C53 - die Boote

haegar

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Moin,
der Anregung von Ulf folgend, können hier die verschiedenen Entwürfe der C53-Boote vorgestellt werden.

Ich mache mal gleich den Anfang, auch wenn damit ein paar Beiträge aus "C53 - die neue RC-Segelbootklasse..." dupliziert werden

Mein aktuelles Boot ist die Pinky 2, auf dem Bild ist das die mit den weiß/neongelben Segeln
.
Abb17DS4_2250.JPG

Das Bild zeigt die verschiedenen Evolutionsstufen. Hinten rechts steht die MM mit der alles begann (GER253). Vorn rechts liegt einer der ersten Versuche mit den Ilbruck-Linien. Hinten in der Mitte steht die the pink 1, der erste Entwurf, der funktioniert hat. Links hinten dann die Pinky 2 und links vorn noch im Bau die No. 3 mit unveränderten Linien aber einem etwas optimierten Deckslayout.

Abb21KlassenregelnDSC_9014.JPGAbb19-1DSC_8940.JPG

Der Entwurf ist ein bisschen zickig was den Trimm angeht. Wenn aber alles stimmt, geht sie ab wie "Schmitts Katze".

Die Eckdaten sind:

Länge 530mm
Höhe 980mm
Rigg MM
Kiel 400g
Gewicht RTS 800g

Alle Bilder (c) Joachim Pelka, P-Sails
 
auf dem Bild sehe ich drei oder? fünf micro magics.
Wenn du erklären bzw. nachvollziehbar machen könntest
worin deine Optimierungen bestehen, könnte ich evtl. für ein
eigenes Projekt von dir lernen.
Auf dem letzten Bild sehe ich eine MM mustergültig die Welle teilen.
Was sagt denn Kuddel dazu, der ja wohl einen Gleiter anstrebt?
 
Moin Veith
Im ersten Ansatz galt noch die Devise Rigg und Anhänge müssen MM kompatibel sein. Wir haben dann schnell gemerkt, dass dann in der Tat nur mehr oder weniger MMs rauskommen. Wenn Du genau hinschaust, wirst Du aber feststellen, dass es wirklich nur eine MM ist. Während die MM einen ziemlich runden Hauptspant hat, haben meine Pinkies einen eher Wok-förmigen Hauptspant für eine schmale Wasserlinie trotz größerer Breite. Dadurch bilden sich drei Quasi-Gleitflächen aus, auf denen das Boot tatsächlich in die volle Gleitfahrt ( >2fache Rumpfgeschwindigkeit) kommen kann. Ich habe per GPS bereits Geschwindigkeiten bis 7,2km/h gemessen. Was noch fehlt, ist ein echter Vergleich mit der MM auch hoch am Wind. Bisher ist mein Eindruck, dass die Pinky auch am Wind sehr schnell sein kann, dass ihr aber im Vergleich zur MM einige wenige Grad Höhe fehlen.

Die Optimierung bei den drei Pinkies betraf folgende Punkte:
The pink 1 hatte einen Designfehler und benötigte deshalb ein übergroßes Ruderblatt. Bei der Pinky2 sind Kielposition und Achterschiff so modifiziert, dass die Druckpunkte wieder stimmen und ein kleineres Ruder gefahren werden kann. Die weiße im Vordergrund hat identische Rumpflinien wie die Pinky 2. Bei dieser Version habe ich nur das Luk noch einmal überarbeitet.

Ich hoffe, das beantwortet deine Fragen.
 
Moin, schön, daß wir jetzt einen Platz für unsere C53 Konstruktionen haben.
Die oben vorgestellten Boote sind wohl Optimierungen klassischer Konstruktionen.
Ich bin einen anderen Weg gegangen und habe die grundlegenden Forderungen aus Aerodynamik und Hydridynamik versucht in eine Minibootkonstruktion einfließen zu lassen. Vorerkenntnisse gab es aus der My110 Fugu.
Die C53 Fugu befindet sich im Bau.
20251028_152709.jpg
Seitenriß
20251024_145739.jpg
Rumpfpositiv
20251027_103125.jpg
Negativform
20251030_131844.jpg
Bau des Deckspositivs, von der die Negativform abgenommen werden wird.

Weitere Bilder ab Dezember
 
Ich hatte heute auch mal etwas Zeit, und habe mal einfach drauf los gezeichnet...
Bildschirmfoto 2025-11-09 um 20.53.57.png

Wollte einfach mal ein Gefühl für die Größe bekommen. Angestrebt sind etwa 850g Verdrängung. Da muss man schon etwas breiter werden, also hab ich auch mal was Skow ähnliches gemacht... sieht irgendwie komisch aus ;)
Bildschirmfoto 2025-11-09 um 20.52.19.png

Muss mich wohl erst an die Proportionen gewöhnen.
Bildschirmfoto 2025-11-09 um 20.56.09.png

Ruder ist wohl etwas zu groß .. aber wie gesagt das ist jetzt mal alles aus der Hüfte geschossen.
Bei der 1m Gesamthöhe muss man etwas beim Kiel (länge) sparen, sonst wird mir das Rigg zu klein. Mast hat hier etwa 80cm.
Bildschirmfoto 2025-11-09 um 20.51.59.png

Muss ich jetzt erst mal sacken lassen. Weiss noch nicht ob mir das gefällt.. :rolleyes:
Aber ich wollte mal ein paar Bilder zeigen .. vielleicht dient es dem ein oder anderen als Anregung..?
 
Ich hatte heute auch mal etwas Zeit, und habe mal einfach drauf los gezeichnet...
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Wollte einfach mal ein Gefühl für die Größe bekommen. Angestrebt sind etwa 850g Verdrängung. Da muss man schon etwas breiter werden, also hab ich auch mal was Skow ähnliches gemacht... sieht irgendwie komisch aus ;)
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Muss mich wohl erst an die Proportionen gewöhnen.
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Ruder ist wohl etwas zu groß .. aber wie gesagt das ist jetzt mal alles aus der Hüfte geschossen.
Bei der 1m Gesamthöhe muss man etwas beim Kiel (länge) sparen, sonst wird mir das Rigg zu klein. Mast hat hier etwa 80cm.
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Muss ich jetzt erst mal sacken lassen. Weiss noch nicht ob mir das gefällt.. :rolleyes:
Aber ich wollte mal ein paar Bilder zeigen .. vielleicht dient es dem ein oder anderen als Anregung..?
Wie breit sind eure skows?
 
Oh je, jetzt wird aber fleißig konstruiert.
@Andreas --> ich frage mich bei deinem Entwurf, wo du die Verdrängung bei der Breite unterbringen willst. Bei der Segelfläche brauchst du unten ein erhebliches Kielgewicht am entsprechenden Hebelarm
Meine Scow ist um die 20cm breit was Formstabilität bringt. Hat aber eine schmale Wasserlinie, was eine geringe benetzte Fläche ergibt und hat eine relativ geringe Krümmung des Rumpfbodens.
Übrigens, die Kielflossenlänge ist bei mir etwas zu lang. Wird wohl so um die 20cm werden.
Und, beachte das Nickmoment. Der schlanke Bug wird bei gutem Wind schnell ins Wasser gedrückt und bremst dann.
Eine Skow ist mE kein Flautensegler.
IMG-20250926-WA0044.jpg
So segelt die große Schwester
IMG-20251017-WA0002.jpg
Meine kleine C53 Skow hat ähnliche Proportionen
 
Hi,

Rumpfdesign mache ich .. wie immer .. mit FreeShip. Da hab ich alle Daten zur Hand..

Design length : 530 mm
Length over all : 533 mm
Design beam : 120 mm
Beam over all : 114 mm
Design draft : 29 mm

Volume properties:
Displaced volume : 799 cm^3
Displacement : 0.799 kg
Total length of submerged body : 522 mm
Total beam of submerged body : 110 mm
Block coefficient : 0.4774
Prismatic coefficient : 0.6193
Vert. prismatic coefficient : 0.5852
Wetted surface area : 5.505 m^2
Longitudinal center of buoyancy : 258 mm
Longitudinal center of buoyancy : -0.560 %
Midship properties:
Midship coefficient : 0.7709
Waterplane properties:
Length on waterline : 522 mm
Beam on waterline : 110 mm
Waterplane area : 470.6 cm^2
Waterplane coefficient : 0.8157
Waterplane center of floatation : 251 mm

Wie man sehen kann hab ich knapp 800g Rumpfverdrängung bei 29mm Rumpftiefgang und 110mm Breite(auf CWL). Dazu dürften noch etwa 60g zusätzliche Verdrängung von den Anhängen kommen. Also in Summe 860g. Da wollte ich hin .. wo ist das Problem?

Ich komme halt aus dem Süden der Republik und wir segeln hier meist auf kleinen Gewässern bei wenig Wind. Deswegen wollte ich nicht so ein breites Surfbrett. Das wird hier nicht funktionieren. Die benetzte Fläche ist eh schon recht hoch. Eine m17 bei 900g Rumpfverdrängung nur wenig mehr als das Ding hier.
Für mich ist das hier schon sehr breit und damit der CP recht hoch :rolleyes:
@ulfbodo
Wie hoch ist die benetzte Fläche bei dir? Und welchen CP hat dein Entwurf?

Geplant ist 500g Blei drunter zu hängen. Hab da noch ein altes Blei von ner RG. Das wird etwas zurechtgestutzt und so auf das passende Gewicht gebracht.
Die Segel sind einfach so aufs Maximum eingezeichnet. Damit komme ich auf max 1900cm^2
Werden sicher etwas kleiner werden.
 
Ich habe heute nämlich einfach mal drauf los geschliffen und dabei ist das herausgekommen.jetzt habe ich ein bisschen Bedenken wegen der breite, das Ding ist 25 cm breit.
Julius, ich denke, wenn Du die CWL schmal hällst und evtl. ein Chine reinschleifst könnte das passen.
Die Pogo ist ja auch 23 cm breit.
 
@ Andreas
900g Systemgewicht mit 500g Blei
da bleiben 400g für den Bau; da bin ich mal gespannt!

Mut zur Breite!

Du kannst in freeship einfach mit der Breite entsprechend benetzte Fläche spielen
und dabei den Widerstand nach Kaper für niedrige und hohe Geschwindigkeit beobachten.
Die kurzen Bötchen haben zudem wenig Trägheitsmoment um die Querachse (pitching) langes Schwert mit viel Blei ist da nicht günstig.
Ulfs Ansatz mit Längs- und Querstabilität aus der Rumpfform statt aus tiefem Blei scheint mir sinnvoller; der Rumpf soll ja schließlich auch seinen Beitrag leisten.
 
Moin.
zu meiner C53 Scow:
ich rechne nicht, sondern ich schätze alles ab. Wenn ich wirklich etwas daneben liege, dann wird korrigiert. Bislang scheinen meine Boote harmonisch gut abgestimmt zu sein.
Ich rechne auch mit 700 bis 800gr, aber nur als ersten Schritt mit 250gr Blei und plus Kielflosse.
@ Andreas, wenn ihr im Süden vorwiegend mit wenig Wind segelt, warum konstruiert ihr dann Gleiter? Die brauchen Wind, um ihre konstruktionsbedingten Vorteile/Eigenschaften auszuspielen
Ein ausgewogener Verdränger mit minimierter benetzter Fläche wäre mE passender.
 
Thema Technik, mit welcher winde, servo und Akku kalkuliert ihr?
Bei der Größe braucht es doch vermutlich nur kleine servos.
 
Ahoi zusammen
@ Andreas
900g Systemgewicht mit 500g Blei
da bleiben 400g für den Bau; da bin ich mal gespannt!
das passt alles schon. Eine RG65 gedruckt in LW-PLA bekommt man ohne Kiel und Rigg auf 200g segelfertig. Das sollte für eine kürzere aber breitere C53 aber ohne Probleme auch machbar sein. Bei 100g für ein Rigg hat man mehr als ausreichend Reserve mit dabei. Somit bleiben 600g für Kielgewicht und Flosse. Bei 500g Blei bleiben nach Abzug der Kielflosse mindestens 50-70g Reserve um die wo anders zu investieren ...

Thema Technik, mit welcher winde, servo und Akku kalkuliert ihr?
Bei der Größe braucht es doch vermutlich nur kleine servos.
Meine bewährte RC-Technik in meinen RGs, die auch für die C53 locker ausreichen sollten, kommt auf ca. folgende Gewichte:

Empfänger: 10g
Ruderservo HV: 5g
Segelservo HV: 25g (KST A12-610)
Lipo 2s 600mAh: 30g
 
@ Andreas
900g Systemgewicht mit 500g Blei
da bleiben 400g für den Bau; da bin ich mal gespannt!
Hi Veit,
wie Patrick geschrieben hat sollte das Gewicht kein Problem sein.
Eine m24 RG65 wiegt gedruckt und mehrfach lackiert (also sicher kein Leichtbau) 260g inclusive. Servos, RX, Akku und Ruder. Dazu noch ein (swing)Rigg mit etwa 70g .. macht in Summe 330g.
Bei angepeilten RTS 850g (nicht 900g) bleiben da 520g für Blei und Schwert. Sehe da kein Problem. Und weil ich relativ viel Blei drunter hänge, möchte ich dafür das Schwert etwas kürzer machen. Mit der Länge muss man dann sicherlich etwas spielen um einen guten Kompromiss zu finden.

@ulfbodo
wenn ihr im Süden vorwiegend mit wenig Wind segelt, warum konstruiert ihr dann Gleiter? Die brauchen Wind, um ihre konstruktionsbedingten Vorteile/Eigenschaften auszuspielen
Tja Ulf das ist die Frage :D
Wenn man meine diversen Manta's der letzten Jahre so anschaut sind das immer nur so schlanke Spargel. Macht bei uns hier einfach Sinn.
Aber ich möchte gern mal etwas anderes probieren und finde was Patrick und du gezeigt haben sehr interessant. In der Konsequenz wie ihr das macht dürfte das aber leider bei uns (aus obigen gründen) kaum funktionieren. Deswegen möchte ich mal versuchen mich gemäßigt an einem breiteren Design zu versuchen.
 
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