Brauche Tips zum Weichlöten

Was steht eigentlich in der Anleitung von Tony Clark wie und mit was man das löten soll?
 
Dann haben wir das damals alle falsch genannt. Wir haben alle Lötzinn dafür genommen, war schon da, sparte Geld, und funktionierte.
Lötkolben war weichlöten. Flamme war hartlöten. Nu bin ich schlauer.

Also lieber Themenstarter. Auch wenn du es hinbekommst:
PASS BLOß AUF WIE DU ES DANN NENNST!!!

Mit dem Lötkolben wurde das bei uns nie was. Da lag das Lot nur "obendrauf". Wir hatten max. 80W.
Ein Turbobrenner schafft das. Besorg dir doch Messingstab anstatt dem Nagel. Beide Teile vorverzinnen an den Verbindungsstellen.
Dann dürfte das klappen.

Wenn das Bauteil viel halten muss, dann nimm lieber den Nagel und Silberlot. Das ist wesentlich härter als Weichlot. Ist aber nicht billig und du brauchst noch das passende Flussmittel dazu. Und du MUSST alle Rückstände vom Flußmittel entfernen, sonst frißt sich die Säure über die Jahre ins Material. Flußmittelreste entfernen geht gut wenn die Frau einkaufen ist im Wasserkocher mit Entkalker. Was noch dran bleibt ist weich und kann mit einer Bürste entfernt werden.

Kuck mal hier isses super erklärt:
Anleitung zum löten / Hartlöten mit Silberlot L-Ag 55 Sn

Die Kunst ist das gleichmässige Aufwärmen der verschieden dicken Bauteile, und das beobachten vom Flußmittel.
Ist eine Übungssache.

Gruß Chris
Hallöchen,

alleine die Festigkeit des Lot´s macht hier schon einen deutlichen Unterschied zwischen Hart und Weichlöten. Natürlich kann man mit dem Brenner das Bauteil auf Temperatur bringen. Wird es zu heiß wird das Flussmittel aber verbrennen. Da der Temperaturbereich für den es geeignet ist ein Anderer ist.

Beim Hartlöten verwendet man schon von Haus aus ganz andere Legierungen. Zum Beispiel Silberlot 45 oder 55% ab 630° - damit lassen sich bereits hochfeste Verbindungen schaffen. Das übliche Weichlot Zinn würde dies schon auf Grund der Eigenschaften und Festigkeit nicht leisten können.

Daher ist es schon richtig, man kann mit dem Brenner Weich löten - Hartlöten ist das aber lange nicht. Hart oder Weich definiert sich also über die Legierung. Und nur weil man es immer so gemacht hat, muss es nicht richtig sein. Für deinen Einsatzzweck war vielleicht das Weichlot immer ausreichend ;).
 
Wenn es nicht geht, kann auch ungeeignetes Material der zu verlötenden Bauteile "schuld" sein. Hat z.B. der TE schonmal einen Magneten dran gehalten? Wenn der nicht hält, ist es irgend ein Edelstahl, dann geht es mit Weichlöten generell nicht. Das zeigt sich dann auch schon beim Vorverzinnen der Bauteile, wenn das flüssige Lot bei ausreichender Temperatur des Bauteils nicht verläuft. Es gibt auf dem Bauteil dann die bekannte Lötzinnperle, die zwar flüssig ist, aber ums Verrecken nicht verlaufen will. Dann kann er aufhören und sich z.B. einer Klebetechnik zuwenden...
 
Hier noch ein Bild von dem Teil
Dein Problem ist, dass das eine Bauteil eine Oberflächenbeschichtung hat. Ich glaube, dass nennt sich im Volksmund "gelb verzinkt" bzw. "gelb chromatiert". Die Schutzschicht musst Du erst abschleifen.

Danach funktioniert es sowohl mit Weichlot als auch mit Hartlot.

Deine 50 Watt Lötstation / Lötkolben könnte bei dem Bauteil etwas schwach sein.

LG Matthias
 
Morgen
Löteverfahren werden nach Temperaturen klassifiziert. Ob ich die nun
mit einem Gasbrenner oder Elektrische erzeuge spielt keine Rolle
Uli sein verlinktes Bastlerlot ist eine bleifreiversion und hat einen ca 40° höheren
Schmelzpunkt wie bleihaltige Lote eventuell erreicht sein Lötstation diese Temp nicht.
löten.jpg
Die erste Seite aus dem Buch "Fachpraxis Elektrotechnik" zum Thema Verbindungstechnik.
hier das Thema Löten.
Fachbücher zu diesen Themen gibt es kaum noch und viele lesen das heute nicht mehr.
Die Faktoren das die Lötung klappt sind nicht ganz gegeben Temperatur und Lot sind da was fehlt ist das Flussmittel.
Zwar hat das Bastlerlot Flussmittel aber nicht in genügender Menge.
Ich würde dazu Lötfett nehmen z.B das angesprochen Fitting Lötfett , oder Lötfett aus der Tube/Dose.
Es haftet an den Bauteilen besser wie Lötwasser weiterhin wäre ein säurehaltiges Lötfett besser geeignet
als säurefrei auf Kolophonium Basis den die Säure entfernt zuverlässig Oxydschichten vor und während des Löten.
Nachteil wenn die Rückstände nicht entfernt werden fangen eisenhaltige Stoff das Rosten an.
flussmittel.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Dieser Spruch kommt wohl auch nicht von ungefähr: "Kinder betet, Vater lötet". :D
 
Dieser Spruch kommt wohl auch nicht von ungefähr: "Kinder betet, Vater lötet". :D
Jupp, hat meine Mutter schon gesagt. Mein Pa war Zahnarzt und hat vermutlich Kronen oder so selber gefertigt. Ist aber schon etwas her;-)
 
Hallo

So, alles kein Problem. Hab da wohl einfach zu viel gewollt und mit dem Brenner mehr kaputt gemacht wie gut.
Einfach gut sauber gemacht, Lötwasser dran und mit meinem Weller, dicker Spitze und bleihaltigem Lot zuerst verzinnt und dann verlötet.

Nochmal Danke an alle für die Hilfe.

Gruß,
Uli
 

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Lötwasser sollte da bleiben wo es Sinn macht, bzw. nötig ist, in der Dachklempnerei.
Für unsere Zwecke, bzw. das hier gezeigte, reicht bei Lötbaren Materialien,
normales Elektroniklot, eventuell unter Zuhilfenahme von Lötfett.
Im Amateurbereich muss man sich auch nicht Bleifrei antun.

Tschüss
Knut
 
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