Corona, die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekte

Hallo Oliver,

was schreibt Wikipedia zum Thema Lebenserwartung:
Die Lebenserwartung ist die im Durchschnitt zu erwartende Zeitspanne, die einem Lebewesen ab einem gegebenen Zeitpunkt bis zu seinem Tod verbleibt, wobei bestimmte Annahmen über die Sterberaten zugrunde gelegt werden.
also ist es eine Prognose darüber wie alt eine Person werden könnte und damit ein Zahlenwert der sich auf die Zukunft bezieht! Als Beispiel wieder ein Zitat aus Wikipedia zur Lebenserwartung eines deutschen Mannes:
Im Jahr 2015 betrug die durchschnittliche Lebenserwartung neugeborener Jungen 77 Jahre und 9 Monate.
Wenn Du mit der Lebenserwartung im Umfeld von Corona diskutieren willst, dann wäre die wohl korrekte Basis ein Vergleich der Daten aus dem Jahr 1940. Wobei das natürlich auch Unsinn wäre, denn die die Schätzungen der Lebenserwartung für Personen die im Jahr 1940 geboren wurden (und jetzt damit rund 80 sind) konnte die wissenschaftliche Entwicklung natürlich nicht vorhersagen.

Wenn Du über "Alter und Corona im Vergleich von Land x zu Land y" diskutieren willst, dann musst du die Daten der aktuellen Bevölkerung heranziehen! Und diese Daten habe ich oben präsentiert. Dummerweise geben die Quellen die man so auf die Schnelle findet nur brauchbare Daten für die Kohorte der über 65-jährigen. Eine gesonderte Betrachtung der Kohorte der über 75-jährigen kann ich auf Grund fehlender, statistisch sauberer vergleichbarer Daten nicht liefern :-(

Das irgendeine Maßnahe in Deutschland etwas bringt sieht man an der 7-Tage-Inzidenz. Die fällt ja gerade wieder. Jetzt fällt auf, dass hier der Peak um den 23. Dezember rund 8 Tage nach dem Beginn des "schärferen Dezember Lockdowns" liegt und das ist, "so Auge mal Pi" in der Größenordnung der Inkubationszeit. Das da noch andere Effekte reinspielen (Öffnung der Gesundheitsämter, ...) ist unbestritten. Der zweite Peak im Januar fällt interessanter auch in einen Bereich den man "den Feiertagen" zuordnen könnte, da haben sich vermutlich auch wieder mehr Leute privat getroffen.

Was jetzt genau wirkt kann man nicht "beweisen". Das liegt zum einen daran, dass die Nachverfolgung in den allermeisten Fällen leider immer noch nicht klappt. Ein anderer Punkt ist der, dass man auch nicht weiß wie genau sich die Leute an die Regeln halten.

Dein Hinweis, dass in Schweden die Rate ohne "harten Lockdown" auch nicht schlechter liegt als bei uns und daraus zu schließen, dass die Zahlen bei uns nicht hochgehen würden wenn wir den Lockdown nicht hätten ist schlichtweg eine Vermutung von Dir! Die Verhältnisse in Schweden und in Deutschland sind halt unterschiedlich. Abgesehen von ein paar "Ballungszentren" ist die durchschnittliche Bevölkerungsdichte zum Beispiel geringer. Wo fließt diese Tatsache in deine Überlegung ein? Vielleicht haben die Schweden ja nur "witterungsbedingt" Glück, denn es war in Schweden im Schnitt schon etwas kühler und trockener als bei uns (https://www.wetter.de/klima/europa/schweden-c946/dezember.html und https://www.wetter.de/klima/europa/deutschland-c49.html). Oder es liegt einfach an der Mentalität der Schweden sich auch bei "leichteren Regeln" schon cleverer zu verhalten?

Ich bin jetzt einfach mal frech und behaupte, dass die Schweden in der zweiten Welle deswegen "besser weggekommen sind", weil dort über 50% der evangelisch-lutherischen Kirche sind und bei uns sind es nur rund 25%. Gut, mein Aluhut drückt jetzt schon etwas, aber die Behauptung ist statistisch genau signifikant wie deine. Dabei muss man natürlich die Reaktionszeit eines göttlichen Wesens beachten und die lege ich mal auf Grund von empirischen Studien auf 6 Monate fest.
 

Ost

User
also ist es eine Prognose darüber wie alt eine Person werden könnte und damit ein Zahlenwert der sich auf die Zukunft bezieht! Als Beispiel wieder ein Zitat aus Wikipedia zur Lebenserwartung eines deutschen Mannes:
Dann schau doch mal wie das berechnet wird ;)
Natürlich ist es eine Prognose für Dich oder mich, wenn die durchschnittliche Lebenserwartung bei 80,4 Jahren oder so liegt.
Diese 80,4 Jahre aber werden errechnet
mit den aktuellen Zahlen der Sterbetafeln. Also nix mit 1940.

Das irgendeine Maßnahe in Deutschland etwas bringt sieht man an der 7-Tage-Inzidenz. Die fällt ja gerade wieder. Jetzt fällt auf, dass hier der Peak um den 23. Dezember rund 8 Tage nach dem Beginn des "schärferen Dezember Lockdowns" liegt und das ist, "so Auge mal Pi" in der Größenordnung der Inkubationszeit. Das da noch andere Effekte reinspielen (Öffnung der Gesundheitsämter, ...) ist unbestritten. Der zweite Peak im Januar fällt interessanter auch in einen Bereich den man "den Feiertagen" zuordnen könnte, da haben sich vermutlich auch wieder mehr Leute privat getroffen.
Ja, irgendeine Maßnahme bringt ein ganz klein wenig was.
Ich tippe auf Angst und dadurch mehr Vorsicht, Kontaktbeschränkungen und Ausgangsverbote nach 20 Uhr, Masken usw.
Das war auch beim 1. Lockdown bei uns so, die Zahlen sind schon vorher gefallen!
Doch....davon rede ich ja gar nicht,
ich rede von den Toten!
Und die sind nachweislich und nach wie vor extrem hoch in Pflegeheimen und bei älteren Menschen, die auch lange nicht so mobil sind wie jüngere!
Davon rede ich- diese Leute infizieren sich NICHT in den Geschäften!
Und dann muß man immer auch die Zahl der Tests mit berücksichtigen.
Über die Feiertage wurde sehr viel gezielter getestet, mein Nachbar ist mein Hausarzt, der hat entschieden wann ein Test gemacht werden musste und wann nicht.

Dein Hinweis, dass in Schweden die Rate ohne "harten Lockdown" auch nicht schlechter liegt als bei uns und daraus zu schließen, dass die Zahlen bei uns nicht hochgehen würden wenn wir den Lockdown nicht hätten ist schlichtweg eine Vermutung von Dir! Die Verhältnisse in Schweden und in Deutschland sind halt unterschiedlich. Abgesehen von ein paar "Ballungszentren" ist die durchschnittliche Bevölkerungsdichte zum Beispiel geringer. Wo fließt diese Tatsache in deine Überlegung ein? Vielleicht haben die Schweden ja nur "witterungsbedingt" Glück, denn es war in Schweden im Schnitt schon etwas kühler und trockener als bei uns (https://www.wetter.de/klima/europa/schweden-c946/dezember.html und https://www.wetter.de/klima/europa/deutschland-c49.html). Oder es liegt einfach an der Mentalität der Schweden sich auch bei "leichteren Regeln" schon cleverer zu verhalten?
Natürlich ist das eine Vermutung, eine Diskussionsgrundlage.
Ich möchte Dich abermals daran erinnern daß ich die Todeszahlen vergleiche.
In beiden Ländern sterben die alten Leute in ihren Pflegeheimen, meistens infiziert durch Pflegepersonal, Fahrdienst usw.
Ballungsräume, Bevölkerungsdichte...das spielt da keine Rolle!

Verstehst Du denn nicht.......das Hauptaugenmerk muß auf dem Schutz der meistgefährdeten Menschen liegen, was offensichtlich nur wenige begriffen haben.
Ein Lockdown schützt diese Menschen aber nur sehr sehr bedingt!
Überhaupt einer, der sich nur auf Geschäfte, Restaurants, Frisöre etc. beschränkt.
DAS ist mein Vorwurf den man nicht entkräften kann.

Unsere Regierung stützt ihre Zwangsmaßnahmen auf nicht gesicherte Annahmen und zerstört damit Existenzen, die nicht hätten zerstört werden müssen, ich bin ja auch nicht gegen alle Maßnahmen.
Kontaktbeschränkungen und Maskenpflich in Geschäften helfen!
Daß das so ist kann bewiesen werden;)
Kennst Du einen Coronaausbruch, ausgehend von einem Supermarkt?
Ausgehend von einer Apotheke? (Die meiner Frau hatte bis zu 1016 Kunden am Tag!)
Gab es Infektionen, ausgehend von einem Bekleidungsgeschäft?
Mir ist nichts bekannt!
Deren Hygienekonzepte funktionieren ganz offensichtlich,
die in den Alten- und Pflegeeinrichtungen hingegen nicht!
 
Zuletzt bearbeitet:
Und wo stecken sich wohl die Leute an, die dann das Virus in die Pflege- und Altenheime bringen? In ihrem Umfeld und da man den Virus hauptsächlich von Person zu Person überträgt macht ein Vermeiden von Kontakten natürlich schon Sinn. Gut man könnte die gesamten Personen die Kontakte zu Bewohnern in Pflege- und Altenheime in diesen Heimen kasernieren. aber ob das durchsetzbar und vor allem gewollt ist?

Und wenn man schon zum Thema "Lebenserwartung" zitiert dann vielleicht auch vollständig (deine Quelle ...)
Die Lebenserwartung bei Geburt beziehungsweise in einem bestimmten Alter ermöglicht langfristige historische, aber auch regionale und geschlechtsspezifische Vergleiche.
Damit gibt es also nicht "die Lebenserwartung" sondern für jede Kohorte eine eigene. Das was man in den Statistiken findet ist in der Regel die Lebenserwartung für die aktuell geborenen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lieber Herr Ost,
Sie scheinen ja ein ganz Schlauer zu sein.
Bestimmt können Sie belastbare Aussagen dazu treffen, wie sich denn die Bewohner der Pflegeheime infizieren.
Da das Virus ja wohl nicht auf der Nudelsuppen daher geschwommen kommt, wird es wohl von außen eingeschleppt.
Und wo bekommen die "Schlepper" es her?
Da es in den Familien, die die "Alten" besuchen auch nicht auf dem Baum wächst, also über "Fremdkontakte", die wo auch immer stattfinden, u.a. auch beim Frisör, im Supermarkt (auch ÖPNV in Großstädten) oder sonst wo. Dabei spielen Bevölkerungsdichte und Ballungsräume eine wesentliche Rolle.
Wer in einem Dorf mit 3 Einwohnern ohne Tourismus lebt, ist hier schon auf der Siegerseite.
Wenn ich allerdings sehe, wie hier weniger als 2 Handvoll Diskutanten in 2 Threads mit mehreren 1000 Beiträgen huldvoll in einem ideologisch gefärbten Microkosmos um sich selbst kreisen, bin ich eher amüsiert.
Die "Palmer" Doktrie "schließt die Alten weg und lasst mir meine Freiheit", ist dann auch so eine Ausgeburt der neudeutschen Ellbogengesellschaft.
 
Wer von euch hatte gestern Abend auf ARD Panorama gesehen?
(Wer nicht, der kann sich das gerne in der ARD Mediathek bzw. auf Panorama.de anschauen.)

Meine Meinung zu dem Corona Panoramabeitrag, welcher unterschwellig (zwischen den Zeilen) genau das wiedergibt, was ich denke:

Wie Perfide.

Es ist schlicht und einfach perfide das sich die „Reichen“ Länder schon soviel Impfstoff gesichert haben um IHRE gesamte Bevölkerung mehr als zweimal komplett mit zwei Impfungen durchzuimpfen.
Derweil der Großteil der Weltbevölkerung 0 Impfstoff bekommt. Weil sie es sich einfach nicht leisten kann.

Offensichtlich ist diese andauernde und überall vorgetragene und zur Pflicht gewordene „Politische Korrektnis“; z.B das dümmliche herum „gendern“, dieses gegen Rassismus sein und das wir müssen die ganze Welt retten (Klimawandel), nichts weiter als völlig leeres Geschwätz.

Denn wo heftigst um jeden einzelnen aus einer der Zahlreichen „Risikogruppen“ gekämpft wird, ist es total Unwichtig geworden, das woanders… in den Armen Ländern… nicht genau das selbe nötig ist. Fakt ist nämlich, das ein 80zig Jahre alt gewordener Mensch auch in (bspw.) Afrika lebt. Aber mit weit größerer Chance stirbt, als wie einer in einem Pflegeheim in (bspw.) Deutschland, weil er nicht geimpft werden kann. Nicht mal „beizeiten“. Vom Verhungern oder anderen Krankheiten auch nicht erst gesprochen.

Von den getroffenen „Maßnahmen“ mit jeweiliger Verlängerung - welche die Wirtschaft in den Reichen Ländern schon an den Rand des Ruins getrieben hat, ist das in den Armen Ländern schon zur kompletten Katastrophe geworden – schon mal gar nicht gesprochen. Globalisierung? Hübsch, aber bei der derzeitigen Rette sich wer kann Mentalität, nicht mal mehr das Papier wert worauf es mal geschrieben wurde.

Zudem, wie auch im Panoramabeitag deutlich gesagt wurde:
Die Pandemie ist erst vorbei, wenn alle geimpft sind. (Gut, das notwendige und mögliche Quantum an Menschenmasse.)

Auch; diese fast schon panische Angst vor Mutationen.
Je länger man wartet die Massen zu impfen, je größer ist die Chance dafür. Und der schon bestellte Impfstoff wird vielleicht nicht mehr helfen können. Allen Beteuerungen der Hersteller zum Trotz. Denen aber jetzt schon der Schweiß auf der Stirn steht. (Denke ich mir mal.)

Die Quintessenz ist: Weil der Impfstoff nicht gleichmäßig verteilt wird, werden die Reichen Nationen ihre „Haut“ retten. Aber die Armen der Welt einfach ihrem Schicksal überlassen. (So wie beim dritten Beitrag in Panorama.)

Oh-ja, es wird natürlich auch (mal) „Spenden“ geben. So wie China gerade großzügig 500.000 Dosen an Indien, mit 1.390.000.000 Einwohnern, verschenkt hat. Yeah... das wird helfen.

Verschwörungstheoriemodus AN.
Oder ist das sogar so gewollt? Wegen der Überbevölkerung der Welt? Wäre doch was, wenn so 1 ~ 3 Milliarden dahingerafft werden und Schuld ist Corona?
Verschwörungstheoriemodus AUS.

Aber vielleicht mutiert das Virus tatsächlich noch out of control und wird wieder eingeschleppt. Und der Impfschutz wirkt nicht mehr… na, das gibt dann ein Geheule und Zähneklappern.
Alles für die Katz gewesen.

Wegen des puren Perfiden Egoismus.

Ach ja, Ich weiß auch das die Hersteller nicht mit dem Produzieren nachkommen. Sich aber Standhaft weigern, die Prodiktion auch an Andere zu geben.
Warum wohl?
 

Hans Schelshorn

Moderator
Teammitglied
...
Eine gesonderte Betrachtung der Kohorte der über 75-jährigen kann ich auf Grund fehlender, statistisch sauberer vergleichbarer Daten nicht liefern :-(
...
Hallo Peter,

da gibt's schon auch Daten, z.B. für die 80-Jährigen.
Verlässliche Quellen sind auch Versicherungen, die leben schließlich davon, daß sie die Lebenserwartung der Kunden kennen.
Wer also 80-jährige nicht mehr auf der Intensivstation behandeln will, entscheidet über statistisch 8 - 10 Lebensjahre.

Servus
Hans
 
Hallo Thomas,

hast recht ... wenn man das auf die Vielimpferstaaten bezieht. Wir, im Land des Impfstoffentwicklers,
halten uns doch so vornehm zurück, dass wir auf den Listen eher weit hinten zu finden sind, was ich
wiederum nicht so ganz verstehe.

Afrika scheint zwei Vorteile, wenn man das so sagen kann, zu haben:
1. eine vh. junge Bevölkerung
2. vergleichsweise eher geringe Mobilität

Nach meiner Vermutung werden die Entwicklungsländer nur kurz hinter uns geimpft sein, weil der
Knappheit von heute, eine Schwemme, verbunden mit Preisverfall, wahrscheinlich ab Sommer
kommen wird.
 

Ost

User
Danke für das Lob, lieber Herr Habakuk 👍
Tatsächlich betreue ich 2 alte Menschen, die allerdings noch nicht im Pflegeheim leben,
diese aber zwecks Tagespflege 1x/ Woche besuchen. Zufällig arbeitet meine Nichte in einem Pflegeheim.
Bis vor 4 Jahren war ich der Betreuer meiner Tante im Pflegeheim.
Ich habe also schon etwas Einblick. Die Pfleger kommen heute häufig aus dem europ. Ausland, verdienen wenig und leben oft auch eng zusammen in Gemeinschaftsunterkünften. Regelmäßig reisen die nach Hause....das ist einer der Gründe, wo sie sich infizieren.
Wo sonst noch, weiß ich natürlich auch nicht. Ja, das kann auch im Supermarkt sein.....oder auf/von der Fahrt zur Arbeit.
Jedoch ist es auffällig, daß die Leute, die im Supermarkt und anderen Geschäften, zwar unglaublich viel "Kontakte" haben (in die Apotheke kommen meistens Kranke), sehr selten erkranken, ich arbeite für mehrere Apotheken mit zusammen an die hundert Angestellten....und es gab noch nie eine Infektion. Auch in den von mir betreuten Geschäften gab es nie eine Infektion, keine einzige! Das sind dann immerhin an die 200 Personen.
Obwohl die Verkäuferinnen und Verkäufer naturgemäß viel Kundenkontakt hatten (als man noch welchen haben durfte) gab es keine Ansteckungen.
Daraus ziehe ich jetzt nicht den Schluß "in Geschäften kann man sich nicht anstecken",
aber ein Pandemietreiber ist ein Geschäft wohl nicht;)

huldvoll in einem ideologisch gefärbten Microkosmos um sich selbst kreisen,
Ja wunderbar ausgedrückt😎
Ich frag mich nur, wo das ideologisch gefärbt ist, und wo huldvoll?

Darf ich eine persönliche Frage stellen:
arbeiten Sie in einer betroffenen Branche?
Zwangsgeschlossen aufgrund vager Pauschalüberlegungen?

Die "Palmer" Doktrie "schließt die Alten weg und lasst mir meine Freiheit
Ich denke Sie haben 0,0 Ahnung was die "Palmer" Doktrie ist.
Ist Palmer ihr politischer Gegner?
1. nenne ich regelmäßig L. Federle als treibende Kraft der Maßnahmen in Tübingen. Die ist vom DRK und hat zusammen mit Palmer die Möglichkeiten geschaffen!
2. bestehen die Maßnahmen in Tübingen nicht aus "wegschließen", sondern auf testen.
Jeden testen, der das Pflegeheim betritt!
Leider kann man Pfleger wohl nicht dazu zwingen, sich jedesmal testen zu lassen.....
Andere Maßnahmen bestehen darin, Senioren zum gleichen Preis wie ein Busticket, Einzelfahrten anzubieten.
Alles auf Kosten von Tübingen!
Senioren habe besondere Zeiten für den EInkauf, so daß sie nicht zu Stoßzeiten mit möglichst wenigen Kontakten selber einkaufen können.
Diese Maßnahmen sind augenscheinlich erfolgreich!
Haben so rein gar nichts mit wegschließen zu tun!

Für mich besteht die Ellenbogengesellschaft in Deutschland übrigens zunehmend in mangelnder Solidarität gegenüber denjenigen, die von den Zwangsschließungen so hart betroffen sind, daß sie alles verlieren.

Vielleicht bemühen Sie sich auch mal um andere Sichtweisen,
dann brauchen wir uns nicht zu streiten😉

Mit freundlichem Gruß
Ihr Oliver
 
Hallo Peter,

da gibt's schon auch Daten, z.B. für die 80-Jährigen.
Verlässliche Quellen sind auch Versicherungen, die leben schließlich davon, daß sie die Lebenserwartung der Kunden kennen.
Wer also 80-jährige nicht mehr auf der Intensivstation behandeln will, entscheidet über statistisch 8 - 10 Lebensjahre.

Servus
Hans
Aber leider nur für Deutschland und ich hätte für die Diskussion mit Oliver auch noch die Daten aus Schweden gebraucht. Die gibt es sicherlich irgendwo im Netz, aber dafür ist mein Schwedisch zu schlecht ...
 

Relaxr

User
Gestern las ich, dass es alleine bei der Beantragung von Impfungen für die Senioren >80 unhaltbare Zustände gibt: wer es über Tel. Hotline probiert, muss viel Geduld haben - es kann zig Anrufe erfordern, bis man durchkommt - der Autor sagte, ein über 80jähriger Mensch hat nicht mehr die "Kraft" so etwas stundenlang zu probieren. Richtig!

Zudem bekommen viele Migranten etc. überhaupt gar nicht mit, was passiert, wie man Impfungen beantragen soll wegen der Sprachbarriere. Weiterhin ist die wohl effektivste Methode per App auch nur eine Variante für smart-phone affine Menschen. Hierbei sehe ich nur sehr wenige Senioren, die ein Handy haben.

Mal ehrlich: können wir es nicht hinbekommen einem alten Menschen aktiv zu der Impfung zu verhelfen.

Wenn ich die Situation meiner mit 92 jahren, leicht dement, verstorbenen Mutter aus 2017 sehe, gäbe es da überhaupt keine Chance, dass sie nun alleine klar gekommen wäre. Sie hätte vermutlich das Problem an sich erst nach vielen Erklärungen verstanden. Vom Impfungen beantragen und dem korrekten Verhalten wöchentlich gewechselter Vorgaben, vorgetragen von elequenten, sich tw. müde redenden Politikern im TV mal ganz abzusehen. Wie oft haben wir selbst diskutiert, ".....wie meinen die das nun genau....". Warum? Weil es keine durchgängige Logik im Konzept gibt!

Es scheint tatsächlich auch keinen Bund zu geben, da alle Länder in D +/- heterogen agieren. Was ausser einer Pandemie sollte denn überhaupt zu möglichst gleichwirksamen Maßnahmen führen?

Es ist ethisch eine Katastrophe das Ganze !!! Hier offenbart sich unsere Vernachlässigung von alten Menschen, Gesundheitswesen etc. nun wirklich explizit, sie sind bis heute nicht ansatzweise konsequent geschützt. Na dafür haben wir die Psychen unserer Menschen bald ruiniert und versuchen zwnaghaft Wirtschaft und Schulen zu betrieben. Wo sind nun die Maßnahmen für E-Unterricht. Wir selbst haben z.B. pers. viel Geld in Notebooks, Headsets, Internetverbindung etc. etc. für unsere zwei dieses Jahr gesteckt. Was ist, wenn sich Eltern das nicht leisten können.....? Hauptsache Schulpflicht.

Am besten waren wir bisher beim pushen des Wirtschaftswachstums....

Ich sehe das immer kritischer in letzter Zeit. Im Moment könnte ich gerade platzen!!!

Nur Laberei, bereits seit der ersten Welle, und nicht viel hat sich getan.

Alle Last auf Bürger und Familien und kleine Unternehmen abgewälzt!
 
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Ost

User
Aber leider nur für Deutschland und ich hätte für die Diskussion mit Oliver auch noch die Daten aus Schweden gebraucht. Die gibt es sicherlich irgendwo im Netz, aber dafür ist mein Schwedisch zu schlecht ...
Ich habe diese Daten auch nicht, aber in dem von mir verlinkten Interview wird deutlich, daß die Schweden quasi triagiert und eine Vorauswahl getroffen haben.
Erstaunlich aus unserer Sicht ist, dass die schwedischen Medien (auch groß) darüber berichten, die Fälle aber wenig skandalisiert werden und schnell wieder aus der Berichterstattung verschwinden.
Befremdlich, oder?

Es geht mir nicht um Rechthaberei sondern um andere Sichtweisen....als die offizielle.
Niemand hat in der Coronakrise alles richtig gemacht, zumindest nicht in der freien Welt.
Und ich bin auch nicht der bessere Gesundheitsminister.
Ich halte den schwedischen Weg auch nicht für besser außer- für mich persönlich hätte er weniger Auswirkungen!
Dass ich dafür gehauen werde, versteh ich nicht wirklich!
Sind kontroverse Diskussionen in diesem Land einfach nicht mehr möglich?
Geht es nicht ohne persönliche Angriffe?

Daran bin ich nicht interessiert!

Zahlen sind übrigens ziemlich geduldig und Statistiken ohne Gegenstatistik....naja.
Ich hab nicht den goldenen Weg,
aber man kann doch darüber sprechen, ob der "alternativlose Weg" der richtige ist!

Nein, wir MÜSSEN darüber reden.....oder seid ihr alle paralysiert?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, die 2. Welle brachte in Schweden grob einen Zuwachs um weitere 5000, in Deutschland um 40000.
40000 mit viel härteren Maßnahmen!
...
Bei solchen Vergleichen muss man aber zwingend auch die Population berücksichtigen.
Deutschland hat 83,9 Mio Einwohner, Schweden 10,1 Mio. Unter diesem Aspekt stehen wir immer noch knapp besser als Schweden da. Nimmt man die erste Welle noch mit dazu, stehen wir sogar deutlich besser als Schweden da.
 
...
Es ist eine schlichte Behauptung, dass wir viel mehr Tote zu beklagen hätten, wenn wir die Geschäfte, Gastro usw. offen gelassen hätten, es fehlt der Beweis!
Umgekehrt gibt uns der Blick auf Schweden, dass die weiterhin geöffneten Bereiche das Sterberisiko nicht über das vom geschlossenen Deutschland auf ein höheres Risiko/ Niveau bringt!
...
Es ist zwar nicht unbedingt "ein Beweis", aber wenn man die Sterbefälle in Schweden mit den skandinavischen Nachbarländern Norwegen und Finnland vergleicht, gibt es da einen signifikanten Unterschied. Und wenn man nach England schaut, wo es die Aktion "Eat out to help out" gab, sieht man ganz deutlich die Auswirkungen.
 

230TE

User
Das Problem ist ja, dass diese Corona- Todeszahlen in Deutschland nicht stimmen. Man müsste die heutigen täglichen Zahlen mit denen vom letzten Jahr vergleichen, und nur die Differenz davon ist dann Corona zuzuschreiben. So wie die Corona Todeszahlen veröffentlicht werden, hätten wir bei täglich zusätzlichen 1000 Corona Toten eine Übersterblichkeit von ca.40%, denn so ca. 2600 Menschen sterben täglich in Deutschland auch ohne Corona.
Gruß Andi
 

Ost

User
Hier eine gute ZUsammenfassung

Ich würde sagen, daß der Umgang mit den Pflegeeinrichtungen entscheidend war.
Von Schweden wissen wir, daß es dort desaströs war und vermutlich auch noch ist, genau wie bei uns.
Über Finnland und Norwegen hab ich da noch keine solche Berichte gefunden, ich suche noch....
Allerdings deutet sich an, daß die skandinavischen Länder weniger harte Maßnahmen getroffen haben.....vielleicht sollten wir eher von Finnland lernen!

Was man jedoch findet ist überall das Gleiche:
die meisten Toten gibt es in Alten-und Pflegeheimen!
Das ist also kein deutsches Problem!
 
Zuletzt bearbeitet:

Ost

User
Entgegen den Erwartungen sind die Deutschen auch über die Feiertage "brav" gewesen.
Marx: Feiertage führten nicht zu Anstieg bei Intensivpatienten +++
Weihnachten und Silvester haben in Deutschland zu keiner Verschärfung bei den schweren Fällen der Infektion mit dem Coronavirus geführt. Es sei auf den Intensivstationen der Krankenhäuser kein "Weihnachts- und Silvesterpeak" zu erkennen, sagte Divi-Präsident Marx weiter. Dies sei dem Verhalten der Bevölkerung zu verdanken. Laut Marx sind in Form einer sinkenden Zahl von Intensivpatienten erste positive Wirkungen des Lockdowns auf den Intensivstationen zu erkennen. Dennoch sei die Situation "weit weg von einer Entspannung". Frühestens im April erwarte er bei Fortsetzung der derzeit positiven Entwicklung ein Absinken auf unter 1000 Intensivpatienten - aktuell sind es laut Marx rund 4800 Fälle, von denen 2700 invasiv beatmet werden müssen.
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Knapp ein Drittel mehr Sterbefälle in Woche über Weihnachten +++
Ende vergangenen Jahres sind in Deutschland laut Statistischem Bundesamt fast ein Drittel mehr Menschen gestorben als im Durchschnitt der Vorjahre. Nach vorläufigen Ergebnissen gab es in der 52. Kalenderwoche (21. bis 27. Dezember 2020) mindestens 24.470 Todesfälle. Das sind 31 Prozent oder 5832 Fälle mehr als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019, wie das Amt mittelte. Die Zahl der Menschen, die an oder mit einer Corona-Infektion gestorben sind, lag laut Robert-Koch-Institut (RKI) in der 52. Kalenderwoche bei 5040. In der Vorwoche hatten die Sterbefallzahlen nach aktuellem Stand 26 Prozent über dem Vorjahresdurchschnitt gelegen.
Das Problem entstand schon ein paar Wochen vor Weihnachten.....

Und das mag man gar nicht glauben....
 
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