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Baubericht KLEMM L20 1:7, nach Bauplan, kompletter Holzbau, E-Antrieb

Ein letzter Blick auf den vorne noch offenen Flügel bevor hier geschlossen wird. Die Servokabel verlaufen in dicken Trinkhalmen.

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Jetzt ist zu. Ich bin angenehm überrascht über die enorme Torsionssteifigkeit die dieser Torsionskasten nun aufweist, obwohl ich aus Gewichtsgründen zur Beplankung nur 1,5mm Balsa mit 0,1er Dichte, also eher weiches Material verwendet habe (15g/Brett).

Jetzt wo es zu spät ist frage ich mich, ob es nicht besser gewesen wäre, für die Steckung einen durchgehenden CFK-Stab statt deren zweier zu verwenden. Im Mittelteil würde der Stab nicht gelagert und somit eine schwimmende Steckung gebildet, die Torsionstifte halten dann den Rumpf am Flügel. Die Stifte wären dann natürlich eher aus 3mm Stahl statt Kohle.
Vorteile:
- der Kohlestab wird nicht mit der Zeit an der Trennstelle der Steckungshuelsen eingekerbt.
- mitunter wird das trotz längerem Steckungsstab (hier 10cm länger) sogar insgesamt leichter, da die Steckhülsen und v.a. der zugehörige Kleber im Mittelteil komplett entfallen.

Was meint die versammelte Gemeinde der Spreißelbauer dazu?
 
Hallo Thomas,
na das sieht ja schon viel versprechend aus. Was die Steckung angeht: Ja, durchgehende Holmverbindung ist die Technik, die bei den zur Zeit wohlfeilen Baukästen angeboten wird. ich hatte mir ja darüber keinerlei Gedanken gemacht, weil bei mir die Fläche am Stück war. Na ja, jetzt ist ohnehin zu spät. Eine Führung im Mittelstück braucht es trotzdem, Papprohr reicht aber. Hätte bei Dir aber auch gereicht, die Steckung ist ja in den Rippen gut abgestützt. Und bei den Torsionsstiften ist jede Überlegung Verschwendung von Nervenüberträgerstoffen. Da nehmen sogar die ganz Großen bloß 4mm Holzdübelchen. Muss ja nichts halten.

Deine Ideen find ich sehr gut. Man sollte den Plan mit diesen eingeflossenene Verbesserungen fast noch mal CAD-zeichnen. Aber erst, wenn sie so flegt, wie Du Dir das vorgestellt hast. Hast Du schon einen Piloten?

Was die Motorisierung angeht, da habe ich bei AXI einen 105-g- Motor gefunden (und bei meiner Scout ausprobiert) mit 860 U/V Nennwert. Der dreht eine 12x6 Latte an 3s mit gemessenen 7600 U/min und somit so gut wie gräuschlos aber kräftig. Damit würde Deine Klemm auch glücklich.

Gruß

Henner
 
Hallo Henner,
den Stab unterbrochen, wie jetzt gebaut, habe ich aus Gewichtsgründen, ist aber hier natürlich Erbsenzählerei. Die zu späte Idee mit dem durchgehenden CFK-Stab war eher im Sinne einer Holmbrücke gedacht. Da will man im Mittelteil gar keine Führung mehr haben. Sehr gute Beschreibung dazu siehe hier: http://swiss-composite.ch/pdf/i-Tragflaechensteckung.pdf

Ein kleiner Nachteil: der Hebelarm für das Drehmoment auf den Steckungsstab wird jetzt größer, da der Hebel ab der Mitte des Mittelteils und nicht mehr, wie bei mir, ab Außenseite des Mittelteils, wirkt. Erfordert theoretisch einen etwas dickeren Stab, aber für diese leichte Klemm ist das alles eine eher akademische Diskussion.

Macht man es in diesem Sinne, dann hängt(!) der Rumpf tatsächlich an den Tragflügeln, und der Steckungsstab scheuert nirgendo mehr. Daher auch der Gedanke für die dann dauernd auf Scherung belasteten "Torsionsstifte" was scherungstoleranteres als CFK zu verwenden. Aber is' jetzt eh zu spät, machen wir dann nächstes mal.

Das mit dem neuen Plan würde ich gerne unterstützen. Da kommen noch ein paar Kleinigkeiten beim Rumpfbau: Abnehmbares HLW, Rumpfspant leicht modifiziert für die heute eher üblichen BL-Außenläufer und vielleicht noch mehr. Die Diskussion um die Federung des Fahrwerks hatten wir ja schon.

Den AXI werde ich mir mal - auf dem Datenblatt - ansehen. Schönen Dank für den Tipp.

Thomas
 
Voila, der Tragflügel ist nun tatsächlich endlich wirklich rohbaufertig!

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Detail Mitte, der offene Teil vorne im Mittelteil bleibt auch so, da der Rumpf darüber sitzen wird.

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Detail Randbogen, aus lamelierten Holzstreifen.

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Jetzt kann es an den Rumpf gehen! Nicht daß ich mir Regenwetter wünschte, aber es käme jetzt gelegen...
 
Hallo Thomas,

toll! Aber das mit dem Regenwetter käme nicht nur Dir gelegen. Bei uns vertrocknet gerade alles. Meine armen neu gepflanzten Bäume...

Aber wenn ich mir noch eine Bemerkung erlauben darf: Ich befürchte, dass die Bespannung die Anschlussrippe zum Mittelteil beim Straffen etwas einziehen wird. Abhilfe würde eine kleine und leichte Auskreuzung schaffen, so wie ich es in dem geklauten Bild eingezeichnet habe. Meterial würde ich 5 x 5 mm Balsa nehmen.

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Nicht für Ungut, Du baust besser und sauberer als ich!

Gruß Henner
 
Danke für den Hinweis! Vermutlich hätte ich es selbst bemerkt, aber natürlich erst wieder wenn es schon zu spät gewesen wäre... :-) Gerade um die eine oder anderen Pleite zu vermeiden, mache ich den Bau auch in aller Öffentlichkeit. Und weiteren Nachbauern auf Basis dieses Bauplans mag es ja vielleicht auch helfen. Also Leute, keine Schonung! Ich bin dankbar für alle Hinweise.

@Henner
Die 5x5 Balsaleisten habe ich demnächst ohnehin für den Rumpf in der Hand, alternativ: wie wäre es mit einer Vollbeplankung des von dir markierten Rippenfelds, oben und unten? Wäre halt optisch nach dem Bespannen nicht mehr so vorbildgetreu, aber stützt super gegen die Zugkräfte der Bespannung ab.

Apropos vorbildgetreu. Da nun das Thema Bespannung auch schon in greifbare Nähe rückt: Ich werde alles mit Polyesterflies (20g/m2) bespannen. Mir würde farblich eine halbdunkle Holzoptik ganz gut gefallen, die auch schon ein wenig die Patina vieler Jahrzehnte vorgaukelt. Modeldidi hat hier mit Kaffeesatz und Kaffe gearbeitet:
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/184930-DH82-Tiger-Moth-Leitwerk-trimmbar-einbauen?p=1697681&viewfull=1#post1697681
Ich vermute die Beplankung war hier Sperrholz. Geht das auch auf porengefüllertem Balsa?
Woanders habe ich über eine ähnliche Vorgehensweise mit löslichem Kaffee gelesen (war glaube ich eine Krick Klemm).
Ich wäre um Erfahrungsberichte und Hinweise dankbar.
 
Ja, das mit dem Kaffeesatz geht auch bei Balsa. Ich hatte das bei meinem Grunau Baby auch so gemacht, allerdings waren die Hölzer dort unbehandelt. Du musst aber die Oberfläche versiegeln, Kaffeesatz ist nicht wasserfest...

Gruß Mirko
 
Hallo Thomas,

Nochmal zur Tragflächen Anschlussrippe. Hast Du schon mal die Seite www.klemm-l20.de besucht? Die bauen zwar 1:1, aber sehr interessant. Beim Flächenanschluss haben sie tatsächlich das erste Rippenfeld beplankt, aber nicht voll sondern dreieckig! Das wäre doch was??

Mit Deinem vorgesehenen Bespannmaterial hab ich keine Erfahrungen. Bei meiner hatte ich die Holzteile mit Japanpapier bespannt. Das Papier habe ich mit Malerkleister aufgebracht. Dem Kleister so 10% Clou Beize Nussbaum zugesetzt, hat ganz gut gewirkt. Wenn das Polyerstermaterial auch mit Kleister aufgebracht werden kann, wäre das eventuell eine Option.

Schönes Wochenende!

Henner
 
Der Rumpfbau beginnt

Der Rumpfbau beginnt

@Henner
Super Tipp mit der KlemmL20 Seite. Das mit der diagonalen Beplankung ziehe ich in Betracht, erfordert aber eine Diagonalrippe, die hinzuschleifen wahrscheinlich ein ziemliches Gefummel werden wird. Ich schiebe das noch ein bischen vor mir her...

@fliegerassel
Danke für die Tips per PM zur gebeizten Holzoptik per Instant-Kaffee. Ich werde demnächst eine Versuchsreihe machen.

Nun zum Bau: nicht daß ich es mir gewünscht hätte, aber die Gewitterdurchgänge am Spätnachmittag und Abend waren doch Schlechtwetter genug, um sich ein bischen ans Baubrett zu begeben.


Hier sind die zwei Rumpseitenwände zu sehen. Die zweite wurde natürlich auf der ersten aufgebaut, sonst wird's nicht gleich. Die Längsgurte sind aus hartem 5x5mm Balsa. Füllbretter vorher zurechtschneiden nicht vergessen!

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Bei einem Detail fühle ich mich ein bischen unwohl: Der untere Gurt des Rumpfauslegers endet mehr oder weniger in einer Punktklebestelle (roter Pfeil), dort wo die Rumpseitenwand beginnt und wo dieser Gurt nicht nach vorn weitergeführt werden kann, wie etwa der Obergurt, weil hier der Flügel im Weg ist. Ich dachte mir, daß es nicht schaden kann an der grün markierten Stelle ein wenig mit Kohlerovings für Zugfestigkeit zu sorgen, sonst knickt der Rumpf sicher mal genau hier ab. Übertreibe ich? Es müsste eigentlich ein klasisches Problem bei Tiefdeckern mit Auslegern in Holzgitterbauweise sein.
Hier übrigens erkennbar, die Verstärkung der Flügelauflage durch einen Sandwich aus 2x 2mm Balsa und 1mm Sperrholz.

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Rumpfboden (mit Spalt für Kabeldurchführungen vom Flügel) und mittlerer Spant:

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Einstweilen halb zusammengefügt, auf dem Rücken liegend:

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Moin,
wenn du auf die betreffende Stelle Rovings auflegst, bekommst du später doch bestimmt Stress mit der Flächenauflage oder sonstigen Teilen, die dort noch verklebt werden müssen. Was hälst du davon, statt dessen den hinteren Spant, den du schon eingeklebt hast, an den Seiten etwas auszuklinken und den Gurt von innen mit einem kleinen Sperrholzplättchen (1,5 mm stark) aufzudoppeln? Das hält genau so gut, stört aber weniger beim weiteren Bau.

mfg Der Baron
 
Ich würde das ganze einen Tick größer machen, um mehr Klebefläche zur Verfügung zu stellen. Immerhin muss sie die komplette Kraft übertragen. Im Wesentlichen hast du mich aber richtig verstanden.

EDIT: Wenn ich noch mal darüber nachdenke, ist eine Erhöhung des Brettchens nicht sonderlich effektiv. Besser wäre es, deine Variante als Basis zu nehmen, aber spitzer auslaufen zu lassen, damit der untere Gurt auf einer größeren Länge mit dem Plättchen verklebt wird.

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Wer hat eigentlich die Suppe nicht aufgegessen, daß wir ein solches Sauwetter bzw. perfektes Bauwetter bekommen?

Danke an den Baron für den Hinweis zur Verstärkung der Untergurtverklebung per Sperrholzplättchen. Ich habe das Plättchen aus 1mm Sperrholz geschnitten.

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Der Stäbchenausleger ist vervollständigt und die Flächenauflage passt. Ich war angenehm überrascht, daß das Flächenmittelteil auf Anhieb sowohl horizontal lag als auch richtig längs gefluchtet war. Hier die Aufnahme bei der Vermessung der Mittelstücksauflage.

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Noch ein letzter Blick durch den Rumpf, bevor das Brandschott die Sicht versperrt.

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Zeit sich um die Befestigung des Mittelstücks zu kümmern. Ganz klassisch vorne mit 4mm Buchendübeln in einen Spant gesteckt und hinten mit zwei 6mm Nylonschrauben verschraubt. Das Gewinde habe ich in zwei Holzklötzchen geschnitten, mit dünnem Seku gehärtet und nochmal nachgeschnitten.

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Die Buchendübel sollten eigentlich nur in die Nasenleiste des Mittelteils geleimt werden, was mir aber ein bischen zu wenig fest erschien, da meine Nasenleiste nicht eben aus dem allerhärtesten Material besteht. 3mm Angst-Birkensperrholzplättchen auf beiden Seiten der Nasenleiste sollen dort vorzeitiges Ausleiern der Balsanase verhindern.

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So sitzt der Rumpf auf dem Mittelteil und Töchterchens Hündchen bietet sich bereits als Testpilot an. Ich denke der muß noch ein bischen Abspecken, oder ein kleinerer Verwandter aus dem Kinderzimmer übernimmt die Rolle.

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Nun können wir uns dem Leitwerk zuwenden, das hier schon mal lose aufgelegt ist.

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Abnehmbares Höhenleitwerk

Abnehmbares Höhenleitwerk

Ich wollte das HLW gerne abnehmbar machen, was sich aber ein bischen mühsam gestaltet. Warum? Die Seitenruderdämpfungsfläche sitzt auf der Höhenruderdämpfungsfläche und nicht wie oft, speziell bei Seglern, weitestgehend in einem V-Ausschnitt des Höhenruders. Das SLW muss bei der L20 also auch runter, wenn man das HLW abnehmen will.

Meine Lösung nun wie folgt:

In die Auflagefläche der HLW-Dämpfungsfläche kommen zwei Querstreben, welche Plättchen aus 3mm Birkensperrholz tragen. In die Plättchen werden 3mm Gewinde geschnitten...

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... dann das HLW lose aufgelegt...

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...und darauf dann das SLW geschraubt. Das SLW ist auf ein 1mm Sperrholzdreieck geklebt welches nach Anziehen der drei Schrauben den ganzen Sandwich bombenfest am Rumpf fixiert.

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Die Löcher wurden natürlich in einem durch den Stapel aus 1mm SLW-Brettchen und HLW gebohrt, bevor das SLW auf sein Fußbrett geleimt wurde. Nachdem das Gewinde geschnitten und gehärtet ist kann man wieder alles aufeinander festschrauben und das SLW nun exakt ausgerichtet auf sein Fußbrettchen leimen.
Die Schrauben werden im aufgerüsteten Zustand später durch ein Übergangsteil, das den (noch nicht sichtbaren) spitzen Rumpfrücken in das Leitwerk überführt, verdeckt. Die vordere Schraube jedenfalls sicher, die hinteren, mal sehen. Das gibt dann evtl. Punktabzug, aber wir sind ja nur Semiscale und auf Bauwettbewerbe gehe ich nicht.

Nimmt man das HLW ab, dann kann man das SLW gleich wieder anschrauben und muss daher die SLW Steuerseile nicht abnhemen (ich plane eine Seilanlenkung für das SLW). Das spart uns da hinten auch zwei Gabelköpfe und deren Gewicht, welches wir gerade für die Verschraubung investiert haben. Die HLW Anlenkung ist evtl. ein Kugelkopf klassisch am Bowdenzug, wg. leichterer Abnhembarkeit und angeblich weniger Verschleiss als beim Gabelkopf.

Hier noch ein Bild, welches deutlicher das SLW auf seinem 1mm-Fußbrettchen zeigt.

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Und hier das SLW allein aufgeschraubt, wie etwa zum Transport.

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Anmerkung: sowohl die HLW- als auch SLW-Dämpfungsflächen waren für die Fotos abgenommen worden.

Die HLW-Dämpfungsfläche wird voraussichtlich an der Unterseite noch Positionsklötzchen bekommen, so dass es beim Montieren sauber in seine gefluchtete Position einrastet. Dazu liefere ich dann ggf noch ein Bildchen.

Als nächstes warten dann der Hecksporn, Rumpfrücken und Brandschott a.k.a. Motorspant. Auf den Motorspant will ich abweichend vom Plan einen quaderförmigen Motordom platzieren, dessen Motoraufnahme gleich die ungefähren Werte für Seitenzug und Sturz vorgibt. Henner, könntest du was als grobe Vorgabe empfehlen? Passen die Winkel im Plan? Die Feinabstimmung dieser geschähe dann mit Unterlegscheiben unter den Motorbefestigungsschrauben.
 
Echt geiler Rohbau, den Vogel muss ich irgendwann auch mal in Angriff nehmen. Besonderes Highlight ist natürlich "unser" Verstärkungsbrettchen... :p

mfg Der Baron
 
Der Rohbau sieht wirklich sehr schön aus. Ich mag diese Art von Holzbau, das ist genau meine Welt.
Vielleicht noch ein Tipp, wie ich diese neuralgischen Stellen am Rumpfnkick gestalte. Ich setze in die Ecken einfach Sperrholzdreicke ein, welche die Kräfte schön weiterleiten und gleichzeitig gut die Struktur versteifen. Ein Rumpf ist mit noch nicht auseinander gebrochen.
Mach bitte weiter so.

Gruß Mirko
 

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Kaffeebräunung

Kaffeebräunung

Schönen Dank an die Vorredner für die aufmunternden Worte! Dann werde ich gerne noch weitere Bilder einkippen und mich ranhalten, damit ihr was zum Lesen habt ;)

Am WE war ich etwas faul was den Holzbau betrifft, aber ich konnte es nicht mehr erwarten ein Experiment zur Oberflächengestaltung zu machen.

Auf dem Bild sieht man drei Balsabrettchen die folgende Prozedur mit unterschiedlich konzentriertem löslichem Kaffee erfahren haben:

- Überschleifen mit feinem Schleifpapier

- Kaffe mit Schwamm auftragen, den Schwamm nicht sehr nass, nur ein bischen feucht, das reicht für einen gleichmäßigen Farbauftrag. Gut trocknen lassen.

- füllern mit Clou Schnellschleifgrund unverdünnt auf Nitrobasis. Danach nicht mehr schleifen, sonst ist der Kaffee weg!

- 20g-Polyvlies mit Aceton angepinselt.das Aceton löst den Füller kurz an, erlaubt die Verklebung des Vlies mit dem Balsa und schon ist das Aceton verdampft.

- 1x Parkett/Holzsiegellack auf Wasserbasis unverdünnt. Auf Wasserbasis zum einen damit ich 1x weniger hirnauflösende Dämpfe in der Werkstattluft habe und zum anderen würde der Lack auf Nitrobasis evtl. die vorgängige Vliesverklebung womöglich wieder anlösen. das Vlies auf so behandelten offenen Rippenfeldern würde damit womöglich verrutschen und die Positionierung bzw. Vorspannung wäre verloren.

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Die Acetonklebung des Vlieses hält übrigens subjektiv recht gut!
Die folgende Aufnahme mit absichtlicher Lichtspiegelung zeigt leider unschöne kleine Bläschen auf dem Vliesteil. Auch gibt es, auf dem Bild nicht so gut sichtbar, kleine weißliche Flecken auf dem Vlies, wo der Kaffee nicht durchscheint. Letzteres mag einer ungenügenden, nicht flächigen, Verklebung geschuldet sein. Hat jemand Hinweise zu den Bläschen?

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Sommerloch

Sommerloch

Der Sommer schaut immer öfter mal vorbei, so daß die Klemm oft "leider" im schattigen Keller warten muß. Aber der Ponal soll ja auch mal richtig durchhärten. Schlimmer allerdings - aus Sicht der Klemm: bald wäre Gelegenheit irgendwo am Mittelmeer neben dem Rösten am Strand auch dem Hangfliegen zu frönen. Fehlt nur noch der passende robuste, starkwindtaugliche Segler. Tja, den muß ich nun leider als Parallelprojekt einschieben. Ein kurzer Baubericht zu diesem Schnellbauprojekt entsteht hier: Baubericht-SPARROW-MK1-nach-VTH-Bauplan-Holzbau-Styroflügel

Zum Trost noch der aktuelle Stand

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Bis demnächst,
Thomas
 
Wollte mal vorsichtig anfragen, wie es dem Vogel wohl mittlerweile ergangen ist??

Gruß Henner
 
Hallo Henner,

die schlechte Nachricht: der Vogel fliegt noch nicht. Die gute: Der Holzleim ist gut über den Sommer getrocknet so daß es nun weitergehen kann. Eigentlich war das schon für den Weihnachtsurlaub geplant, aber die Familie läßt einem gerade dann am wenigsten Zeit.

Jedenfalls ist der Rohbau wie zuletzt dokumentiert. Als nächstes werden wohl die Servos nebst Anlenkungen eingebaut und dann kommt schon das Vlies drauf. Eigentlich nicht mehr zu viel Arbeit bis zum Erstflug. Es geht sehr bald weiter - versprochen!

Thomas
 
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