Cocreate oder Solidworks

hommelm

User
Hallo,
arbeite mit einer Lizenzierten SolidWorks Premium Vollversion.
Mir ist auch nicht bekannt, das man SolidWorks als free Version bekommen könnte.
So weit ich weiß gibt es nur eine verbilligte Schüler- bzw. Studentenversion.

Gruß
Michael
 
Ich arbeite beruflich mit Creo 2. Man bekommt bei PC eine kostenfreie Schülerversion von Creo 3. Diese unterscheidet sich von der kommerziellen ausschließlich darin, dass man Modelle, die in der schülerversion erstelltwurden, in der kommerziellen nicht laden kann. In der Firma hatten wir vorher Cocreate, ich bin seeehr froh das wir gewechselt haben!
 
Tja, das ist DIE Frage.
Und die Antwort, frei nach Radio Eriwan: Kommt darauf an. :)
Wir nutzen das nicht parametrische CoCreate-System, weil wir ein größtenteils ein Einzelfertiger sind. Wir haben keine oder nur sehr wenig Varianten und Teilefamilien. Dort zeigt die dirkete Modellierung ihre Stärken. Und dort ist man auch extrem zufrieden.
Allerdings, und hier wirds schwierig. Wir haben auch einen kleinen Produktbereich mit geometrisch extrem ähnlichen Produkten. Hier wäre ein parametrisches System das Knie der Biene. Aber wer als "kleiner" Mittelständler kann sich schon 2 komplett unterschiedliche CAD-Systeme leisten.
So jetzt die Wende zu unserem schönen Hobby (<-!!!). Soweit ich das für mich beurteilen kann, macht man keine Varianten, sondern immr wieder ein Unikat (das ist ja der Reiz). Daher wäre meine Wahl tatsächlich das nicht-parametrische System.

Roman
 
Tach

Roman hat es sehr schön beschrieben. Bei wiederkehrenden Konstruktionen sind parametrische Systeme a lá Creo elements parametric modeling oder Solidworks sehr fein. Auch sind sie bei überschaubaren Entwicklungen gut - aber, man sollte zunlichst wissen, wo welcher Parameter hängt
Ein Beispiel eigener Erfahrung. Ich habe begonnen eine Hubimechanik zu konstruieren und da sehr viel von der Getriebekonzeption abhängt, habe ich mit SW begonnen. Schön, einstufiges Getriebe mit Kegelabtrieb ans Heck als zentrale Komponente und im Verlauf der Entwicklung machte sich die Parametrik durchaus bezahlt. Übersetzung geändert und alle Geometrien, die davon abhängig waren gingen mit. Leider zwei elementare Nachteile: Die Mechanik entstand mal Abends, irgendwann am WE und durchaus mit ein, zwei Monaten Pause. Man vergißt durchaus, wo welcher Parameter hängt und muß sich wieder in die Featurekette einarbeiten. Das macht übrigens die Übergabe bei komplexen Modellen schwieriger, da jeder anders konstruiert.
Zweiter Nachteil, irgendwann kam ich an einen Punkt, wo z.B. das Drehen der Servoposition an der TS eine Änderung der Mechanik nicht mehr zulies. Die Parametrisierung war in meinem Modell so "verkorkst", daß ich von vorne anfangen musste.
Also, letztendlich doch in STEP umgewandelt und im Creo elements direct modeling weitergemacht (ex CoCreate). Hier gibt es genau diese Probleme nicht, aber ich muß beim Ändern halt genau schauen, das es keine Kollisionen gibt, das kann man aber sehr einfach prüfen lassen.

Grüsse

SM
 
Danke für die Antwort, SM.
Ich hab mir gestern erst die "PTC Creo Elements Direct Modeling Express 6.0" installiert und nur Speichern STL vorgefunden.
Nun hab ich nach einer Personal Edition gesucht und das hier gefunden und installiert. Nennt sich "CoCreate Modeling Personal Edition 3.0", finde dort auch nur STL aber kein IGES exportieren. Scheint aber auch schon eine ältere Version zu sein (2010).
Auf der PTC Seite finde ich keine PE Version. Seltsam.
Nur ein PDF, das die Exporess und PE Version etwas vergleicht.
Wo finde ich die PE Version die auch Iges speichern kann? Creo gefällt mir ganz gut.
Ist das vielleicht das hier (Student Edition)?
Danke im Voraus.
Pat
 
Das ist CREO/parametric das frühere Pro-Egineer oder Wildfire. Hat mit Creo/Direct nur sehr wenig gemeinsam.
Vielleicht bezieht sich IGES auf IGES2D (IGES kann 2D oder 3D-Daten enthalten). Hätte mich auch gewundert wenn IGES-3D möglich wäre, da bei der PersonalEdition sehr darauf geachtet wurde, daß keine Daten mit der kommerziellen Vollversion ausgetauscht werden können.

Roman
 
Nee, ist eigentlich ganz einfach.
PTC ist einer der Pioniere der parametrischen CAD-Systeme (ProE, aka Wildfire).
Da aber Nur-Parametrik aus oben beschriebenen Gründen nicht glücklich macht, haben sie vor einiger Zeit CoCreate gekauft. Damit hatten/haben sie DAS führende nicht-parametrische 3D-CAD-System (und das beste 2D-System für mechanische Konstruktion aka ME10 aka Drafting) im Portfolio.
Als zweiter Schritt wurde/wird ein Kernel und ein Programm geschaffen in dem Platz für Parametrik und Direkt-Modellierer (nicht-Parametrik) ist. Das ist aber noch nicht vollendet. Die Wettbewerber versuchen das übrigens indem sie nicht-parametrische Funktionen in ihr Parametrik-System reinprogrammieren (funktioniert so lala ist aber gerechterweise wirklich nicht trivial).
Über kurz oder lang ist es IMHO das Ziel von PTC nur noch EIN System anzubieten, daß je nach Anforderung Funktionen bereithält. Die Marketing-Fuzzies geben sich dabei wirklich allergrößte Mühe bei der Benamsung der Systeme, damit ja niemand durchsteigt. (Das Produkt ist trotz dieser wirklich ambitionierten Bemühung ziemlich gut ;) )
Also kurz: Was DU ausprobieren solltest ist die PersonalEdition von PTC Creo/Direct (das ProE-Derivat ist natürlich mit Sicherheit ein Spitzensystem, das im Unternehmensalltag seinen Job macht. Aber dazu kann ich nicht viel sagen).

Roman
 
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