BL-Zweimot - zwei mal BEC????

Gast_12394

User gesperrt
Jetzt frag' ich mal einen, der sich damit auskennt:

Liebe Auskennende,

derzeit bastel ich mir gerade eine Zweimot, nämlich eine Twin Otter von Hangar 9 zusammen.

Motorisiert wird das Fliegerchen mit zwei Aeolian 4260-KV500, zwei ROCKAMP Heli Performance Regler 100A / 5A XBEC und zwei 6S 5000 mAh Lipos. Ich weiß - a bissl heftig, aber...

An Servos hab ich verbaut:

- 2 Hitec HS7955 auf Quer
- 4 Hitec HS5645 auf Wölb, Seite und Bugrad
- 2 Hitec HS5245 auf Höhe und evtl.
- 1 Hitec HS5085 auf Schalter Scale-Beleuchtung.

Für die Beleuchtung (alles von Emcotec) ist ein extra Lipo 2S2P mit 2700 mAh vorgesehen.

Nun zu meiner eigentlichen Frage:

ich hab ja ausschließlich Digital-Servos verbaut. Besonders plagen werden sich diese mit den kleinen Ruderchen ja nicht müssen, aber

- reicht das BEC von einem der beiden Regler zur sicheren Stromversorgung der Empfangsanlage?

- wäre es grundsätzlich möglich, beide BEC's am Empfänger (Futaba 6014HS 2,4 gHz) anzuschließen oder raucht da irgendwas ab oder

- soll ich auf ein oder beide Regler-BEC verzichten und ein externes BEC (z.B. Turnigy UBEC 8/15A 6-12,6V 2-3S Lipo = Beleuchtungs-Lipo) verwenden oder

- ein Regler-BEC und einen 6Volt-Pufferakku verwenden????

Knifflige Sache - da wäre ich über eine fachkundige Antwort sehr froh!

Besten Dank im voraus und herzliche Grüße vom Tegernsee,
Peter
 

rkopka

User
könnte ich ggf. in die Pluskabel der Regler/Empfängerkabel Schottky-Dioden einlöten?

Und wenn ja, welche Dioden sind da geeignet?
Gefunden hätte ich...
Ja kannst du. Damit hast du zumindest Sicherheit gegen einen Reglerausfall. Durch die 2 Akkus auch gegen einen Akkuausfall. Sicherheitshalber sollte hinter den Dioden noch ein schaltfester Elko liegen.
Eine andere Möglichkeit ist das Teilen der BEC Versorgungen. D.h. die Hälfte der Servos hängt an einem BEC und die andere mit dem Empfänger am anderen. Gibt eine gute Aufteilung der Belastung, aber keine Sicherheit.

Die Dioden sind prinzipiell OK, aber etwas schwach. Kurzfristig können digitale Servos ganz schön Strom ziehen. Also lieber 10A+ nehmen. Das andere Problem ist die Verlustleistung. An der ersten Diode fallen etwa 0,55V ab. Bei 2A Dauerstrom sind das immerhin 1W. Das ist OK, wenn die Anschlußbeinchen auf einer größeren Kupferfläche verlötet werden. (25K/W wenn die Beinchen in 10mm Abstand vom Gehäuse nicht mehr als Umgebungstemperatur erreichen). -> 25°C Temperaturerhöhung. Wenn das ganze aber freischwebend angeschlossen wird oder schon der Ruhestrom höher ist, sieht das deutlich schlechter aus. Bei der SMD Diode ist es noch schlimmer, da brauchst du auf jeden Fall eine Platine mit größeren Flächen um die Verlustleistung wegzubringen.
Ich bevorzuge Dioden im TO-220 Gehäuse, die bringen etwas mehr Wärme weg und können leicht mit Kühlkörpern ausgestattet werden.

RK
 

Gast_12394

User gesperrt
aha???

aha???

Ja kannst du. Damit hast du zumindest Sicherheit gegen einen Reglerausfall. Durch die 2 Akkus auch gegen einen Akkuausfall. Sicherheitshalber sollte hinter den Dioden noch ein schaltfester Elko liegen.
Eine andere Möglichkeit ist das Teilen der BEC Versorgungen. D.h. die Hälfte der Servos hängt an einem BEC und die andere mit dem Empfänger am anderen. Gibt eine gute Aufteilung der Belastung, aber keine Sicherheit.

Die Dioden sind prinzipiell OK, aber etwas schwach. Kurzfristig können digitale Servos ganz schön Strom ziehen. Also lieber 10A+ nehmen. Das andere Problem ist die Verlustleistung. An der ersten Diode fallen etwa 0,55V ab. Bei 2A Dauerstrom sind das immerhin 1W. Das ist OK, wenn die Anschlußbeinchen auf einer größeren Kupferfläche verlötet werden. (25K/W wenn die Beinchen in 10mm Abstand vom Gehäuse nicht mehr als Umgebungstemperatur erreichen). -> 25°C Temperaturerhöhung. Wenn das ganze aber freischwebend angeschlossen wird oder schon der Ruhestrom höher ist, sieht das deutlich schlechter aus. Bei der SMD Diode ist es noch schlimmer, da brauchst du auf jeden Fall eine Platine mit größeren Flächen um die Verlustleistung wegzubringen.
Ich bevorzuge Dioden im TO-220 Gehäuse, die bringen etwas mehr Wärme weg und können leicht mit Kühlkörpern ausgestattet werden.

RK

Hallo RK,

erst mal danke für die ausfühliche Antwort und die sicherlich hilfreichen Tipps!
Leider versteh ich als elektronischer Frühsteinzeitler nur Bahnhof...

Ich hab mir jetzt auf anraten eines befreundeten Elektromeisters 10 Ampere Schottky-Dioden besorgt. Die hab ich jeweils in die Pluskabel der Regler/Empfänger-Leitungen eingelötet. Zuvor hab ich sogar die richtige Richtung ermittelt.

Wie auch immer - heute ausgiebig getestet und für gut befunden! Die Dioden werden handwarm, überhitzen aber auch in der gut beheizten Werkstatt nicht. Ich hoffe, dass klappt dann alles auch im Flugbetrieb...

Nochmals besten Dank,
Peter
 

Anderl

User
Servus

Es tut mir leid, aber ich kann mir das hier jetzt nicht verkneifen.

Warum hast du diese Frage nicht gestellt, bevor du dir die Rockamp Regler gekauft hast :confused:
War's dir da noch egal?

Dann hätte ich dir zu YGE Reglern der L-Serie geraten.
(Bsp.: YGE 80)
Die kannst du im Parallelbetrieb oder aber auch mit Pufferakku zusammenstöpseln wie du lustig bist. Keine Verlustleistung durch Diode, kein Abtrennen des Pluspols, kein Aufteilen der Servos.
Doppelstromversorgung wäre inklusive.

Mit Diode gehts auch, aber eleganter ist's gleich mit den YGE Reglern.
Und noch was, was ich persönlich nicht nachvollziehen kann:
Leider versteh ich als elektronischer Frühsteinzeitler nur Bahnhof
Ich hoffe, dass klappt dann alles auch im Flugbetrieb...
Ich selbst hab leider zu wenig Kohle um ein Modell von der Größe und Preisklasse der H9 Twin Otter einfach so zu riskieren.

Viel Glück

Grüße

Andi
 
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