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Baubericht zum Schlepper Yak112 von Gromotec in 1:3

Hallo Jochen,

ich habe Deinen Baubericht mit Genuss verfolgt. Es macht einfach Freude, wenn jemand Modellbau in dieser Form präsentiert. Ich wünsche Dir mit dem Modell viel Spass.
 
Baubericht Yak112

Baubericht Yak112

Hallo Wolfgang,
das freut mich. Die Yak hat mir auch alles abverlangt. Das Winterprojekt, eine ASK13 von W.Dawert wartet schon. Aber zuerst wird die Yak zu Ende geschraubt.

Gruss Jochen
 
Luftschraube lackieren

Luftschraube lackieren

Hallo Bernd,

.....was jetzt noch fehlt ist die lackierte luftschraube, das machst schon noch oder?
...war eigentlich nicht geplant, aber jetzt wo ich so drüber nachdenke ist das eigentlich nur konsequent.

Werde mal mit meinem Lackierer sprechen, d.h wenn der noch mit mir spricht :D Schon lange nichts mehr

von ihm gehört. Mal hören was die Yak so macht:confused:

Gruss Jochen
 

fockefan

User
also im ebay hab ich sie noch nicht gesehen:D
richtige entscheidung. schaut immer fad aus wenn da super lackierte modelle stehen und vorne ein unlackierter holz- kunstoff oder cfk prop drauf ist. wenn schon scale dann vom spinner bis zum sporn.:cool:
 
Baubericht Yak112

Baubericht Yak112

So! Nach gefühlten 24 Jahren Wartezeit kam heute die gute Nachricht vom Mattes : Die Yak ist fertig lackiert:D:D:D:D
Gut Ding will halt Weile haben. Mattes , wenn du das hier liest: Jaaaa, die Yak sieht geil aus. Danke dafür;);););)

@Fockefan: Prop ist auch schön geworden


Gruss Jochen
 

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Baubericht Yak112

Baubericht Yak112

Hallo,
die Yak befindet sich im Endstadium der Montage. Ich finde das sind die schönsten Arbeitgänge.
Man kann alles geniessen und hier und da eine Verbesserung einfließen lassen.

DSCF4624.JPG

Hab mich in letzter sekunde umentschieden zugunsten dieses Papier - Öko- Finish. Wird mit Tapetenkleister
aufgebracht und nachher mit Klarlack versiegelt:D:D:D:D

DSCF4641.JPG

OK! Nicht so ganz. Bleibt doch bei der schönen Lackierung vom Mattes. Rumpf ist jetzt von innen
mit Granitlack besprüht und versiegelt.

DSCF4631.JPG

An der Aufnahme für das Bugrad konnte ich auch noch mal
70gr. sparen. Links die Originale aus Stahlblech. Rechts die ist aus 4mm Alu geschweißt.
Die Schrauben sind ebenfalls aus Alu.
Die Lackierung der Rumpteile wiegt nur unglaubliche 600gr. Das ist ein Wort.

Jochen
 

Henry Kirsch

Vereinsmitglied
Tolles Finish,schöner Flieger :cool:.

Henry
 
Baubericht Yak112

Baubericht Yak112

Nach fast zwei Jahren Bauzeit endet der Baubericht zur Yak112. Die Yak hat mir alles abverlangt
Und im Nachhinein betrachtet war das schon eine Riesenherausforderung. Aber dafür bekommt man einen Flieger den man nicht überall sieht und der auch echt was her macht. In der luft und am Boden ist die Yak ein Hingucker. Leider ist das Grundgewicht des Bausatzes recht hoch und man muss sich schon einiges einfallen lassen um die 25 Kg Marke nicht zu knacken. Liege jetzt trocken bei 23,4 Kg.

Dafür mussten aber allemöglichen Schrauben gegen Aluschrauben ausgetauscht werden. Und bei den Tragflächen konnte ich auch punkten. Ich denke mal, dass hier, mit einer schönen CNC Lösung noch einige Gramm raus zu holen sind. Weiteres Einsparpotential sehe ich bei z.B. GFK statt Aluspinner, Kohlebugfahrwerk statt Edelstahl, keine DPSI Weiche, sondern direkt über den Empfänger, 100er Motor anstatt 150er, keine Beleuchtung. Mehr fällt mir auch nicht ein. Schön wäre es wenn der Hersteller ein bisschen Modellpflege betreiben würde, und z.B. die Position der Tragflächen am Rumpf unmissverständlich vorzugeben. Bei den Tragflächen und am HLW könnten bei der Herstellung auch einiges an Gewicht gespart werden. Wenn der Motor ein paar Liter durch hat, werde ich mich an die ersten Schlepp´s machen. Mal schauen.

Hier noch die letzten Punkte der Fertigstellung. Die Yak wurde in Ruhe fertig montiert und Endverdrahtet. Hier auch die Lösung für den HOTT Empfänger. Hab ich auf ein Brettchen montiert und die Antennen zwangsgeführt, so dass sie im rechten Winkel in Flugrichtung stehen.

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Weil der Tank unter dem Cockpit versteckt ist, hab ich am unteren und oberen Punkt des Tanks einen zusätzlichen Tankstutzen gelegt und diesen mit einer PUN Leitung nach Außen gezogen.
Dann hab ich die Pegelstände ausgelittert und durch Markierungen gekennzeichnet. Jetzt kann man von außen den Spritstand ablesen.

DSCF4926.JPG

Der Motor hat noch eine Zwangsluftführung bekommen. Eh die richtig saß und in der Haube verklebt war, verging einige Zeit.

DSCF4914.JPG

Eine Sache ist mir besonders bitter aufgestoßen. Leider ist das erst bei der Endmontage der Yak aufgefallen. Die Beleuchtung erfolgt über das BLS Modul von Sitact. Und als ich alles fertig verdrahtet hatte und alle Servos liefen und ich den Funktionstest für das Beleuchtungssystem durchführte, musste ich mit Entsetzen feststellen, das meine Positionsblitzer nach ausschalten der Empfangsanlage einfach munter weiter geblitzt haben. Obwohl der letzte Befehl des Senders eindeutig auf aus stand. Nur durch abziehen des Lampenakkus konnte ich das stoppen. Nachdem meine Ratlosigkeit verflogen war mailte ich den Hersteller Sitact an und sprach ihn auf dieses Problem an. Der konnte mein Entsetzen nicht nachvollziehen und teilte mir mit das es durchaus so gewollt ist, das die Pos. Blitzer nach abschalten der Fernsteuerung angehen. Die Argumentation war folgende: Zitat:

wenn das System kein Signal vom Empfänger bekommt geht es in den Mode 2.
Dies bedeutet praktisch der Mittelstellung ( Blitzer + Positionslampen ).
Das ist kein Fehler, sondern für Präsentationen auf Veranstaltungen wenn der Sender ausgeschaltet ist und das Modell in Scene gesetzt werden soll.
Weiter soll es nach dem Flugbetrieb daran erinner, das der Akku noch
getrennt werden soll.
Als Lösung für diese von mir nicht gewünschte Funktion soll ich ein Relais oder Schalter einbauen, damit der Flieger im Stand nicht blinkt. Damit wir uns richtig verstehen, auf diese Funktion wurde an keiner Stelle in der Betriebsanleitung oder HP vom Hersteller hingewiesen. Ein Schalter von außen kommt nicht in Frag, also werde ich einen RC Schalter einbauen, der parallel mit der Zündung läuft.
Ist ja kein thema, dann soll mir der Hersteller das Produkt auch so beschreiben und diesen nicht ganz unwichtigen Punkt verschweigen oder…?

Mittlerweile war die Yak jetzt einige Male in der Luft und das Feintuning ist soweit abgeschlossen. Der Mischer von Gas auf Höhe musste etwas nachgestellt werden, ansonsten fliegt die Yak jetzt sehr gut und ausgewogen. Die Einstellung Tiefe auf Klappen muss ich noch genauer erfliegen. Und beim Setzen der Klappen muss unbedingt Gas hinterher geschoben werden, weil die Yak sonst in der Luft stehen bleibt. Es sieht schon geil aus wenn man aus größerer Höhe anfliegt und dann die Klappen setzt. Mit Tiefenruder dückt man die Yak dahin wo sie hin soll ohne das sie Fahrt aufnimmt. Wie gesagt am besten Gas nachschieben und ausschweben lassen, fertig.

Hier die letzten Bilder vom Anfliegen in Nottuln am letzten Wochenende.

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Was zu lesen gibt es auch.

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Und zu guter Letzt soll die Yak auch den Transport gut überstehen. Also musste für alles eine Schutztasche gemacht werden.

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Gruss Jochen
 
Hallo Jochen,

ein dickes Kompliment zu Deiner Yak 112. Was Du uns hier gezeigt hast, ist perfekter Modellbau. Respekt und viel Spass damit.
Das Finish ist sehr gut gelungen. "Gelb Schwarz "wäre allerdings auch nicht unpassend gewesen.;)
 
Halllo zusammen

Als Nachtrag möchte ich nun über die Möglichkeiten der Gewichtsersparniss bei der Yak 112 berichten.
Ausschlaggebend war der Bau meiner zweiten Yak. Meine Erste ist mit 24,4kg nass nach meiner Meinung zu schwer, was sich auch in den Flug- und Schleppeigenschaften niederschlägt.

Kurzerhand habe ich mir lediglich den Rumpf und die Scheiben besorgt. Der Rest ist von mir in "Eigenproduktion" entstanden.
Hier eine kleine Aufstellung der Gewichtsunterschiede:

Altes Modell: 2,4kg mit 140ccm King, neues Modell 19,4 kg mit 100ccm King

Tragflächen: alt 5900gr, neu 3650gr inklusive Landescheinwerfer bds. und Positiosleuchten (in Holm- Rippenbau). Ersparnis: 2250gr.

Höhenleitwerk: alt 1000gr, neu 750gr inklusive Servo und Streben in Holm- Rippenbau. Ersparnis: 250gr.

Bugfahrwerk alt: 450 gr, neu 260 gr aus Kohlerohr mit Aluhalter, jeweils ohne Rad. Ersparnis: 190gr.

Hautfahrwerk: alt KHK 780gr, neu 400gr!! von Georgoo Modelbau (von der Zlin 242). Ersparnis: 400gr.

Motorträger: alt 460gr,neu 280gr (Eigenbau aus GFK)Ersparnis: 180gr.

somit 3270 gr. eingespart.

Durch die Verwendung eines 100ccm King statt eines 140ccm King konnte das Gewicht um weitere 1000gr reduziert werden.
Da ich zur Verschraubung der Scheiben nur an der Frontscheibe M2 Schrauben und Stoppmuttern, für die restlichen Scheiben M2,2x6,5mm Blechschrauen verwendet habe, spart das auch wieder einige Gramm.

Das restliche Gewicht wurde durch eine leichter Lackierung, Räder, Streben. konsequente Verwendung von Alu- und Titanschrauben sowie durch Verwendung kleinerer Akku´s eingespart. Dafür hat das neue Modell jedoch eine aufwendigere Cockpitgestaltung bekommen. Diese schlägt mit gut 300gr zu Buche

Insgesamt habe ich über 5000gr. bei dem Modell abgespeckt!

Eine weitere Einsparung ließe sich nur noch durch einen leichteren Rumpf bewerkstelligen. Der mir gelieferte Rumpf wog mit der Motorhaube zusammen fast 5 kg.
Abweichend vom Bauplan habe ich die EWD auf 1,8° erhöht. Der Motorsturz beträgt nun ca. 6°. Damit benötige ich nur noch eine geringe Tiefenruderbeimischung beim Gasgeben.

Als Fazit kann ich nur sagen , daß sich der deutliche Mehraufwand lohnt! Das Flugverhalten ist nun noch gutmütiger und ähnelt fast der einer Fun Cub. Im Schlepp ist die Yak112 nun wesentlich einfacher zu händeln.

Mfg
Th. Busch
 
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