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Bauthread Aircombat Messerschmitt Bf 110

Paratwa

User
Nachdem so viele Leute bei meiner Profilanfrage zur 110 mitgelesen und sich beteiligt haben, starte ich hiermit den Bauthread.

Claus und ich werden in der nächsten Zeit von unseren Erfahrungen bei der 110 berichten. Wir hoffen auf rege Anteilnahme, Tips und Anregungen sind gerne willkommen.

Das Ziel ist zunächst die Flug- und Aircombattauglichkeit des Entwurfs zu testen, alles weitere ergibt sich dann....
 
Ich hätte schon ein erstes Bildchen ...... nur leider bin ich zu blöd es hochzuladen ..... :cry:

Gruß
Claus
 

Paratwa

User
Eile mit Weile......

Eile mit Weile......

hier kommen die ersten Bilder...

Auf diesem Modell meiner Bf110 im Maßstab 1:10 basiert die Aircombat Version:

DSCN0504.JPG

Das Modell wurde maßstäblich verkleinert und das NACA 2415 auf ein SB6060 angepasst.

Die Rumpfteile habe ich mit meiner CNC Maschine aus Styrodur geschnitten. Der Versuch das aus dem Vollen zu schneiden war suboptimal, ich habe daher eine horizontale Trennebene eingeführt. Der Vorteil ist erheblich weniger Einrichtaufwand der Maschine und die einzelnen Segmente lassen sich auf einem ebenen Tisch bolzengrade ausrichten und verkleben.

Die Teile der Unter und Oberseite werden an den Stößen mit 5 Minuten zusammengeklebt.

Für die Tragflächen und Akkuaufnahme wird eine Holzstruktur aus 4mm Pappelsperrholz erstellt. Die bin ich zur Zeit am bearbeiten.

DSCN0641.JPG

DSCN0642.JPG

DSCN0643.JPG

DSCN0644.JPG
 
Jetzt klappt es mit dem Hochladen...... scheiß Explorer.....

Gestern Abend wollte ich eigentlich die beiden Teile verbinden, wurde aber nix ... Hochladeprobleme :rolleyes:

Heute wird es leider auch noch nichts, ich muss meine Regenjacke für Melle suchen.

Weiteres folgt, schönes WE.

Gruß
Claus



Pic 1.jpg
 
Hallo Claus,
nettes Modell, Glückwunsch. Im Übergang Leitwerk Rumpf und Übergang Fläche Rumpf solltest du auf jeden Fall ein wenig Holz einbringen, hartes Balsa reicht. Du mußt nur die hoch belasteten Bruchstellen um ein paar cm von den Kanten weg bekommen. Meine Renn Zero hatte ein waagerechtes Trennbrett, was ziemlich lange den Rumpf vor Schaden bewahrt hat, jetzt haben sich aber Spannungsrisse im oberen Bereich über der Flächenendleiste im Rumpf gebildet, sehr ärgerlich.
5 Min. Epoxy finde ich nicht so prickelnd, die Klebenaht ist erheblich härter und steifer als das Styro und es gibt sehr schnell Risse direkt daneben, Leim oder Belizell ist da besser.
Gruß Daniel
 
Moin Daniel,
dann werde ich Soudal nehmen (PU-Holzleim).

Meinste das geht in Ordnung, zum Schluss soll der Rumpf ja noch mit 1,5 Balsa beplankt werden.

Gruß
Claus
 
Hallo,

Beplanken mit 1,5 Balsa? :confused:

Ich würde 1 lage 110 g/m Glas drauflaminieren ....
1. weniger arbeit
2. ausreichende stabil
3. einfacher


Grüssle aus Baden

Chris
 

Paratwa

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Rumpf beplanken

Rumpf beplanken

Hallo Chris!

Die Beplankung mit Balsa ist meine Methode für den Bau von Modellen mit Styroporrümpfen. Von dem Laminieren bin ich nicht so ganz angetan, weil man die Oberfläche fillern und verschleifen muss, um eine gute Basis für die Lackierung zu bekommen. Nach meiner Erfahrung eine ziemlich elende Arbeit.

Bei mir als Nicht-Combat Flieger fliegt halt das Auge auch mit. Der mit Balsa beplankte Rumpf lässt sich meiner Meinung nach besser verschleifen und für das Finish vorbereiten.
Außerdem ist die erzielte Stabilität bei dieser Bauweise außerordentlich hoch. Meine große Bf 110 wiegt knappe 3.5 Kilo und ist auch so gebaut. Bisher habe ich keinerlei Festigkeitsprobleme bekommen.

Mal sehen was Claus machen wird.

Gruß
Thomas
 

Krauti

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Die Festigkeitsprobleme bekommst du, wenn von vorne ein anderes >100km/h schnelles Modell die Bahn kreuzt. Dann fliegen Styro-Balsa Gebilde auseinander, wie abgesprengt. Die Glasdinger evtl mit Aramidstreifen drin, verbiegen sich maximal...siehe Grauhelm KI-100. Die Oberfläche ist ab 2m Distanz völlig egal bei Combat und die Lackierung erfolgt hier mit Farbpaste im Harz. Fertig.

Wilhelm
 

Paratwa

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Verkleben der Rumpfteile

Verkleben der Rumpfteile

Ich habe heute die Rumpfteile miteinander verklebt. Am besten ging es tatsächlich mit Styrosekundenkleber.

Die Nasenteile werden morgen mit dem Dremel noch ausgenommen. Zur Zeit wiegt der Rumpf 102g. Ich bleibe im übrigen bei meiner Bauweise mit dem Beplanken mit Balsa :p.

Deswegen habe ich an meinen Rumpfteilen auch die Nase um 20mm gekürzt. Da werde ich nach dem Beplanken einen entsprechende Balsaklotz ankleben und in Form schleifen. Aus meiner Erfahrung mit der großen 110 ist das der einzig wirklich aufwendige Teil bei meiner Technik.

Das Holz werde ich mit Uhu Por aufbringen. Die Klebeseite des Holzes wird mit verdünnten Porenfüller behandelt. Das Uhu Por wird mit etwas Waschbenzin verdünnt um es wirklich dünn auf das Holz und das Styrodur aufbringen zu können.

DSCN0645.JPG

DSCN0646.JPG

DSCN0647.JPG

Heute Abend werde ich am CAD die Polylinien für die Motorgondeln entwerfen. Wenn die geschnitten sind, steht der Entwurf der Styroporteile. Dann heißt es nur noch bauen.

Die Menge an Tips finde ich richtig gut. Sie zeigen mir auch, dass meine Methoden zu bauen von denen eines waschechten Aircombat Fliegers doch abweichen. Vielleicht wäre es nicht schlecht wenn die Mitleser die optimale Aircombat Bauweise durch eine Diskussion hier festlegen würden. Ich könnte die Änderungen dann in den bisherigen Stand einfließen lassen. Wenn Claus und ich den Maiden hingelegt haben kann vielleicht jemand von Euch dann Beta 2.0 Tester werden.... :D

Gruß
Thomas
 
Optimal

Optimal

Vielleicht wäre es nicht schlecht wenn die Mitleser die optimale Aircombat Bauweise durch eine Diskussion hier festlegen würden.
Hallo Thomas,
das kann dir keiner sagen, denn die optimale Bauweise gibt es nicht.

Wir bauen nach verschiedenen Methoden. Auch zum Teil der eigenen Werkstattausstattung und dem Zeit und Finanzaufwand geschuldet.

Schau mal bei dem B6N Bauthread von Bernhard, der baut leicht, aber sehr aufwändig. Da kann man was lernen.

Ich mache es wesentlich schlichter, weiß aber auch, das es teilweise weniger Flugleistung bringt.

Meine Rümpfe sind mit Packpapier und einigen Kartonagenklebestreifen "beplankt". Das ist recht glatt und schnell und einfach zu bauen.
Die empfindlichen Bereiche sind direkt am Leitwerk, da sollte man etwas verstärken.

Rainer
 
Hallo Thomas,
es gibt einige sehr gute Methoden auf die schnelle oder auch mit viel Muße ein Combat Modell zu bauen. Wie Rainer es aber schon sagt, es kommt viel auf die Werkstattausstattung, die persönlichen Vorlieben und das Können an. Bin schon gespannt wann einer ein Modell mit einem 3D-Drucker macht. Gerade mit CNC-Maschinen kann man einiges machen wovon andere nur träumen, einige haben da 2D-Fräsen, andere sogar 3D-Fräsen und wieder andere nur eine Laubsäge und einen alten Dremel, der eine hat die Möglichkeit zu tempern, der nächste hat ne Spritzkabine mit allem Zipp und Zapp. Manche bauen auf dem Küchentisch andere haben eine 100m² Werkstatt, der eine bastelt gern allein, der andere lieber im Team. Auch sind die Prioritäten was das Modell angeht hier völlig unterschiedlich, einige sind auf Pokaljagd, einige wollen nur mal fliegen, andere lieben schöne Warbird's und wieder andere reizt es bessere Modelle zu entwickeln und neue Techniken auszuprobieren. Aber alle hier fliegen Combat und haben geistig ihr Modell bewußt oder unbewußt abgeschrieben, wenn es in den Wettkampf geht;).

Eine 110 hat eine irre Spannweite, einen langen dünnen Rumpf und ein empfindliches Doppelleitewerk, von daher liegt es jetzt an dir dich zu entscheiden wie das Ding mal im Wettkampf gesehen wird. Soll es ein Killer werden, dazu irre gut fliegen und super gut und scale aussehen, dann hast du dir was vorgenommen. Wenn sie dann noch ganz leicht, günstig und schnell zu bauen ist hast du das Ei des Kolumbus im Combat gefunden, dafür wird aber dann wohl in einiger Zeit von einer 110 Seuche gesprochen, was auch auf die Dauer nervt.

Wenn du aber deinen Spaß am Modelle bauen und entwickeln behalten willst, dann mach dein Ding wie bisher, sei für gute Tipps im Stillen dankbar und ignorier die Meckerköppe.
Gruß, Daniel
 

Paratwa

User
Das Ei des Kolumbus...

Das Ei des Kolumbus...

wird es wohl (vielleicht) nicht werden, da müsste ich ja eine fette Delle in das Modell einbauen.... :D

Ich habe einfach Spaß an der Entwicklung und zittere immer dem Ergebnis des Erstfluges meiner Kreationen entgegen.:confused::rolleyes:

Die Rumpfnase habe ich mit dem Dremel ausgenommen und außen in Form geschliffen. Das Oberteil der Nase habe ich dann vorsichtig mit einer Feinsäge wieder abgetrennt, schließlich will ich Zugang zu den Flugakkus haben ohne die Fläche demontieren zu müssen.

Ober- und Unterteil des Rumpfes wurden verklebt. Das habe ich mit Bindulin Propellerleim gemacht.

DSCN0648.JPG

DSCN0649.JPG

Die charakteristische Rumpfform ist ganz gut getroffen.....

DSCN0650.JPG

Die Bretter für das Beplanken wurden mit Porenfüller behandelt. Sobald alles durchgetrocknet ist, geht es an das Beplanken.

Zum Entwickeln: In meiner Werkstatt liegt noch der 1:9er Rumpf des 110 Opponenten mit ellyptischen Flügeln...... Ich bin drauf und dran das zu meinem nächsten 1:12er Projekt zu erklären...... :D
 
Weiter so!

Weiter so!

Hallo Thomas,

das wird ein super Modell weiter so. Es ist wichtig so ein Projekt einfach mal durchzuziehen
um Erfahrung zu sammeln und zu lernen. Auf keinen Fall darf man es sich von Anderen zerreden lassen.

Und jetzt geb ich noch meinen Senf dazu:
Die Bf110 ist ein ziemlich großes Modell, und 1700g als Limit für Combat sind knapp bemessen.

Meine erste 110 in 1:12 aus Styrodur (ohne Beplankung, nur mit Packpapier)
hatte 1950g Startgewicht, allerdings mit 560g Akku und 70g-Motoren (Kontronik Maxi-Dancer).
Fliegen tut sie gut, aber für den Einsatz beim Combat passt das Gewicht nicht.

Später habe ich wieder eine 110 aus Styropor und Packpapier, auch ohne Holzbeplankung gebaut.
Den Thread gibts hier noch irgendwo (In der Mitte von "Bf 110 1:12 elektrisch für Combateinsatz").
Geflogen ist sie im Combat auch schon (aber nur in 2-mot-Runden). Ausgerüstet mit 110g-Motoren
(AXI 28xx) und 450g Akku ist das Startgewicht etwa 1500g.

Bei der Bauweise habe ich aber extrem auf das Gewicht geachtet, die im Combat üblichen
Verstärkungen fehlen. Was man da tun kann steht im B6N-Bericht.

Apropos elektrisch - die Bf110 ist ziemlich lang. Versuche so weit vorn wie möglich Platz für die
Akkus einzuplanen. Bei mir war das mit dem Schwerpunkt ziemlich knapp.

Noch ein Tip zur Gewichtsoptimierung:
Ich wiege jedes Teil das ich verbaue und schreibe das Gewicht auf.
Außerdem wiege ich nach jedem Arbeitsschritt das Zwischenergebnis (Rumpf, Fläche, ...) ... und schreibe es auf.
So kann man später nachsehen woher das Gewicht kommt, so findet man auch die
Ansatzpunkte für Einsparungen.

Viel Erfolg, und wie gesagt, das wird ein super Modell, weiter so!

Gruß aus Augsburg,
Bernhard
 
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