüße
Andreas
 

65gt

User
Hallo,

das sieht nach viel Flugzeug mit wenig Fläche aus, ergo
hohe Flächenbelastung. Kombiniert mit geringer Flächentiefe
und hoher Streckung ein Profil mit hohem Auftrieb bei .
RE-Zahl und großer Dicke auswählen ( Festigkeit ).
Bei konventionellem Aufbau ab ca. 12% Dicke, sonst gehts ohne
massiv Kohle nicht mehr. Die Servos sollen ja auch noch in die
Fläche passen und die Vorpfeilung verstärkt die Flatterneigung.

Gruß Martin
 
...sieht schlimmer aus...

...sieht schlimmer aus...

... als es letztlich dann ist:

Der Boomerang ist vermutlich der leichteste 2-Mot 5-Sitzer mit Einziehfahrwerk überhaupt. Leer 1075 kg! Voll beladen 2 to bei einer Flügelfläche von 9,5m2. CFK macht's möglich. Nach der kleinen 3-seit-Zeichnung hat das Profil 16%. Soweit könnten wir im Modell sicherlich auch gehen.

Bei 2,4 m SW macht das auf Mitte Außenflügel noch eine Dicke von 32mm bei 200mm Tiefe. Sollte für Servos reichen. Überhaupt würde ich anfangs die Flügel mit Balsabeplankung auf XEPS Schaum aufbauen. Unter der Beplankung kann man zusätzlich lockeres Kohlegewebe diagonal und/oder Diagonalrowings unterbringen. Da flattert nix mehr. Nur die Steckung braucht dann ordentlich Aufmerksamkeit = Dimensionierung. Überschlagsmäßig halte ich bei 6kg Gewicht eine Flächenbelastung von 75gr/dm2 für erträglich. Eventuell muss man für das Modell die Flächentiefe um ca. 20% erhöhen. Ist dann zwar nicht mehr scale, aber cool sieht der Boomerang dann immer noch aus.

Weiterplanen
Andreas
 

65gt

User
Naja,

die Masse des Originals ist eine Sache, die des Modells,
bei dem der finanzielle Rahmen ( Schüler ) begrenzt ist und somit
Schalenbauweise auscheidet eine andere.

Gruß Martin
 
dann mal los...

dann mal los...

Hallo,
Danke schonmal für eure Tipps :)

Ich habe den Boomerang jetzt mal in FLZ Vortex komplett gezeicnet und schon mal berechnet. Als Höhen- und Seitenruderprofil habe ich mal das NACA 0012 genommen, weil das von der Profildicke ziemlich gut zum Original passt. Als Flügelprofil habe ich dann das NACA 63-212 genommen, was nach airfoiltools.com wohl sehr ähnlich zum RUTAN Profil sein soll http://airfoiltools.com/airfoil/details?airfoil=amsoil2-il#polars . Wenn ich die Graphen richtig verstanden habe, ist das NACA bis zu einer Re-Zahl von ca 200000 noch absolut nutzbar. Den Berechnungen von Vortex nach zu Urteilen fällt der lokale Re-Wert bei meiner Zeichnung mit 2.30m nie unter 300000, so dass das eigentlich passen sollte, oder?

Allerdings verhält sich der Boomerang in Vortex völlig anders als die Beispiel-Modelle, so entsteht bei Höhenruderausschlag nach oben kein Strömungsabriss, sondern negativer Auftrieb. Auch das Stabilitätsmaß ist mit über 100% abartig hoch und kann eigentlich nicht stimmen. Ich habe garantiert irgendwo einen Fehler gemacht, hab aber absolut keine Idee wo... Hat Irgendwer Ahnung von Vortex und kann mir weiterhelfen? Ich bin da mit meinem Latein am Ende..


Bei einem Gewicht von 5,9 kg komme ich auf eine Flächenbelastung von etwas mehr als 115g/dm², was mich zur Bauweise bringt. Ich würde die Rümpe dann ohne Vakuum aus Glas bauen, das sollte ja schon einmal ordentlich Gewicht einsparen. für die flügel ist mir folgende Idee gekommen: Aufbau mit wnigen Holzrippen (Natürlich mit starker Steckung) und einer Beplankung aus Glassandwich mit 1mm Balsa (oder sogar noch dünner), was mit 3D gedruckten Formen in die richtige Form gepresst wird (Ist in der FMT 09/2019 im Baubericht von der ercoupe 415 beschrieben) . Das sollte bei niedrigerem Preis eine nur weniger schwere Konstruktion als eine Voll-GFK Fläche ergeben, oder?
Welches Profil würde man denn für eine größere Profildicke nehmen? Das NACA 63-215?

Danke für die Hilfe
Jona
 

65gt

User
Hallo,

5,9kg für 2 Rümpfe, zwei Motoren und Einziehfahrwerk
bei 2,3m Spannweite ? Aus Depron für die Halle ja,
aber nicht mit GFK-Rumpf und Schalenflächen.

Gruß Martin
 
Lass dich nicht entmutigen...

Lass dich nicht entmutigen...

Hallo Jona,

Wenn du einen elektrischen Antrieb planst, schaffst du bei SW 2300 auch die 4kg leicht zu unterbieten. Vielleicht leidet dann die Flugzeit etwas.
Die Rümpfe sind so geformt, dass sie mit einem Minimum an Wandstärke auskommen. Zumeist wird 1mm reichen Bei 30% der Fläche sollten es vielleicht 1,6-2mm sein. Mit 3-4 Ringspanten aus 4mm Pappelsperrholz sind sie ausreichend ausgesteift. Der Boomerang ist ein eleganter Windhund, kein Mastino!
Mach doch mal eine Liste der Einbauelemente mit Gewichten. Dann sehen wir schon wo wir landen.
Ich bin mir inzwischen sicher, dass meine Variante 20-30% mehr Flächentiefe bräuchte um unter 100gr/dm2 zu kommen. 4kg schaffe ich auch nicht, für Verbrenner brauche ich mehr Steifigkeit.
Meine geschätzte Flächenbelastung in #6 war natürlich völliger Unsinn. Ich hatte die Faktoren verwechselt. Deine Schätzung von 115 gr/dm2 ist schon freundlich gerechnet. Ich weiß, wie sich ein 2-Mot mit 125er Flächenbelastung beim Landen anfühlt:
http://www.rc-network.de/forum/show...hbau-geplant?p=4256645&viewfull=1#post4256645
Das geht schon, aber weniger wäre schöner.
Beim Tragflächenbau empfehle ich dringend erst mit einem positiv gebauten Flügel Erfahrungen zu sammeln. Wenn du keinen Spezialisten vom Range eines Burt Rutan an deiner Seite hast, wird erst der 3. oder 4. Flügel deinen gewünschten Flugeigenschaften entsprechen. Willst du da jedesmal eine neue Form bauen und sie dann wegwerfen?

Und dann noch ein paar Worte zum Projektmanagement:
Wenn du das Projekt ernsthaft verfolgen willst, kannst du auf meine Unterstützung rechnen. Lass dich aber nicht von Reichsbedenkenträgern, Berufsbremsern oder Trollen behindern.


@ Martin:
Schön, dass du so besorgt bist. Kannst du deine Gewichtsbedenken etwas genauer ausführen? 3 Einbauelemente aufzuzählen, und daraus Unmöglichkeit zu schließen ist doch etwas dünn! Nicht nur behaupten - beweisen!
Du hast jetzt in 3 Beiträgen deine Bedenken in allen verschiedenen Bereichen vorgetragen. Es wäre schön, wenn du auch mal etwas Konstruktives beitragen könntest.

Beste Grüße
Andreas
 

65gt

User
Hallo Andreas,

aus dem Einganspost schließe ich auf einen Schüler/Studenten mit
sehr begrenzten Finanzen. Das schliest Formenbaun und großflächigen
Kohleeinsatz wohl aus. Es bleibt bei überwiegend Balsa/Pappelsph./Styro.
Ein Kunstflugmodell mit 2,3m Spannweite hat so ab 9kg ? und leichter sind
Schalentiere da auch nicht.
Statt einem guten 50iger mit Reso zwei 30iger Benziner . Ist wohl nicht leichter !
Statt CFK Fahrwerk und Sporn 3-Bein Einziehfahrwerk. Ist wohl nicht leichter !
Sind zwei kleine Rümpfe leichter als ein Großer ?
Desshalb finde ich, dass meine Skepsis bzgl. 6kg und alltagstauglichkeit berechtigt ist.
Das muss aber natürlich nicht auf jeden zutreffen.

Gruß Martin
 
Hallo,
Ich habe gerade leider nicht die Zeit, auf alle Details zu antworten, aber folgendes wollte ich trotzdem schnell schreiben, bevor ich in unseren Jugendbauraum fahre:
- Bezüglich des Antriebs werde ich auf Elektro gehen, weil ich nicht glaube, dass sich das Projekt mit zwei Benzinern umsetzen ließe. Zum einen wegen dem reinen Gewicht des Antriebs, aber auch wegen der leichteren Konstruktion. Ich glaube aber nicht, dass ich unter 4kg kommen kann
-Was die Bauweise angeht, hab ich ja bereits geschrieben, dass ich wenn mir 3D gedruckten Formen arbeiten möchte, die ja lächerlich günstig sind, wenn man schon einen 3D Drucker im Haus hat. Und ob ich jetzt den Rumpf aus Gfk oder vollbeplankt aus Holz baue, macht bei den Einzelhandelspreisen von Balsa glaube ich auch nur einen geringen Unterschied. Als Anhaltspunkt fürs Gewicht bin ich auch mal von diesen 9kg ausgegangen, aber ich glaube nicht, dass eine so massive Konstruktion wie bei 3D Maschinen nötig ist.
- Und ja, ich habe vor dieses Projekt ernsthaft umzusetzen, wenn keine absolut aussichtslosen Probleme vorkommen.

Ich bin für eure Gedanken und vor allem eure Bedenken sehr dankbar!!
Jona
 
Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole:

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole:

Nicht nur behaupten - beweisen!
Ach Martin, es kann doch nicht so schwer sein. Kommunikation geht im Wechsel hin und her. Einer antwortet auf den anderen und dann umgekehrt. Dazu muss man den Beitrag lesen, verstehen und darauf Bezug nehmen, sonst ist es keine Antwort, sondern sinnloses Geplapper. Lies mal Paul Watzlawick, das hilft. https://www.paulwatzlawick.de/axiome.html

aus dem Einganspost schließe ich auf einen Schüler/Studenten mit
sehr begrenzten Finanzen.
Warum? ...eigener 3D-Drucker, Zugriff auf eine cnc-Fräse. Sooo begrenzt ist das wohl nicht.
Das schliest Formenbaun und großflächigen
Kohleeinsatz wohl aus.
Schon dieser Schluss ist unsinnig, und wenn, gibt es noch Sponsoren.
Ein Kunstflugmodell mit 2,3m Spannweite hat so ab 9kg ? und leichter sind
Schalentiere da auch nicht.
Kann ja sein, aber was hat das hiermit zu tun? Es geht um einen Boomerang. Ein Segler mit 2,3m geht ja auch unter 2kg.
Statt einem guten 50iger mit Reso zwei 30iger Benziner . Ist wohl nicht leichter !
s.o. Kann ja sein, aber was hat das hiermit zu tun? Es geht um einen Boomerang. 2x1-3KW. Elektrisch 2x 600gr und als 2T-Glühzünder 2x 700-1000gr - Komplett!
Statt CFK Fahrwerk und Sporn 3-Bein Einziehfahrwerk. Ist wohl nicht leichter !
Falsch! EZF 3x 80gr komplett
Sind zwei kleine Rümpfe leichter als ein Großer ?
Brennen 2 Geigen länger als ein Cello? Merkst du nicht, wie unqualifiziert deine Frage ist?
Desshalb finde ich, dass meine Skepsis bzgl. 6kg und alltagstauglichkeit berechtigt ist.
Skepsis ist völlig o.k. Aber du solltest nicht nur Fragen stellen, sondern auch mal Verbesserungsvorschläge machen, aus denen man erkennen kann, dass deine Fragen fundiert und nicht nur Störfeuer sind.

Dieses war der letzte Versuch mit dir sinnvoll zu kommunizieren.
Werde KONSTRUKTIV!

Hallo Jona,

4kg sind völlig o.k.
Große Formen aus dem 3D Drucker werden überschätzt. Die Finisharbeit ist unendlich aufwendig. Das lohnt sich hier nicht. Vielleicht macht es bei den Motorhauben Sinn. Auf jeden Fall kannst die Fahrwerks-, Servo- und Motoraufnahmen und die Spanten drucken.
Wenn du die 3D Konstruktion der Rümpfe machst, (nicht unterschätzen, gute Freiformflächen sind sehr schwierig) würde uns das schon helfen. Dann mache ich die 4 Negativwerkzeuge für die Rumpfhalbschalen auf meiner cnc-Fräse aus Ureol. Das geht sauber in einer Aufspannung und das Finish dauert höchstens eine Stunde pro Form.

Beste Grüße
Andreas
 
Hallo Jona,

schönes Projekt.

Ich würde die Rümpfe in leichter Schalenbauweise erstellen. So weit wie möglich bis nach vorne in die Motorhauben. Das ergibt bei geringem Gewicht eine hohe Steifigkeit. Außerdem ist die Konstruktion von Rutan auf geringes Gewicht ausgelegt. Der Doppelleitwerksträger an einem Höhenleitwerk versteift enorm. Das kann man alles an den Rümpfen sparen. Auch die Tragflächen wären klassisch möglich mit Vollbeplankung. Diese trägt dann fast von selbst.

Hier mal ein Link für Leichtbauweise:http://www.mulert-fotografik.de/leichtbauweise.html

Was dort ganz gut hervorgeht und von mir schon lange praktiziert wird, die Nasen- und Endleiste gleich mit zu bauen und nicht umständlich hinterher wieder mit Vollmaterial anzukleben. Das spart auch Gewicht.

Auch die restliche Homepage birgt einiges Nützliches.

Vergessen sollte man bei der Berechnung der Flächenbelastung, die sicherlich tragenden Rümpfe auch nicht.

Durch CAD und CNC können die Straks der Tragfläche sehr genau aufgebaut werden, was in meinen Augen die Aufwändige Erstellung für Negativformen ad absurdum führt. Es sei denn man plant eine Massenproduktion.
Auch für spätere eventuelle Nachbauer ist eine Spant- und Rippenkonstruktion weit attraktiver. Von den Kosten mal abgesehen.

Wer mag kann das ganze immer noch mit Matte überziehen.

Ich bin gespannt wie das Projekt weiter geht.
Grüße, Bernd
 

65gt

User
@Andreas

Der Reichsbedenkenträger gibt auf.
Baut ein alltagstaugliches Modell mit 4kg Abfluggewicht und ich
spendiere jedem von Euch eine Kiste Bier.

Gruß Martin
 
Mist, jetzt isser eingeschnappt...

Mist, jetzt isser eingeschnappt...

Hallo Martin,

so war das nicht gemeint. Ich wollte nur anregen, dass du nicht nur bremst, sondern auch mal anschiebst...

Gruß Andreas

p.s.
2 Kästen Bier sind schon mal ein ordentlicher Ansporn.
Damit kann man schon eine lustige Erstflugsfeier beschicken.
 
Hallo zusammen,
Willkommen Bernd,
Ich denke die Bauweise wird wie folgt aussehen:
Rümpfe in Schalenbauweise: Ich denke auch, dass es Sinn ergibt, ein im Original für Schalen-Leichtbau konzipiertes Flugzeu auch im Modell in dem Verfahren zu bauen. Da Burt Rutan den Boomerang geanu für diese Bauweise konstruiert hat, haben die Rümpfe bis auf den Motorhauben-Bereich überall einen Kreis-Querschnitt, was das Zeichnen in CAD ein großes Stück leichter macht. Die Spanten möchte ich aus Holz herstellen, zum einen, weil 3D-Druck-Bauteile doch relativ schwer sind und zum anderen im Nachhinein nur noch begrenzt angepasst werden können (z.B. wenn der Rumpf schon verschlossen ist und man noch ein Loch für eine Kabeldurchführung braucht) Dazu kommt, dass 3D gedruckte Bauteile wärmeempfindlich sind, vor allem wenn man in PLA druckt. Deshalb würde ich für tragende Bauteile keinen 3D Druck verwenden. Ich möchte versuchen, den Motorspant mit dem eigentlichen Rumpf gemeinsam und als ein Teil herzustellen, so dass dann die Morhaibe über den Motorträger auf den Rumpf geschraubt wird, wie es z.B. bei Carf-Moedllen auch geamcht wird (Ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt)
@Andreas Mir war klar, wie groß der Aufwand bei 3D-Druck-Formen ist. Ich sah für mich allerdings keine andere Möglichkeit, überhaupt in GFK zu bauen. Eine Negativform aus Ureol wäre natürlich absolut genial :D:D und ich würde mich sehr darüber freuen.
Flächen in klassischer Bauweise: Meine ürsprüngliche Idee zur Beplankungsherstellung ist durch eure Bedenken bezüglich des Aufwands und vorallem durch Bernds Bauweise jetzt ad acta gelegt. Von dieser Bauweise ohne Voll-Nasen- und -Endleiste habe ich noch nie etwas gehört, auch wenn sie beim darüber nachdenken eigentlich völlig logisch ist;). Ich denke diese Bauweise ist für den Boomerang ein sehr guter Kompromiss aus Gewicht, Aufwand, Kosten, Oberfläche, ..... Ob ich den Flügel dann noch mit Glas überziehe entscheide ich dann, wenn der Flügel soweit fertig ist und ich mir ein Bild über die Stabilität machen kann.

Was die Komponenten angeht steht für mich eigentlich nur fest, dass ich mit FrSky fliegen werde. Bei den restlichen Komponenten habe ich bis jetzt nur grobe Ideen; Beim Antrieb dachte ich an 2 Hacker A40 oder A50 an 4 oder 5S (Ich nehme gerne Hacker Motoren als Anhaltspunkt für die Auslegung, da es dafür gute Tabellen und auch eCalc gibt. Natürlich bin ich was die Motorenwahl angeht nicht auf Hacker beschränkt, aber man könnte ja mal nachfragen, ob sie einem unter die Arme greiden können, wenn es denn soweit ist.)

Jetzt steht dank eurer Ideen die Bauweise so gut wie fest, jetzt braucht "nur" noch die Aerodynamik ein bissshen Aufmerksamkeit. Es gab ja schon eine Diskussion über die Profildicke. Bis jetzt habe ich immer mit dem NACA 63-212 gerechnet. Gibt es noch andere Profilvorschläge oder passt das soweit. Eine Meinung von einem "Theoretiker" würde ich auch sehr schätzen. Wie ich schonmal erwähnt habe, hab ich den Boomerang schon mal in FLZ Vortex "gebaut", bin dabei aber auf einige Probleme/Phänomene gestoßen, die ich mir nicht wirklich erklären kann. Ich habe mal die FLZ Datei angehängt, vielleicht kann ja jemand was damit anfangen und mir bei der Lösung/ dem verstehen der Probleme/Phänomene helfen:).

Noch eine abschließende Frage: Ist es richtig, dass man unter dem Strack den Übergang bzw. Profilverlauf zwischen Wurzel- und Aussenrippe versteht?
Viele Grüße
Jona
 

Anhänge

Hallo Jona,

gute Wahl - die Rümpfe als Schale aufzubauen. Ich habe mir inzwischen das Vorbild etwas genauer angesehen. Der rechte Flügel ist formal und konstruktiv völlig unabhängig vom Mittelflügel. Nicht mal der Hauptholm geht durch. Dabei ist mir die Idee gekommen, die Teilung der Rümpfe nicht konventionell senkrecht, sondern horizontal zu legen. Dann könnte man beide Rümpfe, das HLW und den Mittelflügel gleich in einem Stück bauen. Das würde viele Fehlerquellen beim späteren Montieren vermeiden. Die Seitenleitwerke wären dann extra zu laminieren - das würde aber sogar noch eine Form/Werkzeug sparen.
Wir müssen uns noch darauf einigen, wo wir den Motorspant hinlegen, damit alle Motorvarianten hineinpassen. Die Cowling als Teil des Rumpfes mitzulaminieren und später irgendwo abzusägen, finde ich nicht so gut.
Zuerst brauchen wir aber die Außenhülle als 3D-File. In welchem Programm willst du das machen?
Meine Wahrnehmung, was die Formgebung anbelangt ist übrigens eine andere als deine: den einzigen wirklich richtigen Kreisquerschnitt sehe ich nur beim Spinner. Alle anderen Querschnitte dahinter sind nur kreisähnlich. Es gibt bei einigen 3D-Datenbanken Files vom Boomerang zum herunterladen. Teils kostenlos, teils gegen Bezahlung. Die Qualität habe ich noch nicht geprüft.

Die Flügelherstellung mit vorn herumgelegter Beplankung wird schwierig, weil der Flügel vorn einen sehr kleinen Radius hat. Letztlich kann man das aber erst beurteilen, wenn die Profilentscheidung gefallen ist.
Bei dem FLZ-Vortex-Problem kann ich die leider nicht helfen.
Deine Vermutung hinsichtlich Strak ist richtig. In diesem Fall sind es sogar einfache gerade Linien. (nicht gewölbt) Zu beachten ist dabei aber, welchen Punkt auf der Wurzelrippe du mit welchem Punkt auf der Außenrippe verbindest. Sind beide Profile identisch ist es einfach. Sind sie verschieden, muss man da Entscheidungen treffen, damit der Flügel z.B. keine Taille bekommt.

Beste Grüße
Andreas
 
Hallo Andres,
Beim meinem Plan mit der Cowling gab es ein Missverständnis, mein Plan ist es nicht, die Cowling mit zu laminieren und dann abzusägen, sondern diese einzeln zu erstellen. Ich möchte den Motorspant als Motordom direkt mit dem Rest des Rumpfes laminieren (ähnlich wie bei den Carf Kunstflug Maschinen) und dann die Cowling aufschrauben.
Wenn man den Rumpf horizontal teilt und beide Rümpfe als ein Teil produziert, ist dieses Teil natürlich riesig. Ich habe auch keine wirkliche Idee, wie man in Gfk einen Flügel mit Schanier baut. Da müsste ich mich erst einlesen.Ich würde, obwohl das im Original nicht der Fall ist, schon eine wie auch immer geartete Verbindung zwischen dem Mittelflügel und dem rechten Flügel erstellen ( Meiner Meinung nach sollte da eine gemeinsame Verkastung der Holmaufnahmen ausreichen, weil die sich im Rumpf sowieso an einem Punkt treffen.)
Die 3D Form der Rümpfe möchte ich mit Fusion 360 erstellen. Soweit ich das sehe hat der Kabinenbereich im dicksten Punkt einen. Kreisförmigen Querschnitt, welcher sich bis zum Heck fortführt. Vor diesem dicksten Punkt geht der Querschnitt in eine Ellipse am Übergang zur Cowling über.
Die Idee, die bestehenden 3D Dateien zu verwenden habe ich schnell verworfen. Die Gründe:
Die Zeichnungen sind nicht besonders Maßstabsgetreu und weisen große Ungenauigkeiten auf.
Sie sind hauptsächlich für Blender entwickelt und lassen sich nur schwer in jedes CAD Programm übertragen und wenn nur in einer Qualität, die ein weiteres Arbeiten und die Erstellung einer Form unmöglich macht. (Eine Maschinenbaustudent aus unserem Verein und ich haben das über jegliche Tricks in Fusion, Solid works, mit und ohne Vorbereitung mit anderen Programmen usw. probiert und beschlossen, dass es schneller geht und bessere Ergebnisse verspricht, das Modell selbst zu zeichnen.
Zu meinen Problemen in Vortex. Ich habe Kontakt zu Frank Ranis aufgenommen, welcher mir sehr geholfen hat. Ich habe jetzt auch mal Geld in die Vollversion gesteckt, weil die durch einen neueren Code vor allem bei Spezialfällen deutlich besser funktionieren soll und es auch tut.Bei ersten Berechnungen immer noch mit 5,9kg liegt die Fluggeschwindigkeit bei 22 m/s mit NACA 63-212. auch die restlichen Werte sehen ganz vielversprechend aus.
Soviel mal als kurzer Zwischenstand.
Jona
 
Tja, wenn das ein einfaches Flugzeug wäre...

Tja, wenn das ein einfaches Flugzeug wäre...

... dann könnte das ja jeder.

Hallo Jona,

so hatte ich das auch geplant mit dem Motordom. Wir müssen nur einen gemeinsamen Nenner für meine Verbrenner und deine E-Mots finden. Das sollte aber möglich sein.

Für den Transport würde ich die Außenflügel sowieso abnehmbar machen. Durch beide Rümpfe ginge dann je ein Steckungsrohr. Eventuell würde ich statt Mittelflügel ein Rundrohr als Verbindungselement mitlaminieren. Dann kann man auch hier nachträglich das Profil des aufgesteckten Mittelflügels ändern. Ich halte das für wichtig. Dieses Projekt ist in höchstem Maße experimentell. Es wäre naiv, keine Misserfolge einzuplanen. Außerdem finde ich es bestechend, in dem "rechteckigen" Zentralelement alle Funktionen und Anlenkungen dauerhaft konzentriert zu haben. Nur die Querruderservos liegen außerhalb. Noch weiß ich nicht, wie man am besten das große Mittelteil produzieren soll, bin aber zuversichtlich einen Weg zu finden.

Fusion 360 kenne ich nicht als Anwender, mit Solid Works geht es auf jeden Fall. Ich selbst arbeite mit Rhino. Das Problem mit den "Kreisquerschnitten" lässt sich überschlagsweise schnell durch den Vergleich von zuverlässigen Drauf- und Seitenansichten überprüfen.

Was soll denn 22m/s für ein Tempo sein? Wenn es die Mindestgeschwindigkeit ist, geht das so nicht! Mit 80km/h landen ist mir zuviel. Beim Topspeed hätte ich gern das 3-fache. Mit wieviel KW rechnest du denn? Bei mir sind es bei SW 2,3m 2x1,5KW oder bei 2,5m 2x2,5KW.

Beste Grüße
Andreas
 
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