Benziner: Walbro Vergaser Problem - H-Nadel hat keinen Einfluss

Genie

User
Kannst Du zu einem Kettensägenhandeler fahren ? Wenn ja, Motor abdrücken lassen. Dann hast Du Klarheit. Wenn der Motor zu fett läuft, dann ist das nicht gleich der Untergang der Welt. Sinnvoll ist es aber auch nicht. Etwas stutzig macht mich der schwarze Dreck in der Haube. Das ist auch kein gutes Zeichen. Eher ein Zeichen von Metallabrieb. Die Einlaufphase ist ja vorbei und es gibt keinen Grund für schwarzen Dreck. Daher mein Tipp. Kettensägenhandel / Werkstatt. Wenn eine Reparatur ansteht, dann besser auch in einer Fachwerkstatt. Da braucht es schon etwas Erfahrung und Übung, um solche Motoren wieder richtig zum Laufen zu bringen. Was da auf YouTube gezeigt wird muss nicht immer richtig sein und schnell wird aus einer Kleinigkeit dann eine Katastrophe
Gruß Ralf
 

Jakob_

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Update!
Hallo zusammen,
heute hatte ich die Möglichkeit einen Walbro Wt805 sowie einen weiteren Vergaser aus einer Stihl MS290 zu testen.

Zuerst zum zu großen (21mm; Verjüngung auf 19mm) Vergaser der Motorsäge:
Diesen hatte ich nich lange montiert, da ich den Motor damit nicht gescheit einstellen konnte. (An Stelle der normalen H und L Nadel befindet sich so eine Art Plastikschraube, die man nur eine halbe Umdrehung hin und her drehen kann) Nichts desto trotz hat der Motor die 24x9 damit mit 7000U/min gedreht, was mir gezeigt hat, dass der Motor mit richtig funktionierendem Vergaser die Drezahl, die er haben müsste, bekäme.

Nun zum WT805, den ich testen konnte:
Dieser ist von der Baugröße her schon kleiner und der Durchlass verengt sich im gegensatz zum originalen HDA246 auch von 19mm auf "nicht gemessen", geschätzt 16mm.
Und siehe da, die H-Nadel verhält sich ganz normal. Wenn sie ganz zu ist stirbt der Motor beim Gasgeben logischerweise ab, beim originalen war das völlig egal.
Drezahl war zwar sogar 100U/min niedriger, als beim originalen, aber ich denke das liegt daran, dass er zu klein ist.
Übrigens kommt damit auch kein Dreck mehr aus dem Dämpfer.

Ich denke somit müssen wir uns keine Sorgen machen, dass der Motor Nebenluft zieht oder sonstiges?

Zuletzt zum originalen HDA246 :
Ich habe den Vergaser nochmals gereinigt und neue Dichtungen... verpasst.
Jetzt bin ich aber der Meinung, dass aus der H-Düse ((fast)) gar kein Sprit kommt. Der Motor läuft bei Vollgas zu MAGER! (L-Nadel: alles zwischen 1 und 2 Umdrehungen; H-Nadel zwischen 0 und viele:D Umdrehungen)
Einmal hat sich die H-Nadel dann ganz herausvibriert, worauf der Motor ausging.
Würde das passieren, wenn die Düse tatsächlich verstopft wäre?
Hat irgendjemand eine Idee?
 
Umdrehungen; H-Nadel zwischen 0 und viele:D Umdrehungen)
Einmal hat sich die H-Nadel dann ganz herausvibriert, worauf der Motor ausging.
Hallo

Hat Nadel keine Feder ?

bin früher bei Stihl Dienst als Reaparturmechniker tätig gewesen
die Einstellungen (Standart) für Walbro, beide Nadel 1 Umdrehung, H-Nadel kann nie zu sein , um an höhere Drehzahl zu kommen dreht man die klein wenig zu,(nicht auf)

Ich habe den Vergaser nochmals gereinigt und neue Dichtungen... verpasst.
Nur Dichtungen, Membranen auch, oder? wenn ja, ob Einbau auch korrekt war(ist) , erstmal Membranen, dann Dichtungen, dann Deckel

Gruß
Waldemar
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja irgendwann ist die Feder halt zuende, ich wollte halt sichergehen, dass die Düse auch wirklich offen ist.
H-Nadel am meistens ! dreht man Richtung zu (nicht ganz zu,sonder Standart 1Umdrehung und dann uu auf höhere Drehzahl zu kommen) , wie gesag um z.Bsp. Stihl 260( 026-ge)auf 14000U/min zu kommen,
in deinem Fall kommt die Säge nie auf diese Drehzahl

Gruß
Waldemar
 

Jakob_

User
Ist nicht böse gemeint aber ich glaube du hast mein Problem nicht ganz verstanden.
Das Problem ist, dass bei diesem Vergaser die H-Nadel keinen Eifluss hat. Es macht keinen Unterschied, ob sie komplett zu, oder offen ist.
 
Das Problem ist, dass bei diesem Vergaser die H-Nadel keinen Eifluss hat. Es macht keinen Unterschied, ob sie komplett zu, oder offen ist.
Ich habe nur geschrieben, dass H-Nadel ist für höhere Drehazhl bestimmt und man dreht die nicht auf, sondern gibt Gas und gleichzeitig dreht die Nadel klein wenig zu, da steigt Drehzahl beim Vollgas.
Im Standgas(Leerlauf) merkt man nichtst, wenn man am H-Nadel dreht
Das wollte ich sagen.


Einlassnadel eingeschaut ? Wie sieht Gummispitze aus, ob Hebel an Einlassnadel schon nicht verbogen ist, Vergaser mit Druck überprüft, ob dicht ist ?
Da kann schon mehr sein , als nur Membranen mit Dichtungen zu erneuern.
Wenn z.Bsp. Vergaser undicht ist, kann sein, dass Nadel nicht zu geht , oder Düse undicht ist

Gruß
Waldemar
 
Zuletzt bearbeitet:

-mhr-

User
......Nun zum WT805, den ich testen konnte:
Dieser ist von der Baugröße her schon kleiner und der Durchlass verengt sich im gegensatz zum originalen HDA246 auch von 19mm auf "nicht gemessen", geschätzt 16mm.
Und siehe da, die H-Nadel verhält sich ganz normal. Wenn sie ganz zu ist stirbt der Motor beim Gasgeben logischerweise ab, beim originalen war das völlig egal.
Drezahl war zwar sogar 100U/min niedriger, als beim originalen, aber ich denke das liegt daran, dass er zu klein ist.
.....
Nach meiner Erfahrung ist der 16er Durchlass (Venturi-Düse) für einen 60ccm Motor o.k.! Der Durchmesser muss zu den Strömungsverhältnissen passen. Ist die Venturi-Düse zu groß, sinkt der Druck an der Stelle nicht mehr genug ab, um Sprit anzusaugen. Da kannst Du dann die H-Nadel 5U rausdrehen und der Motor stirbt dennoch wegen Spritmangel ab.

Vgl. Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Venturi-Düse
.....
Wenn ein Fluid durch eine Venturi-Düse fließt, ist an der engsten Stelle des Rohres der dynamische Druck (Staudruck) maximal und der hydrostatische Druck minimal. Die Geschwindigkeit des Fluids steigt im Verhältnis der Querschnitte beim Einströmen in den engeren Teil an, weil im ganzen Rohr dieselbe Masse pro Zeit durchfließt (Kontinuitätsgesetz). Dadurch sinkt der Druck im Abnahmerohr, das sich im engen Teil befindet. Damit entsteht ein Differenzdruck, der in Messgeräten oder zum Ansaugen von Flüssigkeiten oder Gasen benutzt werden kann.

Die Druckdifferenz ist bei idealen Flüssigkeiten (inkompressibel und reibungsfrei) durch die Bernoulli-Gleichung gegeben. Bei idealen Gasen gilt die erweiterte Bernoulli-Gleichung.
......

Extrem Beispiel: Ein VG mit 19er Venturi an einem 11ccm 4-Takter! Das wird nicht gehen, das ist für den VG nur ein laues Lüftchen an der V-Düse!
 

Jakob_

User
Nach meiner Erfahrung ist der 16er Durchlass (Venturi-Düse) für einen 60ccm Motor o.k.! Der Durchmesser muss zu den Strömungsverhältnissen passen.
Für den GP61 ist dieser Vergaser wohl nicht passend und GP wird mit dem HDA schon die richtige Wahl getroffen haben.
Aber das ist ja auch egal, der Vergaser hat Klarheit geschaffen, dass das Problem der H-Nadel nicht am Motor, sondern an meinem HDA246 liegt.
 

Jakob_

User
Einlassnadel eingeschaut ? Wie sieht Gummispitze aus, ob Hebel an Einlassnadel schon nicht verbogen ist, Vergaser mit Druck überprüft, ob dicht ist ?
Da kann schon mehr sein , als nur Membranen mit Dichtungen zu erneuern.
Wenn z.Bsp. Vergaser undicht ist, kann sein, dass Nadel nicht zu geht , oder Düse undicht ist
Spitzen aller Nadeln sind, wie sie sein sollen. Der Hebel der Einlassnadel wurde mittels Schablone überprüft und passt. Drucktest (0,8bar) hat der Vergaser auch bestanden.
 

Huskydoc

User
Noch mal eine blöde Frage zum Verständnis: Wenn die H-Nadel komplett geschlossen ist, ist dann die Feder auch auf "Block"? Also nicht, dass die Feder den Einstellbereich der Nadel beeinträchtigt?
 

Huskydoc

User
Boah, unnormal Alder......
Na da hab ich ja schon richtig Bock auf meinen GP61.
 

Jakob_

User
Jaa... Ich habe wirklich absolut keinen Plan mehr, was dem Vergaser fehlt.
Ich denke es wird darauf hinauslaufen, dass ich mir in kürze einen neuen bestelle.
Auch wenn es weh tut, wenn man bedenkt, dass dieser und manch anderer HDA 246 wohl von Anfang an mit Fehler ausgeliefert wurde. Ein unnötiger Einschnitt in die Hobbykasse😬.
Aber ich hoffe für dich, dass deiner keine Mucken macht und von Anfang an gescheit läuft.

Wenn irgendjemand irgendeine Idee hat, immer gerne her damit.
 

Bernd Langner

Moderator
Teammitglied
Hallo
Also zweiter Beitrag war schon richtig Ultraschallbad da muß der Vergaser hinein da kann
immer noch etwas sitzen was sich nicht löst.

Hier mal ein Video wie profesionell ein Vergaser überholt wird dazu gibt es extra ein
Teilesatz

Hier mal ein Walbrovergaser im Schnitt zur Ansicht der Funktion

Walbro.JPG


Die Nummer 8 ist die Drosselklappe 20 ist Choke 9-11 Die Bohrungen für Leerlauf und Übergang mit L-Nadel 13. Die 19 ist die Düse für
Vollgas mit H Nadel 18.
Es kann natürlich sein das irgend jemand die Nadeln mal zu kräftig zugedreht hat dann ist der Sitz defekt
kann ebenso an der Leerlaufnadel passieren. Ist der Sitz defekt kommt zuviel Sprit durch bzw man kann nicht mehr magerer drehen.
Du mußt wie im Video halt die Kanäle orten und versuche da durchzublasen wenn die Nadeln zu sind bzw Gegenprobe
Durchgang wenn Nadel offen.
Ansich sind die Walbrovergaser sehr einfach gestrickte Teile die einfach zu händel sind wenn man weiß wie die Dinger funktonieren.

Sau dumme Frage eventuell die Feder ausgehängt und die Drosselklappe in der falschen Zu- Positon?

Gruß Bernd
 
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