BausÀtze mit gelaserten Sperrholzteile

Hallo Kollegen,

ich muss ein wenig Frust loslassen.đŸ˜€

Mit Freude habe ich in der letzten Zeit ModellbausÀtze diverser Hersteller erworben. Bei allen kritisiere ich die schwer herauslösbaren Sperrholzteile aus den Bauteilbrettchen. Was bei Balsa mit einem Cuttermesser noch sehr gut gelingt, ist beim Sperrkolz eine Katastrophe, die bei mir sogar mit einer Schnittverletzung endete.
Vor allem bei filigranen Bauteilen ist das "Fingerakrobatik vom Feinsten". Meine Bitte an die Hersteller: Lasert alle Sperrholzteile komplett aus und verpackt diese in einem Beutelchen. Das wĂŒrde viel Frust und Ärger ersparen. Haltstege im Brettchen sind absolut ĂŒberflĂŒssig und erfordern zudem nur noch Nacharbeitung. Warum nicht komplett den saubern Laserschnitt nutzen!
Wie löst ihr die Teile am Besten aus? Ich habe mal Bild vom Aeronaut Neo Triple Thermic angehĂ€ngt....😕
Mit freundlichen Gruß, Dieter

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Hi Dieter, ich habe eine F-20 aus Voll-Holz gebaut und, dort waren alle Sperrholzeile gefrĂ€st, aber noch mit Stegen in den Brettchen befestigt. Ich habe fĂŒr Sperrholz ein Teppichmesser verwendet und mit dessen Spitze die Stege durchgeschnitten, manchmal eher durchgedrĂŒckt. Aber viel Nacharbeit war trotzdem nötig. Gerade bei winzigen Teilen ist dabei auch oft ein bisschen Holz abgesplittert. Den Aufwand fĂŒr jeden Steg ein LaubsĂ€geblĂ€ttchen einzufriemeln habe ich mir nicht angetan. Ich denke, dass der Aufwand, die Teile nach dem Lasern/FrĂ€sen zusammenzusammeln, vom Abfall zu trennen und zu verpacken zu hoch ist. Ich wĂŒrde mir das aber nen Euro kosten lassen. Das ginge natĂŒrlich nur bei handgefertigten Kleinserien diverser Hersteller.

Gruß, Holger
 
Hi Dieter,

ich habe die selben Erfahrung gemacht. Beim Lasern können in meinen Augen die Haltestege anders gesetzt werden als beim FrÀsen:

FĂŒr Laser: Die Haltestege beim Lasern (Außen-Material zu Bauteil) machen in meinem Augen Sinn, da das Material das Bauteil beim Transport schĂŒtzt. Die Haltestege zu Innenkonturen sind in meinen Augen völlig sinnfrei. Angewandt auf Dein Bild sind pro MoitortrĂ€ger 14 der 18 Stege KĂ€se.

Beim FrĂ€sen schaut es anders aus. Die Stege zur Innenkontur machen sinn, da die Innenkontur sonst von der Absaugung landet oder sich verklemmt. Wenn ich zu Hause FrĂ€se lasse ich die Stege zur Außenkontur weg da ich nix transportieren muss und lieber das Bauteil beim Abschluss von Hand festhalte (kein Vakuumtisch).

Wenn ich selbser konstruiere versuche ich grundsÀtzlich die Anzahl der Haltestege so gering wie möglich zu halten. Bei gekauften BausÀtzen habe ich ebenfalls schon oft geflucht!

vg
Fabian
 
Ich mache es wohl genau so wie Bernd:
einfach ein LaubsÀgeblatt freihand ohne SÀge, und dann geht es ruck-zuck. ;)

Liebe GrĂŒsse
JĂŒrgen
 
Hallo Holger,
vermutlich hast Du Recht, das der Aufwand den Herstellern zu groß ist. Ich wĂ€re auch bereit, dafĂŒr mehr zu bezahlen. Aber dennoch. Im obigen Bild sieht man einen Motorspannt von 3,2 cm GrĂ¶ĂŸe und insgesamt 15 Haltestegen. Das ist doch Irrsinn. Weniger ist mehr, definitiv. Und sorry Bernd. Wenn ich einen Laserbausatz möchte, erwarte ich Laserteile, sonst kann ich mir ja gleich einen LaubsĂ€gesatz vom Hersteller besorgen;) und bauen wie frĂŒher. Da wurden die dicken Sperrholzbauteile auf das Brettchen gedruckt. Im Übrigen bekam man ja Stanzteile; die waren zwar ganz gut, aber eben nicht perfekt. Sie konnte man jedenfalls besser auslösen😁...und grundsĂ€tzlich...ich baue wahnsinnig gern in Holz. Ich habe auch selbst einen Laserschneider fĂŒr Bau nach Plan, wo ich die Bauteile selbst herstelle. Aber die beworbenen und auch teueren Laserbaukasten der Modellbauhersteller haben eben diesen fĂŒr mich schwerwiegenden Nachteil.

Viele GrĂŒĂŸe, Dieter
 

loscho

User
Ich kenne nur einen Hersteller, der die Teile vollstÀndig ausfrÀst, verputzt und sortiert (Piper v. Toni Clark)
Das ist natĂŒrlich Handarbeit und kostet etwas mehr.
 

AnhÀnge

Hast du dir schon mal einen Laser angesehen?
Was meinst du denn, wo die kleinen Schnipsel landen?
Hi Pylonrazor,

habe ich (zumindest im Netz). Die Absaugung kĂŒmmert sich meines Wissens nur um den entstehenden Rauch. Vielleicht irre ich aber die sollte doch nicht so stark sein, dass sie die Innenkonturen ansaugt... oder doch? Meine Erfahrung ist, dass die Teile auch im durchgeschnittenen Bereich gut am Außenmaterial haften. Reißt die Absaugung im Laser das auseinander?

vg
Fabian
 
Hallo Fabian,
die Absaugung ist das kleinere Problem, die Schwerkraft ist der ÜbeltĂ€ter.
Kleine lose herumliegende Teile können sich aufstellen. FĂ€hrt dann der Laserkopf dagegen verschiebt er das WerkstĂŒck. Die Kleinteile können sich auch auf, oder noch schlimmer unter die Sperrholzplatte schieben. Dann wird etwas abgedeckt oder es stimmt der Fokus nicht mehr. In jedem Fall gibt es Ausschuss.
Sperrholzstege lassen sich auch gut und ungefÀhrlich mit einem DiamantsÀgeblatt durchtrennen.
Gruß Andreas
 

S_a_S

User
Fabian,

unabhÀngig von aufstehenden Teilen: der Hersteller legt ein Brett in die Maschine, lasert und holt das Brett wieder raus. Ein Handgriff. Wenn jetzt da einer hinstehen muss und erst die Teile und dann den Abfall einzeln aufsammeln muss, steht die teure Maschine zu lange "nutzlos" rum und der Mitarbeiter kostet. Egal ob jetzt FrÀse, Laser oder Wasserstrahl.

Und die Reklamationsabteilung hat auch alle HÀnde voll zu tun, wenn der Kunde fehlende Teile reklamieren muss - ein Brett nur mit Schnittlinien lÀsst sich halt leichter kontrollieren.

GrĂŒĂŸe Stefan
 
da habt Ihr beiden wohl recht.
Es ist wohl dann ein gravierender Unterschied, ob man selbst frÀst / lasert oder ob ein Unternehmen das macht.
Wenn ich fĂŒr mich frĂ€se, habe ich immer meine folgeschritte im Auge. Da ist mein Fokus einfach ein anderer.

vgFabian
 

mipme_kampfkoloss

Vereinsmitglied
Teammitglied
Probier mal das hier (aus dem Standmodelbau):


Sind dĂŒnne und dickere BlĂ€tter dabei und es lĂ€sst sich alles damit sehr prĂ€zise ausschneiden.
Verbiegt sich zwar mit der Zeit, aber bei dem Preis kann man es auch mal wieder nachkaufen...
 
Jaaa, suuper, tolle Idee!

...und womit bekomme ich die Stege im Edelstahl durchgesÀgt, wenn ich das erste Mal sowas kaufe?

đŸ€Šâ€â™‚ïž
 
Ich trenne die Sperrholzteile mit einem schmalen Stechbeitel raus. Schneide auf den Steg gesetzt, kurz oben drauf gekloppt, fertig. Funktioniert völlig problemlos.
 
Ich habe auch einen Laser seit diesem Jahr.Meine Stege setze ich so,daß ich die Teile rausbrechen kann.
Die werden dort angesetzt,wo nicht geklebt werden muß.
Auch sind die Stege bei mir sehr kurz,da brauch ich kein Messer.
Bei dem einem Bild sind die Stege vom Programm eingefĂŒgt worden.Habe dann manuel die Stege gesetzt.
Wenn man ohne Stege macht,hat man mehr Arbeit mit dem Sortieren.Mit den richtigen Laserdaten ,werden die Teile sauber durchgelasert.
Mfg Bertram20210911_124139.jpg20210905_225233.jpg
 
ich nehme dafuer (nach vielen versuchen) am liebsten so ein bastelmesser wie hier im bild (mit schwarzem griff) und vorne gerade klingen (wie hier nummer 21 und 17)

und - ja - bin der selben ansicht die haltestege sind meist sinnlos viele und oft an denkbar daemlicher position. gelaserte sperrholzteile sind das schlimmste da der spalt dann extrem schmal ist und zeitgleich die verklebung der holzschichten aufgrund der lasertauglichen sorte und/oder hitzeinwirkung schlecht ist.

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Knut

User
Hallo,

bei Sperrholz hat sich bei mir der Dremel mit SÀgeblatt sehr bewÀhrt. Stechbeitel war mir zu unsauber.

TschĂŒĂŸ
Knut
 
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