brauche dringend Hilfe, Servo/Segelwinde läuft nur einseitig.

Hallo,
heute ist mir meine Segelwinde
Microprop von Brandt Elektronik ausgestiegen. Sie könnte ca. 25 Jahre alt sein, hat als IC den SN 28604 und als Endstufe 4 Transistoren BD 635 sowie BD 636. Schaltplan davon habe ich nicht.
Es ist kein Bauteil erkennbar, das sich farblich veränderte. Ebenfalls keine weggebrannten Leiterbahnzüge.
Die SW läuft nur in eine Richtung.
Wenn ich bei der demontierten SW das abgekoppelte Rückmeldepoti von Hand verstelle, läuft die SW in eine Richtung. Wenn ich das Poti langsam zurückstelle erreiche ich auch die Ruhelage. Jetzt kann ich mit dem Sender den Motor zum Laufen bekommen, aber nur in eine Richtung. Habe schon mit 2 verschiedenen Anlagen und Supern getestet. Schadensbild unverändert. Habe aber noch keine längere Suchaktion gestartet, weil ich nicht weis wonach ich suchen soll. Ich wollte die Winde gerne morgen Nachmittag wieder verwenden.

Für Eure Hilfe möchte ich mich im Voraus bedanken


Viele Grüße aus dem NO

Ulli
 
Segelwinde

Segelwinde

Hallo opi,

kann eigentlich nur 2 Ursachen haben: Endstufen Transitoren durch gebrannt oder im IC die entsprechende Ansteuerung. Man kann das messen wenn man Gerät und ein wenig Erfahrung damit hat, ich würde aber die Elektronik tauschen. Ist doch schon sehr alt und auch IC altern.

Hermann
 
Entschuldigung, es waren nicht BD 635/636, sondern 135/136

Hallo Hermann,
vielen Dank für die Antwort. Habe nachts um 02:00 aufgehört. Habe doch noch in einem Buch von 1976 einen Sähnlichen Schaltplan gefunden und dann
- Brückentransistoren durch Darling 675/676 ersetzt (beide Typen haben nach Conradkatalog ähnliche Spannungsfestigkeit aber die neuen statt Kollektorstrom 1,5 A jetzt 4,0 A.
- Durchgänge von Emittern zu "+" und Collektoren zu "-" geprüft (von den Brückentransistoren).
- Ansteuerungsspannung vom IC bis zu den beiden Basen der Steuertransistoren (Laut Schaltplan T1=T2=4286) verfolgen können. Dann wurde es unübersichtlich und Zeit in´s Bett zu gehen.
Die Typbezeichnungen der Ansteuertransistoren kann ich ohne Demontage nicht prüfen. Welche heutigen Transistoren könnten bei den BD 6xx als Ansteuerungstransistoren verwendet werden, falls davon einer defekt ist. Will gleich noch mal Spannungsverfolgung vom Ende aus beginnen.

Probleme:
Im Schaltplan sind 2 Entkopplungsdioden (je 1 vor den 4286) enthalten, die sicherstellen sollen, dass immer nur ein Brückenzweig angesteuert werden kann. Diese sind in meiner SW nicht vorhanden. In meiner SW ist ein Spindelpoti zur Wickelwegverlängerung enthalten, das im Schaltplan fehlt. Hab noch nicht untersucht, wo es schaltungstechnisch zu plazieren ist.

Welche Platine würdest Du vorschlagen und wer liefert sie. Problem würde der Einbau, da bei meiner SW das Rückmeldepoti und Schotwegverstellpoti direkt
auf der Platine sitzen. Rückmeldepoti wird von Abtriebswelle mittels Stirnrädern 1:1 angetrieben.


MfG aus dem NO

Ulli
 
Segelwinde

Segelwinde

Hallo Ulli,

ich habe nur Erfahrung mit dem SN 28654 der keine Endstufentransitoren (alles intergriert) mehr hat und dem SAK 150 der hat 2 BC 328 als PNP, der NPN sitzt mit im IC. Die Platinen hatte ich selbst geätzt - mühsam da sehr klein und vor fast dreißig Jahren noch keine CAD Möglichkeit bestand.

Die beiden IC waren so beschaltet, dass am Motor an beiden Anschlüssen immer Plus anlag und je nach Drehrichtung einer geplust auf Masse gelegt wurde. Vielleicht hift das ja beim Messen. Die beiden SN 28654 Elektronik habe ich im letzten Jahre weggeworfen - zusammen mit den Servos.

Ich habe noch 11 Servos mit selbstgebauten Elektronik im Betrieb und eine ausgebaute Elektronik für den Fall, dass mal ein Servo nur noch in eine Richtung läuft :) .

Wenn Du an der Winde hängst, kauf doch ein billiges Servo und nimm die Elektronik raus. Das Getriebe und der Motor können dann noch als Ersatzteile herhalten.

Gruss Hermann

Durch ziehen gewinnt man Höhe.....
 
RE: Hilfe Naht

RE: Hilfe Naht

Hallo Opi 44!

Als alter Microprop User muß ich dir natürlich helfen.
Habe in meinem Buch einen Schaltplan für deine Segelwinde gefunden.
Auch Multiplex hatte zu Urzeiten diese Schaltung.
Wen alle Stricke reißen ich habe noch eine Segelwinde.

Die Steuertransistoren sind BC 232
Statt dem Steuermotor liegt ein Widerstand von 100 Ohm zwischen Pin 9
und 11(vom IC) von diesen Pins (9+11)geht jeweils ein Widerstand auf die Basis der BC 232 diese steuern dann die Brückenschaltung.

Wen ich nicht alle Servoelektroniken wegeworfen habe (ca 20Stk von Brand
Profi Servos sollte ich auch noch IC 28654) haben
Habe auch den Plan für die Nachfolgegeneration mit NE544

Könnte die Seite einscannen oder Fotografieren mit den Schaltbildern.
Ist übrigens ein Buch aus dem Osten von Miel da sind fast alle Schaltungen
der Fernsteuertechnik von 1970-1990 vertreten.Auch die aus den alten
Bundesländern von Microprop und Multiplex.

By Bernd
 
Hallo Hermann, Hallo Bernd,

IC müßte OK sein, denn an Pin 9+11 liegen gleich hohe positive Spannungen beim Wechsel von Li nach RE an. Bei Mittelstellung haben beide Pins eine Spannung <0,01V

SN 28654 benötige ich nicht, da dieser 14 Pin hat. Der IC war in den esrsten DDR IC Servoelektroniken drin und wurde später durch den fast identischen DDR Typ B 654 D abgelöst (davon müßte ich noch Servoelektronik haben).

Nach einem Tag und fast einer Nacht wildes Messen bin ich jetzt dabei den Bestückungsplan (Leiterseite)zu erstellen. Ich muß manchmal falsche Lötstellen erwischt haben. Es ist schwierig, weil die Platine nach dem Verlöten lackiert wurde und bei Gegenlichtbetrachtung der Platine die Bauteile zu viel Schatten werfen. Das Rückmeldepoti mußte ich schon wegen Unstimmigkeiten auslöten. Darunter fand ich die erklärung in Form einer Drahtbrücke.
Wenn im Plan identische Widerstandsketten bis zur Basis der BC 232 sind, erwarte ich auch identischen Basisvorspannungen an den BC 232, was z.Zt. nicht der Fall ist.

Ich habe z.Zt. ein Buch von Günter Miehl 1976 mit dem Schaltplan der Microprop. Der Plan ist aber nicht identisch mit der Platine meiner Winde.
- Die vorher genannten Enkopplungsdioden fehlen bei meiner Winde,
- Zusätzlich bei mir ein Schotwegverstellpoti drin
- einige Dimensionierungen sind bei mir abweichend zum Plan.

Falls Ihr einen exakten Plan habt, wäre ich dankbar für eine Zusendung (Bild bitte nicht zu groß, da ich nur Analogmodem habe).
Bei den heutigen Preisen ist es eigendlich nicht sinnvoll so viel Zeit in so ein Teil zu investieren. 4 Gründe sprechen für den Erhalt dieser Winde
1. vollgekapseltes Getriebe in ALU Druckgußgehäuse
2. selbst ohne Betriebsspannung läßt sich die Winde nicht von Hand verstellen
(beim Jumboservo HS 805 BB und SW REGATTA gelingt das müelos)
3. die Microprop hat mit der größeren Trommel und der max. einstellbaren
Trommeldrehzahl Schotweg über 30 cm
4. der spätere Einsatzzweck ist im Dickschiff verplant

Der Reiz, ob es mir gelingt kommt noch dazu.

MfG

Ulli
 
Re:Schaltung

Re:Schaltung

Hallo Ulli !

Dann haben wir nicht den gleichen Plan.Habe mich verschrieben in meinem Plan ist auch das 28604 drin.
Abgebildet sind nur 12 Pinne am IC aber 1 und 14 sind bezeichnet also
irgend etwas faul.

Mein Plan ist etwas neuer und hat keine Dioden aber das zusätzliche Poti
Lade mal ein Bild hoch vielleicht reicht das
By Bernd
 

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Hallo Bern,

vielen Dank für den Plan. Hab ihn mir ausgedruckt (warum werden eingescannte Bilder bei mir im Ausduck sehr grün. Meine Bilder auch).

Es ist der richtige Plan. Er müßte etwas jünger als meine Winde sein, da hier eine etwas verbesserte Motorentstörung drin ist.

Ich bin wütend auf mich. Vor lauter Arbeitswut (bin heute Nacht 03:30 ins Bett gegangen) Habe ich die Kiste gestern ud heute aus gelassen. Bin gerade mit Bestückungsplan, Leiter- und Bauteilseite und der Überarbeitung des Schaltplanes fertig. Hätte ich mal gestern reingeschaut.
Mich haben einige Dinge aufgehalten, weil ich glaubte Fehler gemacht zu haben Im Plan R20= 100 Ohm, auf der Platine statt dessen 2 Stück 33 Ohm. Das erschien mir unlogisch, also suchen. Ich habe jeden Bauteilwert überprüft, aber statt R 11/12 1 kOhm finde ich nur 150 Ohm. Wo ist der richtige Widerstand usw.
Egal Ich mache mir heute nur noch eine Meßpunkttabelle fertig und werde morgen weiter machen.
Die Darstellung des Rückmeldepotis ist plausibel. Ich hätte morgen als erstes das Poti überprüft, denn ich glaubte den Mittelkontakt als den Schleifer gemessen zu haben und den an Masse das ging mir nicht ein.

Ich/wir haben oft das Problem, den Serwoverstellweg zu verändern. Dazu habe ich immer am Ein- und Ausgang vom Poti Trimmer zum Testen angelötet und dann durch Festwiderstände ersetzt (Widerstandsvergrößerung). Ich muß mir mal ein Servo vornehmen, ob mit dieser Lösung nicht eleganter ein trimmbarer Serwoweg am Servo realisiert werden kann. Die Segelwinde Regatta hat auch nur ein kleines Trimmpoti drin.

Nochmals vielen Dank.

Ulli
der heute früher auf Horchposten geht.
 
Hallo Ulli,
Ich habe aus meiner lang zurückliegenden M-Boot Zeit diese Microprop Compact-Segelwinde (Best.-Nr.2625/1) in meiner Schublade nutzlos rumliegen. Ich würde dir dieses Teil gerne, für Dich kostenfrei, zuschicken, bevor es bei mir irgendwann verschrottet wird. Ich habe von dem Teil nichts mehr und Dir kann es bei Deinem Problem vielleicht weiterhelfen. Hab dir wegen der Anschrift eine PN geschrieben. Mich kannste per mail erreichen.
 
Hallo,
Die Winde läuft noch nichtHabe die Arbeit zwischenzeitlich unterbrochen, um die von Rolf spendierte Winde zu inspizieren und ihr auch eine Trommeldrehzahltrimmung zu spendieren. Sie läuft jetzt von 4,75 - 9 Umdrehungen.
Mal sehen was mit dem Sorgenkind wird. Brückentransistoren habe ich schon bestellt. ggf kommt eine andere Elektronik mit B 654 D (analog SN 28654) zum Einsatz. Warum haben die den SN 28654 blos in 14 Pin Gehäuse gepackt? Der jüngere Typ leistet sich gegenüber dem 12 Pin 28604 analoge Beschaltung, aber 2 zusätzliche Blindpins.

MfG

Ulli
 
Danke an Rolf

Danke an Rolf

Hallo,

das Sorgenkind läuft noch nicht. Heute sind einige Ersatzteile vom Claus gekommen. 3,00 Euro spendiere ich noch für stärkere Brückentransistoren (4 A statt 1,5 A laut Conrad).
Rolf hat mir freundlicherweise seine Microprop überlassen, wofür ich mich recht herzlich bedanke.
Sie entspricht der Schaltung aus dem Buch von 1976. Rolf schätzte sie auf 30 Jahre + 5 (ohne Schotwegregulierung).
Sie lief umgehend mit dem neuen JR Stecker. Der Umbau auf die Schaltung hier von Bernd klappte auch mit teils fliegender Verdrahtung.
Trommeldrehzahl 4,75 bis 9 Umdrehiungen. Das war zu viel, denn das Dickschiff ist auf 3,5 U ausgelegt. Hatte dazu den Sender mit einem 5 K Poti am Steuerknüppel versehen müssen, was kein Dauerzustand bleiben sollte.
Ich habe mich sehr gequält die Stelle zu finden, mit der weniger als 4,75 U möglich werden.
Ich habe immer nur einen Widerstand verändert. An den 0,47 Mikro F Kondensator vom Referenzgenerator traute ich mich nicht ran, weil ich keine große Auswahl an solchen ELKOS habe und in allen gefundenen Schaltungen dieser Kondensator immer 0,47 mF hatte. Mikroprop hat die längste Pulszeit der nahmhaften Hersteller. Es mußte einen Weg geben das Impulstelegramm der heutugen Anlagen anzupassen.
Lange Rede kurzer Sinn, nach dem die fliegende Verdrahtung mit einigen Potis keinen Erfolg brachte, zeichnete ich mir die Bauelemente um den Regerenzgenerataor anders geordnet auf und fand dann den Spannungsteiler 470 Ohm, 10 k Ohm.
Jetzt ersetzte ich diese Widerstände durch 2 zu einem Poti verknüpfte Potis, so dass ich zeitnah beide Werte regulieren konnte.
Nachmessen ergab, dass aus 270 Ohm 0,0 Ohm wurde und 10 kO einen Wert von 16-17 kO haben sollte. Das Ergebnis der Trommeldrehzahl war sehr gut (2,5 bis 8 U), aber die Regulierung erschien mir zu instabil. Ich behielt den 270 Ohm und ermittelte für den 2. Widerstand 14,60 kO und bekam aus meiner Kiste 14,40 kO zusammen. Damit und mit einem 10 kO Spindelpoti erreiche ich jetzt knapp 3 U - 5,5 U. Das ist i.O.
Doch wohin mit dem Trimmpoti. Die Platine ist voll (rel. locker bestückt) und im Gehäuse kein Platz.
Ich habe mich entschlossen die Platine umzuräumen und das Trimmpoti an das Hauptpoti anzukleben. Die Entscheidung war schnell, die Realisierung dauerte länger. Auf der Platine waren überwiegend Widerstände, die das Auslöten nicht berstanden und brachen (Herr Brandt hatte alle Bauelemente auf der Platinenseite vor dem Verlöten umgeknickt). 2 Widerstände mußten als SMD Teile auf der Platinenseite Platz nehmen. Einige Teile mußten über dem IC liegend eingebaut werden. Einige Drahtbrücken und zusätzliche Bohrungen waren erforderlich.
Es passte alles. Ich war mir ganz sicher, dass ich keinen Fehler gemacht habe, da ich jeden Schritt mehrmals kontrollierte (leider nicht jede Lötstelle).
Die Kiste lief nicht, richtiger gesagt in eine Richtung richtig, in die andere Richtung nur ganz langsam. Eine Regulierung fand nicht statt. Ich konnte nur mit dem Steuerknüppel Links- und Rechtslauf ausführen.
Ursache:
Ich habe das zusätzliche Trimmpoti etwas zu hoch am Hauptpoti angeklebt. Ich hatte die Drahtkontakte nach der Unterkante Haptpoti ausgerichtet. Sie waren nicht lang genug. das Hauptpoti sitzt nicht genau auf der Platine auf. Daduch reichte ein Anschlußdraht nicht weit genug durch und bekam vermutlich keinen Lötkontakt. Aber diesen Fehler finden hat 1 Tag gekostet.
Jetzt war alles im Lot, bis auf- der Gehäusedeckel geht nicht zu (mit Gewalt wollte ich es nicht machen).
Immer wieder probiert, woran das liegen kann. bis ich mir mein Sorgenkind holte und beide Anlagen verglich. Mein Getriebe tauchte 0,5 mm unter die Gehäusekante, bei der umgebauten SW stand das Getriebe 0,5 mm über. Alles sah normal aus, aber warum diese Differenz.
Ich hatte das Getriebe geöffnet, um es zu schmieren. Ich wunderte mich, dass der Aludeckel nur mit einer Schraube verschlossen war und der Deckel 4 X mittels Verstemmung gesichert war, obwohl für 3 Schrauben Gewinde vorgesehen war.
Natürlich fand ich noch 2 Schrauben M 2,5, denn ich wollte das Getriebegehäuse nicht wieder verstemmen. Diese standen nun höher als der Getriebedeckel und stießen am Gehäuseboden an. Bei der jüngeren Winde ist für die 3 Deckelbefestigungsschrauben das Getriebegehäuse etwas versenkt. Die Köpfe stehen nicht über. Jetzt ist alles in Butter.

Gute Nacht

Ulli
 
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Hallo Ulli,

hab Deinen Umbau-, Widerstandsuch-, Löt-, Spannungsteilerprobier- , Fehlereinbau-, Fehlersuch-, und dann erfolgreichen Funktionstest- Bericht mit Spannung gelesen.
Wer so etwas kann, der gehört auch zu der Sorte Modellbauer die wissen, wo am Lötkolben das heisse Ende ist... :D


Es freut mich, das dieses uralte Teil Dir jetzt etwas nutzt. Der Umbau hat Dir bestimmt Spaß gemacht, und wenn am Ende dann auch das herauskommt wofür Du eine halbe Nacht gelötet hast, dann ist dies ein gehörige Portion modellbauerische Befriedigung.
 
moin moin hier im Forum,
über die Suchfunktion bin ich hier gelandet. Ich hab folgendes Problem. besitze ebenfalls die beschriebene rot microprop proportional Segelwinde(ist in dem Schiff drin gewesen). Hat anscheinend einen mpx Stecker (sieht so aus wie im Conrad Katalog). Wie krieg ich die an einer neuen Anlage zum laufen? Die Servos haben den JR-Anschluss. Bei PIN-Belegung nach Conrad-Plan von mpx nach JR tut sich gar nix. An den extra Anschluss der Winde hab ich 6V gelegt. Wer kann mir da weiterhelfen?
schöne Grüße
Volker
 
Hallo Volker,

bist Du sicher um welche Winde es sich handelt?
Bei den von mir beschriebenen SW handelt es sich um fast identisch aussehende Winden, aber mit vollständig anderem Innenleben.
SW ohne Bohrung im Gehäuseboden:
- keine Wickelwegeinstellung
- 12 Bühlergetriebemotor mit nur 1 Metallgetrieberad
- etwa 30 - 35 Jahre alt

Mit Bohrung im Gehäuseboden:
- Wickelwegeinstellung mittels eingebautem Spindelpoti
- Bühler Getriebemotor mit mehreren Metallzahnrädern
- deutlich abweichende Elektronik (ganz anderer Platinenaufbau)
Beide:
dreiadriges Impulskabel
- rot = plus
- schwarz/blau oder braun = minus
- weiß/gelb/orange = Impuls
Stromkabel:
- original eine kleine 2-polige (verpolungssichere) Steckverbindung (ähnlich BEC Steckverbindung)

Zuerst mußt Du sicher sein, um was für eine Winde es sich handelt. Mehrere Anbieter verwenden das gleiche Gehäuse, aber nicht immer das gleiche Innenleben. Die Steckerbauform läßt kaum einen sicheren Rückschluß auf die Winde zu. Entweder Du findest aussen eine Bestell Nr., oder Du mußt die Winde öffnen.

Wenn gar nichts geht, (Winde auch mal auf einen anderen Steckplatz gesetzt) aber das Servo funktioniert. Obige Winden haben kein BEC und erfordern 2 Akkus:
- ein Kabelbruch in den Zuleitungskabeln der Winde
- auf der Windenplatine eine Leiterbahn durchgeschmort
- kalte Lötstelle
- Winde läuft tasächlich nur noch in 1 Richtung und ist bereits in Endstellung, dann 2 Leistungstransistoren defekt. Das erkennt man nur, wenn man die Winde öffnet und dann sieht, ob das Rückmeldepoti nicht in Mittelstellung steht. Poti in Mittelstellung stellen und SW erneut anschließen. Wenn dann die SW wieder nur in 1 Richtung läuft, ist der Fehler gefunden.

Von welchem Anbieter die SW ist, ist rel. unerheblich, da die Impulstelegramme heute sich sehr ähneln. Folge wäre ein verminderter/erhöhter Stellweg. Nur falls, was ich aber nicht vermute, es sich um eine SW mit negativem Kanalimpuls handelt (meines Wissens hatte das mal Varioprop in der Anfagszeit) ist der Umbau schwieriger. Dann muß man genau wissen welscher IC drin ist und ob der einen Inverterpin für positive Kanalimpulse hat.

Kannst Du mal ein Bild von der geöffneten Winde reinstellen?

Ulli
 
moin moin Ulli,
schönen Dank für die ausführliche Info, komme leider erst jetzt dazu um Antwort zu geben. Was ich so gefunden habe:
Das Gehäuse hat an der Seite, (da wo auch die Kabel rauskommen, gegenüber der Winschtrommel), eine Bohrung mit einem Stellpoti dahinter.
Getriebemotor ist von Bühler, allerdings verstemmt, wollte ich erst mal nicht öffnen. Auf der Platine steht von unten 23-2, auf dem IC SN28604 P7619.
In dem Gehäusedeckel ist ein Papieraufkleber: 36511, vermute mal vom Kontrolleur. Das Poti für die Trommelstellung (mit Kunststoffzahnrad vom Getriebe angetrieben) steht ungefähr auf Mittelstellung. Wenns klappt, stell ich ein paar Bilder rein
Volker
 

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Hallo Volker,

es ist definitv die Winde, zu der Bernd den Plan reingestellt hat. Sie ist die jüngere Version mit einem 6 V Motor, für höheres Drehmoment ausgelegt (mehrere metallzahnräder), soll aber auch 9,6 V vertragen. Die Elektronikkomponenten der Endstufe vertragen teilweise bis 40 V.
Bei mir war der gleiche Schaden. Ich habe aber auf Grund der Spende von Rolf die Elektronik nicht mehr repariert, weil zwischenzeitlich das ältere Getriebe Zahnschmerzen bekam.
Du kannst die 4 Endstufentransistoren (BD 675 und BD 676) auswechseln, dann müßte es klappen. Problem für die Zukunft aber der Motorstrom. Ein kleiner Schothaker und die 1,5 A Brückenstrom sind überschritten. Ich würde daher vorschlagen, nur 7,2 V Versorgungsspannung zu planen, auch wenn die Winde dann nicht so schnell ist.

Das Getriebe brachst Du nur zu öffnen, wenn es zu laut (trocken) ist. Die 4 Verstemmungen lassen sich öffnen. Hinterher aber Verschrauben.
ACHTUNG Schrauben dürfen nicht mehr al 0,2 mm über dem Getriebe stehen. Sonst bekommst Du das Getriebe nicht richtig rein ((Senkschrauben).

MfG

Ulli
 
Nachtrag

Nachtrag

Hallo Volker,

die Winde hat kein BEC. Du MUSST Winden- und Empfängerakku einsetzen.

Die Nummer müßte die alte Bestellnummer gewesen sein.
Die Originalbedienungsanleitung hat, außer der Windenspannung 9,6 V und Empfängerakkuspannung 4,8 V, keine Informationen, die über allgemeine Hinweise hinaus gehen.

Ulli
 
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