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Baubericht Condor IV

Viktor

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Hans Jacobs beschreibt in seinem Werkstattpraxis Buch den Stehenden Flügelaufbau. Der Clou dabei ist: die Nase steht frei und kann auf der Helling beplankt werden. Natürlich geht das besser wenn die D-Box kleiner ist und die Rippen gut mit den Baubrett verklebt:-)
Ich wollte den Flügel meiner Moa so aufbauen - das Projekt liegt aber erstmal auf Eis. Es dürfte auch wesentlich einfacher sein eine große Helling in dieser Art zu bauen

Quelle: Werkstattpraxis von Hans Jacobs
 

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toobo

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Walter L. schrieb:
Ein Knackpunkt ist z.B. die Frage, ob ich die Beplankung so ausführe, wie ich es weiter oben dargestellt habe oder so, wie Tom es macht um die Nase herum führe.

Für meinen Ansatz spricht, dass man zunächst eine Seite auf dem Baubrett beplanken kann und eventuell so Verzüge vermeiden kann. Ansonsten muss man ja den vielleicht noch filigranen Flächenrohbau vom Baubrett nehmen und dann weiter arbeiten.

@Tom (und alle anderen, die damit Erfahrungen haben):

Wie groß ist das Verzugsrisiko dabei?

Gruß

Walter
Hallo Walter,

Bei meinem Reiher habe ich so beplankt wie Du es vor hast. Die Vorteile hast Du aufgezeigt. Der Nachteil: die Beplankung fällt wegen der fehlenden Spannung, die Du beim "Umdienasebeplanken" bekommst, etwas mehr ein.

Beim "Umdienasebeplanken" :D nehme ich den Flügel vom Baubrett und bügele die Beplankung zuerst auf die Unterseite. Danach wird der Flügel auf dem Baubrett genau ausgerichtet und dann erst die Oberseite gebügelt. Erst jetzt ist die D-Box geschlossen und torsionssteif. Die Verzugsgefahr ist m.M. relativ gering.
 
Um-die-Nase-beplanken

Um-die-Nase-beplanken

Grundsatz: Je dicker das Beplankungsmaterial, desto schwieriger wird´s.

Im (manntragenden) Segelflugzeugbau besteht die Torsionsbeplankung ja aus einzelnen, etwa 1 m langen Abschnitten, die untereinander 1:40 verschäftet sind. Die haben wir im Nasenleistenbereich ordentlich gewässert und dann zunächst mal (noch ohne Leim) über die Rippen gezogen und fixiert. Nach dem Trocknen der Beplankungsabschnitte hatten sie schon fast die notwendige Form angenommen und ließen sich dann relativ leicht mit Nagelleisten endgültig aufbringen.

Bei Modellflügeln mit Balsabeplankung bin ich manchmal -zumindest bei stark gewölbten Profilen- ebenso vorgegangen, bei geringeren Wölbungen bzw. Beplankungsdicken bis 2 mm ist das meist nicht erforderlich.

Ich habe selbst noch keinen Modellflügel mit 0.8 oder 1 mm Sperrholz beplankt, würde aber sicher die nasse Methode wählen.....
 
Hallo zusammen,

zunächst mal möchte ich mich für die Tipps zum Thema beplanken bedanken!

@Viktor:

Die Idee, die Helling wie bei einem Original zu gestalten, hat sicherlich Vorteile. Wie soll das aber bei einem Knickflügel, wie dem Condor und der Minimoa aussehen? Das ist mir in der Umsetzung etwas zu kompliziert.

@Tom:

Zunächst die Unterseite aufzubringen ist eine gute Idee. Machst Du das dann Stück für Stück, d.h. erst einen Teilbereich der Unterseite beplanken, dann umdrehen, die Fläche "festschnallen" und die Oberseite ankleben und danach auf der Unterseite weitermachen?

Wie auch immer die Antworten lauten werden, ich habe mich für dieses Modell entschieden, es so zu machen, wie es weiter oben in der Skizze zu sehen ist. Ich werde also Ober- und Unterseite separat beplanken.Mit der Methode habe ich schon Erfahrungen und schließlich muss es ja auch weitergehen. Tom's Methode kommt aber auf jeden Fall für eins der nächsten Projekte in Betracht.

So, ich habe aber in der Zwischenzeit nicht nur über die Flächenbauweise nachgedacht, sondern auch wie angekündigt an den Leitwerken weitergemacht. Im Groben steht jetzt der Rohbau des Seitenruders:

Seitenruder komplett.JPG

Das ist ein ganz schön großer Lappen geworden. Die Festigkeit ist mehr als ausreichend! Da kann man sicher noch etwas Gewicht einsparen.

Durch die Frästeile (hier: 0,6mm Sperrholz, beim nächsten Modell sicher nur noch 0,4mm) wird die Gestaltung der vorbildgetreuen Kontur deutlich erleichtert. Ich brauche die Rundungen zwischen Aufleimern und Randleisten nicht mehr mühsam aussägen/schleifen wie auch immer, sondern einfach nur die entsprechenden Teile aufkleben. Hier ein Beispiel dafür:

Seitenruder Aufleimer.JPG

Auch das Höhenleitwerk ist im Rohbau fertig. Hier wurde aus Gewichtsgründen viel Balsa verbaut. Die Verbindung zum Rumpf erfolgt über ein 9 x 1 mm Kohlerohr. Das hat sich schon bei meiner K6E bewährt.

HLW am Rumpf.JPG

Da die Leitwerke jetzt schon ziemlich fortgeschritten sind, wird jetzt an der Rumpfbeplankung weiter gemacht. Parallel dazu geht es in den Trockenzeiten an den Computer, um die Flächenkonstruktion weiter zu treiben. Ein Großteil "steht" zwar schon, aber die Details fressen doch immer mehr Zeit, als man denkt.

Gruß

Walter
 
Hallo Walter,

macht Freude, Dir zuzusehen, bist echt schnell. Noch zu Deiner Frage zu meinem Condor Farbschema. Da ich das Modell nicht selbst gebaut habe, bin ich da nicht besonders gut informiert. Im Netz habe ich nur ein weiteres Modell in der Farbgebung gefunden, keine Originalfotos.

herzlichen Gruß,

Ralf
 
Condor IV Photos

Condor IV Photos

Hallo,

bis vor einem Jahr hatte ein Freund zwei manntragende Condore. Photos sind wahrscheinlich einige vorhanden, aber nicht digital.

Interesse?
 
Hallo holzflieger,

klar habe ich Interesse. Waren das Condore von Schmetz oder von Schleicher? Ich baue die Version von Schmetz (hinter der Fläche eingeschnürter Rumpf).

Gruß

Walter
 
Hallo,

es waren ein Schmetz- und ein Schleicher-Lizenzbau. Der Schmetz war eigentlich ein Prototyp, von H. Dittmar persönlich in zwei Exemplaren gebaut. Er fliegt jetzt in den USA.
Der Schleicher-Lizenzbau wurde aus Südamerike "gerettet", ist jetzt aber in einem eher museumsreifen Zustand und wird vielleicht in Berlin ausgestellt (Schönefeld).
Ich könnte auch noch mit 1:1 Plänen dienen.

Da wir hier ein Fachforum sind, rücke ich mal meine Postadresse raus.

W. Heller
Goethestraße 28
22880 Wedel

Gruß, W.
 
Hallo zusammen,

es geht nun weiter: der Rumpf ist mittlerweile zu 99% fertig beplankt. Weiterhin habe ich den Halter des Hauptrads eingeklebt.

Davon möchte ich euch einige Bilder zeigen:

Fahrwerk.JPG

Der Fahrwerkshalter besteht aus jeweils zwei zusammen geklebten 2 mm GFK-Platten (FR4-Platten). Das Rad ist ein 100mm FEMA-Rad.

Rumpf beplankt 1.JPG

Rumpf beplankt Vorderteil.JPG

Rumpf beplankt von vorne.JPG

Die Rumpfbeplankung ist zwar jetzt aufgebracht, aber sie braucht noch einiges an Nacharbeit. Das Schleifen werde ich dann zwischendurch machen.

Rumpf beplankt innen.JPG

Hier ein Blick ins Innere des Rumpfes mit noch offener Nase.

Die nächsten Schritte werden die Restarbeiten am Rumpf sein. Das an der Unterseite zu sehende offene Stück wird mit einem 3mm Birkensperrholzstück geschlossen. Darauf kommt dann noch eine Kufe. Weiter kommen noch die Flächenanschlussrippen und die Nase aus Sperrholz an den Rumpf.

Parallel dazu muss ich noch ein paar Kleinigkeiten an den Flächen konstruieren. Da fehlen beispielsweise noch die Bremsklappen, die ich wie schon bei meiner K6 komplett selber bauen werde. Auch fehlen noch einige Verkastungsstücke und die Wurzelrippen.

Spart bitte zwischendurch nicht an Anregungen, Fragen und Kritik!

Gruß

Walter
 
Hallo Ralf,

das mit dem Rad passt schon so. Der Condor hat eine recht dicke Kufe, die so etwa durch die Radachse läuft. Ich habe dazu mal ein leider nicht so brilliantes Bild eingefügt. Auch in der Dokumentation von Martin Simons kann man das so sehen.

Fahrwerk-Original.JPG

Zur Zeit macht mir die Haube ein wenig Sorgen:

Haube-Original.JPG

Durch die Profilanformung kann man das durch die Hinterschnitte sicher nicht einteilig ziehen.

Wie habt ihr so etwas gelöst? Ich würde mich da über Anregungen freuen.

Gruß Walter
 
Ja Walter, hast doch recht mit Deiner Radposition. Ich mache Dir im Laufe des Tages mal ein Foto von der Haube meines Condor.
Dann sollten wir uns im nächsten Jahr mal zum Condor-Fliegen verabreden, Tom (Toobo) laden wir dann auch noch ein. Wir haben einen schönen Platz und vor allem sehr routinierte Schlepper.

herzlichen Gruß,

Ralf
 
Condor

Condor

Hallo Walter und die anderen,verfolge mit grosser Begeisterung deinen Baubericht,istwirklich toll das du dir den Condor ausgesucht hast,er ist und
bleibt ja doch unter den Oldie-Seglern einer mit der schönsten Optik.Ich besitze
einen Rohbau von einen Condor 2a nach einen Plan von Nietzer,dieser steht leider wegen zeitmangel in der Ecke,aber werde ihn wohl so Gott will in den
Nächsten Jahren fertig machen,dieser hat aber nur 3,40m Spannweite,den Condor IV nachzubauen scheuen doch viele Modellflieger wegen dem schwierigen
Hauben-Flächenübergang.Habe im Sommer in Langenfeld bei einen Flugtag den
in Deutschland einzigen flugfähigen Condor IV gesehen,dieser ist in Jahrelanger
Restauration im LSV-Wipperfürth dort wieder flugfähig gemacht worden,allerdings
ist dieser nur noch als einsitzer zugelassen worden,falls du Fotos von diesen
haben möchtest dann wende dich an diesen Verein,die werden dir sicherlich
welche zukommen lassen,mg.olli
 

toobo

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Walter L. schrieb:
Hallo Ralf,

Zur Zeit macht mir die Haube ein wenig Sorgen:

Anhang anzeigen 113046

Durch die Profilanformung kann man das durch die Hinterschnitte sicher nicht einteilig ziehen.

Wie habt ihr so etwas gelöst? Ich würde mich da über Anregungen freuen.

Gruß Walter
Hallo Walter,
geht ja richtig zügig voran bei Dir, sieht toll aus!

Zur Haube:

Die Haube auf Deinem Bild scheint komplett aus planem Haubenmaterial aufgebaut zu sein. Für meinen Condor habe ich nur den oberen Teil der Kuppel als gezogenes Teil gebaut, der Rest ist ebenfalls planes Mateial. Die Durchdringung Flügelnase-Haube ist mit vorher angefertigten Schablonen auch gut zu bewältigen. Allerdings sieht meine Haube etwas anders aus, da es der "Schleicher"-Condor IV ist.

@ Ralf: Condor-Meeting find ich gut :)


 
Hallo zusammen,

zunächst mal vielen Dank an Ralf und Tom für ihre Bilder. Es wird unvermeidbar eine knifflige Anpassungsarbeit werden, die Haube zu erstellen. Aus einem Guss ist soetwas leider nicht möglich. Aber mit Hilfe der Bilder wird das schon werden.

Baulich bin ich nicht viel weiter gekommen. Lediglich die Rumpfnase aus Sperrholz ist in der Zwischenzeit entstanden.

Rumpfnase 1.JPG

Die Nase wird scheibchenweise zusammengesetzt. Dabei hilft eine einfache Schablone.

Rumpfnase 2.JPG

Rumpfnase 3.JPG

Die Aussparungen dienen nicht etwa dazu, Gewicht zu sparen. Sie sind eher dazu da, mit Blei ausgegossen zu werden. Das ist erfahrungsgemäß bei solchen Oldtimern auch bei Leichtbauweise am Hinterteil erforderlich. Bei meiner K6E sind es trotz zweier Empfängerakkus in der Nase immer noch mehr als 600g!

Da ich in der Zwischenzeit mehr an der Fläche konstruiert habe, ist mir eine ernsthafte Frage gekommen: Die Querruder sind über 1800 mm lang! Auch beim Original sind sie an zwei Stellen angelenkt. Das will ich auch beim Modell so machen. Nicht in erster Linie wegen der zu erwartenden Ruderkräfte ( die schätze ich nicht ganz so kritisch ein), sondern hauptsächlich, um die Torsion der Ruder zu verringern. Welche Servos würdet ihr einsetzen? Ich bin da ein bischen unsicher. Gefühlsmäßig habe ich da an gute 15 oder 17 mm Servos gedacht, so etwa Hitec 225 o.ä.

Für Tipps, die auf Erfahrungen beruhen, bin ich sehr dankbar.

Grüße

Walter
 
Hallo Walter,

sehr, sehr cool, die Rumpfnase. Quasi Prototyping für Arme ;) . Vor allem die Schablone ist eine gute Idee. Ich stehe noch vor dem gleichen Problem und überlege gerade den Nasenbereich, der bei meinem Flieger aber bis zum Haubenknick reicht, und beim Original auch aus einem GFK-Formteil bestand, aus Schaum zu fräsen und dann abzuformen. Ich weiß noch nicht, wie ichs mache, werde noch mal über Dein Verfahren nachdenken.
Mit der Haube mach Dich nicht zu bange, so schlimm ist das gar nicht. Mach doch erst den eigentlichen Haubenteil als Tiefziehteil, dann als Abwicklung den Profilteil. Dann den Profilteil auf die Haube einlassen, ist natürlich viel Fleißarbeit mit immerwieder Schleifen und kontrollieren. Ich könnte in meinem Programm so eine Durchdringung ermitteln und das fertige Teil dann abwickeln, wäre Dir das eine Hilfe?

herzlichen Gruß,

Ralf
 

Viktor

User
Ich habe zwei Bildchen bei mir gefunden:

waku-kondor.jpg
ka2.jpg

Aufschlussreicher durfte das Ka2 Bild sein. Die ziehen zuerst die große Haube der Ausschnitt wird an die Nasenverglasung angepasst.

Bei der Kondor gibt´s an der Stelle noch ein Rahmen. Das dürfte die Sache etwas vereinfachen.

Gruß

Viktor
 
Es geht endlich ein wenig weiter mit dem Bau. Die Vorweihnachtstermine halten mich leider etwas vom Bauen ab.

Die Flächen werden, wie schon der Rumpf, auf einer Helling aufgebaut, die die richtige Position der Teile zueinander sicher stellen soll. Die Fläche wird auf der Oberseite liegend aufgebaut. Die Rippen bekommen Füßchen, die in die Aussparungen der Helling gesteckt werden. Auch der Flächenknick wird durch die Helling abgebildet. Es wird zunächst eine Seite aufgebaut und dann später auf derselben Helling die andere Seite. Ich habe eh keinen Platz um zwei Flächen parallel aufzubauen.

Die Helling hat im Wurzelbereich auf der Rückseite eingeklebte Keile, die den Knick berücksichtigen:

Flächenhelling 1.JPG

Hier ist die Helling schon mal lose auf das Baubrett gelegt. Nach dem Ausrichten wird sie dann einfach fest getackert.

Flächenhelling 2.JPG

Als nächstes werden nun die Holme geschnitzt (aus dem Vollen, sozusagen...).

Ich möchte nochmal auf die Frage der Querruderservos zurückkommen. Die Querruder sind verdammt groß: über 1800 mm lang! Im Augenblick tendiere ich dazu, sie an zwei Stellen mit 15 bzw. 17mm Servos anzulenken. Das ist beim Original auch so (an zwei Stellen natürlich, nicht mit zwei Servos...).

Wer hat damit Erfahrungen?

Gruß

Walter
 
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