Bau eines 4m oder 5m Graupner Mosquitos....Bauplan einfach vergrößern ...?

Grüße die Herrn retro Begeisterten.

Ich weiß ja garnicht ob es noch als retro an zu erkennen ist, wenn man einen Mosquito gentechnisch mutieren lässt...?😉
Aber ich habe halt den Wunsch "mehr Mosquito" zu sehen, als nur bei einem mit Spw 2.50 m.
Vom Flugverhalten sollte er nicht viel einbüßen...jedoch Querruder erhält er in jedem Falle. Da gibt es für mich keine Alternative.
Ich möchte den Mosi in dieser Größe langsam und zielsicher fliegen...eben auch im schwierigen Gelände, wo es für Schaukeleinen keine Toleranz gibt.

Es kommt in den Flieger kein Navi, Kreisel, Vario oder sonstiger unnötiger Schnikschnak hinein, ausser ein alter Bürsten-Motor an ca 10 Lipos mit wenig Leistung...aber dafür auch mit Fernwelle.
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Bautechnisch betrachtet sollte er "fast" getreu dem original Plan entsprechen. Die einzigen Abweichungen wird es natürlich geben müssen, weil ich die Hölzer nicht maßstäblich so ohne weiteres vergrößern kann.
Wenn ich das nicht so täte, würde sich das Gewicht eines verdoppelten Maßstabes verachtfachen. So hätte ich als Fluggewicht, wenn man 1.5 kg mal annehmen würde, 12 kg bei dem großen.
Das will ich aber nicht, denn es soll keine Gleitbombe werden, sondern ein langsam schwebender Mosquito mit klassischer Ausstrahlung.
Also, wird es da einige schirurgische Überlegungen geben müssen.

Vom Bauablauf werde ich hier nicht sehr zügig berichten...eher gemütlich.
Dieser Bau, so habe ich mir vorgenommen, soll ein Genuss zum Bauen werden und kein hasten nach der Fertigstellung. Das habe ich mir mal so von Lobomir abgeschaut.

Über Tipps, Ratschläge und anderen wertvollen Hilfen von euch, werde ich nicht verzichten können ! Gerade was die Erfahrungen einer so großen Rippenfläche in Holz angeht.
Eine Spannweite von 4 oder 5m, sind schon ein andere Hausnummer wie 2.5m.

Grüße Hans
 
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Nur so ein Tipp zum Leichtbau: Dimensionen nicht einfach in jede Richtung verdoppeln, sonst vervierfacht sich das Gewicht jenes Bauteils, sondern deren Flächeninhalt anpassen. Beispiel Originalholm 5x5mm (25mm²) nicht zu 10x10mm (100mm²) dimensionieren, sondern zu 10x5mm (50mm²).
 
Na denn viel Spaß.
Mein 5m Amigo hat fast 14kg. Der Erstflug letzte Woche musste wegen falscher Windrichtung verschoben werden. An beiden Hängen Wind von hinten. 😭
Jetzt ist erst Mal ein paar Tage Dauerregen.

Gut gemeinter Tipp. Konstruiere den Flieger komplett neu. Vor allem den Holmaufbau. Stumpfes skalieren geht mit Sicherheit schief. Die Silhouette bleibt ja.
Der Amigo hat ungefähr 35g/dm Flächenbelastung.
Der soll ja auch noch gegen den Wind etwas Strecke über Grund machen.

Der hat keine Querruder und keinen Antrieb, aber zwei Störklappen. Die können ggf. als Steuerung der Längsachse eingesetzt werden. Aber das wird auch ohne funktionieren. Notfalls drücke ich vor der Kurve. ;)
 
Hallo Namensvetter, als Profil würde ich ein
" SD irgendwas " mit gerader Unterseite verwenden...

Der 4,0 m Bomber von Arnold Hoffmann war unter 5 kg und dennoch bei Wind einsetzbar, wie er uns vor einem Gewitter am Hang bewiesen hat.
Er war halt ein Holzbauer par excellance...
Seine Ka 6 CR mit 3,60 m war unter 4 kg.
 
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Hallo Namensvetter, als Profil würde ich
...hach, das klingt immer wieder schön...😊

Ja, ein SD Profil mit gerader Unterseite, hat Lubomir auch genannt. Durch die ganz anderen Re Zahlen im Vergleich zum 2.50ger Mosi, ist das original Profil zu verwenden, nicht sinnvoll.
Alternativ fiele mir auch ein HS16 ein.
Ich meine es wäre günstig zugunsten eines stabilen Holmbaus, sich für ein dickes Profil zu entscheiden.


Der 4,0 m Bomber von Arnold Hoffmann war unter 5 kg und dennoch bei Wind einsetzbar, wie er uns vor einem Gewitter am Hang bewiesen hat.
Er war halt ein Holzbauer par excellance...
Seine Ka 6 CR mit 3,60 m war unter 4 kg.
Das macht mir schon mal richtig Mut 👍
So habe ich mir das jetzt auch vorgestellt.
Holzbauer par excellance, ...da kann ich vermutlich nicht ganz mithalten, aber ich hoffe da auf gute Hilfe von euch.
 
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Ein gekonnter Holzbau ist halt schwierig. Holz mag ich auch sehr, setze aber gerne auch ein paar Faserwerkstoffe ein, wenn ich mir bei der Festigkeit nicht im Klaren bin - eine Spannweite von fünf Metern wäre für meinereiner nicht ganz trivial.
 
Nur so ein Tipp zum Leichtbau: Dimensionen nicht einfach in jede Richtung verdoppeln, sonst vervierfacht sich das Gewicht jenes Bauteils, sondern deren Flächeninhalt anpassen. Beispiel Originalholm 5x5mm (25mm²) nicht zu 10x10mm (100mm²) dimensionieren, sondern zu 10x5mm (50mm²).
Das wäre - beinahe - auch mein Ansatz gewesen. Korrekterweise sollten die Dimensionen um den Faktor 1,44 vergrößert werden (Quadratwurzel aus 2). Der Holm hätte dann 7,2 x 7.2 = 51,84 mm² ... also fast der selbe Wert wie von Rüdiger.
 
Bevor man den Holm berechnet, wäre es schön wenn Hans mal ausspeichert ob er den Mosquito mit 4 oder 5m bauen möchte.
Dann wäre die entsprechende Flächentiefe und die Rumpflänge interessant.
Daraus ergeben sich die Dimensionen.
Nur mal so. Mein Amigo hat 500mm Flächentiefe. Das HLW 1600mm Spannweite.

Leichtbau ist ein schönes Ziel. Die Dimensionen bestimmen den konstruktiven Aufbau.
 
Guten Morgen die Herren,

Erstmals vielen Dank an euch für die rege Beteiligung 👍 😍. Darüber freue ich mich ganz ehrlich !

Heute Nacht hab ich mich zumindest mal für die Größe entschieden.
Zugunsten der Transportfreundlichkeit habe ich mich für eine Spannweite von 4.10 m durchgerungen. Eine 2m Flächenhälfte am Stück sollte es werden. Diese ist noch gut handhabbar, ohne überall anzuecken. Auch wäre ein Leistenmaterial noch in einem Stück einzusetzen ohne stückeln zu müssen.

Eine Reduzierung des Vergrößerungsfaktor 2:1, also 2³ auf 2² wie Rüdiger das vorschlägt erscheint mir da mal sinnvoll. So wäre ein rechnerisches Gewicht auf ca. 6 Kg voraus zu schätzen. In wie weit sich das auf den Holm umlegen läßt...? Da meine ich könnte nur eine Rechnung oder Erfahrung helfen.
Ein unterstützender Einsatz von Fasern am Holm, wäre ja nicht ganz zu vereiteln.
 
Hast Du schon Ti und Ta berechnet?
 
Gerade habe ich eine Leim-Trockenzeit.
Den Plan vom Mosquito habe ich mir bei Outerzone heruntergeladen und in Fusion auf 4100mm kalibriert. Also eine TF-Hälfte auf 2050mm.

Ti wären 325mm.
Abstand Holm Endleiste hinten 220mm
Endleiste Breite 30mm

Da würde ich nicht lang herummachen.
Rippen aus 2mm oder 2,5mm Balsa. Rippenaufleimer und D-Box aus gleichem Material. Endleiste bekommt man. Falls wegen der erforderlichen Höhe doch nicht, die Rippen bis zum Ende fräsen und die Endleiste oben und unten 2,5mm x 30mm herstellen. Das ergibt in jedem Fall einen stabilen Verbund.

Holmgurte oben und unten 10x3mm Kiefer oder 8x5mm Kiefer.

Holmsteg im Steckungsbereich 10mm oder 8mm senkrecht stehendes Balsa.

Holmverkastung nach der Steckung bis zum Ende der hinteren Balsabeplankung (Rippe 98) 2,5mm senkrechtes Balsa jeweils hinter und vor dem Holm.

Ab der Rippe 99 Holmverkastung vor dem Holm senkrecht stehendes Balsa 2,5mm.

Wenn Du Querruder einbauen willst, dann evtl. bis eine Rippe nach dem Beginn des Querruders eine beidseitige Verkastung vor und hinter dem Holm.
Den Querruderkasten kann man schön ausschneiden wenn Du die beplankte Endleistenlösung nimmst.

Das HLW bekommt 907mm Spannweite. Da würde ich über eine Beplankung vor dem Holm zumindest auf der Oberseite und zusätzliche Halbrippen vorne nachdenken. Evtl anstatt dessen zusätzliche Halbrippen vorne und hinten ausgekreuzte Rippen. Kannst auch ausrechnen was schwerer ist. In jedem Fall würde ich das HLW steif genug gegen Torosion bauen. Das darf sich nicht verdrehen.

So meine ersten Gedanken und jetzt geht es bei mir weiter mit dem Friendly F5J.
 
@Claus: Überschlagsmäßig ja, aber vielleicht ein wenig hemdsärmelig konstruiert? Welche Masse des Seglers und welches Lastvielfaches nimmst Du zur Holmdimensionierung beim großen Mosquitos an, damit er bei Manövern noch ausreichend Reserven hat?

Gruß Robert
 
Moin, interessante Aufgabe!
Zur Holdimensionierung über eine ungefähre Flächenbelastung die min.-Fluggeschwindigkeit abschätzen, Re-Zahl an der Wurzel rechnen und die Profildicke bestimmen(für das Widerstandsmoment)
Dann das Lastvielfache festlegen; würde auf mind, 12 gehen( Boenlastvielfache) mit Sicherheit von 1,5 und dann die Holme anschauen. Vieviel die Beplankung tragen soll muss auch bestimmt/gewählt werden.
Ich gehe davon aus, das die Flächen oben und unten eine Nasenbeplankung bekommen (Torsionsfestigkeit) und schon fertig. Dann fix die Steckung rechnen und sodann bauen.
Was wird der Rumpf/Leitwerk Flugfertig wiegen und wie groß ist ta?
Dann stelle ich meine Ergebnisse hier ein.
Gruss
Stefan
 
@Claus: Überschlagsmäßig ja, aber vielleicht ein wenig hemdsärmelig konstruiert?

Ich mache aus solchen Dingen keine Wissenschaft. Erfahrung im Bau habe ich genug. Das Zusammenspiel von Holmgurten, innen und außenliegender Holmverkastung mit stehendem Balsa, dazu die vordere obere und untere Beplankung, Rippenaufleimern und beplankter Endleiste habe ich schon dutzende Male bei verschiedenen Modellen eingesetzt. Bisher ohne Probleme. Das ist ja auch nichts Neues. Wer will kann gerne rechnen was der gesamte Flügel aushält.
Genau genommen ist das ein voll beplankter Rippenflügel mit luftigen Ausparungen. ;)


Maße zum Berechnen:

Mosquito_4.1.jpg
 
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Eine Frage in die Runde:
.Ein Ansatz aus dem Bauch Material für Rippen, Beplankung, Aufleimer 1,5 er Balsa
Holm 10 x 5, nach hinten verjüngt auf 8x3
Verkastung im Steckungsbereich 1,5 Sperrholz, Rest 0,8 Sperrholz
Endleiste wie Claus, aus 2,0 mm

Rumpf: 1,5 Balsa, innen mit 1,5 senkrecht aufgedoppelt, vorne Dreiecksleisten 10 mm, hinten 5 mm
Leitwerke komplett aus 1,5 er Balsa, Nase beidseitig beplankt.

was meint ihr dazu ?

@ Claus: klar hast du Erfahrung, aber dein Amigo wiegt 14 kg, das wäre mir schon im Handling viel zuviel, 7 kg sind für mich genug. Hab ich immer mal wieder probiert.

Die Ka6 E von Rödel mit 4,20 m liegt auch zwischen 6 und 7 kg.
 
Hallo Hans,
ich finde Dein Vorhaben ganz wunderbar! Und ob es Retro ist? Natürlich ist es das!👍

Nachdem Ihr Euch beim Flügel schon einigermaßen ausgetobt habt, möchte ich kurz zum Thema Antrieb kommen. Was sind denn das für seltsame Motoren? Ist das etwa ein Speed 700 oder noch größer? :confused: Vergiss es! Und den anderen kenne ich nicht (aus dem Auto?).

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10S halte ich auch für übertrieben. Gibt es überhaupt noch Bürsten-Regler für 45V??? Meiner Meinung nach müssten 6S und ein standesgemäßer Keller Motor mit 600 bis 700W den Dino-Mosquito gut durch die Luft bewegen. Das entspricht in etwa der Leistung eines damaligen 10ccm Motors nur mit wesentlich besser angepasstem Propeller. Ich habe an so etwas mit einem 22" Klappprop und entsprechendem Getriebe gedacht. (Bild im nächsten Beitrag.)
 
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