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Blattspitzenantrieb ...

Spunki

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hohle Rotorblätter ...

hohle Rotorblätter ...

Hallo wurpfel

Die Rotorblätter sehe ich nicht so als das Problem, da gibts mittlerweile diverse hole aus Alu, siehe nur z.B. http://www.dds-modelltechnik.de/Rotorblaetter_Inhalt.htm

Eher schon den Kompressor, könnte aber mit einer (Wellenleistungs)Turbine klappen die einen entsprechenden leistungsstarken (Radial)Verdichter antreibt, vielleicht auch mit V-Motor oder sogar elekrisch?


Quelle: http://www.luftpiraten.de/glos_b32.html

Aber auch die Dichtung zum rotierenden Rotorkopf hin, möglichst reibungsfrei, event. als berührungslose Labyrinthdichtung ausgeführt ...


Grüße Spunki
 
Hi,
das Problem ist der Wirkungsgrad bei den Blattspitzenantrieben.Mein Chef Dr.Goetz Heidelberg hat solche Hubschrauber bei MBB in Ottobrunn Entwickelt.Der größte hatte 30 Meter Rotordurchmesser.Der Hubi sollte als Lastenhubi für die Bundeswehr gefertigt werden ,wurde aber nahc der Oelkriese in den 70ziger Jahren nicht mehr weiterentwickelt da ineffizienter wie direkt durch Getriebe angetriebene Rotoren.Als alternative wäre ein Hubi mit höher drehenden E-Motoren in den Blattspitzen mit Luftschrauben.Das wäre schon bedeutend effizienter wie die Luftpusterumlenk Versionen.
 

FamZim

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Hi Christian

Effizienter sind die Propantriebe am Blattende sicherlich, aber sie werden dann mit über 1000U/min um die Hochachse gedreht :D
die werden sich schön bedanken und verformen wenn sie so vergewaltigt werden!

Gruß Aloys.
 
Klar,da werden die Kreiselkräfte vergewaltigt und das Rotorblatt ständig getwistet.Hat schon seine Gründe ,dass wir solche Hubschrauberkonstruktionen nicht überall herumflattern sehen.
Bei Philip Moris ,gibt es alle Jahre einen Preis.Dort war einmal ein Hubi mit Blattspitzenantrieb.Der klu dort war ,das das Gebläse direkt oben im Rotorkopf,ein Radialgebläserad ,eingebaut war und sich somit die Luftführung nur auf die Rotorblätter beschränkt hat.Bei der INTEREX haben verschiedene Drehflügel mit Luftschrauben Blattspitzenantrieb flugversuche unternommen.Waren aber alles ehr designs alla Ahornsamen.
 

Spunki

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Ineffizienz ...

Ineffizienz ...

Danke Jungs

Schon klar, dieses Antriebskonzept ist nicht gerade Effizient, aber was das angeht da sind die meisten unserer Modellantriebe grottenschlecht und hätten wirtschaftlich gesehen keine Chance, denkt nur mal an die Wirkungsgrade unserer Impeller, Turbinen und Motore ...

Weiters, ein Heckrotor frisst auch mind. 15% der gesamten Antriebsleistung ...

Hmmm, wie wärs mit "Dampf"?, wär simpel und könnte klappen, die Frage ist nur wie lange (Flugzeiten)? ...


Grüße Spunki
 

FamZim

User
Hi

Also Dampf braucht sicher mehr Energie wie ein Kompressor, weil das Wasser erst mal verkocht werden muß.
Andererseits, kann der Kessel leichter sein als der Kompressor.

Den Propantrieb "KÖNNTE" man modifizieren und kleine Hubschraubersteuerungen, also mit Taumelscheibe und so verwenden, um dann mit voll Nick das Kreiselproblem zu kompensieren:D :D

Gruß Aloys.
 
Hi Leutz

der inhalt der grossen lagersilos wird mit pressluft eingeblasen, um die ecken gehts dort mit einem umlenktopf. das würde auch bei blattspitzen einen deutlich höheren wirkungsgrad bescheren..


alternativ würde sich doch ein impellerantrieb ganz gut eignen..

ich habe noch zwei microfan, zwei EDF40 und EDF55 rumliegen. depron hats auch noch genug.. bis zur interex sind es noch 20tage, das müsste für einen proto doch reichen ;)


kennt ihr den hier?
 

Spunki

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Verschiedene Lösungsansätze ...

Verschiedene Lösungsansätze ...

An CO2 hab ich auch schon gedacht, gäbe es in verschieden großen Patronen (z.B. u. a. für Schwimmwesten), allerdings befürchte ich durch die Expansion "Düsenvereisung" und kann jetzt auch nicht abschätzen ob und wie lange der Energieinhalt ausreichend ist ...

Hingegen bei Wasserdampf könnte man eine beachtliche Energiemenge in den Druckbehälter/Kessel hineinpumpen, z.b. durch einen externen Gasbrenner der den Dampfkessel aufheizt (und dann aus Gewichtsgründen am Boden bleiben könnte) ...

Welch enorme Leistung überhitzter Wasserdampf speichern kann zeigt folgendes Video:

Video: http://www.ilr.tu-berlin.de/Projekte/wwwaq/videos/AQUARIUS A-MAX II Launch 2001.mpg

Quelle: http://www.aquarius-aerospace.de


Wär doch ein Gag, Heli mit Dampfantrieb, und das sogar heckrotorlos, allerdings nicht ganz ungefährlich, Temperaturen bis 300°C und Drücke jenseits 200bar ...

Aber vielleicht müsste man gar nicht mal so hoch raufgehen damit ...



@wurpfel

Impeller+Depron+20Tage, ginge sich doch aus, oder?


Grüße Spunki

PS: hättest Du noch Info´s bezüglich "Umlenktopf", kann mir jetzt darunter nichts vorstellen, Danke!
 
Hi Spunki

schau mal auf ein silo: oben am ende der rohre hat es kugeln oder flache dosen. damit wird enorm energie gespart und der verschleiss eines rohrbogens vermieden.


so funzt es, frei nach bernoulli ;)
durch das grosse volumen wird das medium von 40m/s auf nahezu null abgebremst, dann beschleunigt der druckunterschied das ganze richtung ausgang.


im modell würde eine hohle blattspitzenkeule reichen. es stehen damit etwa die doppelte bis dreifache antriebsenergie im vergleich zu einem rohrbogen zur verfügung..
 
Hi Jungs,
bei den bislang verwirklichten Projekten wird immer darauf geachtet möglichst das ganze Blattvolumen zu nutzen um die Strömungsgeschwindikeiten so niedrig wie möglich zu halten.Aussen sind dann nur ein paar umlenkleitbleche eingesetzt die den Auslasspalt verjüngen und so aus Druck die nötige Geschwindigkeit gewinnen.
Dampf geht ,wenn man H2O2 verwendet und die Düsenmotorkammer an die Blattspitze verlagert.Mit einem Druckwassertank herumfliegen finde ich nicht so toll.Von Jettex Feststoff Treibsatz Düsen gab es auch mal einen Propellerantrieb.Dabei lag die Treibsatzpatrone in einer Reaktionkammer in der Propellerachsenmitte und hinter jedem Propellerblatt ging ein Röhrchen nach aussen.
 

Spunki

User
Blattspitzenkeule ...

Blattspitzenkeule ...

Danke wurpfel, meinst Du das in etwa so?



@Christian

Meinst Du einen aktiven Reaktionsantrieb mittels H2O2, sprich Wasserstoffperoxid?, auch nicht gerade ungefährlich ...

Hättest Du da trotzdem nähere Infos wie so ein Triebwerk in etwa aussieht?

Am einfachsten (dafür wohl auch am lautesten) wär ein Pulso am Ende des Rotorblattes, so wie das Gluhareff bei seinem Eigenbau-Heli realisiert hat, als ehemaliger Mitarbeiter bei Sikorsky setzt er dabei auf handelsübliches Propangas, siehe: http://www.tipjet.com


Quelle: http://www.rqriley.com/glu-heli.htm


@all

Die vermutlich beste Lösung wären Lambert Kolibri Miniturbinen an den Blattspitzen, allerdings auch die teuerste, fraglich wär nur ob die die Fliehkräfte unbeindruckt überstehen und die Spritversorgung (der Sprit würde durch die Fliehkraft in die Binchen gedrückt werden sodaß diese dann u.U. "durchgehen", sprich sich nicht mehr regeln lassen, überdrehen und explodieren) ...

Als "Tank" könnten dann gleich die breiten holen Alu-Rotorblätter dienen, damit hätte man auch keine Dichtungsprobleme zwischen Rotor und Unterbaugestell, allerdings würde das Ganze insgesamt eine hohe Rotormasse ergeben, inwieweit wäre dies vorteil/nachteilhaft?


Danke und Grüße

Spunki
 

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Hi Spunki


die keule dürfte hinkommen.. etwas mehr volumen wäre kein fehler!


modellbauturbinen sind sowas von spritfressern und teuer!
ratet mal was bei einem umfaller zuerst den boden berührt.


H2O2 ist ne idee, nur etwas schwer beschaffbar und SEHR empfindlich..
ich würde eher einen dampfgenerator mit LOx und plastikabfällen (feststoffhybrid wie spacecraft one) bauen. das ding ist regelbar und kann nicht explodieren. das granulat könnte im rotor oder besser in der nabe abgefackelt werden..
vermutlich würdest du bei tests in germany standrechtlich erschossen, in CH dürfte man so ein feuerrad fliegen lassen ;)


falls ich mir einen hubi baue wird der antrieb innen liegen, vermutlich ein Y-entwurf: ein teil der flügel, zwei kurze ausleger, einer mit fön, der andere mit einem ruder. in der nabe wird die elektronik und akku montiert. das landegestell erhält eine seitenflosse, die dient der optischen referenz. mit einem encoder steuert ein mikroprozzi die ruderfläche sinnrichtig und relativ zur längsachse.
notfalls kriegt ein IMU5 (drei accelometer und zwei gyros) und eine mauskamera den job das gefährt zu stabilisieren.
 

Spunki

User
Druckluftkartusche mit 300 bar ...

Druckluftkartusche mit 300 bar ...

Eine weitere Möglichkeit wär vielleicht die handliche und leichte Druckluftkartusche KT-3500 aus Composite Material von PREBENA (mit über 300 bar Pressluft gefüllt), im Tausch nachbefüllt erhältlich ...


Quelle: http://www.prebena.de/

siehe auch Video: http://www.prebena.de/filme/pkt_de_wmv.htm

Zwei davon sollten doch für einen kurzen Hüpfer reichen, oder?


Grüße Spunki
 
ähemm...
(ich war füher in der Raketenszene "etwas" aktiv...)

1. Lachgas-Raketenmotoren funktionieren mit allem was brennt:

Papier!
Zucker!
Plexiglas!
Biomüll!
(kein Scheiss - mit all diesen Treibstoffen sind schon Modellraketen geflogen)

2. im Prinzip sind sie regelbar, aber eher "im Prinzip". Sicher nicht schnell genug um mal eben mit dem Heli wegzusteigen.

3. Ihr Hauptproblem ist die Zündung. Es muss sehr hoher Druck + Temperatur erreicht werden, damit der normale Brennvorgang beginnt. I.d.R. muss Schwarzpulver oder besser massiv im Motor verdämmt werden.

4. Alle N2O-Motoren die ich kenne, haben ein Brenndauer von <5 sec. Wie lange sollte Euer Heli noch mal fliegen?

Viel Spass noch beim Spekulieren...

(Warum will eigentlich keiner CO2 nehmen? "Vereisungsgefahr" - ist schon mal so ein CO2-Motörchen vereist??? Was soll denn da vereisen, wenn sich die Ausströmung über 5 Minuten verteilt und die Düse mit mehreren 100 km/h an die Umgebungslufttemperatur angepasst wird)

Bertram
________________________

gerade im Nachbarthread gesehen: Wie wäre es dann damit: http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?t=76722

(habe am 1.8. mal wieder Pulso in talfüllender Lautstärke erlebt - war 800m neben der Bahn fast lauter als am Start ;) ;) )

edit: hab mir gerade das Video von dort angesehen - als Nachtfluggerät unübertrefflich! Mit dem Lärm - das gibt ca. 200 - 1000 UFO-Meldungen pro Nachtflug...
 
Hi,
CO2 vereist leider schon ,wenn es wie hier als Strahlantrieb genutzt wird.Der durchsatz wird viel zu groß sein.Man kann sich zwar mit einem Wärmemantel um den Tank behelfen.Am besten voorgewärmts Wasser so etwa 35-40° ,dann steigt auch der Druck.In einem CO2 Modellmotoren Buch haben ich gelesen das ein paar Leute früher einfach die Kapseln angestochen haben und sie so als Strahlantrieb für kleine Jets verwendet haben.Flugdauer ehr sehr kurz.Am besten gefällt mir das Prinzip der im Anfangspost gezeigten Rotodyne aus England.Mit einem Turbokompressor(Radialverdichter Elektrisch angetrieben im Modell)Luft durch die Rotorblätter einblasen und aussen in einer Reaktionskammer Sprit einsprühen.Ich habe dazu auch ein paar Bilder von Brennkammern alla Spunki und auch von Flachbrennkammern die das Blatt nicht verdicken.So wäre eine kombination aus E-Antrieb und Spritverschleudern für so ein Projekt vieleicht das Effektivste.Ich habe ein Buch zur Hubschrauber Entwicklung ,darin sind alle möglichen Versionen von Blattspitzenantrieben zu finden,auch mit Pulsrohren und flachen 2 dimensionalen Staustrahlriebwerken .Wenn mir Zeit bleibt mach ich ein paar scanns.
 
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