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Bau- und Erfahrungsbericht Graupner Hottrigger 2400 (Aeroplus Extra 60cc?)

Hallo,

hätte nie gedacht, dass ich mal einen Baubericht (bzw. Montagebericht) für ein Graupner Holzmodell machen würde.
Aber schon 2014 war mir die Hottrigger 2400 auf dem Modelflug Tag des MFV Dettingen/Teck aufgefallen.

Als sie dann auf den Markt kam war mir der Preis zu hoch angesetzt. Endlich ein 3D Modell von Graupner und dann preislich über den etablierten Marken. Letztendlich haben die Etablierten Marken u.a. aufgrund des Dollar preislich aufgeschlossen.

Nun aber hat Graupner seine Preise gesenkt und dadurch ist das Modell nicht nur interessanter geworden, ich würde fast sagen derzeit ist es der Preis/ Leistungs Sieger im 3D Berich in der 91/ 92" Klasse.

Bei Listenpreisen von 699,00 Euro für das Team Design, bzw. 749,00 Euro für das grüne Design kann man sie jetzt durchaus in Erwägung ziehen. Zumal die Straßenpreis nochmal deutlich darunter liegen.
Obwohl ich derzeit nicht wirklich bedarf gehabt hätte, habe ich und ein Freund uns entschlossen die Hottrigger zu kaufen. So haben wir auch gleich beide erhältlichen Designs :D

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Quelle: www.graupner.de

Als Vorgeschmack ein Video:


Die Maschine ist meines Erachtens mehr oder weniger Baugleich zur Aeroplus Extra 60cc. Der Rumpf Aufbau ist im großen und ganzen gleich, dennoch hat Graupner ein paar nette Gimmicks in der Hottrigger umgesetzt.
Eines Vorne weg, überall wird sie mit Alu Fahrwerk angepriesen. In der Anleitung und im Baukasten steht und befindet sich sehr zu meiner Freude ein CFK Fahrwerk.

Die Maschine ist entsprechend gut verpackt. Tragflächen und Rumpf sind im mitgelieferten Planejama sicher verstaut und zusätzlich noch mit einer Folie geschützt. Alles ist außerordentlich gut gegen Verrutschen gesichert. Dementsprechend war die Maschine auch unbeschädigt. Beim Karton handelt es sich nicht um einen Honeycomb wie heute oft üblich, dennoch ist er stabil.
Auffallend beim Auspacken ist eine außerordentlich dicke Anleitung. Alleine 60 Seiten widmen sich in Deutsch dem Zusammenbau des Models und auch weiteren Dingen wie z.B. der richtigen Montage eines Tanks. Die Anleitung ist sehr detailiert und gut. Ich habe in dem Bereich noch nichts vergleichbares gesehen.

Zunächst einmal habe ich alles ausgepackt. Bis auf die Kleinteile, die durften in Ihren Tüten bleiben.
Bei mir geht jede Neue Maschine erst einmal über die Waage. Ich finde es einfach gut, wenn man die Gewichte kennt, dann kann man einschätzen, was auf einen zukommt, oder wo man Gewicht sparen könnte.
Hier die Gewichte der Hottrigger:

Rumpf: 1460 g
Rumpfteile für Benziner Ausbau: 40g
Steckungsrohr: 142g
Fläche Links: 585g
Fläche rechts: 611g
Kabinenhaube: 390g
HR links: 162 g
HR rechts 162g
Seitenruder: 98g
FW Bügel CFG: 161 g
Seckung HR: 25g
Draht SR: 8g
Radschuhe: 68g
Motorhaube: 355g
Hecksporn: 37g
Räder Hauptfahrwerk: 46g
Seilanlenkung SR: 22g
Halterung Schalldämpfer: 27g
Div. Holzteile: 10g
Ruderhörner + Kleinteile: 150g
Anlenkung Gasservo: 12 g
Schrauben: 10g

In Summe 4578 g.
+ ca. 120g für einen Tank, der dem Baukasten nicht beiliegt. Damit ist sie minimal leichter als die Aeroplus Edge 60cc
Mit einem 60 ccm Motor und vollgetankt sollte sie mit ca. 8.4 Kilogramm in die Luft zu bekommen sein.

Über die Ausstattung bin ich mir überhaupt noch nicht im klaren, das war so ein spontaner kauf dass ich mir da noch nicht wirklich Gedanken darüber gemacht habe.
Hier mal die ersten Eindrücke nach dem Auspacken:

Rumpf in seiner vollen Pracht. Die Hottrigger ist im Gegensatz zur Aeroplus mit original Oracover bespannt. Das merk man direkt beim Anfassen. Die Oracover scheint dünner, flexibler zu sein. Die andere Folie macht einen etwas steiferen Eindruck. Dadurch wirkt sie evt. auch etwas stabiler, ist wenig anfälliger für Blasen, aber gefühlt nach einiger Zeit haftet sie nicht mehr so gut wie die original Oracover.

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Auffallend ist bei genauerem Blick, dass die Farbe von der Lackierung der Radschuhe, der Motor und Cockpithaube genau zur Folie passt. Das ist bei Aeroplus Modellen immer ein Manko, da liegen die Farben oft daneben.
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Ein Graupner Gimmick ist die integrierte Halterung im Rumpf. Hier lässt sich für den Transport das Steckungsrohr der Tragfläche verstauen. Eine Kleinigkeit, aber man merkt, man hat sich Gedanken gemacht. Ein kleiner Gummi verhindert das Verrutschen des Rohrs beim Transport.

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Blick in Rump offenbart einen langen Dämpfungstunnel, der auch ein Reso Rohr aufnehmen kann. Servo Halterung für das SR ist ausgefräst und auch die Bohrungen sind schon angebracht.
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Im Bereich des Fahrwerks sind Alu Winkel angebracht um das ganze zu verstärken. Die Einschlagmuttern nehmen die 4 Schrauben für das Fahrwerk auf.

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Die Unterseite des Rumpf. Selbst die Fahrwerksaufnahme ist mit Folie gebügelt. Keinerlei Öffnungen. Diese lassen sich individuell öffnen und mit entsprechenden Abdeckungen versehen, je nachdem, ob man einen Benziner oder einen Elektro aufbaut.

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Für den Graupner Motor ist sowohl die Hängende als auch die schräg eingebaute Variante vorbereitet. Man kann die vorhanden Löcher einfach durchbohren. Der entsprechend empfohlene Elektromotor von Graupner hat genau die gleiche Aufnahme und man kann ohne Ausmessen direkt durchbohren und montieren.
Der Bereich des Motordom und der Firewall sind bereits lackiert und somit Benzin fest. Weitere Anstriche mit Farbe oder Harz kann man machen, muss man aber nicht.


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Die Motorhaube ist generell eine Pracht. Gut lackiert, keine Fehler darin. Und innen rechts eine Auffälligkeit

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Graupner hat hier eine Halterung für Fuel und Smoke anlaminiert. Hier lassen sich Schläuche zum Betanken anbringen. Ungewöhnlich, aber außer Sichtweite. So muss man kein sichtbares Tankventil anbringen. Ob das praktikabel ist? Ich weiß es nicht, bin etwas skeptisch. Aber Einfallsreich.

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Im Detail von hinten
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Und ein Blick in die Laminierte Haue von hinten mit dem Holzring um die Haube. Unten wird sie mit sichtbaren Schrauben von Außen verschraubt, oben von nicht sichtbaren Schrauben vom Innenraum aus.

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Ein Traum von einer Haube. Perfekt lackiert. Keine Nasen, keine Einschlüsse. Für ein ARF Kitt finde ich das herausragend. Kleines Manko durch den Innen anlaminierten Halter für die Leitungen kann man einen runden Kreis auf der Haube erkennen. Kein Beinbruch, bei genauerer Betrachtung aber zu erkennen. (ich bin penibel? Ich finde für den ursprünglich aufgerufenen Preis für etwas Holz, Harz und Folie darf man das auch mal sein :cool:)
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Die Radschuhe ebenfalls perfekt lackiert, vorgebohrt und farblich zur Folie passend.Die Radachse wird durch beide Seiten des Radschuh geführt. Dadurch wackeln sie weniger und sollten länger halten

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Einzig gibt es keine Verstärkung durch Holz und Laminat auf der Innenseite. Zwar werden später Holzteile eingeklebt, aber meine Erfahrung mit der Edge ist, dass eine Verstärkung mit Holz und Laminat langlebiger ist.

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Morgen geht es mit den ersten Eindrücken weiter.

Gruß Bernd
 

D.Peters

User
....da hast Du wieder zugeschlagen :rolleyes: Glückwunsch zum Kauf, ich freu mich dass Du die Grüne genommen hast, gefällt mir besser
bin auf die Fortsetzung gespannt

angepeilte Motorisierung?
 
Hallo,

also die rot/weiße wird auf jeden Fall elektrisch werden. Über das Setup sind wir uns noch nicht ganz im Klaren. Vermutlich der Graupner Regler BRUSHLESS CONTROL + T 160 Opto, da auch Graupner Steuerung vorhanden ist und somit die Telemetrie genutzt werden kann. Zudem haben wir mit den Graupner Reglern gute Erfahrungen gemacht. Stabil und feinfühlig. Und man merkt richtig was, wenn man Parameter verändert.
Als Servos werden hier vermutlich die Graupner Servo HCM 860 BB zum Einsatz kommen. :eek:
Beim Motor müssen wir erstmal durchrechnen, hier haben wir derzeit einige Optionen für 10s oder 12s die gebraucht zur Verfügung stehen würden oder ggf. wird es der ULTRA 8028-190 GT 60 von Graupner.

Damit steht denke ich ein recht hochwertiges Setup zur Verfügung. Der Besitzer der rot/weißen ist eingefleischter Graupner Fan :D

Bei meiner bin ich mir noch recht unschlüssig. Sinnvoll würde ich ein 60ccm Verbrenner erachten. Davon habe ich aber schon 2 in der Größe. Von Elektro bin ich aufgrund der kurzen Flug und dann ggf. langen Ladezeiten noch nicht recht überzeugt (da jetzt immer mehr größere Elektro bei uns auftauchen kann es dann mit dem Laden eng werden bei Solar). Evt. würde ich aber auch mal einen Boxer testen wohlen...
Servos evt. Savox SV-1270TG oder auch die o.g. Graupner.
Vermutlich warte ich mit meiner Kiste noch und schau erst mal, wie die elektrische sich verhält und entscheide mich dann. Ich hab es nicht eilig. Vielleicht erde ich auch noch eine meiner anderen Kisten, dann hab ich ein Setup :rolleyes::D

Gruß Bernd
 
Beim Rumpf habe ich eine Kleinigkeit vergessen, bzw. gehört es eigentlich zur Cockpit Haube, da die aber auf dem Rumpf sitzt... Die Auflage der Haube auf dem Rumpf ist bereits mit einem kleinen Dichtband abgeklebt um die Geräuschkullise zu reduzieren und klappern zu verhindern. Ein weiteres nettes Feature:

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Kurz ein Blick auf die Tragflächen. Alle Ruder sind bereits angeschlagen und die Stiftscharniere sind verklebt. Innen und Außen sind je 2 Stifscharniere in kurzem Abstand, was die Haltbarkeit erhöhen, bzw. das Ausschlagen veringern soll.

Fläche von oben

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Tragflächenunterseite mit ausgeschnittenem Servoschacht. Selbst die Bohrungen zur Servobefestigung sind bereits vorhanden. Lediglich die Schlitze für die Ruderhebel müssen noch freigelegt werden.

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Querruder sind recht groß und die Ausschläge sollten wohl auch reichen.
Die Stifte zur Fixierung sind bei Graupner aus Alu hergestellt.

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Für diejenigen die sich für das Profil der Tragfläche interessieren. Wobei Graupner gibt es auf seiner HP sogar an, aber so kann man eher einschätzen, wie es im Vergleich zu anderen Flugzeugen ist.

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Bei den Tragflächen hat Graupner eine Einfräsung gemacht, an der man das Servokabel einhängen kann, damit es nicht immer in die Tragflächen reinrutscht.

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Ausschlag des Höhenruders. Sollte auch ausreichen

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Die Tragflächen in Ihrem Planejama. Ich musste da immer schmunzeln. Er ist aber ganz gut. Die Flächen sind geschützt. Jede Tasche kann einzeln für sich verwendet werden. Am Flugzeug selber kann man dann alle Taschen miteinander verbinden. Das Schützt den Flieger vor Sonneneinstrahlung und kurzzeitig wohl auch vor Regen.

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Der Fahrwerksbügel der sehr zu meiner Freude aus CFK besteht.

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Diverse Packungen mit Kleinteilen wie Anlenkung, Etwas Ersatzfolie von allen Farben, Abdeckplatten mit Lüftungsschlitzen für den Rumpf, Räder usw. Für den Dämpfer sind Halterungen für 55mm, 65mm und 70mm Schalldämpfer dabei.

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und ein kleines Aufkleber Set.

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So weit alles komplett. Benötigt wird noch ein Spinner und ein Tank, wenn man sie nicht elektrisch betreiben will. Für das Seitenruder ist ein GFK Hebel dabei, für die anderen Ruder muss man ggf. selber längere Hebel kaufen. Bei den AP Modellen lagen meist Verlängerungen zum Aufschrauben dabei.

Wizigerweise lagen auch bebügelte Abstandshalter für SFG´s dabei. Allerdings liefert Graupner die Hottrigger ohne SFG´s :D


Gruß Bernd
 
Habe auch grosses Interesse an diesem Modell zumal man es im Moment zu einem 'faireren' Preis kaufen kann. Ich weiss jedoch noch nicht ob grün oder weiss/rot. Bin nicht so ein Freund von grüner Farbe, habe jedoch den Eindruck, dass die grüne am Himmel besser sichtbar sein wird.

Als Motor wollte ich einen Boxer drauf machen, evt einen DLE 60, werde ich aber sicher erst entscheiden wenn das Modell zu Hause ist und ich nachprüfen kann inwiefern dieser sich mit einem ordentlichen Schalldämpfer (doppel oder twin) montieren lässt und ob/wie das Ganze unter die Haube passt.

Gruss,

Romain
 
Hallo Romain,

Mit der Farbe war ich auch sehr lange unschlüssig. Das weiß/rot wirkt frischer, das Grün ist halt etwas realer. Ober und Unterseite unterscheiden sich mehr als bei der rot/weißen.
Generell steh ich auch mehr auf rot/weiß. Mal sehen, die Grüne hatte ich heute genug in den Händen. Ab Morgen werde ich wohl mal die rot/weiße aufbauen, dann sieht man das direkt im Vergleich.

Ein 60cm Boxer sollte eigentlich unter die Haube passen. Ich wollte sie heute vermessen, habe es jedoch vergessen. Den Dämpfertunnel habe ich jedoch in der Breite gemessen. Knapp 10 cm. Graupner hat echt viele kleine Details gemacht, die man auf den ersten Blick nicht unbedingt sieht. Anleitung durchschauen lohnt sich echt. Da kann man wirklich auch mal von einer Anleitung sprechen. Z.B. wird angesprochen, dass man bei mittlerem bis harten Kunstflug auf keinen Fall mehr die Kunststoff Servohebel verwenden soll, weil die der Belastung ggf. nicht mehr Standhalten. Immer wieder mal Tips, oder auch Erläuterungen warum etwas oder so zu machen ist.

Ansonsten viel Liebe zum Detail, was ich richtig klasse finde, wobei dann manchmal bei der Umsetzung leider wieder etwas gepatzt wurde. Meist im Berich der Passgenauigkeit. Aber das Erwähne ich dann an entsprechender Stelle.

Da mal wieder schlechtes Wetter vorher gesagt war habe ich heute etwas weiter "montiert".

Über RCN hatte ich mal einen Piloten Helmet gesucht. Damals sollte er dunkel sein. Orange, schwarz oder blau. Ich hatte auch einen in Grün angeboten bekommen. Da ich farblich passendere bekommen hatte, habe ich das Angebot ausgeschlagen. Jetzt nach 9 Monaten war er aber passend und ich hatte die PM noch. Somit kam der Kauf doch noch zustande und ich danke RCN an dieser Stelle :)
Der Pilot durfte dann gleich 15 Minuten nachdem er geliefert wurde Platz nehmen.
Es ist eigentlich der Pilot aus der Hangar 9 Garden Extra 330. Farblich top passend:

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Danach hab ich mich daran gemacht alle Öffnungen und Schlitze mit dem Lötkolben frei zu legen. An der Unterseite die Folie entfernt für die 2 Lüftungsabdeckungen. Dies ist eigentlich nur beim Benziner erforderlich. Mir gefallen die Öffnungen im Fischgrätendesing aber so gut, dass ich es vermutlich auch alleine wegen der Optik bei einem Elektro machen würde. Auch wenn man es nur bei bestimmten Manövern sieht :rolleyes:

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Die Abeckungen selbst sind vom Holz her ausgefräst aber die Folie geht komplett darüber.

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jedoch nicht mehr, wenn Freund Lötkolben an der Arbeit war. Nach dem Bild habe ich sie noch mit dem Folienbülgeleisen bearbeitet, dann sind die Ränder schöner.

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Das ganze dann eingesetzt und Verschraubt. Die Löcher für die Schrauben in den Abdeckungen waren vorhanden. Am Rumpf musste man allerdings noch Bohren. Hierbei gehe ich immer gleich vor, wie auch bei der Servo Befestigung. Löcher Bohren, Schrauben eindrehen, Schrauben entfernen und mit Dünnflüssigem Sekundenkleber die Löcher verfestigen. Wenn alles trocken ist, die Schrauben wieder eindrehen. Je nach Bausatz und Holzqualität merkt man das deutlich beim Eindrehen der Schrauben.

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Als nächstes habe ich mich an die Montage des Hauptfahrwerks gemacht. Graupner geht hier den Weg der durchgehenden Radachse mit Gegenlagerund auf der Außenseite des Radschuh. Das sollte eigentlich für ein längeres Leben und verminderte Rissbildung bei den Radschuhen sorgen.
Zunächst mal den Beutel mit den Fahrwerksteilen bereit gelegt.

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Das Gegenlager wird mit Harz fest eingeklebt. Dazu wird der Radschuh innen mit Schleifpapier aufgeraut und dann das Harz aufgetragen und das Holz Gegenlager angebracht. Die Schraube wird eingeführt, dass alles richtig sitzt. Hier musste ich leicht nacharbeiten und habe die Schraube sehr oft gedreht, damit sie die Öffnung im Radschuh und im Gegenlager etwas geweitet hat. Die Schraube versinkt dann fast plan zum Radschuh.

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nach dem Aushärten werden dann weitere Abstandshalter aus Holz eingebracht, eine Mutter und ein Unterlegscheibe auf die Schraube gedreht. Entweder bin ich hier völlig ungeeignet oder die Anleitung war schon bei meiner Edge nicht korrekt und hier auch nicht. Mir fehlen hier regelmäßig Holz Abstandshalter. Wenn ich nach Anleitung vorgehen würde, würde es mir den Radschuh massiv zusammen drücken. Also benötige ich mindest einen weiteren, den ich dann von den Motor Abstandshaltern "ausleihe"
Die Idee mit Gegenlager finde ich generell gut. Besser fände ich es aber, wenn auch eine Verstärkung mit Holz schon einlaminiert wäre. Das Konstrukt der Aeroplus Modelle bzw. der Graupner ist etwas frickelig... Aber gut, das macht man im Prinzip einmal...
Danach wird alles mit dem Fahrwerksbügel verbunden. Wer hier genau acht gibt, kann sich nachher ummontieren ersparen. Der Bügel ist nicht symetrisch und es gibt ein Vorne und Hinten.

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Der Bügel wird mit 4 Schrauben am Rumpf festgeschraubt. Einschlagmuttern sind vorhanden, die Schrauben werden mit Schraubensicherung gesichert. Die Anleitung sieht das Anbringen des Bügel vor dem Montieren der Radschuhe vor, ich hatte den Rumpf aber in der Garage und es regnete
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Auf 2 Beinen steht es sich schlecht beim Kunstflugmodel, deswegen ist der nächste Schritt der Hecksporn. Beim Baukasten sind die Tüten meist in Baugruppen sortiert. So befinden sich praktisch alle erforderlichen Teile in einer Tüte.

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Der genaue Aufbau ist in der Anleitung eigentlich recht gut beschrieben. Schön finde ich immer wenn bei relevanten Teilen schon etwas der Draht abgeflacht ist, dass die Madenschraube dort greifen kann und das Rad sich nicht ständig verdreht...

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Alles zusammengeschraubt wird der Hecksporn am Rumpf befestigt. 3 Einschlagmuttern sind vorhanden, auch hier wieder Schraubensicherung verwenden.

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Nachdem das Seitenruder angebracht wurde (dazu habe ich keine Bilder, ist einfach, da angeschlagen und nur ein Draht eingeschoben wird) wird auf der Unterseite eine Führung für den Fürhungsdraht des Hecksporn angebracht. Dazu wird ein Loch gebohrt und die Führung mit mittelflüssigem CA festgeklebt. Die Führung besteht aus 2 Teilen. Das zu verklebende und ein Drehbares, das mit einer Imbus Schraube verbunden ist.
Aus Erfahrung mit meiner Edge, habe ich die Imbusschraube herausgedreht und mit Schraubensicherung wieder eingebracht. Bei meiner Edge hatte sich das im Stand (Verbrenner) bei den ersten Probeläufen losgeschüttelt.

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Und schon steht die Extra das erste mal auf eigenen Beinen Fahrwerk, Hecksporn, Lüftungsöffnungen und das Seitenruder sind angebracht. Beim Seitenruder kann man oben ganz leicht den Draht erahnen. Er wurde im 90° Winkel umgebogen und wird dann mit Klebeband fixiert. So kann das Seitenruder jederzeit relativ einfach abgenommen werden, sollte das für den Transport erforderlich sein. Die Öffnung in der Folie war bereits vorhanden in die der Draht eingeführt wird.

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Ich würde mir wünschen, dass die Hersteller das Loch in der Folie oben nicht schon öffnen würden. So hätte man keinerlei Beeinträchtigung wenn man weiß, dass man das SR z.B. nicht abnehmbar machen will. So habe ich das z.B. bei meiner Edge und der Slick von unten her gesteckt und den umgebogenen Teil mit dem Hecksporn fixiert. Da die Flieger ohne Demontage in mein Auto gehen ist es nicht erforderlich. Dennoch habe ich bei beiden Fliegern mind. 1 Loch oben am Seitenruder in der Folie. Auch dies ist verschmerzbar, wäre anders aber meines Erachtens optimaler.


Die Seilanlenkung des Seitenruder habe ich auch noch eingeführt. Auf einer Seite ist sie schon komplett angeschlagen, dh. Kabel mit Kugelkopf verbunden, gequetscht und mit Schrumpfschlauch überzogen. Ich hab das Seil eingezogen, auf der anderen Seite alles vorbereitet, aber noch nicht gequetscht.


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Ich hab jetzt soweit alles gemacht, was ohne Elektronik machbar ist. Bin mir immer noch nicht ganz schlüssig, da ich schon 2 Maschinen in der Größe mit Verbrenner habe, brauche ich nicht unbedingt eine 3. Also steht Elo Antrieb noch als Option.
Ich werde ab Morgen die 2. Hottrigger in rot/weiß anfangen. Als Motor und Regler stehen da jetzt mal das Graupner Setup mit 12S fest. Servos werden vermutlich Savox SV1270TG, da die Graupner nicht lieferbar sind. Stromversorgung steht noch nicht. Evt. wird es ein separates BEC über den Antriebakku...

Bis dahin gibt es mal noch 2 Bilder von der Extra im Vergleich zur Aeroplus Edge 540 91" und zur Flightmodel Slcik 540 91". Der Rumpf der Hottrigger ist etwas schlanker....
Die Flightmodell Slick ist dagegen mal richtig Fett

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Ich habe eben die rot/weisse bestellt, war im Angebot.

Die Entscheidung betreffend Motorisierung fällt dann auch später.
 
Ist gerade mehrfach im Angebot. Zb:

http://www.rc-toy.de/cosmoshop/cgi-bin/lshop.cgi?params=k_ou033

http://www.hoelleinshop.com/SONDERA...article&ProdNr=G13404&t=22274&c=57683&p=57683

https://www.voltmaster.de/GRAUPNER-13404-sd-wp-hottrigger-2400-2350mm

Die Hottrigger hat jetzt einen Straßenpreis erreicht, bei dem man sie guten Gewissens kaufen kann. Ich kann sie vom Baukasten her empfehlen. Graupner hat wirklich einige nette Details. Ein paar Sachen muss man minimal nacharbeiten, aber nichts wildes. Wie sie fliegt, habe ich ja schon gesehen, da sie wohl auf der AP Extra basiert, kann man auch da Rückschlüsse ziehen.

Ich habe heute nachmittag die 2. vom Freund aufgebaut. Der hat derzeit ein Handicap (Klumpfuß). Ich hab in ca. 5 Stunden Ruderhörner eingeklebt, SR montiert mit Anlenkung, Elektromotor und Regler montiert, Empfänger, Fahrwerk usw. Leider hatte ich nicht alle Teile. Es fehlten BEC, Servos, Ruderhebel,Akkus, Spinner, Propeller. Ich glaube, sonst hätte ich die heute evt. fertig montiert :D

Meine habe ich vorerst in die Garage verbannt. Weil ich erst mal sehen will, wie die elektrisch fliegt.
So viel mal vorab. Ich habe meine mal zusammen gesteckt. Das Steckungsrohr muss ich abschleifen, das ist so stramm, da bekomme ich den Flieger fast nicht zusammen bzw. habe Angst ihn wieder auseinander zu bekommen. Beim Höhenleitwerk war ein größerer Harz Tropfen, der das zusammenstecken verhinderte. Auf der rechten Seite war ein CFK Verstärkung, die nicht korrekt auf dem Holzrahmen Auflag. Hier musste ich etwas mit der Feile ran, um die HR zusammen stecken zu können.

Bei der vom Vereinskollegen passte das Steckungsrohr der Tragflächen perfekt. Auch kein Harz beim HR. Aber bei dem rechten HR musste ich auch etwas abschleifen, damit ich es ordentlich aufstecken konnte. Die Konstruktion ist hier recht stramm. Letztendlich nichts wildes.

Sehr gefreut habe ich mich, dass bei beiden Bausätzen entgegen der Werbung halt doch ein CFK Fahrwerk dabei war.

Die Elektrische wird mit jetzt mit folgenden Komponenten ausgestattet:

Graupner ULTRA 8028-190 GT 60 @ 12S
Graupner BRUSHLESS CONTROL + T 160 Opto
Xoar 24x10
2x SLS Cube 6s 5800mah
Savöx SV 1270TG
Chargery Super HV S-BEC 15A
Graupner GR 24 Empfänger.


Der 90mm Spinner wird auch von Graupner montiert. Scale und vom Preis eigentlich ok.

Vom Desing und er Farbe bin ich mir gar nicht so einig. Das grüne hat was, das rot weiße gefällt mir an sich von den Farben besser und sieht frischer aus. Allerdings denke ich beim Grünen mit entsprechenden Stickern geht auch noch was.
Hier greif hier jetzt einfach mal meinem eigentlichen Bericht etwas vor. Allerdings ist zu beachten, dass bei der Grünen die Ruder runter hängen und beim Hott Design nicht. Zudem ist bei der Hot das ganze Design schon drauf, bei der Grünen habe ich noch keine Sticker drauf gemacht.Bei der Roten sind die Schriftzüge Folie. wer sich nicht damit anfreunden kann, könnte es also auch mit dem Föhn entfernen.

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So, nach dem ganzen montieren heute, heraussuchen der Komponenten und bestellen, reicht es mir jetzt aber. Hab selbst das 1. Toooor verpasst :)
Ich werde weiter schreiben, aber nicht mehr heute.


Gruß Bernd
 
Hallo,

leider hat es mit dem weiterberichten die Tage nicht so geklappt. Was aber nicht heißt, dass ich untätig war. Mittlerweile steht die weiß/ rote fast Flugbereit in der Garage. Es fehlen nur noch 2 Stecker und die Servoarme. Mit DHL hat es die letzte Woche überhaupt nicht geklappt, 3 Pakete dauerten länger als normal, bzw. sind eben immer noch nicht geliefert.

Dafür gibt es auf Facebook ein neues Video der Hottrigger. Ich find es genial

https://www.facebook.com/Dadouu.bossion/videos/10208838371509600/

Ich denke damit sollten die 3D Fähigkeiten der Hottrigger nicht mehr in Frage gestellt werden :D:D

Ich schau zu, dass ich die Tage dann mehr vom Aufbau der Maschine zeige.


Gruß Bernd
 
Echt schöne Vögel.
Mir ist jetzt auch eine in grün zugelaufen. :D

Kurze Frage an die, die den Hottrigger schon in Betrieb haben. Reicht ein HS-7956SHR auf Seite?
Oder sollte noch ein HS-7954SH parallel geschaltet werden?

Gruß
Andreas
 
Hallo,

ich würde von vornherein 30- 35 Kg Servos einsetzten. 2 sind eigentlich nicht erforderlich bei der Kiste. Welche Servos ist natürlich auch immer eine Frage des Flugstil.
Wenn du o.g. Servos schon hast, würde ich es ggf. einfach mal testen. Wenn du dann nicht zurfrieden bist, kannst du immer noch aufrüsten.

Nachdem ich es hier lange schleifen lassen habe, möchte ich etwas fortfahren. Ich werde nicht so genau ins Detail gehen und auch nicht für alle Details Bilder haben, weil hier die Bauanleitung einfach echt gut und auch reichlich bebildert ist. Und das auch mit dem wirklich passenden Modell und nicht mit irgend einem anderen.

Das Seitenruderhorn wird bei Graupner nach der Anleitung mit dünnflüssigem Sekundenkleber eingeklebt. Gelesen getan, scheint zu halten. In die Öffnungen kann man mit einem Dünnen Bohrer schräg einbohren, so bekommt man die Ruderhörner leichter in die Öffnungen. Vor dem Einkleben werden sie mit einem Geo Dreieck ausgerichtet. Die Ruderhörner habe ich am Verklebenden Teil angeschliffen. Diesmal mit der Schleifmaschine, geht doch flotter als von Hand. Kugelgelenke habe ich vor dem Verkleben des Horn montiert, um den Richtigen Abstand zu haben. Da die Kugelgelenkte des SR bereits vormontiert und an der hinteren Seite verpresst waren, habe ich diese auch gleich in den Rumpf eingeführt.

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Da ich noch kein Servo hatte, habe ich die Kabel im inneren eingefädelt, so dass sie nur noch in der richtigen Länge verpresst werden müssen und am Dämpfertunnel fixiert.

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Als nächstes geht es ans einkleben der restlichen Ruderhörner, diese werden mit Harz verklebt. Ich habe 15 Min. Harz verwendet. Zunächst geschaut, ob alle Anlenkungen in die vorbereiteten Schlitze passen. Auf den Hörnern ist z.T. eine Folie, die abgemacht werden muss, sonst klebt es nicht. Dann habe ich die Klebeflächen angeschliffen und mit Aceton gereinigt. Um die vorhandenen Schlitze habe ich ein Malerband geklebt, damit die Folie von überschüssigem Harz nicht versaut wird. Danach die Schlitze mit Harz füllen. Etwas einlaufen lassen. Ruderhörner habe ich wieder mit den Kugelgelenken zusammen geschraubt und ebenfalls überall mit Harz dünn bestrichen. In die Vorhanden Bohrungen an der Klebestelle habe ich ebenfalls Harz aufgefüllt. Danach werden die Ruderhörner in die Schlitze bis zum Anschlag eingeschoben. Überflüssiges Harz habe ich sofort aufgenommen und dann mit Aceton nachgewischt (Q Tip hat mir da gute Dienste geleistet).
Nun in Ruhe Aushärten lassen. Danach habe ich noch die Gestänge montiert:


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Die Vorgehensweise ist an allen Rudern gleich. Die Teile sind entsprechend den Rudern Verpackt. Wobei ich keine Unterschiede in den Anlenkhebeln feststellen konnte.

An dieser Stelle konnte ich an der Grünen eigentlich nichts mehr machen. Deswegen schwenke ich hier auf die Rote. Bisherige Vorgehensweise ist weitgehendst gleich.
Entgegen der Ursprünglichen Planung kamen ja die Savöx zum Einsatz:

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Etwas verärgert war ich immer noch, dass die Servos immer noch mit 56g angeboten werden und nach wie vor fast 10g schwerer Sind. Zudem sind die mitgelieferten Servoarme im 3D Bereich eigentlich nicht zu gebrauche. Bei den Savöx 1256 werden deutlich besserre Hebel mitgeliefert. Aber das wußte ich ja schon, da ich die Servos schon in einem anderen Flieger einsetzte.

Servohebel werden von Gabriel die X-Torque verbaut. Dieser Glasfaserverstärkte Kunststoffhebel hat an der Aufnahme am Servo einen Alu Zahnkranz, da bei den Kräften es teilweise Schwierigkeiten mit den Zahnkränzen aus Kunststoff gibt. Ein 52mm Arm wiegt ca. 3g. 46 mm hätten allerdings gereicht. Für das Seitenruder habe ich mir einen Alu Scheibe mitbestellt. Darauf wird dann der mitgelieferte GFK Arm montiert.

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Die Servos in den HR werden ohne Verlängerung montiert, die Servos in den QR werden mit 10 cm Verlängerungen ausgestattet. Beim Servo Einbau ist das bei mir immer die gleiche Vorgehenseweise. Erst Löcher Bohren, falls wie hier nicht schon vorhanden, dann Schrauben eindrehen, Schrauben ausdrehen und dann dünnflüssigen Sekundenkleber in die Löcher um die so entstandenen "Gewinde" zu härten. Je nach Hersteller, bzw. Holzgüte merkt man was oder nicht. Hier, bei dem doch relativ leichten und weichen Holz spürt man dass die Schrauben nach dem Austrocknen des Sekundenkleber dann doch schwerer ins Holz gehen.
Die Servos werden alle mit den Gummidämpfern und Messinghüllen ausgestattet. In der Anleitung von Graupner wird sogar beschrieben, wie rum die Messingtüllen richtig kommen (Abgerundete Teil Richtung Holz).
Nach dem Verschrauben der Servos werden diese mit der Anlage in die Mittelstellung gebracht, der Arm montiert und dann die Gestänge passend eingestellt:
(UPS ab hier werden die Bilder rot/ weiß, weil ich die grüne in die Garage gestellt habe)

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Der Graupner Motor. Ein Fettes Teil.

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Er wird auf die Stehbolzen von Graupner montiert. Die Montage bzw. die Bohrungen sind in dem Fall komplett identisch mit dem Graupner Benzinmotor.

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Alles wird mit Schraubensicherung montiert. Die Löcher im Motordom sind in dem Fall sehr einfach zu finden, da für die Graupner Motoren alles bereits angezeichnet, bzw. Vorgebohrt ist. Man braucht lediglich weiter bohren. Für den Verbrenner sind sogar Öffnungen für Joke und Gestänge mit vorgegeben. Der Benzinmotor wird schräg eingebaut, der Elektro normalerweise gerade. Da dies keinen Unterschied macht, habe ich auch den Elektro Schräg eingebaut, so könnte jederzeit ohne erneutes Bohren auf den Verbrenner umgerüstet werden.
Hier ist der Motor bereits montiert und der Graupner ESC ebenfalls montiert und verbunden. Die Kabel werden durch eine vorhandenen Öffnung ins Rumpfinnere gelegt. Am Motordom ist in dem Fall oben bereits die mitgelieferte Motordom Abdeckung montiert. Ohne diese kommt man besser an den Dom um die Schrauben anzuziehen. Ich denke die Platte gibt dem Dom etwas Stabilität. Auch hier habe ich die Löcher mit Seku verfestigt.

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TIP: Beim Bohren merkt man, wie schnell man durch ist und dass das Holz doch relativ weich ist. Wenn ich eine Hottrigger mit Verbrenner ausrüsten würde, dann würde ich wohl eine dünne Kohleplatte vor und hinter dem Motordom anbringen und mit dem Holz verkleben. Ich könnte mir vorstellen, dass sich die kleinen Stehbolzen durch die Vibrationen doch schnell in das Holz einarbeiten. Beim Elektro sehe ich das nicht so kritisch.
 
Nach einem kurzen Check ob Regler und Motor funktionieren habe ich die Haube montiert.

Graupner liefert hier sogar 2 Streifen mit, mit denen man sich die erforderlichen Bohrungen markieren kann. Das Material ist ähnlich der Vliesscharniere. Es wird am Rumpf fixiert, wo die Einschlagmutter ist mit einem Stift markiert.

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Danach wird es umgeklappt und die Haube kann aufgeschoben werden. Ich mache auf die Cokpit Haube immer vorne ein paar Schickten Malerklebeband, damit die Haube danach etwas Luft hat. Dann alles ausrichten und mit dem Spinner kontrollieren, ob der Motor und die Haube stimmig sind. Wenn alles passt, das Band wieder nach vorne klappen und an der Markierung bohren.

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Passt perfekt. Das Vliesähnliche Band eignet sich eindeutig besser als dünnes Klebeband.

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Die Haube habe ich am Rahmen noch abgefiltz. Beim Elektro sicherlich nicht notwendig, aber es tut auch nicht weh. Beim Verbrenner kann es deutlich das Klappern reduzieren.

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Montiert und mit Luftschraube kann das ganze dann schon so aussehen:

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So, für heute habe ich genug... es geht dann weiter...

Gruß Bernd
 
Das Seitenruderservo war ebenfalls schnell im dafür vorgesehenen Schacht untergebracht. Auch hier waren die Bohrungen schon gemacht. Ich habe den mitgelieferten GFK Hebel verwendet. Zunächst habe ich geschaut, dass die Löcher zu der Alu Scheibe passen die ich verwenden wollte. 2 musste ich bohren, 2 passten. Dann habe ich den Hebel von der Folie befreit, auf einer Seite angeschliffen und zusätzlich zu den 4 schrauben den GFK Hebel mit der Aluscheibe verklebt. Muss man nicht, schadet aber sicher auch nicht.

Die Vorbereiteten Seilzüge habe ich dann eingstellt und danach verpresst und mit dem Schrumpfschlauch "gehübscht" . Beim Draht gehe ich durch und mache dann nochmal eine Schlaufe, so sollte nichts durchrutschen. Alte Tricks mit zusätzlich verlöten oder Sekundenkleber rein greifen hier nicht mehr wirklich, da der Draht mit einer dünnen Kunststoffschicht überzogen ist.

Die Kugelköpfe habe ich jeweils am Horn als auch am Hebel ganz außen befestigt. Bereits damit sind Vollausschläge mit knapp 100% Servoweg möglich. Die Seile werden über Kreuz montiert.

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QR und HQ Ruder werden mit einer Verlängerung angesteuert. Graupner hat hier extra für die Verlängerungskabel passende Öffnungen im Rumpf. Hier können die Verlängerungen eingeschoben und verklebt werden. Die Servosstecker werden dann bei der Montage nur noch in die Buchsen von außen gesteckt eine sehr feine Sache. Ich weiß, einige werden dieser Verbindung nicht trauen. Das muss jeder für sich selber entscheiden. Beim Elektroantrieb werde ich das so handhaben, beim Verbrenner hätte ich auch meine Bedenken ohne zusätzliche Sicherung.

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Eingeklebte Servobuchse für die Höhenruder. Hier muss man etwas mit dem Steckungsrohr aufpassen, wenn man es zum Transport in die dafür vorgesehene Halterung im Rumpf einschiebt. Es ist kein Anschlag vorgesehen. Wenn man es also weit genug einschiebt, stößt es an den Buchsen an. Das ist nicht 100% optimal gelöst finde ich. Bei umsichtigem Umgang aber auch kein Problem (Das Rohr sollte durch einen werkseitig eingebrachten Gummi nicht verrutschen).



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Beim Empfänger hat sich Graupner bei der Hottrigger auch wieder Gedanken gemacht. So sind bei einem Spant und bei der Aufnahme des Empfängers bereits Öffnungen angebracht in die man ein Kunststoff Rohr einbringen und verkleben kann. In dieses Rohr können dann die Antennen sauber verlegt werden. Sie sind dann automatisch im 90° Winkel verlegt.
Super Idee von Graupner, aber leider auch hier wieder ein kleiner Patzer in der Ausführung. Das mitgelieferte Kunststoffröhrchen ist leider dicker als die Bohrungen. Also müssen diese nachgearbeitet werden oder ein anderes Röhrchen verwendet werden. Nicht schlimm, aber ich finde es immer wieder Schade, wenn so Kleinigkeiten nicht passen.
Empfängermontage mache ich immer mit Klettband und sichere dann mit einem Kabelbinder.

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Als Empfängerstromversorgung haben wir uns für eine Chargery 15A entschieden. Vermutlich etwas oversized, aber bei den Dingen geht man ja untern ein Risiko ein. Den Strom zeiht die Chargery aus den Antriebsakkus. Ich liebe einen einfachen Aufbau und der Flugakku wird immer gut im Auge behalten. Daher ist mir das lieber als separate Empfängerakkus.
Die Chargery kann mit bis zu 4 Kabeln mit der Empfangsanlage verbunden werden. Laut einem Test von Gerd Giese sind dabei wohl tatsächlich weniger Wiederstände zu messen. Da der Empfänger noch Kanäle frei hatte, wurde das auch voll ausgeschöpft. Ein einzelnes Verbindungskabel hat 5g Gewicht.

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Auch hier gibt es bei der Hottrigger einen geigneten Einbauort.

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Der Akku wird mit Klett fixiert und mit Klettbändern zusätzlich gesichert. Hier könnte ich mir vorstellen noch eine Platte aus CFK anzubringen. Es ist doch relativ wenig und leichtes Holz im Bereich des Akku. Immerhin kommen da 1650g Akku rein. Da hätte ich ggf. Bauchweh bei schnellen gerissenen Sachen. Mein Gefühl kann mich aber auch täuschen.
Die Klettbänder habe ich von unten her mit Shoe Goo Kleber festgemacht, dann muss man sie nicht immer neu ausrichten.

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Zunächst wird eine Graupner 24x10 E-Prop montiert. Diese wiegt 139g. Etwas schwerer als eine vergleichbare Xoar, aber nicht so wesentlich.
Als Spinner kommt ebenfalls ein Graupner zum Einsatz. Scale look mit den Schrauben und Leicht und Günstig. Scheint auch ziemlich wuchtig zu sein.

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Soweit ist die Hottrigger nun Flugfertig. Zum Erstflug ist es leider noch nicht gekommen, ich hoffe das klappt noch diese Woche.
 
Ja, weil es so in der Anleitung steht :D
Bei HR und QR ist es auch klar, wegen der Hebelverhältnisse und den mitgelieferten Anlenkungen, beim SR würde es da auf die Länge sicher keinen Unterschied machen.
Ich vermute, du willst auf das Getriebespiel hinaus im anderen Thread. Deswegen habe ich es aber nicht gemacht.
Für mich fühlt es sich so aber richtig an, bei allen meinen Modellen mit Seilanlenkung war das Servo immer mit dem Zahnkranz nach vorne beschrieben.

Der montierte Spinner. Ich finde ihn schick und passend.

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Den Spalt vom Spinner zur Haube finde ich etwas groß. Das ist schade. Da wir komplett das von Graupner empfohlene Setup verwendet haben (Motor/Stehbolzen) dachte ich, dass das sehr gut passt. Da hätte man aber etwas weniger Abstand einhalten können. Beim Verbrenner dürfte das dann genau gleich sein, denn der Motor soll die gleichen Abmessungen haben wie der Elektro. Müsste man also an den Stehbolzen was "drehen".

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Beim Zusammenstecken des Modell hat so weit alles gepasst. Lediglich beim Höhenruder musste ich etwas nacharbeiten. Die Steckung wo das HR nachher mit dem Rumpf mit einer Schraube gesichert wird war mehr als Stramm, bzw. lies sich nicht zusammenstecken.. Hier musste etwas mit der Feile nachgeholfen werden. Bei meiner Grünen passte die Öffnung der CFK Verstärkung nicht mit der vom Holz überein. Das überstehenden CFK Abgeschliffen hat dann gereicht.

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Und zusammengesteckt sah sie dann so aus (Allerdings auf den Bilder noch mit falschem Propeller und ohne Spinner)


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Bei meiner Grünen ging das Zusammenstecken erst mal gar nicht. Weder HR noch Tragflächen konnte ich aufstecken. Beide HR musste ich an gleicher Stelle wie bei der Roten nachschleifen, das Steckungsrohr der grünen war so stramm, dass ich es auf der gesamten Länge nachschleifen musste. Ansonsten hätte ich es nicht zusammen bekommen.

Zusammenfassend:

Der Bausatz hat eine gute Qualität. Folie ist gut. Das meiste passt auch sehr gut, Kleine Ausnahmen mögen vorkommen. Der Vorfertigungs- und Vorbereitungsgrad ist sehr hoch. Man kann die Maschine sehr schnell aufbauen.
Graupner hat sich wirklich einige nette Details einfallen lassen. Das HR nur mit einer Schraube von hinten zu sichern ist sehr angenehm.
Weiterhin gibt es auf der Unterseite in der Beplankung schon eine Öffnung für die Tankentlüftung. Man muss sie nur von der Folie befreien. Oder im Dämpfertunnel sind z.B. 2 Bohrungen in die man direkt die KS Compfort-Mount installieren kann.
Die Abdeckungen für die Lüftung im Dämpfer Tunnel liebe ich ebenfalls (Fischgräten Design)
An allen Stellen wo man es brauchen kann sind bereits Schlitze für Befestigungen vorhanden (Regler/ Zündung, Akku, Empfänger, Stromversorgung....)
Die Anleitung gehört mit zu den besten, die ich in dem Bereich je gesehen habe (normalerweise lese ich keine Anleitungen :cool: )
Wenn man die von Graupner empfohlenen Komponenten verwendet dann ist alles fast perfekt vorbereitet. Die Hottrigger ist schon für Graupner Komponenten optimiert.

Kleinere Mankos waren mal z.B. das nicht passgenaue Röhrchen, dann die nicht ganz passgenauen HR Aussparungen. Graupner hat etwas gegenüber dem AP Modell eingespart. So sind keine CFK Stäbe im Rumpf eingelassen. Am Motorspannt ist kein Alu Winkel montiert wie er bei vielen Fliegern heute üblich ist. Die Stifte an den Tragflächen sind aus Alu statt aus CFK.
Aber in der Praxis glaube ich, hat das in der Tat keine Auswirkungen.

Ein kleines Manko mag man darin sehen, dass alles auf Graupner ausgerichtet ist. So sind keine Alternativen Bohrschablonen für Motoren anderer Fabrikate dabei. Beim Graupner Motor ist mir dann als ich eine Xoar Luftschraube montieren wollte aufgefallen, dass die Welle am Motor relativ kurz ist. Zu kurz um die Schraube bis zu den letzten Windungen aufzudrehen. Die Graupner Luftschraube ist an der Aufnahme sehr dünn.


Die Hottriger wiegt Flugfertig 8450g (2 x 6S 5800 SLS Akkus)
Im Stand mit frisch geladenen Akkus zieht sie 120A Strom bei 44 Volt...

Gruß Bernd
 

UweHD

User
Wir haben jetzt auch mal einen Bausatz bestellt, der Flieger soll auch elektrisch werden.

Gibt es schon was zu der Frage der EWD zu sagen? Im Aeroplus-Thread heisst es ja, die sei zu negativ... was mich eigentlich wundert (meine Krill-Extra soll auch mit -0,8° geflogen werden, und tut das auch gut)

Hat schon jemand Erfahrungen mit 12s4000'er Akkus gemacht? Kann man damit noch sinnvoll fliegen, oder ist das zu wenig Kapazität?
 
Hallo Uwe,

sorry, dass ich nichts neues hören lassen habe, aber ich war seit Mittwoch lieber in der Luft als am PC :D

Mittwoch war Erstflug. Bin erst mal etwas die Piste rauf und runter um zu testen und sehen, was die Elektronik so macht. Es war relativ windig. Sie ist mir dann kurz leicht abgehoben, hab sie wieder aufgesetzt. Dann nochmal etwas hin und her. Ich wollte noch nicht fliegen (ne ich wollte eigentlich schon, nur der Anstand hat es mir verboten.... ), weil der eigentlich Besitzer der elektrischen noch nicht da war. Na ja, als sie das 2. mal leicht anhob, dachte ich Ar.... ne, das schreibe ich lieber nicht. auf jeden Fall durchgezogen. Sie stieg dann gleich hoch. Ich hatte die Akkus ganz am Steckungsrohr, Schwerpunkt bei ca. 20 cm. Sie flog so eigentlich ganz gut, bei langsamer Geschwindigkeit lässt sie allerdings das Hinterteil etwas hängen, aber super Stabil.
Musste aber Tiefe trimmen. Nach der Landung zeigte sich, dass das HR auf Tiefe stand.

Ich habe dann den Schwerpunkt etwas nach vorne gelegt. Die HR sind immer noch minimal auf Tiefe aber kaum noch. So fliegt sie ziemlich neutral auf Rücken und normal.
EWD habe ich bislang ehrlich gesagt nicht gemessen, sollte man aber wohl mal machen. Ich war es bislang gewohnt das nicht zu machen.

Ich war erst ziemlich vorsichtig. Ist ja nicht meine und so eine Größe hab ich auch noch nicht elektrisch geflogen. Nach dem 3. Flug fand ich es irgendwie ganz angenehm. Messer fliegt sie schön sauber. Ich musste mich umgewöhnen, sie braucht etwas mehr SR als meine AP Edge oder meine Slick. Hab einfach das Expo reduziert, so langsam gewöhnt man sich dann dran.
Sie ist selbst bei dem Wind realtiv gut und sauber geflogen. Ist etwas agiler auf QR und HR als die Edge... also die ist auch Agil, aber irgendwie gutmütiger. Wobei die Hottrigger keinesfalls zickig ist.
Ansonsten macht sie alles mit was ich so kenne und halbwegs kann. Knife Edge Spinn, Rückenflachtrudeln, Harrier, Elevator, Wall, ..... (Rollenkreise sicher auch, das kann ich aber nicht :cool::rolleyes: )

Im positiven Harrier kann man sie schön langsam machen. Glaube die kann man auch schnell rollen bei langsamer Geschwindigkeit.
An der Latte hängt sie auch super. Ich war bislang gar kein Fan von Kunststoff Luftschrauben, muss aber zugeben, die Graupner EProp 24x10 ist nicht schlecht.
Im Rückenharrier scheint sie auch sehr stabil. Das ist nicht so meine Paradedisziplin, oft drehen sich mir die Flieger raus, die Hottrigger aber nicht.

Letztendlich steht die Maschine immer noch bei mir und ich durfte sie Fliegen. Das hab ich die letzten 3 Tage auch gemacht. Und obwohl es ein Spontankauf war den ich erst evt. nur auf Lager legen wollte, bin ich mittlerweile total begeistert.
Und der E Motor hat mich auch überzeugt. Der Graupner schiebt ohne Ende, ist zuverlässig und läuft rund. Der Regler ist auch super.

Ich werde meine jetzt auch Elektrisch betreiben.

Zu den Akkus. Wir fliegen 12s 5800mah. Ich habe die Telemetrie so eingestellt, dass wir ca. 4200 mah nachladen. Das ist also sehr Human zum Akku. Die Kiste hat mir dabei max. 121 A gezogen bei min. 44 Volt. Da geht was. Wenn du im Hover wegziehst, kommt mit etwas Verzögerung eine richtige Druckwelle. Ich weiß jetzt, warum die Jungs im Video auf einmal alle gleichzeitig lachen :eek:

Flugzeiten hatte ich bislang dabei 6.40 bis 8.20 Min. Das war aber kein Hardcore 3D wo die Kiste andauernd rollt. Hovern, mal voll rausziehen, dann aber auch wieder längere gerade Passagen. Zu bedenken ist dabei dass wir die Empfängerstromversorgung auch vom Flugakku ziehen.

Meine Einschätzung: mit den 4000ern kannst mal fliegen und die Kiste testen, aber auf Dauer denke ich, ist es etwas wenig, vor allem wenn man etwas härter fliegt. Kommt aber sicher auch mit auf den Flugstil drauf an.
Leider haben wir noch kein richtig gutes Video, liegt dran, dass noch nicht viel gemacht worden ist, es windig war und ich kein richtig guter Pilot bin. Ich schau mal, ob es vielleicht etwas brauchbares gibt.

Aber die Kiste hat so überzeugt, dass 2 Leute die sie gesehen haben nun doch auch eine haben wollen und davon einer auch vom Ursprünglichen Benziner auf Elektro umgeschwenkt ist... so wie ich halt auch.

Einfach ein geiles Teil :D:D Mir macht sie Spaß. Wenn ich dann die eigene Fliege sicherlich noch mehr, dann ist der Kopf freier....


Gruß Bernd
 
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