Cooles Teil zum Zweiten

Wer hat Lust mit mir darüber nachzudenken, ein Cooles Teil in Eigenregie auszuführen?
Ich würde bei einer Länge von etwa 1000mm beginnen, kriege ich aufgeriggt in mein Auto.
Probleme:
1. Das Gewicht (Boot und Macker)
2. Das Bewegen des Mackers
3. Das Aufrichten nach dem Kentern
So laßt mal was hören! :rolleyes:

Gruß Michael (GER09)
 

Gast_633

User gesperrt
ich haette da schon lust drauf. aber erics vorschlag mit mehreren ruempfen ist auch nicht ohne. habe am achensee im september 2 nette bilder eines prototypen gemacht.





als idee. bin aber auch gern bei einem skiff dabei.

gruss andreas
 

Walter Ludwig

Moderator
Teammitglied
Moin Skippers,

was ihr immer mit Euren Mehrrumpfbooten habt.

Das Skiff sieht doch echt Klasse aus, echt cooles Teil.

Einen Kat mit beweglichem Skipper - war glaube ich gyrogesteuert - hab ich in Dortmund auf einem Messestand gesehen. Kann mich aber leider nicht mehr an den Namen erinnern, nur das der Kollege hier aus dem Großraum Köln kommt.

Grüße
 

GER141

User
Hallo,
ich habe mich nach dem letzten Beitrag auch sofort an die Konstruktion eines 1m Skiffs gemacht.
Ein Cat geistert auch schon lange in meinen Gedanken herum.
Was immer wieder gegen den Cat spricht ist einfach das träge fahrverhalten (Wende bei Flaute fast unmöglich).
Ein Skiff macht bei jedem Wind spaß.

Aufrichten:
Das org. Skiff besitzt Aufrieb am Masttop.
Die Ausleger dienen als Auftrieb und liegen
über dem Drehpunkt. (Ich denke etwas Gewicht im Schwert kann auch nicht schaden).

Gewichtstrimm:
Warum das Gewicht mit Schoten von links nach rechts ziehen. Eine Anlenkung des Führungsarmes (siehe Modell im Beitrag Cooles Teil) müsste auch ausreichen und beschleunigt den Gewichts trimm.

Verdrängung:
Rumpf mit Rig kompl. ca. 1,5kg
Trimmgewicht bis ca. 1 kg
Blei in der Flosse 500g ?

Gruß Dirk
 
So fangen wir mal mit dem Aufrichten an.
Nehmen wir mal an, daß Ding liegt mit dem Mast auf dem Wasser, geschätzte Krängung 93°. In diesem Moment muß der Gewichtsschwerpunkt unterhalb (unterhalb bedeutet hier, wenn das Dinghy aufrecht schwimmen würde) des Volumenschwerpunktes liegen. Wenn man davon ausgeht, daß in den Auslegern auch Volumen ist und ein Cockpit vorhanden ist, muß entsprechend Blei in dem Schwert eingebaut werden.
Nach der Erstellung eines entsprechenden Modells im Rechner, entsprechende Gewichtsrechnung kommt man zu einem Flossengewicht von 500g, 200mm unterhalb der Wasserlinie. Dazu muß der Macker in die Mitte geholt werden, um den Gewichtsschwerpunkt tiefer zu bekommen.
Gesamt würde das Skiff etwa 2,6kg wiegen.
Wenn man versuchen würde, ohne den Ball am Masttop auszuführen, muß man sich überlegen, wie man das Teil wieder mindestens auf 90° Krängung zurückkriegt. Tendentiell scheint es ja machbar- Krängung 180°- den Macker auf der einen Seite rauszubringen, sprich der Gewichtsschwerpunkt wird seitlich versetzt, das Boot fängt an zu drehen. Wie weit, das ist hier die Frage?
Tja, wenn man sich das anschaut ist der Körper (wieder im aufrechten Zustand) etwa 10-15° nach oben geneigt, das bedeutet wenn ich ihn jetzt nach der Kenterung rausfahre, krängt das Boot immer noch etwa 100-110°, ergo sum dieoben angedeuteten 93° sind nicht erreicht, sprich, wenn ich den Typ jetzt um das Boot ganz aufzurichten in die Mitte zerre, wird das Boot wieder die 180°-Krängung (sprich up-side-down) einnehmen.
Schlußfolgerung: Ohne den entsprechenden Auftrieb am Masttop, darf man eben nicht kentern.
So, nach weiteren Überlegungen werden auch weiter Schlußfolgerungen folgen.
(Wenn meine Handschrift so zitterig ist, liegt das darin, daß ich eben beim Höcker im Dorf war, und man, ist das kalt da draussen)

Gruß Michael (GER09)
 
Also, auf der HP steht dass der Macker auch als Auftriebskörper dient, wenn man in dan auf die wasserseite rüberholt, ist die Krängung deutlich weniger

"This action combined with the crewmans buoyancy is also used to right the boat following a capsize."

von Blei im schwert ist da nirgendwo die rede
 

plinse

User
Moin,

bezogen auf das Bootsgewicht hat die Figur ein ganz anständiges Volumen und ein verhältnismäßig geringes Gewicht dafür. Ist zumindestens so anzunehmen, wenn man sich die Proportionen ansieht. Dies liegt auch nahe, denn im Gegensatz zu einem echten Menschen kann man in der Figur den Schwerpunkt durch einen Bleiklumpen weiter nach außen legen als normal, braucht also weniger Masse.

Speziell dadurch bietet es sich an, den Macker als Auftriebskörper zu verwenden. Ansonsten sehe ich keine Chance, das Boot aufzurichten. Vom Contender her kann ich sagen, dass man keine Chance zum Aufrichten hat, wenn man nicht ans Schwert geht. Bevor das Volumen aus den Beams und dem Rumpf wieder eine aufrichtende Wirkung bekommt, muss so ein Boot schon wieder in den Breiech von 50°-60° zurück geführt worden sein. Denke auch die schnelle Winde wird weniger für das segeln sondern viel mehr für das Aufrichten benötigt. Macker unter Wasser drücken, Boot richtet sich begrenzt auf, dann Macher rüberreißen auf die andere Seite, so schnell, dass die Massenträgheit das Boot noch nicht umkippen lässt, nun muss es sich endgültig aufrichten.

Von Gewicht im Schwert halte ich wenig, da ich den Vorteil dieses Konzeptes alleine im Gewicht sehe. Das Original macht vor, dass es ohne extra Gewicht im Schwert geht, warum also diesen Vorteil verschwenden.
 
Moin Zusammen,

so als Nicht-Techniker aber Hobby-Engländer :D habe ich mir die Beschreibung des Originals nochmal angesehen und gut durchgelesen.

1.) Das Schwert ist aus Sperrholz und hat keinen Ballastanteil.

2.) Das Volumen des Mackers inkl. der Bewegungsmöglichkeiten sind die wichtige Kraft für das Aufrichten. Dazu kommt die Styroporkugel im Masttop die ein Durchkentern verhindern soll.

3.) Wenn ich mir das Photo von der Messe http://www.mustoskiff.com/reports-and-news/0thers/mini-mps.htm betrachte hat der Macker (also der auf dem Boot nicht der der hält ;) ) bestimmt 500 - 750 ccm Volumen dass ist schon eine ganz ordentliche Auftriebskraft. Denn das Gesamtgewicht beträgt ca. 3 Kg +/- ein bischen.

4.) Die Systemtik der Bewegung ist mir noch nicht klar. Der Typ wird von einer RMG Segelwinde bewegt. Dabei dreht er um einen kleinen Pfosten (vermutlich auf der Winde montiert) und kann an der schwarzen Alu/Carbonstange telskpartig rauf und runter bewegt werden. Ist sicher kein Hexenwerk. Ich hab aber trotzdem keine Ahnung wie das geht :D Joachim hat das in seinen Post in dem alten Thread mal erklärt aber ob das alles so richtig ist ?!?!?!

Vielleicht sollten wir alle Zusammenschmeißen, ein Boot bestellen und dann mal sehen was man in einem "Nachbau" ;) verbessern kann.

[ 22. Dezember 2004, 15:02: Beitrag editiert von: Greenpiece ]
 
Genau, so habe ich mir das vorgestellt, man diskutiert drüber. Stimmt, das mit dem Volumen im Körper habe ich nicht berücksichtigt, kann man dann auf das Gewicht im Schwert vergessen. Das Boot bleibt dann bei 2100 g.
Die Frage ist dann, ob in den Auslegern Volumen einegbaut sind oder nicht.
Das nächste ist ob man dann auch ohne das Kügelchen am Mast auskommt. Das heißt wenn das Boot 180° Krängung hat und ich mit dem Macker son bißchen unter Wasser hin und her bewege, müßte das Boot doch auf jeden Fall in Wallung kommen und dann Besatzung ganz raus und schon richtet sich das Boot auf. Oder nicht?

Gruß Michael (GER09)
 
Hm.... und wie is das bei mehr Wind??
Dann wird das Boot ja auf's Wasser gedrück, was ein aufrichten des Bootes eher verhindert oder?
Dann ohne so'nen Auftriebskörper am Mast, stell ich mir schwierig vor...
Gruß Kym.
 
Warum wiederholt Ihr eigentlich immer was ich schreibe ?
;)

:D

Das mit der Winde hatte ich ansich schon geklärt.

Wenn er so eine kräftige Winde benüzt, wird das einen Grund haben..

Ballast in den Auslegern macht auch Sinn,

[ 22. Dezember 2004, 15:36: Beitrag editiert von: Eric ]
 

plinse

User
Original erstellt von Greenpiece:

...
Vielleicht sollten wir alle Zusammenschmeißen, ein Boot bestellen und dann mal sehen was man in einem "Nachbau" ;) verbessern kann.
Hoffentlich findet sich dann genug, so dass du genug Distanz zu deiner harschen Kopierkritik bekommst ;) . Ausgerechnet der direkte Hinweis auf "kreatives Gucken" von dir ;) .

Zum Boot gibt es nette Sachen im Netz: Olympic Singlehand Project, daraus entstand dann das MPS. Die genauen Winkel, wie der Macker jetzt ausreitet, ... wird man je nach Bauweise dann eh erneut ermitteln müssen - zu flach ist toll fürs Segeln, bringt das Boot aber nicht wieder hoch, ... das hängt dann auch sehr von den Bauweisen und der Schwerpunktlage ab.
Bei einem Schwert aus einer Form besteht natürlich die Möglichkeit, für die ersten Gehversuche ein ballastiertes Schwert zu bauen. Kann mir auch gut vorstellen, dass sich ein ballastiertes Schwert im Vergleich schneller um einen Kurs segeln lässt. Nicht weil das Boot schneller sondern weil das Handling entspannter ist. Wäre aber schade, es von Anfang an vorrauszusetzen.

@ Michael: Prinzipiell reicht der Macker unter Wasser, um das Boot wieder aus 180° durchgekentert wegzubewegen, ist aber die Frage, wie stabil das Ding auf dem Rücken schwimmt. Mit Volumen in den Auslegern recht stabil ;) . Bei meinen Elektrorennbooten hat teils asymetrischer Gewichtstrimm zum wiederaufrichten gereicht, bei den Flügelmonos und speziell flachen Flundern ging es nicht mehr ohne Flutkanal. Lagen auf dem Rücken zu stabil. Außerdem macht ein Mast mit Segel unter Wasser eine mächtige Dämpfung aus. Das Aufrichten kann dann ewig dauern.

@ Kym: Das ändert sich mit der Styrokugel doch nicht, ob das Boot auf das Wasser gedrückt wird. Das Ding bekommst du eh nur mit geöffnetem Segel wieder hoch. Segel auf und luvgierig trimmen, damit das teilweise aus dem Wasser kommende Segel den Kahn in den Wind dreht.

[ 22. Dezember 2004, 15:47: Beitrag editiert von: plinse ]
 
Das mit den Ausleger scheint richtig

guckt mal hier auf das Bild



Ausserdem steht da noch

"Blue foam for buoyancy sections and ball. "

und die blauen teile scheinen genau die richtige grösse zu haben.

Der Ball verhindert nur eben das durchkentern, mag sein dass er so aufrurichten ist, aber nicht wenn der Mast im Schlamm oder einem alten Fahrrad festhängt
 

plinse

User
Original erstellt von Eric:

...
Der Ball verhindert nur eben das durchkentern, mag sein dass er so aufrurichten ist, aber nicht wenn der Mast im Schlamm oder einem alten Fahrrad festhängt
Steckt der Mast im Schlamm hast du eh verloren. Der Wind drückt den noch weiter rein, ...

Im Segelverein haben wir alleine 2 krumme Jollen-Masten liegen, die von stümperhaften Aufrichtaktionen mit anschließender stümperhafter Motorboothilfe stammen ;) . Alles klar? Mal eben mit links verbiegt man die nicht ;) . Geschafft hat man es aber trotzdem.
 
ich den neuen beitrag garnicht bemerkt und immer noch in den alten geschrieben
ich glaube die haupt frage ist doch wer kann so ein boot zeichnen, die ganzen details mit dem aufrichten und so wurden ja schon im alten beitrag ausdiskutiert und der der sowas zeichnen kann sollte dann sowieso ausrechnen können ob sich das ding wieder aufstellen lässt
der rest ist harte pionierarbeit und viel ausprobieren
Männer es wartet viel arbeit auf uns :)
 
Original erstellt von christian@ segeln:
ich den neuen beitrag garnicht bemerkt und immer noch in den alten geschrieben
ich glaube die haupt frage ist doch wer kann so ein boot zeichnen, die ganzen details mit dem aufrichten und so wurden ja schon im alten beitrag ausdiskutiert und der der sowas zeichnen kann sollte dann sowieso ausrechnen können ob sich das ding wieder aufstellen lässt
der rest ist harte pionierarbeit und viel ausprobieren
Männer es wartet viel arbeit auf uns :)
Das Problem sehe ich im ersten Moment nicht darin, daß wir gleich ein Superg..... Teil haben, sondern erstmal überprüfen, ob das Ding überhaupt fahrfähig ist. Deshalb werde ich (falls ich baue (Wahrscheinlichkeit ist groß (ist ziemlich groß))) einen einfachen Knickspanter aus Balsa (beidseitig 40gr. Glas) zum Testen bauen.
Diese Mimik mit dem Macker drauf muß funktionieren, und wenn nicht, dann lohnt es sich nicht, da eine affeng.... Negativform zu bauen. Die Rechnungen und Teste lassen sich an dem Einen wie an dem Anderen rechnen.

Gruß Michael (GER09)
 
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