Belastungsauslegung für F5B-Modelle

Hallo kmiteinander,

mal ´ne Frage am Rand:

Auf welche Belastung (G-Belastung) derden eigentlich F5B-Modelle ausgelegt?

Da die Hotti-Szene sehr bedacht und exkakt plant / baut etc. bin ich überzeugt, dass auch die Holmdimensionierung wohl durchdacht ist.

Mit dem Excel-Sheet von Christian Baron steht ja eigentlich ein vernünftiges Werkzeug zur Holmdimensionierung zur Verfügung - aber das beste Rechenprogramm ist nur so gut wie die Parameter die man einpflegt;

Mir ist auch klar, dass die Steifigkeit der Flächen ein wichtiger Parameter bei der Holmdimensionierung ist.

Also:

Nach welchen Vorgaben (Ca, G-Belastung, Fluggeschwindigkeit, Stoffwerte wie E-Modul, Biegefestigkeit, .. ) legt ihr Eure Holme für die Flieger aus?


Grüße

Andreas
 
Hallo Andreas,

ich hab zwar "nur" Auslegungen für das Freizeitfliegen gemacht, aber hier mal meine Meinung dazu:

- ca...das was das Profil maximal kann...wird so etwa bei 1,0-->1,2 liegen
- Fluggeschwindigkeit... naja... soviel Du willst... wenn der Flieger bei 60m/s nicht auseinander platzen soll, dann muss halt dieser Wert in die Berechnung einfließen. Für meine Freizeitflieger habe ich etwa 40m/s angesetzt , was schon recht ordentlich ist.
- Stoffwerte... habe ich aus dem Programm vom Christian Baron unverändert übernommen.
- G-Belastung...die wählst Du nicht aus, das Lastvielfache ergibt sich als Rechenwert aus ca, Gewicht und der gewählten Fluggeschwindigkeit.

Gruß Rolf
 
Vom Grundsatzs her ist die Berechnung schon klar - ich weiß auch, was sich gegenseitig bedingt;

Die Frage ist für mich halt, welche Größen die **Profis** einsteuern, um ihre Modelle auszulegen;

und: dann wird´s kompliziert: gerade bei den Stoffwerten gibt es erhebliche Unterschiede:

z.B.:

HTS- Rovings: Zugfestigkeit: 3.950 N/mm²; E-Modul: 238.000 N/mm²

HM-Rovings: Zugfestrigkeit: 4.500 N/mm²; E-Modul: 435.000 N/mm²

IMS-Rovings: Zugfestigkeit: 5.600 N/mm² E-Modul: 290.000 N/mm²

und das sind nur die Werte für die Rovings, welche problemlos in Modellfliegermengen zu bekommen sind.


Und die Werte lassen sich eben leider nicht ohne weiteres in die von C.Baron verwendeten Stoffwerte überführen.


Andreas
 
...Und die Werte lassen sich eben leider nicht ohne weiteres in die von C.Baron verwendeten Stoffwerte überführen.

Hallo Andreas,

ich weiß nur, das die Werte nicht die (Zug)festigkeitswerte der reinen Faser sind, so wie sie im Datenblatt stehen.

Es sind Werte welche der Verbund der Faser mit der Matrix erreicht, mit einem Sicherheitsfaktor.
Dabei ist z.Bsp.berücksichtigt die Ondulation der Faser, wie es bei Verarbeitung der Rowings von Hand nicht zu vermeiden ist.

Gruß Rolf
 
Hallo Rolf,

danke für den Link;

Das Thema Materialdaten hätten wir somit; jetzt bräuchte ich nur noch ´ne Dimensionierung von der modellfliegerischen Seite her.

Andreas
 
Wenn du auf das Lastvielfache achtest wenn du Ca und V entsprechend wählst, kann ich dir einen Anhaltewert geben.

F3B Modelle habe ich bisher immer mit n=50 dimensioniert wegen der Belastung beim Windenstart.
F5B sind ja elektromotorbetriebene Modelle und haben die max. Belastung in engen schnellen Wenden. Ich würde n=30 für ausreichend ansehen.
 
Vielleicht für dich verwendbar, Teaser:

Annahme Ca(max) bei -5° Snap, Ca=0,8-0,85, das ist das was das Profil sinnvoll schafft.
Gewicht 16,5N
Einflug Wende V(max)= 75m/s bei einem 2er evtl. noch flotter.

S ist Weihnachten, ich schick dir mal was zum Spielen per Email. (p.s.: Is schon durch)

VG Domi
 
.....?? Hat irgend jemand eine fundierte Belastungsauslegung?

Andreas

Die Biege-Belastung tritt doch hauptsächlich in der Fläche auf, die muss den Rumpf mit rum nehmen. Ich habe mal zuerst ohne die Fläche zu berücksichtigen immer mit dem max. ca das nach Dominik möglich ist grob gerechnet (zur Orientierung was geht und wo man etwa liegt):

Rumpf 1 kg
Fläche 0,5 m²
ca = 0,8

dann treten bei 45 m/s 50g auf.

Gewicht und Fläche gehen linear ein, die Geschwindigkeit im Quadrat. Das bedeutet, wird die Fläche auf 0,6 m² vergrößert (= 20%), sind ca. 62g möglich, oder das Gewicht der Fläche beträgt 200gr so dass das Gesamtgewicht 1,2 kg beträgt, dann treten wieder nur die 50g auf.

Darauf folgt: Je größer die Fläche und je leichter der Flieger um so höher die max. Belastung in g beim ausnutzen des maximalen Auftriebs ca = ca. 0,8.
 
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