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Baubericht: ASW 20 Valenta

Nein, PLA ist von der Festigkeit nicht mit GFK Platten vergleichbar, das muss man bei der Gestaltung berücksichtigen. Auch die Haftung von Klebstoffen ist schlechter. In diesem Fall sorgt ein Klebstoffwulst vor und hinter dem Spant dafür, dass er sich nicht bewegen kann, selbst wenn die Verbindung zwischen PLA und Mumpe sich lockern sollte (Formschluss). Da sollte nichts passieren. Ich werde zusätzlich an der Umfangsseite des Spants mit einer 0,5mm Schleifscheibe ein Rautenmuster einritzen, um den Formschluss weiter zu erhöhen.
 
Das PLA ist aber fest genug, um z. B. die M4 Gewinde für die Motorhalterung rein zu schneiden. Die Schrauben kann man ordentlich anziehen, ohne dass das Gerinde weich wird. Man braucht halt genügend Einschraubtiefe. 1xd reicht definitiv nicht.
 
Das PLA ist aber fest genug, um z. B. die M4 Gewinde für die Motorhalterung rein zu schneiden. Die Schrauben kann man ordentlich anziehen, ohne dass das Gerinde weich wird. Man braucht halt genügend Einschraubtiefe. 1xd reicht definitiv nicht.
Obacht, dass das auch zutrifft wenn der Motor seine Abwärme hinein leitet! Ansonsten ziehe ich als bisher stiller Mitleser den Hut vor den vielen super Ideen und Umsetzung derselbigen :)
 
Da muss ich Dir recht geben! So ein Motor kann ganz schön warm werden! Daran hatte ich gar nicht gedacht... Der Einwand kommt gerade noch rechtzeitig. Bin seit Stunden dran, die Kombination aus den beiden Spanten und dem Motor in den Rumpf einzupassen. Ganz schön tricky...
In dem Fall überlege ich mir eine andere Lösung!
Danke! Bist der Held des Tages!

Grüße aus dem Bastelkeller!
Bernd
 
Habe an einem Ausschussteil ausprobiert, wie belastbar ein M4 Gewinde in PLA ist, Einschraubtiefe 12mm. Ergebnis: man kann es schon relativ fest anziehen, aber es war auch keine große Herausforderung, das Gewinde abzudrehen. Also nix für hochbelastete Stellen. Es sei denn, man geht auf 30mm Einschraubtiefe 😏
 
Da verschiebt sich unter Umständen aber nur der Versagenspunkt ins Gewinde hinein und es löst sich doch. Merke: es tragen nur die ersten Gewindegänge, im wärmebedingt nicht mehr formbeständigen sondern plastischen Betriebstemperaturbereich ist es Essig egal wie lang das Gewinde. Ich würde daher zuerst die Wärmeformbeständigkeit des PLA gegenüber der Gehäusetemperatur abchecken und wenn Du da in den Grenzbereich kommst, hilft nur ausbüchsen oder Gewinde hinter den Träger und eine wärmebeständige/ -isolierende Scheibe drunter.
 
Die vergrößerte Einschraubtiefe bezog sich nicht auf heiße Schraube in PLA. Das wird nie gut. Bei kaltem PLA in Kombination mit Metallschraube bringen 30mm schon was, denn die Regel, dass nur die ersten Gewindegänge tragen, geht von gleichen E-Moduln für Werkstück und Schraube aus. Ist das Werkstück sehr viel elasticher, trägt auch der 50. Gewindegang noch.
 
Genau das wollte ich mit dem Hinweis auf das in diesem Fall wärmebedingt visco-plastische Verhalten zum Ausdruck bringen, richtig! :)
 

Henrik79

User
Ich habe Konstruktionsteile in PETG gedruckt, das funktioniert super. Allerdings ist das verkleben schlecht. Mehrere Versuche ergaben das es mit Sekundenkleber funktioniert und wenn man was ausrichten muss ist Stabilit Express super. Nach dem ich die Servorahmen auf Sperrholz geklebt habe und abreisversuche gemacht habe war das Sperrholz kaputt Verklebung und Rahmen tadellos.

Mit freundlichen Grüßen
Henrik
 
Servorahmen funktionieren auch mit PLA gut, siehe Anfang des Threads.

Den Motorspant habe ich inzwischen durch einen aus 6mm Sperrholz mit Gewindebuchsen ersetzt. Dank der Vorarbeit in PLA war die richtige Form schnell gefunden. Auch beim vorderen Spant beim Stützlager bin ich von meiner ersten Lösung abgewichen. Die Qualität der Passung hat mich bei der Paarung Alu-PLA nicht überzeugt. Die ist nämlich durch die stark unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten temperaturabhängig, wechselt zwischen Spiel- und Presspassung. Ich will einen satten Sitz am Stützlager, wenn da Spiel ist, kann es seine Aufgabe nicht zufriedenstellend übernehmen. Ich habe ein neues gedreht aus Alu. Mehrgewicht: 4g. Das ist OK.
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Sorry, ich blicks nicht, warum das Bild im Anhang eingefügt wurde und wie ich es weg bekomme, ohne dass das Vollbild auch verschwindet.
 

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Endlich! Die Motorspanten sind eingeklebt! Von der Treppe aus hatte ich eine gute Arbeitsposition.
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Der Stock im Rumpf hält den Motor in Position, bis der Kleber trocken ist. Er stützt sich an der TF Steckung ab.
 
Es hat sich ganz schön was angesammelt an PLA Schrott in diesem Projekt. Bis ein neu konstruiertes Teil optimal funktioniert und gefällt, sind oft einige Durchgänge notwendig.
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Mist!
Der Motor macht beim Durchdrehen Kratzgeräusche. Ich vermute, dass er sich von einer unsauberen Unterlage oder von Schleifarbeiten feine Metallbrösel eingefangen hat. Habe schon versucht, ihn zu zerlegen, um die Magneten mit Hilfe von Klebeband zu reinigen, ist mir aber bisher nicht gelungen. Werde wohl einen Abzieher brauchen.
 
Mit Abzieher hat es geklappt. Ein winziger Span war der Übeltäter. Jetzt läft er wieder geräuschlos!
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Motor ist montiert, Rumpf passend beigeschliffen. PLA-Spinner passt schon ganz gut zur Rumpfkontur. Vielleich noch ein bisschen Wölbung rausnehmen. Und am Farbton könnte man noch arbeiten. Hat aber erstmal keine Prio.
Habe ein 38er Reisenauer Mittelstück mit Versatz drin und den GM 18x8,5 Scale Prop. Spinnerdurchmesser 42mm.
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Meinen Modellhalter wollte ich Euch noch zeigen. Es ist der beste, den ich je hatte. Sehr universell und einfach einstellbar. Die Mühe hat sich echt gelohnt.
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Hallo,
das macht echt Spass Dir beim Bauen zuzusehen. Modellbau in Verbindung mit Feinmechanik, sehr schön. Baust du auch noch andere Modelle, Trucks, Baumaschinen, Dampf oder so?
Schöne Grüße und ich freue mich auf den weitern Bericht,
Johannes
 
Hallo Johannes,
Trucks oder Dampfmaschinen baue ich nicht, eher nützliche Dinge wie ein Walnussknackautomat oder eine Bewässerungsvorrichtung für Zimmerpflanzen, Lampenadapter am Fahrrad, eine Anhängerkupplung, eine Kugelmühle zum Mahlen von Holzkohle, ein Gerät zum Schleifen von Spitzermessern, eine Radiusdrehvorrichtung für die Drehbank, oder eben Teile für Modellflugzeuge.

Eben habe ich überprüft, ob meine Schwerpunkttabelle plausible Werte liefert, da mittlerweile schon viele Komponenten verbaut sind, die großen Einfluss auf den SP haben, wie HLW, SLW, HR Servo, Motor, Achsverlängerung, Prop, Spinner.
Ergebnis:
Ich fand die Aussage bestätigt, dass ich mir wegen des Sp keine Sorgen machen muss, weil ich den Antriebsakku in flexibel platzieren kann.
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Gesamtgewicht aktuell 5511g.
 
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Ich würde die ASW20 gerne flitschen können. Damit kein Haken stört, dachte ich an eine Lösung mit einem im Rumpf eingeklebten Röhrchen, in das ein Stift eingesteckt wird, an dessen Ende das Zugseil befestigt ist und der von selbst rausfällt, wenn die Zugkraft weg ist. Ich habe dazu keinerlei Erfahrung. Wie ermittle ich eine geeignete Position für das Röhrchen am Rumpf und welcher Neigungswinkel hat sich bewährt? Was gibt es in diesem Zusammenhang sonst noch zu beachten?

Gruß
Bernd
 
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