BEC - Linear oder getaktet

onki

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Hallo
Nachdem die Ursache meines letzten Modellverlust vermutlich der Ausstieg des BEC war, bleibt nun die Frage was tun.
Das Modell (Valenta Storm) war in etwa 130m bei ruhigem floaten auf einmal unsteuerbar und knallte Sekunden später voll in den Wald.
Auf dem ACT S3D Empfänger war der Speicher komplett gelöscht was auf ein Problem mit der Versorgungsspannung schließen lässt (BEC schwingt nicht an). Auch mein picolario musste eingesandt werden, weil es nicht mehr startete (Speicherüberlauf bzw. Bootorgie).
Der Regler war ein Torcster Pro 50A mit 4A sBEC. Aufgrund der Vorkommnisse bin ich erstmal von Schaltreglern als BEC geheilt denke ich.
Als Regler hab ich mir den Schulze Value ausgeguckt, der aber "nur" 3A Linearregler drin hat. Allerdings sollte das für 3 Digiservos (2x3150; 1x MPX Microdigi) und 3 analoge (HS-85MG) reichen.
Zudem werde ich wieder einen LowESR Elko mit 6,8mF als Puffer einbauen. Für einen zus. Akku hab ich kein Platz und das ist mir in dem engen Rumpf zum einschalten zu lästig.
Nun kann man über das Thema Bücher schreiben und auch noch versuchen alle möglichen Fehlerquellen auszuschalten.
Ich denke der Chinaregler war einfach großer Mist und ich hab einfach Pech gehabt. Hat aber über 6 Monate zuvor unter schwierigeren Bedingungen (rumheizen) problemlos funktioniert.
Gibt es noch vergleichbare Regler mit ordentlichem BEC? Gerne auch 6V damit die Servos besser nutzen kann und (theoretisch) weniger Leistung am Regler verbrate.
In Fachkunde wurde uns damals als Faustregel für Siebelkos 1mF pro A Last empfohlen. Was meint ihr dazu.
Ich hoffe es passt hier hin. Sonst bitte verschieben.

Gruß
Onki
 

gaspet

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Regler

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Hallo Onki!
Wir (6 Leute) fliegen seit Jahren mit BEC ohne Stützakku in unseren F3B und F3J Elektromodellen ohne die geringsten Probleme.

Die Ausrüstung sind immer 6 Servos (zum größten Teil Futab S 3150 Digital) und als Antriebsakku 3-5 S lipo.
Ströme allerdings nie über 45 A im Stand.
Als Regler kommen nur Kontronik Jazz 80, Jive 60 und 80 und YGE 60 und 80 zum Einsatz. Ich habe noch einen Jeti Spin 44 in einem Leichwindsegel mit 3S und 6 Servos im Einsatz - nie auch nur das geringste Problem.
Ich denke, mit einem guten Regler ist das Alles gut und sicher machbar - wir hatten jedenfalls noch nie einen Ausfall.
Gruß PG
 
Hey

na was für ein Zufall.
Mir ist letzten Sonntag nach fielen wunderschönen Flügen meine Cub runter gekommen, sofort nach dem Start und einer folgenden leichten links Kurve, stieg auch bei mir das BEC aus.
Ich kann den Empfänger auslesen und siehe da, nix Strom für ein paar Sek. Zum Glück ist nur ein minimaler Schaden am Fahrwerk entstanden weil sie sehr flach und langsam zu Boden segelte.

Verwenderter Regler auch bei mir ein Torcster aber PRO SBEC 70A, vorher lange im Funjet ohne Muren geflogen.
Jetzt mit 6X9g Servos scheinbar überfordert :(

Bin auch am überlegen ob mit Pufferelko, externes BEC oder doppelstrom Versorgung mit Diode und Regler BEC/Empfängerakku.
Denke ich werde es mit neuem Regler (TYG plush) und Pufferelko versuchen.

Gruß
Sascha
 
Hoi Onki,
mein Beileid!
Aber: auch ich fliege seit bald 10 Jahren nur noch BEC "ohne".
Wobei aber nur 2 Marken vertreten sind: Kontronik und Castle. Und nur noch getaktete BEC. Und auch 5S Lipos.
Offenbar gibt es eben doch nicht nur Preis- sondern auch Qualitätsunterschiede...
Gruss Jürgen
 

onki

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Hallole

Naja - mit dem ICELight 50 von Castle hab ich auch schon geliebäugelt. Ist halt toll wegen der Logfunktion. Somit kann man daheim in Ruhe das Teil auslesen und evtl. den Prop optimieren.
Ist aber wieder ein getakteter.
Alternative wäre der Turnigy SuperBrain. Aber von den Kumpels bin ich erstmal geheilt:D.

Es beruhigt etwas, das es auch andere gibt die mit dem Torcster einen Ausfall hatten. Da meiner aber erst nach über 6 Monaten kam ohne nennenswerte Veränderung macht mich schon nachdenklich. Einzige Änderung war der Wechsel auf das XT-60 Stecksystem, das kann es aber nicht gewesen sein. Lötstellen alle bombenfest.

Gruß
Onki
 
Ist aber wieder ein getakteter.
Onki,
willst du zurück in die Steinzeit?
Bedenke doch, wieviel Watt bei einem 5S Akku verheizt werden müssten, um auf die 5-6V Servospannung zu kommen!
Soll ich das mal vorrechnen?
Getaktetes BEC ist technisch aufwendiger, kein Zweifel, aber mit entsprechender Qualität (und somit Preis) unumgänglich.
Gruss Jürgen
 

Relaxr

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Nach unseren Erfahrungen ist ein motorisierter 4-Klappen Segler (F3B/F3J/Scale) nur mit Regler-BEC, sicher und gut machbar wenn:

-> die Grösse nur max. bis ca. 4 m SW und ca. 4-5kg geht
-> nicht brachialer Belastungsflug wie DS, extremer Hangflug, rechteckiges Abfangen nach ewigem Ablassen oder minutenlanges F3F-artiges "Rasen" "benötigt" wird. (Mir widerstrebt es eh, einen Flieger so sinnlos zu quälen). Kunstflug und Hangflug ist drin, klar!
-> wenn ein solider Regler (typisch: getaktet) wie zB Kontronik, Jeti oder YGE mit 5A BEC zum Einsatz kommt, der nicht an seiner A-Grenze arbeitet, wenn steil mit Motor aufgestiegen wird.
-> ein solides Timing bzgl. Motorflug etabliert ist (herantesten an Zeitlimit, dann Timer nutzen)
-> optimal ist Spannungsüberwachung per Telemetrie oder Vario, wenn vorhanden
-> "fitte" Lipos ohne Ermüdung zum Einsatz kommen.

So sind schöne Setups mit 6 Servos (mein Favorit in oben besagtem SW-Bereich Futaba S3150), Motorströmen von ca. 45A, z.B. dem Jeti Spin 66 (Speichert einige Kerndaten automatisch in internem Log....) und guten 40C-Lipos, meist 4S-2600 bis 3200mAH möglich. Motorleistungen von ca. 500W Ausgangsleistung reichen da auch gut, um auch mal sportlich unterwegs zu sein. Hier hat man so um die 2-4 min "Steigzeit", das sind lässig 5-8 Aufsteige an die Sichtgrenze, praktisch senkrecht (zumindest bis 3kg). Bei entsprechenden Abkühlphasen werden Motor und Regler kaum warm....

Der Vorteil ist doch auch der geringe Platzbedarf und die Einfachheit des Systemaufbaus.

In alle grösseren Flieger muss dann langsam an Versorgungsredundanz gedacht werden, klar auch schon als "Versicherung" des höheren Wertes.

Gruss
Markus
 

rkopka

User
Der Regler war ein Torcster Pro 50A mit 4A sBEC. Aufgrund der Vorkommnisse bin ich erstmal von Schaltreglern als BEC geheilt denke ich.
Als Regler hab ich mir den Schulze Value ausgeguckt, der aber "nur" 3A Linearregler drin hat. Allerdings sollte das für 3 Digiservos (2x3150; 1x MPX Microdigi) und 3 analoge (HS-85MG) reichen.
Bei 3s(11V) und 3A sind das aber 16,5W Verlust. Das packt kein Regler ohne großen Kühlkörper und Lüfter.

Selbst bei 1A sind es 5,5W. Wenn man 70°C über Raumtemperatur als Erwärmung zuläßt, braucht man einen Kühlkörper von ca. 12,7K/W (alle Übergänge mal wegelassen), der hat z.B. Maße von 3,5x3,9x1,3cm. Da unsere Regler das aber in der Regel nicht haben, gibts Probleme mit Dauerbelastungen bei Linearen Reglern. Deshalb findet man kaum noch welche, und wenn dann für wenig Strom. Schon bei 3s ist es kritisch, alles darüber ist linear nicht machbar. Und hier haben wir die Erwärmung des Antriebsteils des Reglers nicht mal berücksichtigt. Außerdem muß der Regler auch Wärme abgeben können, d.h. er darf nicht irgendwo dick eingepackt werden.

Mein lineares BEC im 700er läuft mit 2s und max. 6A. Das hat einen Kühlkörper, der ungefähr die oben genannte Größe hat, und geht mit 5A bei erträglicher Erwärmung.

RK
 

micbu

User
Ich würde einfach einen Stützkondensator verwenden. Es ist mittlerweile allgemein bekannt, daß die 2,4G Empfänger sensibel auf die Spannungsversorgung reagieren. Das einfachste und sehr wirkungsvolle Mittel ist und bleibt einen Elko in die Versorgungsleitung zu löten oder noch einfacher, diesen an einen Servostecker anzulöten und an einen freien Empängereingang anzustöpseln.

Viele Grüße, Michael
 
wie groß sollte dieser Elko gewählt werden??
find ich ne super einfache Lösung
 

onki

User
Hallo

Also mein Empfänger hat aus diesem Grund einen eingebauten Elko (ich denke andere auch).

Hier wird immer gehörig mit Leistungsangaben rumgeworfen die doch arg theoretisch sind.
Ich habe mal bei meinen Seglen so in etwa die durchschnittliche Leistungsaufnahme gemessen.
Wenn in einen Akku nach einer Stunde Flugbetrieb ca. 350mAh (1Ah beim Grossegler mit 13 Servos ohne BEC) nachgeladen werden müssen bedeutet das eine durchschnittliche Leistungsaufnahme von etwa 1,75W, sagen wir 2W. Wie gesagt durchschnittlich. Sicher gibt es Spitzenlasten, die aber nur kurzzeitig sind und das System nicht nennenwert aufheizen. Also ganz so dramatisch wie hier geschildert ist es nicht. Dennoch ist eine getaktete Lösung die optimalere, ist aber mit dem Makel behaftet wesentlich komplizierter und damit anfälliger zu sein (Anschwingen in Last /Teillastbetrieb). Wenn ein Modell 3A Dauerstrom benötigt liegen die Probleme als letztes bei der Kühlung:).
Wenn man die Datenblätter genau ansieht wird dort auch ein (Kühl)-Luftstrom von ca. 10km/h vorausgesetzt.

Ich hab mir in der Bucht einen Phoenix IceLite 50 geschossen und hoffe nun auf ein stabiles BEC (mit 6,8mF Elko).
Vielleicht ist ja auch eine Lötstelle am Torcster madig und das führt zum Ausfall. Wer weiß?:rolleyes:

Gruß
Onki
 
...
Hier wird immer gehörig mit Leistungsangaben rumgeworfen die doch arg theoretisch sind.
Ich habe mal bei meinen Seglen so in etwa die durchschnittliche Leistungsaufnahme gemessen.
Wenn in einen Akku nach einer Stunde Flugbetrieb ca. 350mAh (1Ah beim Grossegler mit 13 Servos ohne BEC) nachgeladen werden müssen bedeutet das eine durchschnittliche Leistungsaufnahme von etwa 1,75W, sagen wir 2W. Wie gesagt durchschnittlich. Sicher gibt es Spitzenlasten, die aber nur kurzzeitig sind und das System nicht nennenwert aufheizen. ...
Hallo Onki,

350mAh für eine Stunde Flugzeit bei 13 Servos bedeutet aber auch, daß Du dabei sehr wenig gesteuert hast und deine Servos sehr effizient und deine Ruder sehr leichtgängig arbeiten. Diese durchschnittliche Leistung schafft selbst das kleinste getaktete BEC, aber es muß ja auch eventuelle Spitzenlasten verkraften. Wenn bei einer Lastspitze die BEC Spannung so weit abfällt, dass der Empfänger rebootet, dann ist so etwas "fatal" für das System. Nach dem Reboot bekommen alle Servos eine neue Position zugewiesen und da die Anlaufströme im Bereich des Blockierstroms liegen, ist die nächste Lastspitze "vorprogrammiert" - ein Teufelskreis.

:) Jürgen
 

onki

User
Hallo Jürgen

Ich glaube du hast das missverstanden oder ich hab mich verdrückt ausgekehrt:).
Die 350mA bezogen sich auf einen F3Jler (SharonPro an der Winde). Der Großsegler (F-Schlepp) braucht im Mittel 1A. Beides konventionell aus dem Akku.
Ich muß halt so wenig steuern, weil meine Flieger so klasse sind (duck und wech;)).

Gruß
Onki
 
wie groß sollte dieser Elko gewählt werden??
find ich ne super einfache Lösung
Hey

beim HK hier in groß oder hier in klein.
Ich hab mich für diesen enschieden, da er die gleichen Daten aufweist wie der vom Hersteller meiner Funke Empfohlen. Servokabel von alten defekten Srvos hab ich noch genug da, da kostet mich der Elko ink. Kabel und 5min Löten ca. 1 Euro statt orginal 5-8 Euro :)
Hab gleich mehere gekauft und werde alle Modelle nachrüsten + natürlich neuen Regler (TGY plush mit switsch BEC) für meine Cub.
Die plush Regler hab ich in all meinen anderen Modellen und noch nie Probleme, nur der Torcster war ne Außnahme und hätte mich fast das Modell gekostet:confused:

Gruß
Sascha
 
wie groß sollte dieser Elko gewählt werden?
Das hängt auch von deiner Empfängermarke ab! Klingt blöd, aber manchen Empfängern reichen 3 Volt, manchen nicht. Manchen Marken würde ich deshalb dickere Elkos besorgen, selber fliege ich nur 1000µF, was ich aber eher als zu wenig erachte. Viele fliegen 4700 aufwärts.

Auch Gyroscope sind manchmal sehr empfindlich, besonders die mehrachsigen.

Auch den Wiederaufsatz nach kurzzeitigem Stromausfall schaffen die S-pielzeugmarken nicht so schnell wie manche Marken, die fasst nur ein Augenzwinkern dafür brauchen.
 

Relaxr

User
Hallo -

welchen Kondensator würdet ihr dann für einen Futaba FASST Rx nehmen, wenn 6 S-3150s dranhängen? Als Elektroniklaie frage ich nochmal sicherheitshalber: der Kondensator wird zB an einen Extra Empfängerstecker (gesteckt in freien Platz am Rx) an + und - angelötet (?). Wenn kein Platz mehr frei ist zwischen die + und - Leitung des Regleranschlusses (?).
Danke - das hört sich ja machbar an :)

"Bedient" sich der Rx dann dort am Kondensator, um einen Spannungseinbruch ohne brown-out durchzuhalten? Was mich wundert, ist das diese Lösung nicht bekannter ist, ich höre das zum ersten mal....

Gruss+Dank
Markus
 

onki

User
Hallo Markus

Also ich würde es mit einem 4700µF oder 6800µF Teil versuchen. Nennspannung 10V LowESR Typ, das ist wichtig.
Die Funktion ist wie eine Art Reservetank. Der Kondensator ist im Regelfall geladen und stellt, bei einem kurzzeitigen Spannungseinbruch seine Ladung den Verbrauchern zur Verfügung. Er füllt sozusagen die Lücken. Sind die aber zu groß bricht die Spannung trotzdem ein.
Der Effekt ist uralt, gewinnt aber durch die Besonderheit bei 2G4, das dort alle Servos parallel angesteuert werden (FM hat das nacheinander getan) mehr an Bedeutung. Soll heißen beim Butterfly setzen legen alle 4 Flächenservos in einem sehr kleinen Zeitfenster gemeinsam los mit den entsprechenden Anlaufströmen. Dei FM war dies geringfügig zeitverzögert sodass die Belastung besser verteilt war und die Stromquelle etwas entspannter war.
Ich hoffe das kommt so vernünftig rüber.
Gruß
Onki
 
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