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Baubericht: Cobra mit 5,70 m

goevier

Vereinsmitglied
Hallo RC-Network Gemeinde,
werde die Cobra von Karim, deren Teile ich vor 2 Jahren von ihm erworben habe, diese Wintersaison fertigstellen.
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?t=80439&highlight=modellbobby+cobra&page=3

Baubericht kommt hier mit vielen Bilder.
Versuchsträger war/ist ein dreimetriges Modell der Cobra mit 2,8kg und extrem leichten Höhenruder.
Fläche mit RG15 Profil; fliegt mit 2 Klappenausführung des Flügels und geht mit SR um die Ecke wie ein 6m Teil;)

Zur "Dicken"
Die Kerne sind geschnitten und erste Baustelle ist nun die Erstellung des HR.

Feedback erwünscht, aber bitte nur "on topic" zum Thema hangflugtauglicher Kunstflugsegler.

Eckdaten:
Spannweite : 5,7 m
RG15 12%, Dreiklappenflügel je Halbspannweite vollflä#chig mit 160g Kohle unterlegt.
Spannweite 1m HR HN 840S 10%,

Zielgewicht 15-17 kg.


Und los geht's...:D:D


Uwe
 

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wadl

User
Servus Uwe,

super, dass du da weitermachst. Cobra ist einfach hammermäßig. Für mich einer der schönsten Segelflieger überhaupt.

Viel Spaß beim Bauen.

Gruss
Wadl
 

Segelflieger

Vereinsmitglied
@Uwe

Freut mich, daß Du meiner Anregung gefolgt bist, den Weiterbau hier zu dokumentieren. Ich werde den Thread aufmerksam verfolgen. Viel Spaß und Erfolg beim Bau.

Aus der Cobra-Familie - ich habe (bzw. hatte) sie von 2,2 - 5,6 Meter alle :rolleyes: - fliege ich aktuell nur noch die ganz große......und es ist jedesmal wieder ein Genuss....:)
 

goevier

Vereinsmitglied
Höhenruder

Höhenruder

Und schon geht's los!

Die Höhenruder werden aus Strodur gefertigt, bekommen ein HN 840S Profil.

Ich möchte die Anlenkung in RDS ausführen und habe mir von Oberlandmodellbau die ersten Proben schicken lassen.
Erste Bilder jetzt, nachmittag wird dann geschnitten und geharzt.

Der Rumpf ist schon ein Karwenzmann im Vergleich zur 3m Ausführung.
:D:D
Im Hintergrund ein Rumpf einer ASH25 mit 6,25m (Nebenerwebs-HLG..)


Uwe
 

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goevier

Vereinsmitglied
HLW Aufbau

HLW Aufbau

Ging etwas weiter am WE.

an der Farbe des Styrodurs könnt ihr erkennen, dass der erste Schnittversuch nicht von Erfolg gekrönt war.:confused:
Ich bin entschlossen, den Bereich ab der Nasenleiste ca. 4cm mit 100g Axial Kohleband zu bestücken und ab dort Kohlerovings in geodätischer Verlegung bis zur Endleiste aufbringen soll.

Leicht und fest soll das HLW sein und die Auflage am SR ist auch nur ca. 15cm².

Was meint ihr?

:(

Uwe
 

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goevier

Vereinsmitglied
Rumpfspanten und Kabinenhaubenrahmen

Rumpfspanten und Kabinenhaubenrahmen

Spanten

Nach alter Methode wurden die Spantenaufrisse mit Nadeln aufs Holz übertragen und an der Bandsäge in Form gebracht.

Material 10mm Schichtsperrholz vom Baumarkt ihres Vertrauens.
Etwas schwerer als das Flugzeugsperrholz, aber beim Gewicht brauche ich vor dem Schwerpunkt nicht zu sparen.

Platte 140x 60 cm kostete nicht mal 9 Euro.


Kabinenhaubenrahmen:

Dann gings weiter mit dem Aufbau des Kabinenhaubenrahmens.

Ich hab meine Glasroving- und Gewebereste (diverse Qualitäten aus 90er und 160er Köpergewebefetzen) der Vormodelle gut verwenden können, die Struktur darzustellen.

Aus einem anderen Forumsbeitrag hatte ich die Technik mit dem Gewebeband/ Folienmaterial zur Herstellung der "Form" abgeschaut.

Als Füllmaterial habe ich 24 Stundenharz, Glaskugeln und reichlich Thixotropiermittel mit einem Schuß Grau gemischt.

Harz Gesamtmasse 125g.

Der spannendste Moment war dann für mich, ob der Rumpf sich wieder vom Rahmen trennen würde, oder wars umgekehrt??
(was der Harzgott verbindet, dass soll der Mensch nicht .....:eek:)

Hilfreich beim Abschälen der Rahmens 24 Stunden später war die Metallspachtel, mit der die Trennung problemlos und verlustfrei von statten ging.

Ergebnis:
Ein steifer Rahmen mit ca. 100g Masse und gleich in passender Farbe erstellt. Etwas Schleifarbeit ist noch angesagt, was sich durch die Verwendung der Glaskugelgemisches relativ leicht bewerkstelligen lassen sollte.


So macht das ganze Spass!:):)

Jetzt geht es an die HLW Erstellung!


Uwe
 

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Hallo Uwe, danke für Deine PN

es freut mich total, dass es mit diesem tollen Segler weitergeht. Ich wünsche Dir gutes Gelingen.
 
Cobra

Cobra

Hallo Uwe,

sieht Klassse aus was du da fabrizierst!

Meine Hochachtung, weiter viel Spass und Erfolg beim Weiterbau.

Auf eine erfogreiche und mit mehr gemeinsamen Flugstunden 2011.

Grüße aus Ratisbona

Michael
 

goevier

Vereinsmitglied
Höhenleitwerke 1. Teil

Höhenleitwerke 1. Teil

Ausgangssituation:

Da wie weiter oben beschrieben, das SR eine nur sehr kleine Auflage für das HR aufweist, wird einiges Hirnschmalz benötigt, die Kräfte aus dem rund 100cm breiten HLW in die SR-Flosse einzuleiten.

Paradigmen:
  1. Baue so leicht wie möglich( Ziel < 450g mit Servos)
  2. Baue so steif wie nötig: Ziel beim eingesetzten HN840 S mit 9 % Biegsteifigkeit kleiner 10mm (Kragträger bei Halbspannweite mit einseitiger Einspannung)
  3. Nutze die Fertigung der HLW Konstruktion zum Üben der Fertigung des Flügels
  4. Teste den Verbau der RDS Anlenkung, um für die Verwendung dieser in der Flächenkonstruktion Erfahrungswerte zu bekommen.
  5. Don't over engineer simple designs!

Soweit zur Theorie: Das HLW bekam an der Oberseite im Bereich der Anschraubung eine 2mm CFK Platte eingeharzt, die die Krafteinleitung aus der Verschraubung an da SR übernehmen und zweitens eine druckfeste Konstruktion der Verschraubung im HLW gewährleisten soll.

P1030876_Bildgröße ändern.JPG

Nachdem das Koaxialgewebe zugeschnitten war, wurde das Styrodur der Dämpfungsflosse um einen Zentiumeter gekürzt und der so enstandene Abschnitt nach bewährter Konstruktion mit einem Kohleschlauch überzogen.

P1030904_Bildgröße ändern.JPG P1030905_Bildgröße ändern.JPG


Etwas frikelig war die Herstellung des "Luftspalts" zwischen Endleiste Flosse und Vorderkante Ruder, der durch Abtrennen vom 10mm Styrodur der Ruderseite erfolgte. Da das Ruder an der Aussenseite nur mehr wenige mm Dicke hatte, war das Einlegen in die Halbschale, wie sich später herausstellen sollte, eine Herausforderung.:mad:


Die ursprünglich angedachte geodätische Verlegung mit Kohlerovings zusätzlich zum Axialgewebe wurde, dem 4.Paradigma geschuldet, ersatzlos gestrichen ("Mann" steht sich halt selbst oft im Wege;))


Dank der freundlichen Spende meines Vogtländer Modellfliegerfreunds und der Ingenieurskunst der bulgarischen Medizintechniker, konnte ich auf eine gut dimensionierte Vakuumpumpe und robustes Absaugmaterial (Schlauch, Abdichtband etc.) zurückgreifen

P1030908_Bildgröße ändern.JPG

(Merci an dieser Stelle zu Reinhard im Vogtland)

Eine Harzmenge von rund 100g wurde auf die Dämpfungsfläche mit Gewebeschlauch, Abachioberseite mit Axialgewebe sowie der Flosse mit Roller aufgebracht und nacheinander in die Negativschalen eingelegt.

:rolleyes:Lessons learned: 40 Minuten Topfzeit sind gefühlte 10 Minuten.

Um ein Verrutschen der Einzelteile zu verhindern wurde die Gesamtkonstruktion über 3 Stecknadeln von oben nach unten gesichert, bevor ich sie in den Vakuumschlauch steckte.


P1030909_Bildgröße ändern.JPG

Nun läuft erstmal 24h die bulgarische Flüsterpumpe:)

Derweilen beschäftige ich mit dem Einbaumöglichkeiten der RDS Anlenkungen. Bezugsquelle: http://www.oberflugmodellbau.de

Berechnung notwendiges Haltemoment:
Es sollen zwei 3150er zur Verwendung kommen.

Rechnerisch für eine Ruderhälfte bei ca=0.9 und vmax = 60 m/s Klappenausschag 10°: 74 Ncm ausreichend mit Sicherheiten; für 6V Spannung
 

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Hallo Uwe,

da ich meine 4,60er Cobra Anfang 2010 "gehimmelt" habe, verfolge ich deinen Baubericht mit wehmütigem Herzen.

Das Höhenruder baust du ja verdammt hart und steif, bitte spare dann aber beim Seitenruder Gewicht ein.
Ich hatte bei meiner 4,60er bestimmt 500gr. Blei in der Schnauze.
Sie kann zwar Gewicht vertragen, aber leichter startet es sich schließlich einfacher und besser.

Ich hatte damals keine Bremsklappen verbaut und meinte nur mit den Wölbklappen, senkrecht gestellt, landen zu können.
Würde ich nie mehr machen, die 10 Kilo meiner Cobra schoben einfach nur brachial nach vorne.
An Sinken bei gezogenem Butterfly fast kaum zu denken.

Dann wünsche ich dir mal noch viel Spaß beim Bauen und berichte bitte weiter.

Gruß
Uwe
 

Griffon

User
Hallo Uwe

Da ich auch eine Cobra (4,6m) noch auf Vorrat habe, lese ich hier interessiert mit. Danke für deine offenlegung der Baugeheimnisse.

Eine Frage wegen den Servon im Hltw. Gemäss Servomances sind die zwar sehr genau aber doch etwas schwach auf der Brust. Wo hast du das
Haltemoment gefunden?

Schöne Grüsse

René
 

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goevier

Vereinsmitglied
Ergebnisse 1. Teil

Ergebnisse 1. Teil

Zum Jahresabschluß:

Nur in ein paar Bilder, ohne viel Text.

Raus aus dem Sack... (leider verrutschte die Beplankung etwas:()

http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=584699&d=1293801632&thumb=1&stc=1


http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=584693&d=1293801622&thumb=1&stc=1



RDS aufgelegt


http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?

und in das HLW eingebaut.


http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=584696&d=1293801627&thumb=1&stc=1


Triggy war die Bohrung durch den Endleistenholm.



Um eine abolut spielfreie und leichtgängige Anlenkung zu erhalten wurde das Servos einfach "im Betrieb" verklebt.


http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=584719&d=1293802316&thumb=1&stc=1
HLW Oberseite repariert und

fertig zum Beplanken.

http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=584698&d=1293801630&thumb=1&stc=1



Einen guten Rutsch ins neue Jahr und
viele Flugstunden in der Saison 2011

wünscht

Uwe
 

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goevier

Vereinsmitglied
HLW Cobra fertig!

HLW Cobra fertig!

So nun ist der Deckel auch drauf:

Ziel erreicht:):)

IMAG0036_Bildgröße ändern.jpg IMAG0038_Bildgröße ändern.jpg

Zielgewicht angepeilt: 450g; erreicht 462g

P1040021_Bildgröße ändern.JPG P1040020_Bildgröße ändern.JPG

Steifigkeit und Druckfestigkeit: Bretthart
Endleistenkante wird morgen abend ausgeschliffen und ist dann messerscharf...

IMAG0041_Bildgröße ändern.jpg


Jetzt geht es daran das Erlernte für den Flügel anzuwenden.

Sehr zufrieden:D

Uwe
 

goevier

Vereinsmitglied
HLW Rudertrennung und Oberseite Flächenbeschichting

HLW Rudertrennung und Oberseite Flächenbeschichting

Beim Weiterbau am Ruder habe ich erkannt, dass ich nicht genau genug gearbeitet hatte.
Die Scharnierlinie an der oberen Seite des Höhenleitwerks ist doch etwas gekrümmt.

P1040055_Bildgröße ändern.JPG

Dies hat zur Folge, dass ich bei Ausschlägen ein erhöhtes Kraftmoment (Spannung) erzeuge.
Die Lösung für das Problem: ich teile die Ruder und die Servos können damit auch unabhängig die Ruderflächen verstellen.

Mit der Hinterseite des Cutters habe ich mit Stahllineal und viel Geduld die Abachi/ Kohlebeschichtung oben angeritzt

P1040050_Bildgröße ändern.JPG

und im Spalt auf der Unterseite das Styrodur herausgefräst. Das ging besser als erwartet.

Was auffällt ist:D, dass die vollflächige Kohlebeschichtung das Ruder gegenüber der Flosse auch im Aussenbereich (18mmm Tiefe) steif hält und so die Scharnierlinie ohne sich aufzubiegen geradlinig hält.

P1040057_Bildgröße ändern.JPG

Flächenaufbau:

Bei den Flächen ist das Abachi mit Clou Porenfüller vorbehandelt und die Beplankungen zum Beschnitt des 200er Gewebes als Schablone verwendet worden.

P1040039_Bildgröße ändern.JPG

Die Schnittausführung klappte am harten Steinboden mit dem Rollmesser perfekt.
Lediglich die Kevlarfäden, die zur Orientierung ins Gewebe eingebracht sind, mussten mit einer Schwere nachgeschnitten werden.

Folgend die Bilder, die die Ausrichtung des Gewebes unter 45 ° dokumentieren.

P1040038_Bildgröße ändern.JPG P1040040_Bildgröße ändern.JPG

DIe Positive wurden durch den Vorbesitzer (Danke Karim!) mit einer umlaufenden V Kerbe erstellt.

P1040049_Bildgröße ändern.JPG P1040043_Bildgröße ändern.JPG

Dies hat den Vorteil die Abachibeplankung über das Ende der Nasenleiste hinaus schön verpressen zu können. Später kann das überstehende und gut verklebte Abachi als Träger für die Rovings des Nasenleistenaufbaus genutzt werden.

P1040044_Bildgröße ändern.JPG

Ich habe mich entschieden, das Kohlegewebe gleich um die sauber geschnittenen Kerne zu ziehen und so eine perfekte Nasenkontur darzustellen.



Etwas Fummelei, aber mit einer 3. und 4. ten Hand ist dies ohne Eile zu bewerkstellen.

Die (vorher) errechnete, benötigte Harzmenge für das rund 0,75 m² große Flächenteil betrug 200g.
Mit exakt vorbereitetem Abachi und Kohlegewebe ist diese Menge ausreichend, um eine sicher Verklebung trotz Handlaminat zu gewährleisten. (rund 20g zusätzlich verblieb in den Werkzeugen, Roller, Behältnisse..etc.)

Das Ergebnis nach der 24 h Trocknungsphase ist wieder sehr zufriedenstellen, allerdings möchte ich die Hilfe meiner Frau nicht missen, die half die 270 langen Teilen mit in den Foliensack zu verbringen.;)

P1040041_Bildgröße ändern.JPG

Nun geht es zum Bau des Holmes, der aus Rohacell 71 über den ein Kohleschlauch gezogen wird und mit 84 Kevlarrovings je Seite "aufgepimpt" wird ;)

Uwe
 
Hallo Uwe,

klasse Bilder und schöner Bericht. Du machst mir Mut, dass meine Flächen auch gut werden wie Deine :rolleyes:.

Was wiegt denn Dein HR?

Gruß
Thomas
 

Gast_16604

User gesperrt
Hallo Uwe,

schöne Bilder!

Bekommt die Fläche auch "nur" Querruder wie beim Original? Oder werdens 4 oder gar 6 Klappen?
Störklappen?
Willst du in den Flächen auch RDS einbauen?

Schön was du da machst!

Andi
 
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