Boxenluder äh nein Boxenkabel

GC

User
Ich will meine Kabel der Stereo Anlage zu den Boxen kürzen. Der Verkäufer hat mir damals gesagt, dass die Litze an den Enden der Kupferkabel geätzt werden müssen. Weiß jemand womit man das machen muss? Ist das Kupferlackdrahtlitze?
 
Ich hab meine immer normal gekürzt... nichts mit ätzen oder so.. aber wer weiß schon, welche Kabel du hast :D
 
Hi,

so wie Karl (BNoXTC1) es schon gesagt hat, Kabel kürzen, abisolieren und fertig. Darauf achten, das beim anschließen keine Verbindung zwischen den Plus- und Minus-Pol am Verstärker sowie an den Boxen besteht, danach den Verstärker erst einschalten. Solche Verbindungen halten schon über 15 Jahre bei mir.
Alles andere ist Voodoo.

LG
Jochen
 
Danke für Eure Antworten. So etwas ähnliches habe ich mir auch schon damals gedacht. Auf dem Kabel steht OEHLBACHKABEL REFERENZ und dies wäre für meine vor über 20 Jahren gekaufte Revox Anlage absolut erforderlich, um einen guten Klang zu haben. Als ich das Kabel mitnehmen wollte, um es selbst abzulängen, sagte man mir, dass das auf keinen Fall gehe, denn die Kabelenden müssen in ein Ätzbad.
Da dies im Preis inbegriffen war, habe ich dies geschehen lassen.

Das ganze erinnert mich daran, dass ein Bekannter, der eine super-drooper-hyper-high-end Anlage hat, mir erzählte, dass er für diese ein Netzkabel für 3000€ installiert hat. Hierdurch würden bei plötzlichen Stromspitzen durch den geringen Innenwiderstand des Kabels, die Töne absolut identisch wiedergegeben. Meinen Hinweis, das bis zur Steckdose über etliche Meter ganz normale Leitungen installiert sind, ließ er nicht gelten.
 
Oh, gerade im HiFi-Forum einen uralten Eintrag gefunden:

"...Das Kabel von Oelbach ist ein alter Klassiker und besteht aus drei verschiedenen starken CuL - Kupferlackdraht - Leitern. Um es sinnvoll benutzen zu können, musst du die Kupferleiter vom Lack befreien..."

Tatsächlich Lack.
 
Maisi,

und wie befreit man so was vom Lack???
 
Hans,

davon halte ich nichts. Streichholz rußt mir zu sehr. Und Benzin will ich auch nicht. Ich will ja keinen Molotow Cockail basteln.:D

Aceton scheint mir eher geeignet zu sein oder weiß jemand etwas besseres?
 
Hallo,
nimm Spiritus. Ein Kronkorken mit Spiritus füllen und entzünden. Den Kupferlackdraht abflammen und sofort in den Spiritus eintauchen und die Flamme ersticken. Das Kupfer reagiert mit dem Alkohol und ist sofort blank zum Löten. Ich kenne jetzt zwar das Kabel nicht. Aber so haben wir früher die HF-Litze zum verlöten entlackt.
Gruß Matthias
 
Mtthias,

danke für den Tip. Ich will es aber nicht löten. Am Verstärcker sind hinten Klemmanschlüsse vorgesehen. Ist das so ok oder muss es noch irgendwie gegen Korrosion geschützt werden?
 
Hallo,

Lackdraht ent -isoliert man in dem man Quer zum Kabel Wärme einbringt.
Mit einem alten 100 W Löter sollte das auch bei mehr Querschnitt gehen.
Das Kupfer leitet die Wärme ein. Dann brennt der Lack ab. Dann abfieseln.
Wir haben das bei kleineren Querschnitten fürs Hallenfliegen so gemacht.
 
Ist das so ok oder muss es noch irgendwie gegen Korrosion geschützt werden?
Ich denke, das ist okay so, Du hast die Revox ja vermutlich nicht im Badezimmer stehen. Jedenfalls habe ich meine Kabel zwischen Yamaha und B&W nicht besonders behandelt - und es klingt nach nunmehr 8 Jahren immer noch brauchbar :)

Wenn es dieses Kabel ist: Ich frage mich schon, wie die Physik zur "Kompensation der Laufzeitunterschiede zwischen den hohen, mittleren und tiefen Frequenzen" durch "Schirmung aus sehr aufwändig lackiertem Kupfergeflecht" aussieht - das haben sie mir in den 80ern in Göttingen nicht beigebracht.

Gruß Walter
 
Anders gesagt: Dich hat man vor 20 Jahren erfolgreich abgezockt :rolleyes:

Nein, dies habe ich in einer größeren Länge als Preisnachlass herausgehandelt.:D


...
Wenn es dieses Kabel ist: Ich frage mich schon, wie die Physik zur "Kompensation der Laufzeitunterschiede zwischen den hohen, mittleren und tiefen Frequenzen" durch "Schirmung aus sehr aufwändig lackiertem Kupfergeflecht" aussieht - das haben sie mir in den 80ern in Göttingen nicht beigebracht.

Gruß Walter

Walter es ist dieses Kabel. Tja, da hast Du vermutlich in Deiner Vorlesung damals nicht richtig zugehört;). Die HiFi Götter werden Dir vermutlich erklären, dass sie durch verschiedene im Querschnitt unterschliche und voneinander isolierten Litzen, verschiedene Induktivitäten mit einem Kabel realisieren können.:p

Dies funktioniert am Besten, wenn die Produktion um Mitternacht bei Vollmond im Beisein einer schwarzen Katze und drei Jungfrauen geschieht.;) :D
 
@Jochen: Herzlichen Dank für diesen Link!

Den Kabelteil habe ich jetzt durch, für den Rest brauche ich noch etwas. Am besten gefallen hat mir:
... erscheint uns eine Diskussion über klangliche Unterschiede von kurzen Kabeln großen Querschnitts wie ein Disput über den Luftwiderstandsbeiwert eines Traktors auf dem Acker!

/Walter
 
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