"Costa Concordia"

Hallo und guten Tag!

Muß man dazu noch etwas sagen?

Deutsche Bahn lässt Schiffsbrüchige stehen!

(jv/ak) - Für das deutsche Ehepaar Bleser aus dem Westerwald wurde der geplante Urlaub in der Toskana zum Albtraum. Sie befanden sich an Bord der "Costa Concordia" als diese verunglückte und kenterte. Nach ihrer Rettung hätte es eigentlich nicht mehr schlimmer kommen können, doch für die beiden ging nun eine Odyssee in die Heimat los.
Wie die "Rhein-Zeitung" meldet, kam das Paar mit dem Reisebus vom italienischen Savona am Fernbahnhof auf dem Frankfurter Flughafengelände an. Die Deutsche Bahn verweigerte den Schiffsbrüchigen dort allerdings den Zutritt in den ICE nach Hause. Der Grund löst in Deutschland nun Empörung aus. Marianne und Erwin hatten bei dem Schiffsunglück ihre reservierten Bahnkarten verloren und auch nicht genügend Geld dabei, um neue zu lösen. Wertgegenstände, wie Handy und Bahnkarten hatten sie auf der "Costa" zurückgelassen um sich zu retten. Das Bahnpersonal hatte dafür jedoch kein Verständnis - ohne Ticket gibt's auch keine Bahnfahrt.

Marianne Bleser ist außer sich: "Wir hatten seit Freitag kein Auge mehr zugetan und standen völlig übernächtigt, durchgefroren und in Hausschuhen auf dem Bahnsteig", erzählte sie der Rhein-Zeitung.

Mit ihrer Begründung für die fehlenden Karten stieß sie laut Rhein-Zeitung jedoch beim Bahnpersonal auf taube Ohren. Das verlangte ganze 70 Euro für die Weiterfahrt. Geld, das die Blesers nicht hatten. Falls sie sich heimlich in den Zug schleichen sollten, drohte der Bahnangestellte mit Geldstrafe.

In ihrer Verzweiflung riefen die 66-Jährige und ihr Mann den gemeinsamen Sohn an, damit er sie in Frankfurt abhole. Ganze 50 Stunden dauerte die Tortur, bis sie von ihrem Sprössling aufgelesen wurden und nach Hause konnten. Jetzt wollen sie das Erlebte nur noch vergessen.


Dazu fällt einem doch wahrlich nichts mehr ein.
Die in der Konzernspitze sollten sich was schämen, daß Sie solche unmenschlichen Mitarbeiter in Ihren Reihen haben. Wie kann man nur so unmenschlich handeln.
Mein Vater war Oberlokheizer, einer meiner Brüder Lokführer, ein anderer 50 Jahre im Bahnbetriebsdienst tätig. So etwas hätte es früher nicht gegeben. Pfui Teufel kann man da nur sagen, ich frage mich, zu was ist dieser Konzern verkommen, wenn er solche Mitarbeiter in seinen Reihen beschäftigt. Ich hoffe, daß man in diesem Hause wenigstens soviel Charakter hat und diese Leute , die sich in dieser besonderen Situation so unmenschlich verhalten haben fristlos vor die "Türe" setzt.

Thunderstorm
 
Ich hoffe, daß man in diesem Hause wenigstens soviel Charakter hat und diese Leute , die sich in dieser besonderen Situation so unmenschlich verhalten haben fristlos vor die "Türe" setzt.
Genau das könnten sie auch tun, wenn ihre Mitarbeiter sich nicht an die Regeln halten und nach eigenem Ermessen mal hier und mal dort die Passagiere blind mitfahren lassen.

Schwierige Sache.

Fraglich ist, ob es wirklich eiskalt verweigert wurde oder ob das Bahnpersonal mit der Deutschen Bahn Kontakt aufgenommen hat und es schließlich an der Bürokratie gescheitert ist. Die Medien nehmen die Fakten, die sie für einen tollen Bericht brauchen.
Ich fahre jährlich ca 5000km mit der Bahn und hatte bei allen Problemen hilfsbereite Bahnmitarbeiter. Nichtsdestotrotz ärgerlich für das Ehepaar, da waren sie vermutlich an schlecht gelauntes Personal geraten.

Vernünftig wäre es gewesen, das an den Schaltern am Bahnhof zu klären.
 
Oben Unten