Caudron C460

Hallo Zusammen,

da ich nicht unbedingt die 47igste P51 oder Me109 oder sonst einen Jäger aus dem zweiten Weltkrieg bauen wollte, habe ich mich vor einigen Jahren nach etwas anderem umgesehen.

Schnittig soll es sein, ein Einziehfahrwerk haben und auch ohne teuren Reihenvierer auf 200 km/h im Horizontalflug kommen.

In den 30iger und 40iger Jahren des letzten Jahrhunderts gab es ja eine Menge Rennflugzeuge und einige sind weniger bekannt, zumindest in Deutschland.

cauldron460

Die Eckdaten standen schnell fest : Masstab 1:2,7 - das Original ist ja nicht so groß ergibt eine Spannweite von 2,5m und eine Rumpflänge von 2,63m.
Hauptproblem ist der Schwerpunkt, weil die Nase nun mal ewig lang ist.

Der ursprünglich geplante Valach I120 fiel also mit seinen 5kg aus, der Flieger wäre zu schwer geworden.
Also kommt ein MVVS80 mit Resorohr in den Flieger. Der Motor bekommt eine Wellenverlängerung und mit Resorohr sollte er eine 26x16 mit ca 7000 U/min drehen. 26 Zoll sind masstäblich.

Da es ein Racer werden soll ist ein MH-Profil vorgesehen. Der Nullauftriebswinkel liegt bei -0,5 Grad und die Profildicke ist etwas über 11%, Höhen- und Seitenleitwerk erhalten ein Naca 0013. Wegen der großen Pfeilung ist eine Schränkung von 1Grad vorgesehen und der S-Schlag des Profils ermöglicht ein masstäblich kleines Höhenruder. Alle Ruder sind in Hohlkehle ausgeführt, die Anlenkungen bei Höhe und Seite verdeckt. Meinen ursprünglichen Plan die Querruger als Spangenbergruder anzulenken habe ich verworfen, weil 8 grad Ruderaussschlag im Landeanflug recht wenig sein können. Die Landeklappen werden einfache Splitflaps mit bis 90 grad Ausschlag und recht groß. Fahrwerksbeine mache ich im Eigenbau, als Mechanik eine Evo40.

Die Pläne sind soweit fertig und die ersten Teile bereits gefräst. Das komplette Holz für den Bau ist mittlerweile da. Der Motor geht noch nach BfM zum Umbau.

Elevator.JPG


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Fliegen sollte die Kiste auch mit einem 50iger und normalem Topfdämpfer, nur halt nicht so schnell.

Bei Interesse halte ich Euch gerne auf dem Laufenden.

Holm- und Rippenbruch

Eberhard
 
Hallo Andreas,

jo, das Video kenne ich. :)

Meine Bauweise ist konventionell mit einigen Etravaganzen :

Ansicht Leitwerk.JPG


Die beiden Höhenruder werden von einem gemeinsamen Servo bewegt. Das Servo selbst sitzt natürlich dann im Rumpf. Da der Schwerpunkt noch nicht genau absehbar ist, besteht die Möglichkeit es weit hinten oder eben vorne zu positionieren.


Wie man am obigen Bild sehen kann, bin ich ein Fan von Rippenkämmen und falschen Nasenleisten. Füßchen allein an den Rippen sind mir zu wackelig.


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Jetzt sieht man auch, warum hinten ein zusatzlicher Rippenkamm montiert ist : Zum einen haben die Rippen ja hinten kein Füschen (mehr) und zum anderen wird die hintere Hälfte der Dämpfugsfläche im bereich der Hohlkehle bocksteif. Die Dämpfungsfläche ist auf einer simplen Helling mit Ausschnitten für die Rippenfüsschen aufgebaut. Geklebt wird ausschließlich mit Weißleim und 24h Epoxi.

Holm- und Rippenbruch

Eberhard
 
Hallo zusammen,

Es ging ein bischen weiter und um zu sehen, ob meine Konstruktion auch stimmt, habe ich einen Dummy vom Rumpfheck angefertigt. Das Teil wird auch nachher weiterverwendet, insofern ist es kein Brennholz.

Die Anlenkung der Ruder hat nicht so spielfrei fuktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe. Ursprünglich wollte ich zwei ineinander gesteckte Messing Vierkantrohre nehmen, aber die haben immer noch zuviel Luft. An den Rudern macht das einen Unterschied von bis zu 2 mm pro Seite. Außerdem könnten die Ruder flattern - und bei Tempo 200 braucht das kein Mensch. Auch das selbstgemachte Steckungsrohr aus GfK war Sche****.

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Dementsprechend habe ich eine Kupplung konstruiert, die - hoffentlich - auch den Belastungen standhält.

Im Lauf der nächsten Woche wird das Ruder dann wohl auch soweit fertig.



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Holm- und Rippenbruch

Eberhard
 

Anhänge

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Wunderbar. Ein Zeitgenosse der Bugatti 100. Blöderweise ist es zwischen den beiden nie zum Vergleich der Konzepte gekommen. Beide waren auf ihre Weise konsequent, um nicht nur mit schierer Gewalt schnell zu sein.

Die Pilatus in dem Video taugt immerhin als Beispiel, wie ein Flugzeug  nicht aussehen sollte.
Viel Erfolg beim Bau und Fliegen der Caudron!
 
Hallo Holger,

jo, die Bugatti ist auch wunderschön - nur dafür möchte ich keinen Antrieb konstruieren :) Für ein kleines Modell mag es noch hinhauen, aber wenn man 10 kw auf den Prop bringen will.......

Viele Grüße

Eberhard
 
Hallo Zusammen,

So, das Höhenruder ist fertig, die Kupplung auch und es ging weiter mit dem Fhrwerk. Erstmal habe ich die Beine meiner zerschellten P-47 angepasst. Auch die alten Räder wurden wiederverwertet :


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Im Hintergrund des zweiten Bildes sieht man schon eine Attrappe der Fläche von Rippe 1 bis 6. Das diente dazu die genaue Einbaulage des Fahrwerks festzulegen.

Das steht und ich konnte fertig zeichnen. Das Fahrwerk bekommt eine Elektron Evo40 Mechanik mit 85 Grad . Die Mechanik selbst ist 5 Grad nach vorne (also parallel zur Querachse) geneigt. Das führt dann dazu, daß der Reifenaufstandspunkt in horizontaler Lage 75 mm vor dem Schwerpunkt liegt. Auch die Bodenfreiheit beträgt mit 26 Zoll Propeller dann 75 mm aus.

Das Maß passt dann ganz gut und das Fahrwerk sieht dann nicht so fürchterlich langbeinig aus.

Hier mal die Ansicht von vorn, die untere Hälfte des Beins ist noch nicht verschweißt. Der schwarze Klotz ist ein gedruckter Abstandshalter. Auch der maximale Federweg ist noch nicht korrekt eingestellt.

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Jetzt kann ich dann erstmal fräsen und Leisten schneiden. Für die Rippen aus Pappel benötige ich zwei Bretter 1000x500 mm und für die Rippen aus Kiefernsperrholz auch fast ein ganzes Brett 1000x500mm. Die Rippenkämme werden aus 3mm Pappel und auch da geht ein Brett drauf. Fräszeit, na, so 8 Stunden werden es wohl.

Viele Grüße

Eberhard
 
Hallo Zusammen,

der erste Schritt für die neue Fläche war es, den unteren Hauptholm auf den Rippenkamm zu kleben - der Rippenkamm ist dreiteilg, damit nicht so viel Holz verschwendet wird.

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Auf die Rückseite kommen ein paar Reststücke. Damit kann man den Rippenkamm prima auf das Baubrett nageln.


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Der vordere Rippenkamm wird schön ausgerichtet festgenagelt, der hintere Rippenkamm mithilfe der Rippen angetackert und dann werden die Rippen der Reihe nach eingeklebt. Wenn die erste Rippe gut ausgerichtet ist, ergeben sich alle anderen Rippen zwansläufig korrekt.

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Als nächstes fräse ich wieder ein bischen Kleinkram und dann geht es weiter.

Viele Grüße

Eberhard
 
Hallo Zusammen,

trotz der anderen Verpflichtungen konnte ich ein wenig weiterbauen. Die Endleiste ist ja nur ein schmaler Streifen. Bei Fliegern dieser Größe nehme ich immer 2 mm Sperrholz, das oben zunächst mithilfe eines Winkels oben auf die Rippen geklebt.

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Das gleiche Spiel passiert am Querruder, da wird aber zunächst die obere Hohlkehlleiste verklebt :
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Dann können auch schon die ersten Streifen der Beplankung aufgebracht werden. Wie ich vorher schon schrieb, verklebe ich alles mit Weißleim.

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Die Fläche wird mit Merlyn Winglocks spater am Rumpf befestigt. Nur eine Schraube und ein nachher unauffälliges Loch auf der Fläche. Wer mehr dazu wissen will, soll einfach fragen :)

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Holm- und Rippenbruch

Eberhard
 
Hi Eberhard,
ich sehe Rippenkämme und Füsse, die anscheinend sogar die V-Form vorgeben.
Aber ich sehe keine untere Beplankung.
Wie ist die Strategie für eine verzugsfreie Fläche? Denn um die untere Schale aufzubringen, muss die Fläche umgedreht werden, und dann gucken die Füsse in die Luft.

Und was passiert mit den Rippenkämmen? Wegfräsen?
 
Hi Holger,

richtig erkannt, das sind Rippenkämme. Die Tragfläche ist auf der Oberseite gerade und da die Rippen ja nach außen kleiner werden, ergibt das dann die V-Form. Außerdem sind die Kämme unterhalb des unteren Hauptholms geschlitzt. Wenn ich die Fläche umdrehe säge ich mit einem Sägeblatt einfach den Rippenkamm ab und schleife bei, was noch übersteht. Der unter Hauptholm liegt etwas höher als die Rippenunterseite und wird dann mit Balsa aufgefüttert.

Die untere Endleiste wird noch verklebt, ehe ich die Fläche umdrehe. Dementsprechend fehlt nur noch die untere Balsabeplankung. Es ist also von vorne nach hinten Nasenleiste, Hauptholm, fertig verkastet, Hilfsholm fertig verkastet, Endleiste und schlussendlich die obere Beplankung.

Eigentlich sollte das bei vorsichtiger Arbeitsweise hinhauen, zumal die Profilunterseite fast glatt ist .

Viele Grüße

Eberhard
 
Hmmmmm,
eine so gebaute Fläche wird höchstens zufällig verzugsfrei. Der Unsinn mit den Füsschen wird von Generation zu Generation überliefert, dabei helfen die in keiner Weise zu einem geometrisch korrekten Aufbau. Der Systemfehler ist die undefinierte Auflage auf dem Baubrett im entscheidenden Moment, nämlich wenn der Torsionskasten (neudeutsch: D-Box) geschlossen wird.

Die sorgfältig geplante 1° Verwindung zur Kompensation der Zuspitzung (nicht Pfeilung) wird so kaum gleichmässig für linke und rechte Fläche.

Wenn die Fläche vom Baubrett gelöst wird, um die untere Beplankung aufzubringen, ist sie ein wabbeliges Gebilde ohne jede Torsionssteifigkeit. Da hilft auch keine Behutsamkeit, ohne vernünftige Abstützung kommt die untere Schale nur  irgendwie da drauf.

Eine sehr einfache und narrensichere Methode, wie die Fläche auf der Oberseite liegend sauber ausgerichtet werden kann, ist hier beschrieben. Im Fall der grossen Caudron nimmt man natürlich keine 3mm Leiste als Unterlage, sondern z.B. 10 oder 12mm. Fläche so fixieren, Beplankung in Ruhe aufbringen, fertig.

Diese Methode ist bei meinen kleinen Vögeln bewährt. Zur Einordnung: 2mm Verzug würden bei der 2,6m Caudron etwas Trimmung erfordern, bei meinen F-250 Dingern aber schon zu einer Dauerrolle führen. Und ich habe bisher noch nie auf QR trimmen müssen beim Erstflug.
 
Hi Holger !
Theoretisch richtig. Rein Praktisch ist das, was man hier auf den Fotos sieht, schon ein rel. festes Gebilde.
Klar, entsprechend unterlegt ist noch besser. Es ist aber keine Holmlose Schalenfläche wie bei dir.
Am geschicktesten wär es gewesen, die Fläche zumindest vorn gleich auf der Beplankunf aufzubauen, da kommt man auch noch gut an die Klebestelle ran..

Viele Grüße,
Sebastian
 
Hallo Sebastian,

mir ist klar, wie Du das meinst. Wenn die vordere, untere Beplankung auch sitzt, hat man eine geschlossene D-Box.

Aber ;) leider sind da zum einen die Rippenfüsschen im Weg. Außerdem muss ja die falsche Nasenleiste erst auf Kontur geschliffen werden und solange die Fläche normal auf dem Baubrett liegt, kommt man an die Unterseite ja nicht dran. Und zum dritten muss ja noch der ganze Fahrwerkskram mit Klappengedöns vor dem Beplanken fertig sein. Das Steckungsrohr kommt auch erst rein, wenn die zweite Fläche genauso weit ist und dann die Steckung verklebt wird. Im Idealfall passen meine Rohre da saugend und das sind GfK-Rohre mit 30 mm innendurchmesser, die das ganze ja auch noch versteifen.

Hallo Holger,

Dein Argument ist sicher richtig. Ich bin dem Link mal gefolgt und habe mir das angesehen. Jo, bei einer rechteckigen Fläche ohne Pfeilung und Strak mag das ja leicht anzuwenden sein, aber bei so einem Gebilde , wie ich es da gerade baue ?
Klar ist die "Füschenmethode" von vorgestern und hat viele Nachteile, aber das bedeutet ja nicht, daß es nicht funktioniert und das alle Tragflächen, die so gebaut werden/wurden automatisch krumm sind. Außerdem sind ja hier keine dünnen Leistchen als Holm verbaut sondern kräftige Leisten.

Unabhängig davon : wenn ich die Fläche das erste Mal hochhebe, kann ich ja testen, ob sich was verdreht - und sollte das passieren, muss ich mir was einfallen lassen. Zur Not fräse ich mir passende Leisten, auf denen ich die Oberseite an passenden Punkten auflege, ehe die untere Beplankung draufkommt.

Trotzdem bin ich für Eure Meinungen dankbar, denn sie zeigen mir erneut meine Sorgen auf und geben mir wertvolle Rückmeldung.

Viele Grüße

Eberhard
 
Aber ;) leider sind da zum einen die Rippenfüsschen im Weg. Außerdem muss ja die falsche Nasenleiste erst auf Kontur geschliffen werden und solange die Fläche normal auf dem Baubrett liegt, kommt man an die Unterseite ja nicht dran. Und zum dritten muss ja noch der ganze Fahrwerkskram mit Klappengedöns vor dem Beplanken fertig sein.
Damit hast du alle Nachteile der Füsschentechnik aufgezählt.

Im Idealfall passen meine Rohre da saugend und das sind GfK-Rohre mit 30 mm innendurchmesser, die das ganze ja auch noch versteifen.
Versteifen ja, aber nicht gegen Torsion.

Jo, bei einer rechteckigen Fläche ohne Pfeilung und Strak mag das ja leicht anzuwenden sein, aber bei so einem Gebilde , wie ich es da gerade baue ?
Äääh, nein. Meine Methode geht völlig unabhängig von Strak, Pfeilung, Zuspitzung oder Verwindung. Die Bugatti oder z.B. Alexa's Arrow sind so entstanden, und bei der Bugatti musste ich wegen des zum Randbogen recht dünnnen Profils noch eine zweite Auflagelinie zeichnen. Funktioniert aber zuverlässig.

Unabhängig davon : wenn ich die Fläche das erste Mal hochhebe, kann ich ja testen, ob sich was verdreht - und sollte das passieren, muss ich mir was einfallen lassen. Zur Not fräse ich mir passende Leisten, auf denen ich die Oberseite an passenden Punkten auflege, ehe die untere Beplankung draufkommt.
Genau richtig! Aber es sind keine Punkte, sondern genau zwei Linien: der Hauptholm und eine entsprechend der 1° Verwindung ermittelte Linie im hinteren Teil des Profils.

Ob mit Holm oder ohne: solange der Kasten nicht geschlossen ist, bleibt das auf Torsion ein schlabbriges Gebilde. Und somit das Risiko, einen Verzug reinzubauen. Und das wäre für die schöne Caudron echt ein Jammer.
 
Also wo ist das Problem ?
Wenn du eine Fläche ohne gerade Unterseite ohne Helling bauen willst, musst du halt irgendwas unterlegen. Das hat den selben effekt wie die Füßchen.
Beim Umdrehen kommt halt wieder was drunter wenns nicht stabil genug ist. Man muss da m.e. nicht Päpstlicher als der Papst werden.
 
Sebastian,
das hat nix mit päpstlich zu tun.
Es ist der Unterschied zwischen hoffen und wissen, dass die Fläche verzugsfrei ist. Und das lohnt sich bei so einem Projekt erst recht.
 
Hallo zusammen,

ich liebe solche Diskussionen, bei denen jeder seine eigene , persönliche Erfahrung einbringt. Das hilft immer über den Tellerrand der eigenen Erfahrung zu schauen.

Ich antworte mal nur auf Holgers letztes Argument "Es sind keine Punkte....." Natürlich nicht, es sind Keile, Leisten oder wie immer man es nennt die auf der ganzen Länge die Nasen- und Endleiste so festlegen, daß sich nix verdreht. So war das auch von mir gemeint, auch wenn ich "Punkte" schrieb.

@ Sebastian : die Füße hätte ich durch die Rippenkämme auch weglassen können. Es sind also Gürtel und Hosenträger im Einsatz :)

Ich mach jetzt als nächsten Schritt erstmal die obere Beplankung komplett und sehe dann weiter.

Viele Grüße

Eberhard
 
Da hat der Holger noch was geschrieben :)
Ja, wissen ist besser. Wenn das Ding startet und sich dann auf den Rückenlegt, gibt es nur noch kleine Fetzen, brauch ich nicht. Und selbst wenn man das Ding dann irgendwie austrimmen kann, kostet das Leistung. Es wäre ja blöd, alle Anlenkungen mühsam nach innen zu legen um dann durch Verzug die Aerodynamik zu verhunzen.

Holm- und Rippenbruch

Eberhard
 
...es sind Keile, Leisten oder wie immer man es nennt die auf der ganzen Länge die Nasen- und Endleiste so festlegen, daß sich nix verdreht.
Auf die Gefahr hin zu nerven: nicht Leiste n, und nicht an Nasen- und Endleiste, sondern nur eine Leiste, die im hinteren Profilbereich die Verwindung definiert (kann auch null sein). Die zweite Auflagelinie ist immer die höchste Stelle des Profils (=Hauptholm, wenn vorhanden). Der Verlauf von Nasen- und Endleiste ergibt sich so automatisch.

Es wäre ja blöd, alle Anlenkungen mühsam nach innen zu legen um dann durch Verzug die Aerodynamik zu verhunzen.
Jetzt kommen wir zum Kern der Sache, denn das war der Grund für meinen Post.

Exkurs:
Es gibt auf dieser Plattform Bauberichte von teils extrem aufwändigen, super ausgeführten Modellen mit Scale-Cockpit, EZFW, Door-Sequencer und Pipapo. Aber die Erbauer tappen in Sachen Flugmechanik völlig im Dunkeln, was zuweilen zu seltsamen Erstflugverläufen führt.
Um die Verwirrung noch zu steigern, wird dann FLZ Vortex bemüht, meist mit nicht nachvollziehbaren Ergebnissen. Hier im Forum sind maximal eine Handvoll User unterwegs, die dieses geniale Programm sinnvoll nutzen können. Bei allen anderen (mich eingeschlossen!) gilt:
Garbage in - Garbage out.
Es hat mal jemand meinen Alexa's Arrow damit modelliert und nachgewiesen, dass das Ding mit meiner Auslegung garnicht fliegen kann. Funfact: der Vogel hat jetzt knapp 400 Flüge - ohne jede Änderung seit dem Erstflug.
Exkurs Ende.

Was ich sagen will: man muss vorher wissen, dass der Vogel fliegt. Und dazu gehört eine vernünftige Auslegung und verzugsfreies Bauen. Wer die EWD erst am rohbaufertigen Modell herbeimessen muss, hat vorher geschludert. Aber so eine digitale EWD-Waage sieht natürlich cool aus...

Aber jetzt mal was ganz anderes:
Bekommt deine Caudron auch den linkssteigenden Propeller des Originals? Wenn nicht, dann müsste der Kühllufteinlass in der Motorhaube nach rechts wandern.
 
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