Bautipps und Tricks - Holz

Hallo zusammen,

ich bin auf der Suche nach guten Tipps für den klassischen Balsa und Sperrholzmodellbau.
Vor allem suche ich solche Dinge wie man sich V-Form so hin schleift, dass es wie vorgegeben passt (Nasen- und Endleiste habe ich im Wiki gefunden). Bsp. mit einer Schablone - wie kann die aussehen.
Oder auch balsabeplankte Oberflächen über 30 cm Breite, etc....
Oder auch die besten Verrundungstipps...
Oder auch wie schneide ich Querruder aus der Endleiste aus (nicht so dass ich am Ende oben zwar die richtige Tiefe habe, aber unten doch einiges tiefer...)

Habt Ihr ein paar gute Tipps?

Ich will nicht bei jedem Flieger den Fehler immer wieder ähnlich machen...
Vielleicht hat der eine der andere ja noch ein paar Baubilder, die einfache Vorrichtungen oder Schleifungen zeigen.

Der RC-Network Wiki ist leider noch nicht so ergiebig... Ein paar Sachen sieht man im Forum, wenn man sich Bauberichte ansieht, aber es gibt nichts mit diesem Schwerpunkt.


Vielen Dank schon einmal für den einen oder anderen Tipp!
Matthias
 

Relaxr

User
Vielleicht gibt es auch ein gutes Flugmodellbau Holzbuch... Ich finde bloß nichts richtiges :confused:
Das ist hier ist mE schonmal ok, vermittelt grundlegendes Verständnis von Holz und Bearbeitung :

Holzbauweisen im Flugmodellbau. Ein natürlicher Werkstoff, richtig bearbeitet; von Rüdiger Götz
 
Antikbuch

Antikbuch

Such mal nach: Bauen und Fliegen von Karl-Heinz Denzin
Das ist genau das Richtige für dich!

Gruss Stefan
 
Hallo Ihr zwei - Das Buch Holz im Fluzeugmodellbau ist leider nicht verfügbar, klingt aber genau danach was ich brauche um mein Anfängerwissen aufzustocken. Das Bauen und Fliegen - bin ich mir nicht sicher. Das sieht so verdächtig nach... " das sit ein Steg, das ein Spant, das eine Nasenleiste, etc" aus. Sind da tatsächlich denn auch Tipps zum Bauen der Natur wie ich schöne Winkel geschliffen bekomme oder wie ich möglichst gleichmäßig beplanke?
Danke für Eure Unterstützung. Ich baue so gerne in Holz, aber es ist irgendwie frustierend imer Bilder von geraden geschliffenen Kanten etc zu sehen und ich eier immer wieder noch einmal eine Ecke hier rein, oder schleife ein schönes Tal in die Beplankung, während die Nasenleiste traumhaft ist... Buuhhh.

@ Stefan, vielleicht kannst Du mir kurz sagen ob das Buch die Erwartungen erfüllen würde oder ob es nach Flugzeugkonstruktion aussieht. Danke Dir!
 

crusader

User
hallo othello

das buch findest in der bucht neu oder gebraucht
und die investition allemal wert
gib einfach den titel dort ein

lg andreas
 
Hi Othello,

gib doch mal deinen Standort an (z.B. PLZ) vielleicht ist der eine oder andere in der Nähe und kann dir unter die Arme greifen. Ein bischen was zur Erhöhung der "Motivation" kannst du dann mit ihm ausmachen.

:D

LG
Jörg
 

ALFA-AIR

User
Hallo Matthias,
also eigentlich gibts da keine "Universal-Lösung", Deine Fragen beziehen sich auch immer auf spezielle Anwendungen..!
Großflächige Beplankungs-Paneele werden duch das Fügen von mehreren Brettchen erreicht, d.h. die einzelnen Brettchen werden durch vorsichtiges schleifen (240er) passgenau angearbeitet.
Das braucht Geduld und etwas Übung.Wenn man sie aneinanderlegt und die Trennfuge ist gleichmäßig geschlossen, kann man die Brettchen mit Holzleim verleimen und damit die Sache während des Trocknens in Form bleibt, macht man quer zur Fuge Tesa -Krepp Streifen, so alle 10cm .
Überschüssigen Leim dann sofort mit einem nassen Lappen abwischen, sonst macht man sich das Leben beim nachherigen verschleifen nur unnötig schwer !
Man kann das zwar auch mit Sekundenkleber machen, aber wenn man Leim nimmt, lässt es sich nachher besser verschleifen !!
Ich nehm immer nur 2 Brettchen und verfahre so, wenns breiter werden muß, dann kommt das 3. Brettchen dran, wenn alles getrocknet ist .
Die so erstellten Paneele werden dann komplett auf gerader und sauberer Unterlage geschliffen, um Höhenversätze zu verschleifen, und zwar auf beiden Seiten !
Ich versuche, Schleifarbeiten nach dem Aufbringen der Beplankungen zu vermeiden, weil das zu den besagten Beulen und Tälern führt und es außerdem auf Kosten der Wandstärke (=Stabilität) geht, und es schadet auch nichts, etwas dickere Brettchen ( 0,5 mm mehr ) zu verwenden, damit man nach dem verschleifen noch auf die erforderliche Beplankungsstärke kommt !
MERKE: Eine gut gemachte Verleimung hält immer besser, als der Werkstoff !
So, das war jetzt eine Antwort auf eine Deiner Fragen, Du siehst, die Sache ist ziemlich komplex..!
Ansonsten noch ein Tip: wenn Du in der Verwandschaft nicht gerade einen Tischler hast, dann wende Dich kurzerhand einfach an eine Tischlerei Deines Vertrauen mit Deinem Anliegen, da wird man Dir bestimmt weiterhelfen- auch ein erfahrender Modellflieger in einem Modellflugverein in Deiner Nähe wird in einem direkten Gespräch viel aufschlussreicher sein, als stundenlanges rumgetipsel .!
Viel Erfolg bei Deinen Vorhaben !
Viele Grüße
Martin
 
Bauen und Fliegen

Bauen und Fliegen

Hallo Matthias,
Wenn du dich als Anfänger bezeichnest ist das o.g. Buch immer Sinnvoll. Von Karl Heinz Denzin kannst du immer etwas lernen. Eine Nasenleiste wird nicht nur benannt sondern das Verarbeiten wird erklärt, Bauarten von Rippenflächen werden erläutert, Randbogenformen mit dem Aufbau, Werkzeuge und Methoden.
Bücher kann man nicht genug haben, dieses Buch gehört zum Grundschatz....
Ich habe das Teil 1975 bereits gelesen und habe es noch heute im Bestand.

Gruß Stefan
 
Hallo Othello, ich versuchs auch mal.

Die Winkel von Wurzelrippen schleifen wird per Hand nie so 1000%ig hinhauen.

Was gut funktioniert:
Nimm ein Brett auf das Du den Flügel legen kannst (oder Tischkante).
Das Brett muss eine sauber gesägte Kante haben auf der Seite wo die Wurzelrippe ist.
Mach Dir einen großen Schleifklotz aus einem Reststück Dachlatte oder iwas ähnliches. Je größer um so besser.
Für ein gutes Ergebnis macht es Sinn auf den Schleifklotz das Schleifpapier aufzukleben (ist dann sehr eben).
Leg den Flügel so auf das Brett, dass die Wurzelrippe im richtigen Winkel zum Brett liegt (von oben gesehen).
Flügel notfalls mit Leisten unterlegen damit Du ihn schön auf dem Brett fixieren kannst mit der Hand.
Dann mit dem Schleifklotz immer an der Brettkante anliegend die Wurzelrippe beschleifen.
Wenn Du die saubere Sägekante als Führung nimmst hast Du schicke 90° bzw. 0° V-Form.
Es braucht bissl Übung (alles beim Handwerkeln braucht Übung) den Schleifklotz im richtigen Winkel für die benötigte V-Form zu bewegen.

Naja und so schleifst Du einfach die V-Form in die Wurzelrippe (immer Stück für Stück annähern) ohne dass Du ausversehen einen Radius in die Wurzelrippe schleifst.
Wenn Du es perfekt haben willst, dann mußt Du Dir zwei Winkel erstellen die vor und hinter dem Flügel auf dem Brett angebracht werden.
Dann kannst Du mit dem Schleifklotz die Brettkante und die Winkel als Anschlag benutzen. Dann müßte es perfekt passen.

Wenn Du uns hier zum Holzwurm mutierst, dann hol Dir einen Tellerschleifer mit 300mm Scheibe. Dich hauts um was Du damit alles anstellen kannst.
Damit kannst Du nicht nur Wurzelrippen mit Grinsen im Gesicht schleifen...

Sowas wie den Quantum TS 305. Mit Kletthaftdingens und am besten einem größeren glatten Blech auf dem "Tisch" des Schleifers.
Ne Schleifscheibe kostet 2 EUR und hält echt lange durch. Metalle schleifen...kein Prob...V-Leitwerke und Aufnahmen...Rumpfnasen...Gfk-Teile....
Du mußt beim Kletteller lediglich drauf aufpassen, dass die Kletthaken nicht zu heiß werden (wenn Du Metall schleifst), sie schmelzen sonst von der Hitze...

Aso, eine Brettkante/Tischkante kannst Du auch bei Querruderverkastungen als Schleifanschlag hernehmen...
Wenn Du mal nach "Querruder verkasten" googelst kommen jede Menge Bilder und Methoden, da ist sicher was für Dich dabei.


Gruß Chris
 
Hallo Matthias,
Wenn du dich als Anfänger bezeichnest ist das o.g. Buch immer Sinnvoll. Von Karl Heinz Denzin kannst du immer etwas lernen. Eine Nasenleiste wird nicht nur benannt sondern das Verarbeiten wird erklärt, Bauarten von Rippenflächen werden erläutert, Randbogenformen mit dem Aufbau, Werkzeuge und Methoden.
Bücher kann man nicht genug haben, dieses Buch gehört zum Grundschatz....
Ich habe das Teil 1975 bereits gelesen und habe es noch heute im Bestand.

Gruß Stefan
Dito ;) (seit 1974 )

Ich habe das Buch auch und kann Stefan nur zustimmen.

Gruß Andreas
 
s.u.:confused:, oder einen der zahlreichen Bauberichte hier...
 

Claus Eckert

Moderator
Teammitglied
Hallo

Informationen aus Büchern sind immer gut. Die Praxis erlernt man damit nicht.
Ich habe auch einen "Schleiflehrling" in meiner Hobbywerkstatt. Klingt zwar jetzt ein bischen blöd, aber man muss fast eine Art Beziehung zum Werkzeug und Material aufbauen, um zu einem guten Ergebnis zu kommen. Drauflos schleifen Hauptsache der Staub wirbelt, geht nicht.
Ich versuche mal ein paar Tipps zu geben, die meinem "Schleiflehrling" auch geholfen haben.
Wichtig ist eine Oberfläche zu fühlen. Also mit der flachen Hand erkennen wo Buckel und Täler sind. Bei Rümpfen zum Beispiel kann man das auch mit beiden Händen rechts und links machen um Unsymetrien zu erkennen.

Das richtige Schleifpapier, sowohl in der Körnung als auch in der Qualität ist wichtig. Ich verwende das Papier von 50 Meter Rollen in Standardbreite für Schwingschleifer. Zumindest bei Trockenschleifpapier.
Grobe Körnung ist bei mir 80 für Balsa. 100er ist schon besser. 240er Körnung wird am Häufigsten verwendet. Wenn es um behandeltes Balsa (Treppenlack oder Porenfüller) geht, dann ist 400er oder 600er als Endschliff okay.

Der Schleifklotz das unbekannte Wesen. Da liegen viele herum. Der längste ist über einen Meter lang. Die anderen sind zum Teil mit Moosgummiauflage oder harter Auflage. Die mit weicherer Auflage sind mir am Liebsten. Aber das ist wirklich eine Frage wie gehe ich mit dem Werkzeug um.
Und damit bin ich auch schon bei dem wichtigsten Teil.
Man muss permanent kontrollieren wie man einen Schleifklotz hält. Der Bewegungsablauf muss so sein, dass man den Druck und die Haltung des Klotzes immer im Griff hat. Gerade bei weichem Balsaholz hat man schnell eine Kante herabgeschliffen ohne den daneben liegenden Buckel egalisiert zu haben. Das ist aber eine Sache der Übung und der Affinität zu Materialien. Das meinte ich mit "Beziehung aufbauen".
Am Anfang lieber oft absetzen und kontrollieren. Weggeschliffen bedeutet spachteln oder ersetzen.

Für Beplankungen nehme ich übrigens einen Klotz mit ungefähr 12x20 cm Kantenlänge.
Zum Schleifen selber. Diagonal im 45 Grad Winkel zur Faser um Unebenheiten zu egalisieren. Aber Achtung, nicht die Faser aufreißen. Wenn das passt, vorsichtig mit großen kreisenden Bewegungen die Oberfläche feiner schleifen. Gerne auch mal längs und quer zur Faser. Kommt auf das Schleifbild an. Dabei das Ergebnis ganz oft kontrollieren. Wichtig ist möglichst großflächig zu schleifen und den Schleifklotz nicht zu verkanten.
Naja und so arbeitet man sich zum optimalen Ergebnis hin.

Noch was. Schleifen bedeutet manchmal, Unsauberheiten der Vorarbeiten zu eleminieren. Eine perfekt aufgezogene Beplankung spart viel Schleifarbeit. Und wer seine Balsabretter nicht zusammenkleben will, der kauft einfach breitere Bretter. Gibt es nämlich auch.
Rumpfbeplankungen sind natürlich komplizierter. Auch was das Schleifen angeht, muss man da manchmal auf Schleifklötze vezichten. Dann rolle ich das Papier in sich zusammen damit es eine gewisse Stabilität erhält und schleife dann mit dem entsprechenden Radius.

Und wenn es total schwierig würde, hätte ich noch einen gelernten Schreiner in der Werkstatt... :D

Noch was zum Schluß:
Mein "Schleiflehrling" durfte eine Woche lang jeden Abend seine Tragflächen und den Rumpf von Hand schleifen. Da ich mit meinem Modell etwas langsamer war, habe ich die Schleifarbeiten in einer Stunde erledigt... ...mit dem großen Schwingschleifer. Im Ergebinis kein Unterschied. :)
Wenn Blicke töten könnten...... ;)

Übrigens, nehme ich auch gerne neue Tipps und Ideen an, denn perfekt bin ich sicher auch nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oh waoohhhh!

Vielen Dank schon einmal für die Antworten. Ich habe das Bauen und Fliegen Buch natürlich gestern noch bestellt ;-)
Zu mir selbst... Anfänger bin ich jetzt nicht gerade was Fliegen angeht. Ich darf auch selber Fliegen (Segler und Motorsegler) und in der Vereinswerkstätte sind wir auch kräftig am schleifen, lackieren, schwabeln, etc... Die Schwierigkeit ist wohl eher das kleine Modellflugzeug... hehe. Für die großen haben wird dieverse "Vorrichtungen" Hilfe und Unterstützung, aber dass funktioniert nicht immer bei den kleinen ;-)

Vielen Dank für die vielen Schleiftipps.
Mit der Verrundung an der Wurzelrippe, habe ich es beim letzten Modell so gelöst, dass ich einen teil der eingeschliffenen Endleiste entfernt habe und dann ein neues Stück sauber eingesetzt habe.
Das sitzt jetzt sauber - für das nächste Mal muss ich mir merken die Sperrholzrippe in der Mitte auch ein wenig noch oben konisch zu schleifen. Dann sitzt sie oben und unten satt zwischen den Wurzelrippen.

Betreff des Berg und Talschleifens auf der Beplankung... Jaja, das werde ich probieren. Irgendwie lande ich immer wieder bei zu kleinen Schleifpapierfetzen für den Schleifklotz. Festgeklebt habe ich noch keinen. Vielleicht hole ich mir einfach mal ein wenig Restholz und beklebe. Denke immer, dass ich das Holz dann wegschmeißen kann wenn das Schleifpapier zugesetzt ist. Aber ich schwöre es, ich probiere es ;-)

Bei aktuem Beispiel habe ich eine Frage zu aus der Endleiste ausgeschnittenen Querrudern (25cm Länge). Ausgeschnitten habe ich... linke Fläche habe ich ganz gut hinbekommen. Bei der rechten ist die Kante oben gerade, die untere läuft in Richtung Nasenleiste. Jetzt bin ich am überlegen was ich mache.
Vielleicht habt Ihr noch Tipps -
1. Ich würde jetzt oben und unten eine Kiefernleiste mit Zwingen anbringen die mir als Führung für das Schleifen dienen soll. - Damit will ich wieder eine gerade Kante bekommen
2. Balsaleiste aufkleben
3. Ober und Unterseite Planschleifen
4. Wieder die Kiefernleisten anbringen so, dass die Kante schön gerade wird.
5. Überschüssiges Balsa in der Tiefe wegschleifen.

Wie würdet Ihr es machen?

Danke Euch sehr für die Tipps,
Matthias
 
Ein Tipp noch zum Schleifklotz:
Ich verwende schon seit vielen Jahren als Grundkörper Alu-Vierkantprofile in verschiedenen Längen und Breiten.
Beide Seiten werden mit verschiedenen Körnungen (Schleifpapier:D) mit doppelseitigem Klebeband festgeklebt.
Das Schleifpapier ruhig öfters wechseln. Ich habe auch - wie Claus - mehrere Rollen á 50 Meter.
Das Klebeband samt Schleifpapier läßt sich problemlos vom Aluprofil abziehen.

Bitte nicht das Schleifpapier einfach um die Ränder deines Schleifklotzes umbiegen. Denn dadurch wird dein Schleifergebnis deutlich schlechter.
 
Wenn es um behandeltes Balsa (Treppenlack oder Porenfüller) geht, dann ist 400er oder 600er als Endschliff okay.
Ich hab mal Schreiner gelernt, Schleifpapier über 320er ist mir für Trockenschliff (auch Lackschleifen) in mehreren Betrieben für Möbelbau aber nicht zu Gesicht gekommen, alles darüber ist was für Metaller, Autolackierer, Maler, Polierer.
80er finde ich auch schon etwas grob für Balsa, das benutze ich eher mal für Buche, Eiche, Ahorn, Esche, etc. Grobes Schleifpaier wird nach einigem Gebrauch von selbst feiner, sind die Poren nicht verstopft, kann man es immer noch für Feinschliff verwenden, also nicht wegwerfen.
Aus grobem Schleifpapier kann man durch schleifen auf harten Materialien wie Metall auch schnell mal feines machen...
Ich brauche eigentlich nur Körnung 100, 180, 240/270, damit komme ich einschliesslich Lackschschliff für alle Holzarbeiten, egal ob Balsa, Eiche, rohes, oder lackiertes Holz, aus.

Schleifrichtung: zum schnellen abtragen (schlichten) 45, oder auch mal 90 Grad zur Faserrichtung, sonst in Faserrichtung (paralell zur Faser) bei Balsa (und ganz besonders: Abachi, wechselt oft alle 5 mm die Richtung...) muss man oft aufpassen dass man die richtige Richtung erwischt, merkt man aber schnell...;)
Kreisförmiges schleifen auf rohem Holz (bei weichem Holz mehr als bei hartem) führt zu Dellen: man kommt ständig vom Längsholz (Faserrichtung) ins Querholz (quer 45 / 90 Grad zur Faser).

Holz schleifen erfordert nicht nur etwas Gefühl, sondern auch ein gutes Auge, deshalb zwischendurch immer aus verschiedenen Richtungen (Blickwinkel, Lichteinfall) drüber schauen.

Der wichtigeste Trick: üben, üben, üben, Zeit lassen, kein Stress.
 
Schleifen...

Schleifen...

und Verschleifen von Modellen aus Holz ist tatsächlich Übungssache. Es muss eben straken! Dazu habe ich einen 50cm Schleifklotz mit 220er beklebt. Ansonsten verwende ich seit Jahren sogenannte Dauerschleifklötze von Permagrit, das sind Aluprofile mit Wolramkarbid bestückt und in 2 Körnungen pro Klotz verfügbar. Schleifpapier kommt nur noch selten zum Einsatz. Außerdem kann damit auch Buntmetall und GFK schleifen.
Ich hab noch nie bessere Ergebnisse erzielt!
Schleifpapier gibt's nur noch in Ausnahmefällen.

Grüsse Stefan
 
Oben Unten