Becker RC Sender 35 MHz auf 2,4 GHz umrüsten

FFmartin

User
Hallo,
ich würde sehr gerne einen Becker 35 MHz ,s600 Sender auf 2,4 GHz umrüsten. Zur Verwendung sollte ein Jeti Duplex Modul kommen.
Gibt es jemanden der mir sagen könnte wo und wie solch ein Modul angeschlossen wird, wie einfach oder Aufwendig solch eine Umrüstung ist?

Freue mich auf eure Antworten.

Viele Grüße
Martin
 
Hallo Martin
ich habe eine Becker S1200mc auf Jeti umgerüstet. Allerdings mit einer Profibox. Bild gibt es in dem entsprechenden Becker Thread (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/111553-Becker-Sender-wieder-da/page9). Für mich immer noch der ideale Sender, wenn auch die Programiermöglichkeiten etwas eingeschränkt sind.

Von Becker gab es damals eine sehr schöne Umrüstplatine zum einbauen, an die ich das PPM Signal anlöten konnte. Ausserdem auch noch eine Antennenbuchse für die 2.4 HHZ Antenne.

Ich würde auch empfehlen, bei Becker nachzufragen. Die Platine war sehr praktisch und ich musste nicht auf der eigentlichen Senderplatine löten.

Bei Interesse kann ich gelegentlich mal meinen Sender aufschrauben und ein Bild machen.

Gruss
Eckart
 
Also dann mal ein paar Bilder von der Umrüstung meiner s1200mc auf Jeti:

Das Modul im Sender
s1200mc02.jpg

Der Sender ohne Modul: Man sieht die beiden Stecker fürs Modul
s1200mc03.jpg

Die Platine von oben:
s1200mc06.jpg

und von unten (eigentlich nur eine leere Platine):
s1200mc05.jpg

Ich hoffe, die Bilder sind detailiert genug. Aber sonderlich kompliziert ist die Platine wirklich nicht.

Eckart
 
Hallo Eckart,
ich habe leider keine s600 mc sondern noch alte s600 !
Sonst wäre es wirklich sehr einfach , da gebe ich dir recht.


Also wenn jemand Rat weiß, auch sende ich gerne meinen Sender zu wenn ein Spezi sich dessen an nehmen mag!

LG
Martin
 
Hallo,
hatte gerade gehört, dass Herr Becker wohl umgezogen sei und auf dem Gelände Baumaßnahmen stattfinden.
Ich habe auch schon versucht Herrn Becker anzurufen und ihm eine Nachricht geschickt, aber keine Reaktion. Kenne ich gar nicht so.
Weiß jemand etwas Genaues?
Vielleicht ist das nur vorübergehend, aber auf der Homepage steht nichts.
Gruss Ralf
 
Hallo,
Hatte den Hoster der Seite und den Verwalter angeschrieben. ich habe die Info bekommen, dass Herr Becker insolvent ist und sein ganzes Vermögen verpfändet sein soll. Er hat einen Titel gegen Herrn Becker und der konnte mangels Masse nicht vollstreckt werden. ich denke mal dass der Geschäftsbetrieb eingestellt ist.
In anderen Forum gibt es auch diese Informationen. Der Hoster hat die Seite inzwischen auch stillgelegt.
Gruss Ralf
 
wenn man gar nichts hat, Oszilloskop oder ähnliches, und wenn man gar nichts kann .......

holt man sich für ein paar Cent einen Ohrhörer/Kopfhörer, soll nur sehr hochohmig sein, findet raus welcher der drei Drähte am Stecker wo hin geht, also zu welchem "Lautsprecher", hier hilft eine 1,5V Batterie, dann nimmt man ein Kabel von diesem und lötet es an Minus und mit anderen Draht sucht man mal am Anschluß / Eingang des HF Moduls, des HF-Teil oder wenn einem gar nichts mehr einfällt an den Beinen der Quarzfassung, Achtung Sender darf nicht auf PCM Modus stehen ..... Quarz soll nicht eingesteckt sein .....

man merkt sich alle Punkt an denen es schön brummt und lötet dann den Eingang des Jeti Moduls nacheinander an diesen Punkten an und prüft ....
 
Die alten Becker s600/800 usw. Sender hatten kein extra HF Modul,das war direkt in das Platinenlayout integriert. Es gab aber immer ein LötPIN., an dem das PPM Signal anliegt. PCM hatten die auch nicht, es gab da nur die MCS30, die PCM konnte.
Das generelle Problem mit Fremd - HF- modulen ist aber der Umstand, dass Becker ein symetrisches PPM Siganl nutzt, (insgesamt schmalbandiger)
Beim herkömmlichen PPM gibt es einen variablen Informationspuls an den ein konstanter 0.3ms Puls angehängt wurde. Bei Becker FM ist auch dieser Impuls nicht konstant.

Wie auch immer, selbst das Jetimodul kommt damit nicht gut zurecht. Hier kann man sich aus einem Timer (555) ein asymetrisches Signal basteln. Bei Jeti braucht das dann nicht extra invertiert werden, bei Futaba oder MPX muss man zusätzlich einen einfachen Inverter einbauen.
Ausserdem ist das Signal anzupassen, die Beckersender liegen meist deutlcih über 6Vss, das kann die modernen Module gefährden.

Die neueren MC Sender von Becker kommt man im Menü einstellen zwischen BeckerFM und normalen PPM.

Becker selbst hatte eine kleine Platine im Programm mit Pegelanpassung, Inverter und PPM-Konverter im Programm. Diese war ursprünglich für die MCS30 gedacht ist aber auch universell einsetzbar.

Ausserdem gibt es noch die Möglichkeit mit einem Trimmpoti auf der Platine das Signal etwas anzupassen, dazu sollte man aber über ein Oszilloskop verfügen.

Die meisten nicht Becker Empfänger lassen sich so anpassen, weil sie etwas signaltolerant sind. Muss man testen. Am besten funktionieren 8 Kanal Empfänger. Bei 4 Kanal Empfängern gibt es Kanal-Überlagerungen.

Die Punkt Serie der Schulze Alpha Empänger hat BeckerFM aber auch direkt verstanden.

Auch wenn die Sender von Becker als recht zuverlässig galten, sind sie doch aus heutiger Sicht völlig veraltet und stossen an Grenzen.

Sender sollen auch regelmäßig gewartet werden und das ist jetzt auch nicht mehr möglich bei Becker. Ich halte den hier den 'Retro-Wahn' für bedenklich und würde diese Antikanlagen in eine Vitrine stellen.

Viele in Börsen angebotene Sender sind uralte Möhren und wenn noch ein bisschen was zuckt werden sie als funktionsfähig verkauft mit dem Hinweis auf Beckers einzigartiger Ingenieurskunst zu völlig überzogenen Preisen, wobei sie noch dann nicht mal einen Service gesehen haben.

Gruss Ralf
 
Bei allem Respekt für die Ingenieurskunst des Herrn Becker (ich hatte selber 2 Sender von ihm, 35 MHz und 4?? MHz),
ich würde sie nur noch in die Vitrine stellen.
Nicht nur wegen der für heutzutage unmöglichen "Programmiererei".
Schon damals hatte ich mit beiden Sendern Probleme mit den Kabeln von den Potis zur Platine.
Trotz "hochflexibel" brachen sie im Innern. Bei beiden Sendern.
Und das hat sich durchs Altern bestimmt nicht verbessert. Also ein Risiko.
Gruss Jürgen
 
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