Bowlus Baby Albatros

Hallo,

hat jemand zufällig die Original-Spantenrisse des Rumpfes vom Segler Bowlus Baby Albatros?
Die in der Zeichnung der FMT 01/2006 sind ja wohl nicht die originalen.

Gruß
Andreas
 
Ich weiss es nicht mehr genau,

aber warda nicht ein corrigendum im folgenden Heft?

Bertram
 
Bowlus Baby

Bowlus Baby

Hallo Andreas,

ich weiß zwar nicht, was Du mit den Spantenrissen anstellen möchtest. Falls Du aber einen Nachbau planst, ist möglicherweise folgender Verweis hilfreich, dort gibt es Frästteile für ein Baby Bowlus mit 3,40 Metern Spannweite und etwa 3,5 Kilo Gewicht:
www.skybench.com (unter Scale Sailplanes).

Holm- und Rippenbruch

Manfred
 
Danke für Eure Antworten:

Bertram: corrigendum is nich

Manfred: Kenn ich

Ja, was will ich. Das Teil nachbauen. Allerdings mit 4500mm.
Tragflächen (Frässatz) habe ich schon (sind ja ca. 85% vom Grunau-Baby).
Muss nun Rumpf "basteln". Deswegen die Spanten-Riss-Frage.

Gruß
Andreas
 
hi Andreas,

war wohl ein anderes Modell. Um die Zeit herum war mal eine falsche Dreiseiten-Ansicht eines Modells, die dann in der nächsten Ausgabe korrigiert wurde.

Die Zeichnungen vom Simons hast Du?

Bertram
 
Ja Bertram, die Bücher von Simons habe ich.
Aber vielleicht hat jemand die Spanten schon mal gezeichnet oder
als Bausatz-Zeichnung vorliegen.

Gruß
Andreas
 
Hallo Bertram,

danke für den Hinweis. Hatte die Seite schon gefunden. Bin nun am
Umzeichnen auf erforderliche Größe. Aber gut Ding will Weile haben.


Gruß
Andreas
 
hi Andreas,

bist Du noch dran am Bowlus Baby?

Wenn Du eh alles neu erfindest, guck Dir mal dieses Foto an:

d.jpg

es geht um das Thema: "wie sichere ich teilbare Pendelhöhenruder?". Falls es bei Dir nicht gleich "Klick" (:cool:) macht, kann ich es ja noch näher erklären... Man soll sich ja nicht selbst loben, aber die Idee gefällt mir schon ganz gut.
_____

Es handelt sich also unverkennbar um den USA-Bausatz (short kit). Da sicher einmal jemand nach Infos darüber sucht, hier ein paar Bemerkungen dazu (detaillierte Fragen beantworte ich gerne per Email):

Der spiegelverkehrte Plan gehört zu folgender wahren Anekdote: Der Ur-Plan hatte zwei verschieden grosse Tragflächenhälften (!), woraufhin der derzeitige Lieferant nach entrüsteten Protesten - alle hatten einfach drauf los gebaut, und manche wundern sich bis heute, warum das Baby schief (f)liegt - einfach die eine Hälfte spiegelverkehrt kopiert und so ausliefert. Da auf beiden Plänen ALLES bis auf eine Tragflächenhälfte ist, kann man den "linken" Plan nach Herzenslust zerschneiden und als Bauunterlage verwenden.

Plan und Frästeilesatz sind altmodisch und nur für geübte Modellbauer.
Beispiel 1: Plan hat einen 1mm-Draht als trailing edge, geliefert werden aber fette Balsa-Formstücke und angepasste Rippen (aus Balsa <-> Plan: Sperrholz)
Beispiel 2: Diese Balsa-Abschlusskanten haben keine kleinen Schlitze für die Rippen - muss man alles selber einsägen. Schade eigentlich.
Beispiel 3: die Rippen berücksichtigen nicht die Beplankungsdicke - vorgesehen war hauchdünnes Sperrholz (HR:0,4mm) - da geht sowas ja noch, aber irgendwo anders wird 2mm-Balsa empfohlen, und da geht das nicht mehr.

Die gelaserten Teile selbst sind aber völlig i.O. Ich selber werde das Baby übrigens mit ostmongolischem Eichenfurnier beplanken (jawohl). Ist sehr fest und biegsam, vor allem bei/nach Färbung mit Wasserbeize "Kirsch", um den schönen Mahagoniton zu erzielen.

Bespannung wird mit Koverall sein und DD1-Klarlack seidenmatt (ist glaube ich ein Polyurethanlack). Das geht um zwei Zehnerpotenzen besser als die Spannlackscheisse (weisse Flecken) und vergilbt nicht!! Schrumpfen/Spannen NACH der Lacktrocknung mit Föhn kein Problem - aber SEHR hohe Spannkraft. Deswegen Mindestbreite für Koverall-belegte Abschlusskanten 6mm Kiefer. Wenn's Dich interessiert, melde Dich mal.

Bertram
 
Hallo Bertram!

es geht um das Thema: "wie sichere ich teilbare Pendelhöhenruder?". Falls es bei Dir nicht gleich "Klick" () macht, kann ich es ja noch näher erklären... Man soll sich ja nicht selbst loben, aber die Idee gefällt mir schon ganz gut.

Wenn Du dich nicht selbst loben möchtest, dann mach ich das eben für dich.

KLASSE IDEE, die wird bei meinem Modell sofort umgesetzt.

Danke das es Meschen gibt, die mit ihrem Wissen nicht nur glänzen wollen, sondern auch bereit sind, dieses mit anderen zu teilen.

LG

Harry
 
KLASSE IDEE, die wird bei meinem Modell sofort umgesetzt.
Yep, clever.

2 Dinge zu bedenken:

* Der Kunststoffclip lässt sich mit Harz nicht wirklich kleben, also gut vermuffen.
* Irgendwo eine Möglichkeit vorsehen, das Leitwerk kräftig anzupacken oder einen Hebel/Keil anzusetzen. Sonst vermatscht man da schnell etwas beim abziehen, da doch einige Kraft aufgebracht werden muss.
 
Hi Bertram,

besten Dank für den genialen Tipp. Hat mehr als Klick gemacht.
Ja ich bin noch dran, aber es wird lange dauern ehe ich beginne bzw. fertig werde.
Muss noch meinen Fox endlich zu Ende bauen, der liegt schon ein Jahr hier rum.
Aber ich komme bestimmt auf das Angebot zum Erfahrungsaustausch zurück.

Gruß
Andreas
 
Das Nylonteil muss man wirklich rundum in der Harzmumpe versenken. Eines der beiden "Weibchen" habe ich etwas geschlitzt (etwa ein Viertel), dann klickt es sich nicht ganz so streng. Man kann die HR-Hälften sehr gut an der Rippe packen, an der das Nylondingens angeharzt ist. Ich brauche keinen Keil. Die Abzugskraft ist ja bei weitem nicht so hoch wie bei den Multilocks.

Freut mich, dass die Idee gut ankommt.

Bertram
 
hi Andreas,

ich erlaube mir noch mal drei Bilder vom kritischten Teil einzustellen:

a.jpg

Die Steckung ist 4mm CFK, die Lagerung 5mm Alu und die Manschette darum für den Hebel 6mm Msg (lag halt gerade so rum)

b.jpg

Das Langloch für den Hebel habe ich zu einem Kreuz aufgeweitet - sonst lässt sich der Hebel nicht einführen. Gerundete Innenecken des Kreuzes, damit der Hebel nicht blockieren kann.
Die Lagerung ragt ca. 1mm aus dem Trägerrohr heraus und wird aufgeraut und verharzt. An der gegenüberliegenden Stelle im HR rund um das Steckungsloch ist innerhalb der Wurzelrippe ein Verstärkungsblock - so kann man die Wurzelrippe passend zum Harzberg ausnehmen.
Das ovale Loch war nach Plan für den Bowdenzug vorgesehen. Damit kommt dieser aber zu steil und mit zu kleinem Kurvenradius. Deswegen habe ich noch viel weiter vorne ein schräges Loch gefräst.

c.jpg

Dazu musste ich die untere SR-Dämpfungsflosse nachträglich mit zwei Aufleimern verändern. Das ist zwar nicht mehr Scale, aber mir geht da die Ruderleichtgängigkeit vor.
Für den Zusammenbau werden die Metallstangen erst mit der oberen Dampfungsfläche verharzt, und die untere bekommt zum Einhängen des Bowdenzuges entweder ein Fenster ("Handloch") oder wird erst am Schluss auf der einen Seite beplankt. Mal sehen.

Das SR werde ich wohl mit Seilen anlenken.

Die Originale aus der Zeit hatten häufig zu "enge" HR- das heisst, dass das SR zu wenig Bewegungsmöglichkeit hatte. Da mit so alten Teilen aber Turns eine wahre Pracht sind, habe ich die Innenkanten der HR erheblich aufgeweitet. Jetzt habe ich ca. +/- 40° Ausschlag.

Wenn ich das Teil bauen würde, würde ich übrigens Lagerung und Anlenkung des HR vertauschen. Aerodynamisch sollte das m.E. problemlos sein, und man bekommt viel mehr Platz für den Anlenkungshebel in der unteren SR-Dämpfungsflosse. Der Lebel kann kaum lang genug sein - wegen Spielfreiheit und so.

Ansonsten werde ich mich mit Bildern zurückhalten - selber erfinden macht ja auch Spass. Vielleicht noch mal was von der Tragflächenbefestigung, wenn ich soweit bin.

Eichenfurnier oder ähnliches Hartholzfurnier (Mahagoni?) ist übrigens eine echte Option. Erstaunlich fest, mehr wie dünnes Sperrholz als wie 2mm-Balsa.

Bertram
 
Hi Bertram,

besten Dank für die Tipps und Hinweise.
Das hilft mir wirklich sehr, da ich so nebenbei immer mal nach Baulösungen
für diesen Segler suche und Ideen hin und her wälze.
Sehr interessieren würde mich die Lagerung der Tragfläche im Rohr, da bin
ich noch am Überlegen, wie ich diese löse. Mit Rundstahl- oder Flachstahlverbinder etc.

Gruß
Andreas
 
Steckung:

(Situation vor dem Fixieren)

Steckung1.jpg

Steckung2.jpg

Steckung3.jpg

(ich seh gerade, die Verdrehsicherungsachse stimmt noch nicht ganz)

Du erkennst:
- 2 Anschlussrippen mit MPX-Steckern und Multilocks (ähh - heissen die so?)
- Steckung mit doppeltem Flachstahl 1x10mm
- Verdrehsicherung mit 4er Rundstahl
- 2 Bowdenzüge für SR/HR
- 6 Paare kleine Löcher: durch diese werden später je 3 Blumenbindedrähte gezogen und damit das Rohr am Rumpfboot festgezurrt, bevor es dann definitiv grosszügig festgeharzt wird.

Vor dem Fixieren habe ich lediglich die zwei Steckungshülsen mit CA miteinander verklebt, und diese anschliessend sauber rechtwinklig in eine der Rippen eingeharzt. Das hilft beim Ausrichten hier auf dem Foto.

Die 4 Kieferholzblöcke 10mm dienen als Abstandshalter für die Fixierungsarbeit. Sie kommen später weg und werden durch 10er-Kieferleisten ersetzt, die von vorne nach hinten verlaufen. Mindestens zur Oberseite hin wird dann mit Balsa aufgefüllt, dünn mit Sperrholz beplankt und dann mit Lithoblech beklebt.

Rundstahl vs. Flachstahl:
Bei meiner Willow Wren entpuppte sich der "Pylon" - obwohl äusserst stabil gebaut (dachte ich...) - als Achillesferse: Er war gegen Verdrehung um die Hochachse zu schwach, und ich hatte massiv gesteckte Flächen. Von oben angeschraubt auf einem "Drehteller" (ich glaube Du weisst was ich meine) wäre besser gewesen und baue ich das nächste Mal auch so. Aber hier geht das nicht. Beim Bowlus Baby sitzt das Leitwerk zwar am Rohr und nicht hinten am Rumpfboot, aber ich möchte trotzdem ein Konzept, bei dem sich die Tragflächenhälften bei Einhängern bei der Landung leicht vom Rumpf trennen. Mein Bowlus Baby soll auch am Hang fliegen dürfen und landet notfalls auch mal in oder an einem Alpenrosenstrauch...

Doppelte Steckung, weil ich auch ohne Streben fliegen können möchte, notfalls zumindest. Geplant ist, die Streben an einem Ende nur mit M3-Nylon zu sichern.

Alles klar?

Bertram

edit:
das Ausrichten geht sehr angenehm so. Die Stahlteile ruhen auf Abschnitten eines alten Regalbrettes, und die Verdrehsicherung kann man - gehalten von der Schraubzwinge - bequem ausrichten. Man muss lediglich überprüfen, ob die andere Rippe (nicht an der Steckung fixiert) sauber rechtwinklig steht. Meine Fläche bekommt originalere 2,5° V-Form (anders als im Plan mit gerader Fläche), und deswegen 1,25° geneigte Wurzelrippen an den Flächen.
Wahrscheinlich kommt hinten auch noch ein 1er-Multilock hin.
 
Hallo Bertram,

ersteinmal (verspätet) alles Gute im neuen Jahr allzeit "Holm- unfd Rippenbruch".
Danke für die Bilder mit der Tagflächenbefestigung. Ich sehe nun deutlich klarer.

Aber wie gesagt, zur Zeit ist das Projekt auf Eis gelegt.

Andreas
 
...zur Zeit ist das Projekt auf Eis gelegt

Schade. Aber ich habe auch gerade ein Motivationsloch. Der Shortkit ist, was die Tragflächen betrifft, so grausam, dass ich ihn erst mal weggelegt habe. Die Rippen sind zwar da, aber es fehlen wichtige Teile wie z.B. die äusseren Randbögen. Muss man alles selber schnitzen. Ebenso die diagonalen QR-Rippen, die kurzen Rippenstückchen für die QR-Abschlüsse, alle Verkastungen usw.
Die Flächen haben nichts, aber auch gar nichts mit dem Original zu tun. Mir ist schleierhaft, wie der Erbauer damals damit die US-Scale-Meisterschaften gewonnen hat. Da haben sich die Zeiten aber echt geändert.

Das einzig Positive ist, dass der untere Holmverlauf nicht geknickt ist, sondern sich sanft geschwungen nach oben zieht. Das hat mir angenehmerweise das Schäften erspart.

Naja, heute habe ich beim Werkstatt-Aufräumen die eine Fläche wenigstens mal wieder angeguckt.

Da meine EPP-Gummiadler jetzt alle fliegen, bleibt mir kaum etwas anderes übrig, als den Albatros weiterzubauen :cry:

;)
Bertram
 
Hallo zusammen,

habe vor einigen Tagen damit begonnen ein Baby Albatros nach dem Plan der FMT zu bauen. Da ich ihn etwas größer haben wollte habe ich die Pläne einfach mit 1,5 facher Vergrößerung kopiert und so eine Spannweite von ca 2,84 m erreicht. Mit den entsprechenden Materialdicken hoffe ich, einen stabilen Segler zu erhalten. Da mein Baby nur in der Ebene zum Einsatz kommen wird werde ich ihn elektrifizieren und mit Querrudern versehen. Die Bilder oben sind sehr aufschlußreich und helfen auch mir bei der Konstruktion des Leitwerkes weiter. Weiß den jemand wo man ein konisches Rumpfrohr herbekommt, da das original des Seglers auch nach hinten konisch zulaufend ist. Ich habe mir überlegt ob man ein Alu-Rohr nimmt und nach vorne hin mit Glasmatte und Epoxy etwas auffüttert. Macht zwar etwas Arbeit , sieht aber dann bestimmt nicht schlecht aus.
Wer weiß denn wie man an den oben genannten amerikanischen Frästeilesatz kommt und welche Spannweite dieser hat. Ich bin leider des englischen nicht mächtig und kann daher die verlinkte Internetseite nicht lesen.
Wenn ich es schaffe werde ich auch noch einige Bilder vom Baufortschritt hochladen.
bis dahin
Gruß Peter
 
hi Peter,

der amerikanische Frästeilesatz ist für eine Spannweite von 3,2m. Sofern Du nicht Erfahrung hast und z.B. "spürst", dass die gelieferten Hauptspanten aus 4mm Pappel bei weitem zu dünn sind, lass die Finger davon. Und davon abgesehen hat die Fläche wie ich schon schrieb nichts mit dem Original zu tun ausser dass es oben, unten, hinten, vorne und links und rechts gibt.

Ein vergösserter FMT-Plan ist vermutlich nicht schlecht. Allerdings ist bei dem die Rumpfform geradezu hässlich. Weiter oben im thread ist ein Link auf einen Spantenriss in rcgroups - "verheirate" diese Spantenrisse mit dem FMT-Plan und dann könnte es was werden...

Das Rohr "aufzufüttern" ist eine interessante Variante des Aufballastierens... :D:D Nach "Simons" waren die Heckausleger sowohl vom Baby Albatross als auch vom Super Albatross nicht konisch. Allerdings kann es - da variabel ausgeführter home build - vielleicht einzelne Exemplare mit konischen Heckauslegern gegeben haben.

Das Alurohr beim US short kit ist ein Handtuchhalterrohr aus dem Baumarkt (schreibt er selber).

Den Antrieb baust Du hoffentlich als pusher - sowas gab's glaube ich sogar im Original.

Bertram

(eine Fläche ist 90% fertig, aber ich komme im Moment nicht zum Weiterbauen)
 
Ansicht hell / dunkel umschalten
Oben Unten