CO9 in Rippenbauweise

Hallo,

ich plane gerade einen CO9 als Rippenflügel aus Holz.
Aber genug Kohle wird trotzdem rein kommen.

Nasenleiste soll ein 6mm (am ende 4mm) cfk Rohr werden.
Danach kommt ein durchgehendes 10mm cfk Rohr.
Dann zwei durchgehende 6x6mm Kiefernleisten.
Dann noch ein durchgehendes 6mm cfk Rohr.
Und als Endleiste kommt ein 3x1mm cfk Profil dran.

Also bisher bin ich noch am Zeichnen, aber ich denke das dauert nicht mehr all zu lange.

Grüße Theodor
 

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Moin moin,

Dein Projekt in Ehren, ich träume auch schon lange von großen Rippenpfeilen, aber Du solltest mal die Torsionssteifigkeit näher betrachten, da hat ein 10er Rohr dieser Spannweite nicht wirklich was entgegen zu setzen. Wobei, vielleicht ist der CO so ausgelegt, dass er sich passend verwindet und bremst, wenn Du schneller fliegen willst... ich befürchte aber, dass Du Flatterprobleme bei dieser Auslegung kriegst.
Nur als Vergleichsmaßstab: Yoda hat innen ein 8er Rohr und flattert trotzdem bei den großen Spannweiten, wenn man es durch hohes Abfluggewicht und hohe Geschwindigkeiten provoziert. Und da ist das Gewicht und der wirkende Tragflächeninhalt deutlichst geringer!

Mehr Torsionssteifigkeit tut Not, vgl. auch das gute alte Standardwerk von Stefan Dolch: http://www.amazon.de/Rippenflügel-a...0832/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1251092364&sr=8-1

cu
Herbert

ps: Wenn Du weiterbaust, drücke ich natürlich trotzdem beide Daumen, sieht am Himmel bestimmt toll aus... ;)
 
Hallo,

Im Anhang nochmal ein Bild in dem alle Holme (Endrippe) eingezeichnet sind.

Der Flieger soll nicht zum Heizen sein, eher für Thermik.
Allerdings soll er trotzdem nicht zu schnell Flattern. Meinst du dafür reicht meine Konstruktion aus ?

Ansonsten würde ich den Bereich bis hin zu den 6x6mm Kiefernleisten noch Beplanken.
Das müsste ja noch einiges an Verwindungssteifheit bringen.


Aber Kritik ist gut, ruhig fleißig meckern, das CAD ist geduldig ;)

Grüße Theodor
 
Ansonsten würde ich den Bereich bis hin zu den 6x6mm Kiefernleisten noch Beplanken.
Das müsste ja noch einiges an Verwindungssteifheit bringen

Hallo Theodor,

nach meinem Gefühl sind die 6x6 Kieferleisten und das Kohlerohr zusammen etwas zu viel Biegefestigkeit und ohne eine D-Box zu wenig Torsionsfestigkeit.
Ich würde die Kiefernleisten im Querschnitt vor allem außen etwas reduzieren (evtl. Querschnitt 2 bis 3-fach staffeln) und so weit in Richtung Nase schieben, dass zwischen das Kohlerohr und der Leistenvorderkante genau ein Verkastungsbrettchen paßt, das mit den Gurten und dem Kohlerohr verklebt wird. Die Nase würde ich dabei als D-Box ausbilden, mit dem Kohlerohr innen drin.

Viele Grüße,

Uwe.
 
Hallo,

so in etwa ?

Ist Bautechnisch aber blöd zu machen, die Nasenleiste würde ich in diesem Fall aus Balsa Machen und nicht aus einem Kohle Rohr.


Grüße Theodor
 

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Du solltest die D-Box schließen damit sie torsionssteif wird, deshalb das Verkastungsbrettchen.
Ich lasse die Beplankung der D-Box über die Holmgurte laufen damit die Verklebungen einfacher und Materialanschnitte weniger werden.

Bautechnisch ist ein offener Flügel einfacher, das ist auch gut so denn wenn man schneller fliegt muß man den ja öfter bauen:D

Für die Nase gibt es mehrere einfache Möglichkeiten eine harte Kohleleiste zu bauen, ein dickes Rohr gehört bei D-Boxbeplankung nicht dazu.
Z.B. ein liegendes Kohleflachprofil zwischen zwei Balsaleisten geht recht einfach und ist leicht und stabil.

Viele Grüße,

Uwe.
 
Bauweise

Bauweise

Hallo Theodor

Schau mal in die www.thermiksense.de rein.
Unter Tips findest Du Bauweisen der Freiflieger.
Das sind Rippenflügel, die heutzutage beim Starten
brachiale Gewalten aushalten müssen.

Gruß und viel Spaß beim Bauen.

Markus
 
Du solltest die D-Box schließen damit sie torsionssteif wird, deshalb das Verkastungsbrettchen.

Sorry die Frage; aber warum 1 Kohle-Rohr-Holm und noch ein Holm in konventioneller Bauweise ?

Kriegt man das nicht mit der einen oder anderen Version in den Griff ?

Grüsse
Christian
 
Sorry die Frage; aber warum 1 Kohle-Rohr-Holm und noch ein Holm in konventioneller Bauweise ?

Kriegt man das nicht mit der einen oder anderen Version in den Griff ?

Hi Christian,

bei der Bauweise und Größe reicht das Kohlerohr alleine nicht aus, die D-Box alleine vielleicht schon. Die Kombination aus Kohlerohr und D-Box mit Kiefergurten hat den Vorteil, dass das Kohlerohr einen Teil der Biegekräfte aufnehmen kann und somit die Kiefergurte weniger Querschnitt haben können. Es entsteht eine Art Doppel-Verbundrohrflügel.
Wenn jemand gerne mit Kohle baut wie Theodor ist das durchaus eine Alternative zur reinen Holzbauweise, obwohl das hintere durchgehende Kohlerohr mangels Holmhöhe fürn A.... ist, sorry:D.
Ich bau normalerweise anders mit Mehrholmflügel und D-Box ohne Kohlerohr wie bei der gut flitschenfesten Mini-Elli-Horten mit hoher Pfeilung, die noch nie geflattert hat und beim fliegen auch niemals flattern wird.
Das Brett das ich gerade im CAD habe soll aber auch eine D-Box mit Gurten (aus Kohlefertigprofilen) bekommen und zusätzlich Rohrholme aus Flechtschlauchrohren die Ballast und Flächenverbinder aufnehmen. Ich erhoffe mir davon durch die Kombination der Funktionen einen leichten und steifen Flügel für ein F3J-Type-Brett, das sowohl mit viel Ballast geflogen als auch an der Flitsche gestartet werden kann, aber ohne Ballast geringe Flächenbelastung für schwache Bedingungen hat.
Torsion beim gepfeilten Flügel ist ein Thema über das auch hier immer viel diskutiert wird und die Flatterproblematik wurde in keiner Diskussion bisher abschließend gelöst:rolleyes:;)

Viele Grüße,

Uwe.
 
Hallo,

obwohl das hintere durchgehende Kohlerohr mangels Holmhöhe fürn A.... ist, sorry

Das Hintere Kohlerohr nimmt am Rumpf eine Hilfs Steckung auf die das verdrehen der Fläche an der Hauptaufnahme (8mm Stahlstab im 10er CFK Rohr) verhindert.

In der aktuellen Version habe ich es auch nichtmehr ganz durchgehen gezeichnet, da das in der Tat recht sinnlos ist.
Das habe ich selbst schon gemerkt.


Grüße Theodor
 
Hi Theodor,

es wurde eigentlich schon alles gesagt. Was mir aber nicht gefällt, auch wenn Kiefer und CFK vielleicht recht ähnliche Eigenschaften haben, ist die Kombination von beidem als Holm. Ich würde dir folgendes ans Herz legen:
Nimm auf alle Fälle CFK-Rohre die auch einen Faserwinkel aufweisen. Also keine gewöhnlichen Drachenrohre oder ähnliches verwenden!! Wenn du die Zeit und Muße hast und die selber laminieren kannst/willst, dann kaufe dir das von Herbert empfohlene Buch. Willst du die Harzerei umgehen, dann guck mal hier: http://www.modellbau-thiele.de/k004u005s001.htm Die werden vermutlich nach dem selben Verfahren hergestellt. Die gehen sicherlich auch auf Wünsche ein, was die Anzahl der Gewebeschläuche und die Rohrlänge angeht. Carbonvertrieb ist auch noch eine weitere Adresse. Dann solltest du die Höhe der Rippen bestmöglich ausnutzen! Jeder Millimeter an Rohrdurchmesser bringt es. Setz das Hauptrohr an die dickste Stelle des Profils und begegne der Biegung mit aufgeklebten CFK-Gurten (wie Dolch im Buch schön beschreibt). Eine D-Box wirst du wahrscheinlich dennoch brauchen, also alles in allem sicher keine 100%ig glückliche Lösung. Beschichte die D-Boxbeplankung mit diagonalem Gewebe, bringt zusätzliche Torsionssteifigkeit. Allerdings hat die D-Box den Vorteil der Profiltreue.
So, das nur meine wirren Gedankengänge dazu, für was geordnetes ist gerade keine Zeit ;)

Keine Garantie ob das so klappt, ist in meinen Augen aber die besser Kombination aus allem.
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Gruß,
Christian
 
Hallo Christian,

bei Deiner Zeichnung sieht man den Nachteil wenn man mit aller Gewalt die Kombination anstrebt, so fallen die Rippen vor dem Verkleben auseinander, im Bereich des Holmrohrs bestehen sie nur aus Loch:D

Deshalb war mein Vorschlag zwar Gurte und Holmrohr zusammen zu schieben, aber mit so viel Abstand dass das Verkastungsbrett rein paßt. Dann ist noch genug Fleich da um ein auseinanderfallen der Rippen zu verhindern. Ansonsten hast Du recht, Holmhöhe ist durch nichts zu ersetzen.

Die Rohre von Thiele sind nach der Kräuselbandmethode von Stefan Dolch aus Flechtschlauch hergestellt und sehr Torsionssteif. Die Oberflächengüte innen ist gut, außen sind sie vom Kräuselband sehr rau und uneben und passen nicht ohne größere Nacharbeit ineinander. Wenn man sie nicht als Verbinder einsetzt sind sie für die Rohrholmbauweise sehr gut geeignet. In die Rohre mit 10 mm Innendurchmesser die ich gekauft habe passen 10 mm Baumarkt-Alurohre stramm rein und die werde ich z.B. mit Kohlerovings füllen und als Verbinder einsetzen.

Viele Grüße,

Uwe
 
Hallo,

Warum eigentlich nicht die Gurte ganz wegfallen lassen und ein entsprechend größeres Rohr verwenden? Wenn man es wie bei den Freifliegern macht, würde sich ein fertig konditioniertes (Silikon-Preßstempel-Verfahren, getempert) D-Box- Biaxialgelege-Halbzeug anbieten. Für Freiflugmodelle ist so etwas zu bekommen. Es sind aber nicht die richtigen Abmessungen für größere als Freiflugmodelle erhältlich. Man müßte sich sowas selber aus 160 g/m^2 Biaxialgelege herstellen (Silikon-Preßstempel-Verfahren; nachlesen in "thermiksense"; Tipps: "Jeder..."). Eine Nasenleiste ist nicht erforderlich. Die -Halbrippen werden zunächst nur an einer Stelle mit Sekundenkleber versehen, vorne bündig in die D-Box eingesetzt. Anschließend in einer Helling Rippen, D-Box und Holmrohr verharzt und aushärten lassen. Man erhält dadurch einen äußerst biege- und verdrehsteifen Holmkasten und durch das C-Rohr gleichzeitig die Aufnahme für den Flächenverbinder.
An den Holmkasten können dann die Endleistenrippen angesetzt werden. Als Endleiste kann dann wiederum ein C-Profil (emc-vega.com, carbon-vertrieb.com oder r-g.de) dienen. Zur Verbindung von Rippen, D-Box und Endleiste werden dann zum Abschluß 0,4 mm C-Streifen (gleiche Bezugsquellen; verschiedene Breiten erhältlich) auflaminiert (Harz oder Sekundenkleber). Das ganze ergibt einen extrem steifen Flügel, der fast alles aushält.

Grüße Peter
 
Hi Uwe,
ich weiß das die Rippen so in zwei Teile zerfallen würden, aber da man eh fräst, kann man auch Verbindungsstege über die Gurtaussparungen setzen, die man später nach dem Verkleben mit dem Rohr wegschneidet. Geht wunderbar. Bei meinen Rippchen blieben meist weniger als 1mm Balsa über den Löchern, weil ich die Höhe bis ins letzte genutzt habe. Bleibt aber nicht aus, das es dann auch mal "knacks" macht ;)
Die Kräuselbandmethode verwende ich auch und die unebene Oberflächenbeschaffung macht eine Anpassung der Rippen notwendig. Deswegen sind die Löcher bei mir 1-2mm kleiner wie der Rohrdurchmesser. Kann man dann exakt mit einem Schleifdorn anpassen.
Insgesamt führen wieder viele Wege nach Rom ...
Die Vorgehensweise wie sie in der Thermiksense beschrieben wird ist natürlich ideal! So werde ich es das nächste mal auch machen, aber nur für den Fall, dass ich die auftretenden Belastungen nicht mit einem Rohrholm in den Griff kriege. Eine Kombination von Rohrholm und D-Box ist m.M.n. halt nicht so sinnvoll. Wenn ich schon einen D-Boxstempel verwende, dann nehme ich auch einen richtigen Steg hinten rein, wie es bei der Thermiksense beschrieben wird. Für mich steht halt die Optik eines Rohrholmes immer im Vordergrund :)

Gruß,
Christian *der eigentlich gar keine Zeit hat....*



Hallo Christian,

bei Deiner Zeichnung sieht man den Nachteil wenn man mit aller Gewalt die Kombination anstrebt, so fallen die Rippen vor dem Verkleben auseinander, im Bereich des Holmrohrs bestehen sie nur aus Loch:D

Deshalb war mein Vorschlag zwar Gurte und Holmrohr zusammen zu schieben, aber mit so viel Abstand dass das Verkastungsbrett rein paßt. Dann ist noch genug Fleich da um ein auseinanderfallen der Rippen zu verhindern. Ansonsten hast Du recht, Holmhöhe ist durch nichts zu ersetzen.

Die Rohre von Thiele sind nach der Kräuselbandmethode von Stefan Dolch aus Flechtschlauch hergestellt und sehr Torsionssteif. Die Oberflächengüte innen ist gut, außen sind sie vom Kräuselband sehr rau und uneben und passen nicht ohne größere Nacharbeit ineinander. Wenn man sie nicht als Verbinder einsetzt sind sie für die Rohrholmbauweise sehr gut geeignet. In die Rohre mit 10 mm Innendurchmesser die ich gekauft habe passen 10 mm Baumarkt-Alurohre stramm rein und die werde ich z.B. mit Kohlerovings füllen und als Verbinder einsetzen.

Viele Grüße,

Uwe
 
Hallo,

Christians Bauweise wäre mir zum bauen lieber, da es sicher aufwändig ist die ganzen Brettchen zu fräsen um die D-Box zu schließen.

Ich hab das jetzt mal so gezeichnet das ich noch minimal Luft habe um die Rippen an einem Teil auf den Holm zu fädeln.
Da stehen noch ca. 0,6 mm.

Grüße Theodor
 

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Theodor,
denk aber dran das die Gurte mit dem Rohr auf ganzer Länge verbunden werden müssen! Das Rohr ist sozusagen der Holmsteg. So wie es da gezeichnet ist, bringen die Gurte "nichts" . Deute doch die Aussparungen der Gurte nur ein wenig an und wenn du die Rippen auf das Rohr geklebt hast, kannste den Millimeter Balsa fix wegschleifen und die Gurte einkleben.

Gruß,
Christian
 
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Insgesamt führen wieder viele Wege nach Rom ...

Jo, so isses und jeder hat so seine Methödchen. Ich bin generell bei Pfeilflügeln in reiner Rohrholmbauweise skeptisch wegen der Torsionssteifigkeit, besonders wenn die Pfeilung so groß ist wie beim CO9. Die Kräfte, die am Umlenkungspunkt in der Flügelmitte in die Gurte geleitet werden sind schwer einzuschätzen.

..jetzt wollt ich grade noch schreiben dass die Lücke zwischen Rohr und Gurt bei Theodor geschlossen werden muß, aber das hat ja Christian schon getan, gut so ;)

Viele Grüße,

Uwe.
 
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