C53 – die neue RC-Segelbootklasse für Selbstbauer und Tüftler

C53 – die neue RC-Segelbootklasse für Selbstbauer und Tüftler

Liebe Modellbau- und Segelfreunde, die Segeln lieben und gern bauen,

Mit der C53 möchte ich eine neue RC-Segelbootklasse vorstellen, die bewußt auf Einfachheit, Spaß und Vergleichbarkeit setzt.
Der Name leitet sich von der Rumpflänge von 530 mm ab. Handlich, transportfreundlich und perfekt geeignet, um auch auf
kleineren Gewässern spannende Regatten zu segeln.

Ein gewisses Vorbild ist die bekannte Micro Magic, die seit vielen Jahren Segler begeistert. Die C53 greift deren Grundidee auf,
interpretiert sie aber neu. Moderner, offener für eigene Bauideen und gleichzeitig unkompliziert genug, daß sowohl Einsteiger als
auch erfahrene Tüftler und Regattasegler schnell Freude daran finden.


Warum also eine neue Klasse?

  • Weil wir "Gründer" eine Plattform schaffen wollen, die den individuellen Bau genauso fördert wie den fairen Vergleich auf dem Wasser.
  • Weil die C53 erschwinglich und leicht zu bauen sein soll. Ideal für 3D-Druck, klassisches Bauen oder einfache Eigenkonstruktionen.
  • Weil kleine, wendige Boote wie die C53 den Spaß am Segeln in den Vordergrund stellen: schnell aufzubauen, leicht zu transportieren, sofort startklar.
Die C53 richtet sich also an alle, die Lust auf eine neue Herausforderung haben. Vom Hobbysegler, der einfach Spaß am Fahren hat,
über den Regattasegler, der spannende Kopf-an-Kopf-Duelle sucht, bis hin zum Tüftler, der am liebsten neue eigene Konstruktionen
ausprobiert.

Die Grundidee der Klasse​

Die C53 ist ein kleines, handliches RC-Segelboot, das bewußt auf Selbstbau und Eigeninitiative setzt. Ziel ist es, eine Klasse zu schaffen,
die mit wenigen, klaren Regeln auskommt und dadurch sowohl Einsteiger als auch erfahrene Konstrukteure anspricht.

Im Unterschied zur Micro Magic, die nur als Baukastenmodell realisiert werden kann, ist die C53 von Anfang an als Konstruktionsklasse gedacht. Jeder Segler, Konstrukteur und Modellbauer übernimmt selbst die Verantwortung für die Einhaltung der einfachen Bauregeln. Ohne Messbrief, ohne amtliche Vermesser, ohne aufwändige Kontrollen.

Das Regelwerk besteht aus nur fünf Grundregeln, die für faire Vergleichbarkeit sorgen. Gleichzeitig bleibt alles offen, was nicht ausdrücklich geregelt ist. Genau diese Einfachheit macht die C53 spannend: Sie erlaubt kreative Lösungen, fördert Eigenbauten, und gibt den Seglern die Möglichkeit, ihre eigenen Ideen umzusetzen. Sei es im klassischen Holzbau, mit modernen 3D-Druck-Verfahren oder anderer Bauweise.

Die C53 steht also für eine offene, lebendige Klasse, in der Spaß am Segeln und Freude am Konstruieren im Vordergrund stehen.


Vorteile & Reiz der C53​

Die C53 ist mehr als nur ein weiteres RC-Segelboot. Sie ist eine Einladung, Segeln und Bauen neu zu entdecken. Ihr besonderer Reiz liegt in einer Kombination aus Einfachheit, Freiheit und sportlichem Vergleich.

  • Handlich und mobil – Mit nur 530 mm Rumpflänge paßt die C53 in fast jeden Rucksack oder ins Auto. Das Boot ist schnell aufgebaut und segelfertig, egal ob am Teich, See oder im Hafenbecken.
  • Spaß pur auf dem Wasser – Dank ihrer Wendigkeit und Dynamik liefert die C53 Segelspaß auf kleinem Raum. Schon bei leichten Winden geht es los, bei mehr Wind wird’s richtig spannend. Oft hört man das Argument, daß kleine Boote nicht gut segeln. Doch die Erfahrung mit der Micro Magic hat uns Modellbauern längst eines Besseren belehrt. Mit einer durchdachten Konstruktion, abgestimmter Segelfläche und dem geringen Gewicht zeigen auch Boote unter einem halben Meter Länge hervorragende Segeleigenschaften. Die C53 knüpft genau dort an. Kompakt, aber vollwertig segel tauglich.
  • Freiheit im Bau – Ob traditionell aus Holz, modern im 3D-Druck oder anderer Bauweise, die C53 läßt Raum für Kreativität. Jeder Segler kann eigene Ideen verwirklichen.
  • Faire Wettbewerbe ohne Bürokratie – Keine Messbriefe, keine aufwändigen Kontrollen. Jeder trägt selbst Verantwortung für die Einhaltung der einfachen Grundregeln.
  • Eine Klasse für alle – Vom Einsteiger, der ein erstes Boot bauen will, bis zum Tüftler, der immer neue Ideen ausprobiert. Die C53 verbindet Segeln mit Gemeinschaft und Leidenschaft.
Die C53 bringt damit das zurück, worum es im RC-Segeln eigentlich geht: Freude am Bauen, Freude am Segeln und die Spannung fairer Regatten.

Ausblick & Einladung​

Die C53 ist noch jung und genau das macht sie spannend. Es gibt noch viel Raum für Ideen, Experimente und gemeinsames Ausprobieren.
Ziel ist es, Schritt für Schritt eine lebendige Klasse aufzubauen, die von den Seglern, von Euch selbst getragen wird.

Wer Lust hat, sich einzubringen, sei es durch eigene Konstruktionen, erste Testregatten oder einfach beim Austausch von Bauideen, ist herzlich eingeladen, dabei zu sein. Jede neue C53 auf dem Wasser bringt die Klasse einen Schritt weiter.

Hinter der Idee der C53 stehen drei Modellbauer, die Segeln, Bauen und neue Konzepte lieben:

Wir drei haben die C53 als offene Klasse ins Leben gerufen. Aber wir sehen uns nicht als „Hüter der Regeln“, sondern als
Anstoßgeber für eine Gemeinschaft. Die Zukunft der C53 liegt in den Händen aller, die mitmachen.

Gruß Euer Kuddel




 
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Moin,
die "pressrealese" ist ja schon mal recht prächtig!
Die drei Protagonisten sind ja im Forum keine unbekannten.
Jeder hat seine - recht unterschiedlichen - Spuren hinterlassen.
Auf die ersten, greifbaren Ergebnisse bin ich gespannt.
 
Ahoi,

interessant !

Jetzt habe ich gefühlt mehr als 3 mal die gleichen Argumente (Vorteile und Zielsetzung) nur unterschiedlich verpackt im Eröffnungspost für diese neue Klasse gelesen.

Das Regelwerk besteht aus nur fünf Grundregeln, die für faire Vergleichbarkeit sorgen.
Aber von den fünf Grundregeln finde ich mehr oder weniger nur indirekt die (maximale ?!) Rumpflänge von 530mm. Wo sind die anderen 4 zu finden oder nachzulesen ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi, Patrick,
ein bisschen Geduld bitte. Kommt alles noch. Ich kämpfe gerade noch mit aktuellen Bildern.

BTW, wer die MW liest, bekommt schon mal einen Vorgeschmack. Da stelle ich im aktuellen Heft (10/25) meinen ersten Prototypen vor.
 
Moin, zusammen,

Klassenregeln ....

Die Ursprungsidee war, auf der MM aufzubauen. Man nehme die Rumpflänge der MM, beschränke die Segel auf die MM-Maße und erlaube nur MM-kompatible Anhänge. Das führte recht schnell zu der Erkenntnis, dass viele Konstruktionsfreiheiten verloren gehen, und im Endeffekt wieder mehr oder weniger MMs entstehen. Im Endeffekt haben wir uns auf Folgendes geeinigt:
 
Ups, ich war doch noch gar nicht fertig.

Grundregeln
- Alles, was nicht explizit verboten ist, ist erlaubt.
- Die Regelkonformität wird durch das Klassenzeichen im oberen Segeldrittel dokumentiert
- Die Rumpflänge ist auf maximal 535mm beschränkt. Überstände wie angehängte Jollenruder oder feste Bugspriets zählen nicht zur Rumpflänge.
- Die maximale Entfernung von der Unterkante Kielballast bis zur Oberkante Masttop darf 1000mm nicht übersteigen.
- Der Antrieb erfolgt ausschließlich durch Windkraft.

1758261374505.png
 
Zuletzt bearbeitet:
wer die MW liest, bekommt schon mal einen Vorgeschmack

moin,
das gefällt mir nicht.
Ihr solltet euch entscheiden, ob ihr das Projekt hier im Forum vorantreiben wollt,
oder in der MW.
rc-network hinter einer Bezahl-Schwelle finde ich nicht gut.
 
So, und nun noch ganz kurz was zu meinem Prototyp, der noch von der Ursprungsidee - Verwendung von MM-Rigg und -Teilen geprägt ist.
C53 (2 von 3).jpg

Ausgangspunkt war der Riss der legendären Illbruck. Nur auf 530mm skaliert wird das natürlich nichts, die Linien musste so aufgeblasen werden, dass die üblichen Parameter stimmig werden. Der erste Prototyp ist in LW-PLA gedruckt und mit einer dünnen Glaslage überzogen (49g/m²).

Es war ein Versuch, der gezeigt hat, wie schwierig es ist, um ein bestehendes Rigg herum, was neues zu machen. Ich habe an einer Stelle den Fehler gemacht, einen Parameter (den Lead) zu ignorieren. Das Rigg ließ sich einfach nicht weit genug nach vorn stellen und erforderte ein Redesign der Rumpflinien. Das hier im Detail darzustellen würde den Forumsrahmen sprengen.

Mit einigen Korrekturen, insbesondere einem vergrößerten Ruderblatt, bekam ich das aber vorerst in den Griff und "the pink 1" segelte bei einigen MM-Regatten gut mit. Inzwischen ist ein verbesserter Entwurf in der Erprobung, der deutlich leichter ist und mit einem normale Ruderblatt auskommt. Dazu kommt bei Gelegenheit mehr. Es gibt noch ein paar technische Probleme.
 
Moin, Moin

Am Mittwoch haben wir "Drei" einen ersten Test unserer Boote unternommen.
Meine C53 ist erst Anfang September aus dem "Computer gesprungen". Der Rumpf ist noch nicht lackiert. Und das Segelmaterial
stammt aus einer Mülltüte. Und eigentlich, muß es auch dort zurück. Für den ersten Test mußte es gehen.........
---- Bitte keine Kommentare zu den "Saumäßigen" Segeln--------😩

C53 Boote.png

Bildquelle: @Piperfreund
Im Vordergrund das Boot von Achim. Rechts in Lee, das Boot von Klaus. Und das Boot links ist von mir.

Der Wind an dem Tag sehr stark und böig. Auf dem Bild ist es gerade etwas ruhiger. Eine kleine Impression, die Lust auf mehr machen soll.....

Kuddel
 
Zitat aus dem Beitrag 7 von @vhr

"wer die MW liest, bekommt schon mal einen Vorgeschmack"
moin,
das gefällt mir nicht.
Ihr solltet euch entscheiden, ob ihr das Projekt hier im Forum vorantreiben wollt,
oder in der MW.
rc-network hinter einer Bezahl-Schwelle finde ich nicht gut."


Ja, da hast du recht.
Die Entscheidung ist längst gefallen. Ist nie anders geplant worden. Die MW ist eine zusätzliche Hilfe der Bekanntmachung.

RC-Network steht an erster Stelle. Soll der zentrale Anlaufpunkt der Gemeinschaft und Klasse sein.
Wenn es gut angenommen wird? Vielleicht bekommen wir sogar von dem Admin eine eigene Rubrik?

Kuddel
 
Also ich finde die Idee sehr spannend.
Das könnte ja so eine Art Forenmodell werden.
 
Hallo,
Ups, ich war doch noch gar nicht fertig.

Grundregeln
- Alles, was nicht explizit verboten ist, ist erlaubt.
- Die Regelkonformität wird durch das Klassenzeichen im oberen Segeldrittel dokumentiert
- Die Rumpflänge ist auf maximal 535mm beschränkt. Überstände wie angehängte Jollenruder oder feste Bugspriets zählen nicht zur Rumpflänge.
- Die maximale Entfernung von der Unterkante Kielballast bis zur Oberkante Masttop darf 1000mm nicht übersteigen.
- Der Antrieb erfolgt ausschließlich durch Windkraft.

Anhang anzeigen 13073851
Ok, das sind also die 5 Grundregeln. Bin mal gespannt wer sich alles darauf einlässt und was macht.

Die Segelfläche nicht zu begrenzen auf ein definiertes Maximum, halte ich nicht für sinnvoll, gerade in Hinblick auf die Vergleichbarkeit. vor allem bei sehr wenig Wind wird man versuchen die Segelfläche zu maximieren um jeden Preis wenn man es etwas ernster mit dem Regattasegen nimmt. Darüber würde ich definitiv noch mal nachdenken ...

Als Entwerfer bin ich zwar für jede Freiheit beim Design dankbar, aber manchmal ist es besser etwas mehr einzuschränken. Denn zu viele Möglichkeinen können auch abschrecken, weil man nicht die entsprechenden Fähigkeit / Voraussetzungen hat, an Sachen nicht herankommt, es zu aufwändig, zu teuer wird etc.

Wenn die Regeln dann definitiv mal fix sind, kann ich mir durchaus vorstellen da mal einen Entwurf zu machen und auch zu bauen. Ideen habe ich jetzt schon mehr als genug im Kopf ... 🤓
 
Moin Achim, Kuddel
So, und nun noch ganz kurz was zu meinem Prototyp, der noch von der Ursprungsidee - Verwendung von MM-Rigg und -Teilen geprägt ist.
Anhang anzeigen 13073852

Ausgangspunkt war der Riss der legendären Illbruck. Nur auf 530mm skaliert wird das natürlich nichts, die Linien musste so aufgeblasen werden, dass die üblichen Parameter stimmig werden. Der erste Prototyp ist in LW-PLA gedruckt und mit einer dünnen Glaslage überzogen (49g/m²).

Es war ein Versuch, der gezeigt hat, wie schwierig es ist, um ein bestehendes Rigg herum, was neues zu machen. Ich habe an einer Stelle den Fehler gemacht, einen Parameter (den Lead) zu ignorieren. Das Rigg ließ sich einfach nicht weit genug nach vorn stellen und erforderte ein Redesign der Rumpflinien. Das hier im Detail darzustellen würde den Forumsrahmen sprengen.

Mit einigen Korrekturen, insbesondere einem vergrößerten Ruderblatt, bekam ich das aber vorerst in den Griff und "the pink 1" segelte bei einigen MM-Regatten gut mit. Inzwischen ist ein verbesserter Entwurf in der Erprobung, der deutlich leichter ist und mit einem normale Ruderblatt auskommt. Dazu kommt bei Gelegenheit mehr. Es gibt noch ein paar technische Probleme.

den Artikel in der MW habe ich inzwischen auch gelesen / überflogen.

Am Mittwoch haben wir "Drei" einen ersten Test unserer Boote unternommen.
Meine C53 ist erst Anfang September aus dem "Computer gesprungen". Der Rumpf ist noch nicht lackiert. Und das Segelmaterial
stammt aus einer Mülltüte. Und eigentlich, muß es auch dort zurück. Für den ersten Test mußte es gehen.........
Was mich noch interessieren würde ist mit wie viel Bombengewicht du bzw. ihr drei so unterwegs wart.
 
Moin Patrick
Segelfläche - Die Diskussion hatten wir auch. Im Endeffekt waren wir uns einig, dass Extrembauten so zwar möglich sind, aber nicht wirklich sinnvoll. Klar, es werden regional angepasste Boote entstehen. Wenn ich nur in einer Schwachwindecke segle, werde ich versuchen, die Segelfläche zu maximieren. Aber wehe, es ist mal Wind.

Ich erinnere mich an die Anfangsphase der RG. Da gab es am Bodensee einen Extrembau mit sehr kleinem Blei an sehr langer Flosse. Durch das geringe Gewicht war das Boot unter Schwachwindbedingungen unschlagbar, bei Wind aber kaum beherrschbar. Michael Scharmer hat so etwas auch probiert, ebenfalls ohne Erfolg. Zuviel Wind im Norden.

Ich bin jedenfalls gespannt, wo die Entwicklung hinläuft.
 
Mannometer, da fährt man mal eben von Berlin nach Hause in den Süden und schon ist hier der Bär los! 😃

Stimmt, meine B53 krängt etwas weniger. Das liegt daran, daß sie durch die breite Wasserlinie mehr Formstabilität und mit 450g ziemlich genau 50g mehr Ballast unten am Schwert hat.

Blies der Wind, schenkten sich die drei nicht viel. Die Höhe am Wind passte und alle kamen Raum auf die Glitsch. Vor dem Wind hat die Dicke Vorteile, die beiden anderen hatten auch mal einen Stecker. Dafür klebte die B53 bei wenig Wind auf dem Wasser, während die beiden Illbrucks gut liefen.

Für mich ist das ein Zeichen, dass wir noch nach dem optimalen Boot suchen dürfen. Aber die unterschiedlichen Konzepte durchaus gleichwertig sein können. Genau das ist die Würze an dieser Klasse.

Ich bin jedenfalls gespannt was noch kommt. Eins ist aber schon klar: Es wird spannend!

Ich freue mich auf Eure Ideen

Schöne Grüße

Euer Klaus
 
Moin,
ich finde die Initiative super, eine neue Klasse zu etablieren. Vor allem mit offenen Regeln, einfachem Bau, kompaktem Format und Spaß am experimentieren.
Es würde mich freuen, wenn du weiterhin alles teilst!
 
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