BIRD OF TIME (Dynaflite): Lieferant in Deutschland?

Roland

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Bird Of Time 5m

Bird Of Time 5m

Hallo Olli,

ich will Dir kurz meine Meinung/Erfahrung zum Thema BoT in Übergröße sagen. Ich habe den BoT auf 3.5m vergrößert, siehe ein paar Seiten vorher. Dazu habe ich Hartmut Siegmann kontaktiert und um seine Meinung gebeten.

Ergebnis: Man sollte das Modell nicht einfach hochskalieren, die Flächentiefe wird viel zu groß und das Modell steht dadurch nur noch in der Luft und kommt nicht mehr gegen den Wind an. Daran habe ich mich bei meinem Entwurf auch gehalten und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Bei 5m Spannweite musst Du dich außerdem um die Festigkeit intensiv kümmern, die Holme müssen da richtig dimensioniert werden, sonst wird der Flügel zu weich. Die Belastung/Durchbiegung wächst überproportional zur Spannweite.

Gruss

Roland
 
Bin fertig - uff!

Bin fertig - uff!

Nun ist es endlich geschafft. Meine BoT ist fertig.
Sie wiegt mit dem schweren 4000' er Akku 2100 gr. Den Akku musste ich ganz nach vorne schieben, sonst hätte ich den Schwerpunkt nicht hinbekommen. Ich habe den Schwerpunkt nach Plan 10 cm hinter der Nasenleiste gesetzt - passt das?
Nachdem ich noch keine Erfahrung mit einem Pendelleitwerk habe die Frage an Euch, wie groß denn der Ausschlag max. sein darf. Habt Ihr Expo drauf?
Erstflug wird nächstes Wochenende sein - sofern das Wetter passt und der Wind nicht zu sehr bläst. Ich bin gespannt.
Ps. Ich möchte mich noch bei Eckhart Müller für die Vector Grafik bedanken - sieht klasse aus. Ferner Dank an Ortwin, der mit seinen Tipp zum Pemax mir sehr geholfen hat.


Anbei ein paar Bilder.
Gruß Matthias
 

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Erstflug - naja - Fragen!

Erstflug - naja - Fragen!

Letztes Wochenende habe ich die BoT das erste mal in die Luft gebracht.
Zunächst hat mein Fliegerfreund meine BoT im Laufen in die Luft befördert und geschaut, ob die BoT sich neutral verhält. Das sah gut aus, der Schwerpunkt passe und so habe ich mich entschlossen den Erstflug mit Motor zu wagen.
Kaum in der Luft, habe ich bemerkt, dass ich das Leitwerk mit zuviel Tiefe eingestellt habe. Mit voll gezogenen Höhenruder habe ich es geschafft die BoT in der Luft einigermaßen stabil zu halten. Volle Trimmung hat leider nicht das gewünschte Ergebnis gebracht. Nichts wie runter, so war mein Ansinnen. Beim letzten Kreisen hat die Bot auf einmal dramatisch an Höhe verloren und ist im Acker eingeschlagen. Ich vermute, dass ich zu langsam geworden bin - Motor war aus - und ein Strömungsabriss die Ursache gewesen ist. Anbei ein paar unsaubere Bilder von einer Photocam - Video.
Der Schaden war nicht so schlimm. Die Flächenbefestigungen und die Spante F1 und F2 waren rausgebrochen. Der Rumpf hinten angerissen. Die Flügel und der Motor blieben heile. Ich hab nun alles wieder repariert und auch dabei versucht, das Gewicht noch besser nach vorne zu verlagern. Ist mir nicht ganz geglückt. Ca 45 gr. Blei habe ich noch vorne unter den Motor gepackt. Den großen, schweren 4.000' er 3S muss ich auch nehmen, da ich sonst mit dem Schwerpunkt gar nicht hinkommen würde. Der Flieger wiegt nun flugfertig 2045 gr.
Ich frag mich ehrlichgestanden, wie man den Schwerpunkt ohne Motor + Schnauzenverlängerung überhaupt hinbekommt. Das Leitwerk und den Rumpf hinten habe ich eigentlich deutlich durch massives Schleifen abgespeckt.
Bevor ich den nächsten Versuch wage, die Frage an Euch, wie man bei der BoT das Pendelleitwerk korrekt einstellt. Der Ruderausschlag beträgt 4 mm. Das Ruder ist // zur Fläche. Zumindest habe ich das so mit einem langen Lineal ermittelt. :confused:

Für Tipps bin ich dankbar.

Gruß
Matthias
 

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mh-32

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BoT

BoT

Servus,

wenn ich das // richtig interpretiere, ist das Höhenruder parallel zu den Flächen - gib mal den Begriff "EWD" ins Wiki ein.
(Kurz: Das HLW muss einen positiven Winkel zur Fläche haben, d.h. die Nasenleiste des HLW muss nach oben,bei meinen BoT´s ca. 1,5° bis 2°, abhänging vom Schwerpunkt).

Gruß
Uwe
 
ewd wird eigentlich am tragflügel angegeben!
bedeutet: hlw auf null und dann wird der anstellwinkel der fläche gemessen. meistens ist es ein positiver wert, nur bei bestimmten fliegern kommen auch negative werte vor (dd an der oberen fläche...)
also bitte nicht die nase des pendelruders anheben, sonst kommt da ne negative ewd raus und das ding geht direkt in den acker!
nase vom ruder muss nach unten.
wenns mit dem messen nichts wird...
den flieger so ausrichten, das die unterseite der tragfläche in waage ist. den flieger jetzt gut fixieren und dann die kleine wasserwaage (elektrikerwaage) auf das pendelruder legen. die blubber sollte jetzt leicht in richtung endleiste des ruders wandern! so hast du erstmal ne positive ewd und der rest ist erfliegen.
 
Hallo Klaus, Torti und Uwe,
danke für die Tipps!
Wenn ich Torti's Anleitung richtig interpretiere, dann sieht mein Setup es ohne Veränderung so aus:
Wenn die Flächenauflage waagrecht ist, dann ist zur Zeit mein Pendelleitwerk ebenfalls waagrecht - siehe Bilder.
D.h. ich ändere nun die Einstellung minimal analog der Pfeile, so dass die Blase leicht nach links richtung Endleiste wandert.
Korrekt?
Danke und Gruß

Den ursprünglichen Setup vor meinem Absturz habe ich leider nicht dokumentiert. Da bin ich auch nicht gründlich genug vorgegangen - und hab dafür bezahlt (mit einem blauen Auge (:=).

Noch die Frage, wie groß dürfen die Ausschläge sein. Hab bei Pendelleitwerke keine Erfahrung. Danke
 

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vollker

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Für die EWD ist die Profilsehne maßgeblich, nicht die Unterseite der Tragfläche.

Für die EWD ist die Profilsehne maßgeblich, nicht die Unterseite der Tragfläche.

Sorry, wenn ich mich einmische. Bitte nicht die Unterseite der Tragfläche messen, sondern die Linie von der Spitze der Nasenleiste bis zur Spitze der Endleiste (Profilsehne). Da ist im Normalfall nicht identisch mit der Tragflächenunterseite.
 
volker, du hast recht, aber hier geht es um praktische hilfe und um ein "älteres" tragendes profil.

wenn er nach meiner "anleitung" vorgeht kommt er auf ne ewd von mindestens 1,5 grad und damit hat er den anfang schonmal gemacht. alles zwischen - pi mal daumen - 1,5 bis 3 grad hält die kiste am stressfreien fliegen und man kann sich um die feinabstimmung kümmern.

...und so, wie du die pfeile angezeichnet hast, ist es richtig. jetzt kannst du das gestänge (den zug) so einstellen, dass die blubber ganz leicht nach links auswandert. trimmung am sender aber auf null, damit du weg zum trimmen hast.

und gleitflüge! auch wenn du laufen musst...;-)
 

vollker

User
@Torti, Du hast recht. Als praktische Hilfe reichts.

Ich habe gerade nochmal die Zeichnung rausgekramt und nachgemessen: es handelt sich um einen Fehler von lediglich 1,5 Grad. Wenn man also Tragflächenunterseite und Höhenleitwerk parallel einstellt, hat man bereits 1,5 Grad EWD in die richtige Richtung. Jetzt noch einen kleinen Klacks dazu und man ist im richtigen Bereich.

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@Matthias: Du schreibst, beim Werfen war Teifenruder noch richtig eingestellt, beim anschließenden Motorflug und Gleiten nicht mehr? Da muss zwischendurch etwas passiert sein.

Ich hatte mit meinem BoT einmal einen Absturz, weil ich das Höhenleitwerk verkehrt aufgesteckt hatte: Linke und rechte Hälfte vertauscht, Unterseite dadurch nach oben. Und weil die Steckung im HLW nicht ganz symetrisch war, stimmte dann die EWD nicht mehr. Der BoT zog beim Start sofort nach oben. Auch maximaler Tiefenruderausschlag reichte nicht zum Geradeziehen :cry: Seitdem habe ich die Höhenruder an der Unterseite mit einem "U" für "unten" beschriftet. Farblich sehen bei mir (und auch bei Dir) Unter- und Oberseite leider identisch aus, so dass dieser Fehler leicht passieren kann.
 
@Torti + Volker,
ich war 14 Tage offline, daher habe ich nicht geantwortet. Danke für die Tipps. Morgen ist das Wetter passend und ich werde einen zweiten Versuch wagen.
@Volker: Das Höhenleitwerk war beim Erstflug richtig aufgesteckt. Das war nicht die Ursache meines misslungenen maidenflight. Ein Freund von mir hat vor dem ersten Start im vollen Lauf den Bot geworfen und wieder aufgefangen. Da sah alles gut aus und wir haben anschliesend die BoT mit Motor in die Luft gebracht und dann war zuviel Tiefe im Ruder.
Was wir nicht gemacht haben, waren Gleitversuche am Hang ohne Motor. Ich bin nun am überlegen, ob ich die ersten Versuche nun am Hang durchführe. Den muss ich erst suchen, da an meinem Flugfeld kein Hang ist. Weiterer Nachteil, dass ich dann keine fremde Unterstütung habe und die Bot ich beim Erstflug ungern selber werfen möchte. Also doch am Flugplatz mit Motor probieren? Was meint Ihr? Ich bin eigentlich kein Schisser, bei Erstflügen, aber die große Spannweite kann den Rumpf schnell wieder beschädigen, wenn ich unsauber aufkomme.
Gruß
Matthias
 

vollker

User
Hallo Matthias,
das kann aus meiner Sicht nicht sein! Wenn er im Wurf richtig eingestellt ist, muss das auch noch mit Motor funktionieren. Wenn es so ist, wie du schreibst, stimmt irgendetwas nicht.

Zuerst würde ich auf Fehlersuche gehen, warum die Tiefe plötzlich nicht mehr stimmte. Hast Du irgendwelche Mischer programmiert? Ist das Höhenruder fest und halbwegs spielfrei angelenkt? Ist der Motorsturz total falsch eingestellt?

Danach würde ich den BoT werfen lassen und nach langen geradem Flug auf Gras landen (sicherlich erst nach 50-100 Metern). Wenn das einige Male gut klappt, kannst Du mittem im Gleitflug langsam Gas geben.
 
Hi Volker,
danke für die Antwort. Ich werd es mit Gleitflügen versuchen. Die ersten "Wurfversuche" meines Freundes waren so, dass der Flieger noch nicht wirklich "gleiten" konnte.

Ich weis nicht wie ich das beschreiben soll, aber der Wurf hat den Flieger noch nicht wirklich zum Gleitflug gebracht. Es waren eher "Hopser". Daher würde ich zunächst davon ausgehen, dass die ersten Versuche nicht wirklich zur Beurteilung zum Setup des Fliegers taugten.

Der Fehler ist erst aufgetreten, nachdem der Flieger das erste mal wirklich (mit Motor) in der Luft war. Die BoT ist bei voll gezogenen Höhenruder mit voller Motorleistung auch gut gestiegen. Das kann ich auch noch auf dem Video sehen, was mein Sohn gedreht hat. Sicherlich kann auch der Motorsturz noch falsch und eine Fehlerquelle sein. Ich glaube aber eher, dass es das falsch eingestellte HLW war.
Ich werde morgen sehen was passiert. Drück mir die Daumen!
LG
Matthias
 

Gast_7158

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Erstflug Bird o. T.

Erstflug Bird o. T.

Ich habe im August meinen 3. Bird gebaut, diesmal den Holzbaukasten von Dynaflite. Am 23.8.11 war Erstflug und er flog auf Anhieb. Es ist die reine Seglerversion. Der angegebene Schwerpunkt hat gestimmt und bei Nullwind machte der Bird einen sehr langen Gleitflug (wandern war angesagt - Modell-SPORT).
 

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Erstflug (2. Versuch) erfolgreich!

Erstflug (2. Versuch) erfolgreich!

Heute hat alles heute super geklappt! Wir haben zunächst Gleitversuche gemacht - hat gepasst. Danach mit Motor. Die Höhe war immer noch etwas zu tief eingestellt, was ich aber mit der Trimmung kompensieren konnte. Danach ist sie wunderbar gesegelt und wollte gar nicht mehr runter.
Nächstes Wochenende werde ich die BoT wieder in die Luft bringen. Was ich noch verbessern muss, ist ein kleiner Spalt an der Wurzelrippe, die dazu führt, dass die Fläche leicht wippt, da ein Spiel von ca. 1 - 1,5 mm vorhanden ist.
Dank an alle, die mit mit Tipps geholfen haben.
Leider habe ich keine Photos von dem tollen Flugbild (BoT + blauer Himmel + wilder Kaiser im Hintergrund)
@knzink - Gratuliere zu Deinem erfolgreichen Bau + Erstflug!

Gruß
Matthias
 
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vollker

User
Herzlichen Glückwunsch an Matthias und Knut zu Euren Erstflügen. Zwei Erstflüge an einem Tag und bei uns so starker Wind, dass ich alleine auf dem Flugplatz war. Nach zwei Stunden Kampf mit der Cularis gegen den Wind (auch bei schönen und schnell ziehenden Wolken) war ich dann durchgefroren.

Noch viele schöne Flüge
Volker
 

Ortwin

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... zeigt mal Eure Vögel

... zeigt mal Eure Vögel

Ich war heute mal kurz fliegen, eigentlich viel zu schwül-warm und zu bewölkt, aber es ging. Gute 3 Std. mit Zwischenlandung und 12 min Motorlaufzeit. Welche Liegestühle könnt ihr empfehlen?:D

Bird_unten.JPG

( Nein, der Hund ist nicht zu dick sondern nur verfressen und ja die Radkappe ist auch weg.)

Bird sky_1.JPG

Bird Bird.JPG

Bart-Sharing, kurz darauf kamen noch zwei weitere Greifvögel hinzu.

Schön wars.

Gruß
Ortwin
 
... da waren am Sonntag zwei Vögel in der Luft

... da waren am Sonntag zwei Vögel in der Luft

Hallo Ortwin,
tolle Bilder von Dir.
Auch mein Bird war am Sonntag in der Luft. Bei mir war ebenfalls prima Thermik und ich konnte wie Du ebenfalls ohne Motor oben bleiben. Ich hatte allerdings nur längstens 45 min. Ausdauer, dann habe ich den Flug unterbrochen. Hab im ganzen ca. 800 mA verbraucht. Die BoT nimmt im Vergleich zu anderen Segelflieger, die Zeitgleich in der Luft war, deutlich besser die Thermik an. Ich bin auch als BoT Neuling erstaunt, wie langsam der Flieger fliegt und wie gering der Gleitwinkel ist. BoT fliegen, ist wie eine Beruhigungspille nehmen.
Hab auch alleine Handstarts durchgeführt. War kein Problem. Dein empfohlener Motor hat genug Leistung und der Flieger ist nun korrekt eingestellt.
Ps. Wir haben am Flugplatz eine wunderbare Bank, Blick Richtung Inntal und dem Wilden Kaiser im Hintergrund, da kann man sich prima platzieren und der BoT beim Kreisen zusehen. Tolles Flugbild hat der Vogel. Danke an Klaus, der die Photos geschossen hat. Andere Vögel, wie bei Dir, die den Bart ebefalls nutzen wollten, waren nicht da. Kommt aber auch häufig vor.
Gruß
Matthias
 

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