CURARE 60

Ein Motormodell mit 1,63 m Spannweite

von Knut Zink.
Der Vorteil des Alters ist, dass man in der Jugend noch einige Modellflugzeuge aus der Frühzeit des Modellfliegens besessen hat – oder sich diese, was leider häufiger der Fall war, damals nicht leisten konnte.
Ich denke da zum Beispiel an den Segler BETA und das Motormodell TAXI, beide von Graupner. Die hatte ich.
Ein Modell, das ich mir damals nicht leisten konnte, war zum Beispiel die CURARE von Hanno Prettner. Wie gerne hätte ich so eine Maschine damals besessen und fliegen lassen.


Heute habe ich nun sowohl das Geld als auch die Zeit, mir meinen Kindheitstraum zu erfüllen.
Zur Auswahl stand ein Fertigmodell mit GfK-Rumpf und Styro-Abachi-Flächen, bei dem der "Bau" im Einbau der Elektrik besteht - sogar das Finish ist schon drauf - oder ein Bausatz mit gefrästen Spanten und Rippen und einem Haufen Holz.

Ich habe mich für einen Bausatz der Firma Ratzo-Modellbau entschieden - die harte klassische Tour. Der gleiche Bausatz wird auch von anderen namhaften Firmen vertrieben. Zwei Wochen Lieferzeit ist OK.
Zeitgemäß werde ich aber keinen 10 cm³ Verbrennungsmotor einbauen, sondern einen BL-Motor.

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Baubeschreibung

Allgemeines

Der Bau geht konventionell vonstatten. Das heißt, der Flügelbauplan ist nur für eine Hälfte vorhanden, im Plan stehen nur Teilenummern, die man dann in der Stückliste wiederfindet und es ist etwas Kreativität gefordert, denn nicht alles ist bis ins Kleinste vorgegeben. Das ist ganz nach meinem Geschmack.
Die gefrästen Teile des Bausatzes sind einwandfrei und ohne Frässpäne. Zur Erklärung: Ich mag keine gelaserte Bauteile. Zum einen riechen sie immer verbrannt und zum anderen bekommt man schwarze Finger und der Kleber hält manchmal nicht so gut auf den schwarzen Rändern. Perfektionisten schleifen ja diesen Abbrand weg.

Es liegen Balsabretter für die Beplankung bei und eine Unmenge formgefräster Balsateile für Rumpf usw. Am tollsten ist aber, dass alle Teile eine aufgestempelte Nummer haben. Da hat sich einer richtig Arbeit gemacht. Außerdem gibt es zwei Baupläne im Maßstab 1:1.

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Man braucht noch die Elektrik, einen BL-Motor oder einen Verbrennungsmotor, wer mag, die drei Einziehfahrwerke (EZFW) und Bespannmaterial. EZFW ist für mich Neuland, das hatte ich noch nie.
Nach dem Kauf erhält man eine bebilderte Bauanleitung per E-Mail.


Rumpf

Die Seitenwände werden aus jeweils vier 5 mm dicken Balsateilen zusammengeklebt: zwei Teile unten und zwei Teile oben. Dabei ist es hilfreich, die beiden größeren unteren Teile an ein Lineal oder einen Strich auf dem Baubrett zu legen. Vor dem Flügel werden die Seitenteile außerdem mit einem großen Brett aus 2 mm dickem Sperrholz verstärkt.

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Danach sollte man eine Baugruppe aus Spant 1 und 2 und den Formteilen 12 und 13 aus 10 mm Sperrholz bauen.
Für die Gestaltung der Rumpfnase sind die Schnittzeichnungen A, B und C unbedingt erforderlich und sehr hilfreich.

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Nun kann man mit dieser Baugruppe und dem Spant 3 die Seitenwände verbinden. Zwischen Spant 2 und 3 verlaufen die Seitenwände parallel. Hinten und vorne werden sie zusammengezogen.

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Hinten gibt es Verstärkungen an der Höhenleitwerks (HLW)-Auflage und so wird der Rumpf dann zusammengezogen.

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Auf der Unterseite kommen hinten noch zwei Dreikantleisten aus Balsa rein.

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Die Flügel-/Rumpfübergänge werden aus je zwei Balsateilen gefertigt, die abgeschrägt werden.

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Hier ist der Spant 4 zu sehen, an dem der Flügel mit M6-Nylonschrauben angeschraubt wird. Außerdem sind die Einschlagmuttern zu erkennen, die mit Harz (Mumpe) verklebt werden .

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Die beiden Höhenruder (HR) werden damit angesteuert (Eigenbau).

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HR- und Seitenruder (SR)-Servo im Rumpf.

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Ich habe die Bowdenzugrohre sowohl vorne als auch hinten festgelegt und sie im Rumpf mit drei Balsastegen verklebt, im Abstand von jeweils 5 cm. Somit können sich die Bowdenzüge beim Betätigen der Ruder nicht mehr bewegen.

Beim Bearbeiten der Rumpfnase komme ich mir vor, als würde ich den Rumpf aus einem Baslaholz-Baumstamm herausschnitzen.

Unterseite

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Oberseite

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Die Belüftungsschlitze sind schon vorhanden. Dann wird geschliffen!

Das Rumpf-EZFW ist eingebaut und die Achse musste leicht gekröpft werden.
Die Alu-Drähte wurden später natürlich durch 5 mm Federstahldrähte ersetzt.

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Kabinenhaube

Ein Rahmen und zwei Halbspanten aus 3 mm Sperrholz bilden die Kabinenhaube. Der klassische Riegel hält die Haube, vorne habe ich zwei Neodym-Magnete eingesetzt. Der einfache Stift gefiel mir nicht.

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Die Klarsichthaube ist schon mal grob zugeschnitten.

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Eigentlich wollte ich Haube und Rahmen mit CanopyGlue verkleben. Nach ein paar Testklebungen, auch nach Anschleifen der Haube, war ich nicht überzeugt.

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Ich habe schließlich die Haube mit 2mm-Holzschrauben verschraubt.

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Flügelbau

Wie üblich ist auf dem Plan nur die rechte Flügelhälfte dargestellt. Für den linken Flügel habe ich Rapsöl auf den Plan gestrichen, das macht ihn durchsichtig und die rechte Flächenhälfte erscheint auf der Rückseite des Plans als linke Flügelhälfte. Rapsöl ist nahezu geruchlos und verfliegt nach einigen Tagen fast restlos.

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Der Holm ist eine 5x10 mm Balsaleiste (heute würde man Kiefer nehmen), auf dem die Rippen mit Füßchen am Ende aufgeklebt werden. Oben drauf kommt wieder die gleiche Holmleiste und nur die ersten vier Rippenfelder werden mit 2 mm Balsa verkastet.

End- und Hilfsnasenleisten werden stumpf an die Rippen geklebt. Da der Flügel voll beplankt wird (mit 2 mm Balsa), ist das alles sehr stabil. Zuletzt wird nach der Beplankung noch die endgültige Nasenleiste angeklebt.

Die Flächenhälften werden zusammengeklebt, indem man die eine Hälfte um 75 mm vom Baubrett anhebt und diverse Knickverstärkungen an Holm- und Endleiste anbringt.

Als Beplankung wird hinten und vorne je ein 2 mm Balsabrett aufgeklebt. Dann bleibt eine keilförmige Fläche in der Mitte übrig. Da man drei Balsabretter mit einer Breite von jeweils 10 cm benötigt, beträgt die Breite des Flügels in der Mitte 30 cm. Hinzu kommen die Nasenleiste und das Querruder aus Vollbalsa.

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Zuerst wird die Oberseite beplankt, danach die Unterseite. Die ist nicht ganz so einfach, da hier zunächst die Servoschächte mit Deckel und die EZFW eingebaut werden müssen.

Die Rippen haben schon Löcher für die Servokabel und es gibt Abachi-Leisten für die Befestigung der Fahrwerke. Ich nehme für die Servokabel je Flächenhälfte einen D-sub-Stecker mit neun Polen, die auf der Flächenoberseite montiert sind. Wenn jemand Bremsklappen vorgesehen hat, reichen diese Stecker mit neun Polen auch für drei Servos.

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Von unten gesehen.

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Qu-Servo auf Deckel montiert und der Rahmen, auf den dann der Deckel geschraubt wird.

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Die EZFW und Räder werden später hier liegen. Dazu werden die Rippen mit Sperrholz und Abachi-Leisten verstärkt.
Wenn die Fahrwerke eingebaut sind, kann auch die Fläche unten beplankt werden.

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Radkasten aus 1 mm Sperrholz.
Die Alu-Drähte wurden später natürlich durch 5 mm Federstahldrähte ersetzt.

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Der Randbogen soll so gestaltet werden.

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Fertig verschliffen sieht das dann so aus.

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Höhenleitwerk

Wie üblich habe ich zunächst den Leitwerksplan aus dem großen Plan ausgeschnitten. Für jede HLW-Hälfte gibt es sieben Balsarippen mit Füßchen. Der „Holm“ besteht aus 3x5 mm Balsa und geht nur über zwei Rippenfelder. Hilfsnasen-, Nasen- und Endleiste analog der Flügelbauweise.

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Das HLW hat eine negative V-Form. Dazu legt man eine Hälfte mit der Oberseite auf das Baubrett und hebt die andere Hälfte so weit an, bis die Rippe 86 (außen) 110 mm über dem Baubrett liegt. Jetzt die beiden winkeligen Sperrholzverstärkungen an Endleiste und obere Holmleiste kleben – fertig.

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Auch das HLW wird mit 2 mm Balsa voll beplankt. Die Höhenruder bestehen jeweils aus zwei formgefrästen, dicken Vollbalsaleisten. Nach dem Zusammenkleben muss kräftig geschliffen werden.

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Randbogen nur angeklebt ...

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... verschliffen.

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Mit dem Rumpf verklebt und SLW verschliffen:

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Seitenruder und beide Höhenruder

Die Ruderhörner mache ich selber aus 2 mm GfK.

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Antrieb

Motor: DUALSKY 4255EA-10, 620 kV, 1240 W
Der Hersteller hat einen 50er Motor vorgesehen, weil die Rumpfnase genau 50 mm Platz hat. Das Problem war aber, dass die Anschlusskabel nirgends untergebracht werden konnten, auch nicht bei um 45° verdrehtem Einbau.

Daher der 42er Motor. Mit 1240 W ist das wohl auch völlig ausreichende Power. Ich bin ja nicht Hanno Prettner!

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Für den Motor habe ich einen Spant aus 2 mm GfK gemacht.
Der Motor ist um 45° gedreht, damit die Anschlussdrähte noch Platz haben.

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Motor eingebaut.

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Regler: YEP 80A
Flugakku: 5S 5000 mAh
Luftschraube: 14x7"


Rohbaubilder

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2.12.24
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13.12.24
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Weihnachten 24
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13.2.25
Flügel und HLW mit Zierstreifen. Rumpf kommt noch.

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14.2.25
Fertig

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Flug

Der Erstflug fand am 20.9.25 in Kufstein statt.

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Der Flug war (fast) problemlos, da sich ein Rad im Fahrwerk etwas nach außen gedreht hatte. Nach der etwas hakligen Landung konnte ich das aber beheben.


Fazit

Wie erwartet, flog die CURARE sehr schön, aber flott. Da ich aber kein Kunstflieger bin, habe ich es dabei belassen.

Sonstiges

EZF elektrisch.
Servos: vier Standard


Technische Daten
Spannweite​
1630 mm
Länge​
1440 mm
Flügelfläche​
40,8 dm²
Fluggewicht​
3500 g
Flächenbelastung​
85,8 g/dm²

 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo Knut,

danke für diesen Beitrag! Da ich selbst im zarten Alter von 14 Jahren nur am Zaun stand und den Profis mit Ihren "Schocker", "Blue Angel" und "Super Sicroly" etc. zusehen musste, interessiere ich mich natürlich sehr dafür. Ich hätte da noch ein paar Fragen, wenn du Zeit und Lust hast, kannst du ja vielleicht das ein oder andere Thema noch mal genauer beleuchten. Was also interessiert mich noch?
  • wie hast du den Wechsael des Akkus organisiert? Jedes mal die Fläche abschrauben? Ist das so vorgesehen vom Hersteller?

  • Wie lange fliegst du so mit einer Akkuladung bei einem gesunden Mix zwischen etwas herumheizen und harmlosem Rundflug?

  • du berichtest von einem 14" Propeller. Wahrscheinlich sehr effektiv, aber wird´s da nicht knapp mit den Einziehfüßen? Besonders das Bugfahrwerk muss ja noch irgendwie im Rumpf verschwinden...

  • Und: du hast vermutlich eine eher preiswerte Version des EZFW gewählt. Zumindest schließe ich das aus den Bildern. Die werden direkt am Empfänger angeschlossen und über den Empfängerakku auch mit Strom versorgt (bzw. BEC)? Vermutlich wirst du dazu noch nichts sagen können, aber ich frage trotzdem mal: wie sind deine Erfahrungen bisher damit? Und wie sieht es mit der Haltbarkeit aus?

  • Wie würdest du die Landeeigenschaften beurteilen bei 3,5 kg? Neigt die Maschine zum Abriss? Muss man sie schnell reinholen?
Ich würde mich über ein paar Auskünfte freuen, sofern du magst. Aber in jedem Fall wünsche ich dir noch viele Jahre Spaß mit dieser Maschine!

Glückwunsch dazu und Gruß, Peter
 
Servus Peter.
Mit dem EZFW hast du Recht - eher die billige Version. Bug-FW ist nicht angelenkt. Braucht man auch nicht, da der Start nach ca. 10m beendet ist, da reicht das SR. Die FWe sind direkt am Empfänger angeschlossen. (Ich mache das zum 1. Mal im Leben. Früher (also damals), als ich noch Verbrenner geflogen habe, waren die FWe einfach starr.)
Den Akku schiebe ich von der Kabinenhaube aus rein, bis über den Flügel. Auf dem Brett ist dann ein Klettband.
Längere Flüge habe ich noch nicht gemacht. Wir (H. Schneider https://www.schneider-modell.at/) haben nur einen kurzen Rundflug für die Fotos gemacht, damit der Bericht endlich mal fertig wurde und zur Veröffentlichung kam. Außerdem hatte sich schon beim Start ein Rad verdreht (Billigversion) und da war es angezeigt, bald wieder zu landen. Das muß ich demnächst mal anständig befestigen.
Landeeigenschaften waren unspektakulär, langsam und kein Abriß. Blöd war halt nur, daß das linke Rad verdreht war. Immerhin haben wir es im Flug nicht verloren, das ist doch auch schon mal was, oder?
Nach sehr vielen Seglermodellen ohne und mit E-Mot muß ich mich erstmal wieder an die Art zu fliegen mit Motormodellen gewöhnen. HIER

Wenn noch jemand Erfahrungen mit einer CURARE hat (und ich denke mal, das sind sehr Viele), dann her mit Bildern und Tipps. Einfach hier reinschreiben (neudeutsch: posten).

Bis dahin.
Knut
 
Guten Abend Knut,
ich kenne deine Beiträge und kann daher nachvollziehen, dass sich eine RC-1 Maschine anders anfühlt als deine üblichen Modelle :-)
Vielen Dank für deine Auskünfte, das war für mich eine prima Ergänzung zu deinem Bericht.

Gruß, Peter
 
Toller Beitrag den ich gerne gelesen habe und Du hast eine regelrechte Welle ausgelöst! 😉
Es werden jetzt in der Börse CURARE gesucht wie nie zuvor ... grins! 😛
 
Hallo Knut,

schöner Bericht und eine noch schönere Curare. Mit dem Canopy Glue musst du mindestens 2 Tage warten bis der richtig Durchgetrocknet ist und der Untergrund sprich Kabinenrahmen darf nicht saugend sein.
Gruß Jürgen
 
Mit dem Canopy Glue musst du mindestens 2 Tage warten bis der richtig durchgetrocknet ist ...

Aha, das wußte ich mal wieder nicht. Zu wenig Geduld.
Bei der nächsten Haube werde ich es so machen. Das könnten die auch auf ihre Leimflasche schreiben, oder habe ich das übersehen?
Ich lerne halt immer noch was dazu.
Danke.
Knut
 
Hallo Knut,
hast Du den GFK-Spant stumpf an die Nase geklebt? Hält das?
Und 5mm Federstahl für die Fahrwerke: Federt da überhaupt noch was?
Grüße Michael
 
GFK-Spant stumpf an die Nase geklebt?
Ja. Da ist zunächst ein SpH-Motorspant vorgesehen und die Ecken sind noch mit Dreieckleisten aufgefüllt. Das GfK habe ich auch noch auf der Klebeseite angeschliffen. Das hält bombig.
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Soweit ich weiß heißt das so wegen der Stahlqualität. Wenn so eine Stange 1m lang ist, dann federt die natürlich zurück, wenn man sie durchbiegt. Bei diesen ca. 10cm langen Stücken biegt sich oder federt nichts.
Es könnte auch sein, daß dieser Stahl als Silberstahl bezeichnet wird. Das ist bei mir halt schon 6 Jahrzehnte her, daß ich mit sowas umgehen mußte. Aber da gibt es hier sicher Spezialisten, die das genau erklären können.
Jedenfalls verkauft man im Modellbauladen Stahlstangen, die sich leicht biegen lassen und sich hartlöten lassen und Federstahl, der viel härter ist, aber nicht lötbar ist. Ich erinnere mich, daß das was mit dem Kohlenstoffgehalt zu tun hatte.
Puh, was man so alles vergessen hat! Wie heißt es doch? Ich habe schon mehr darüber vergessen als du je lernen wirst - oder so. Michael, damit bist natürlich nicht du gemeint.
K.
 
Toller Beitrag den ich gerne gelesen habe und Du hast eine regelrechte Welle ausgelöst! 😉
Es werden jetzt in der Börse CURARE gesucht wie nie zuvor ... grins! 😛
Gerd, du machst mir Angst. 😂Der Boom ist schon die ganze Zeit. Deswegen suche ich schon seit nun fast einem Jahr. Keiner will eine rausrücken. Bzw keine der angebotenen ist so, wie ich sie gerne hätte. Ich denke ich werde mir so nen Bausatz zu Weihnachten wünschen! 😂
Aber ich bin da absolut Neuling. Ich habe nicht unbedingt Angst vor dem Holz, sondern eher von der Folie.
Und natürlich vor der Zeit, die man da dran sitzt. Denn ich habe im Winter auch noch meinen zerlegen Oldtimer (Auto) zusammenzubauen. Das kostet ebenfalls viel Zeit.

Knut, Respekt für diesen schönen Baubericht. Ich wollte schon Ratzo fragen, wie so ein Bau abläuft, aber dann bin ich halt wie immer hier bei RCN gelandet 😂. Eigentlich sieht es gar nicht so schwer aus.
Bekommt ein Anfänger das hin, oder braucht man da wieder ein Haufen Werkzeug? Was mich zum Beispiel sehr nervös macht, ist das präzise Ausschneiden der Bretter für die Tragfläche. Bekomm ich dass mit meiner Proxxon Mini Tischkreissäge vernünftig geschnitten?

Und ist der Bausatz eine Kopie der Kato/Simprop (bei Verbrennerversion), oder ist das eine völlig andere Curare?
 
Ich wollte schon Ratzo fragen, wie so ein Bau abläuft,
Der Ratzo macht das Geschäft nicht hauptberuflich. Er hat mir gestern gesagt, daß er für die CURARE jetzt 3-4 Wochen Vorlaufzeit hat, wohl wegen der vielen Bestellungen.
Bildschirmfoto 2025-10-09 um 10.00.16.png

Ich habe letztes Jahr noch 243,- gezahlt, also 10,- mehr (na ja, das bringt mich nicht um). Aber als Weihnachtsgeschenk würde ich jetzt schon mal bestellen. Wer weiß, wie viele Modellbauer das gleiche denken.

Die Teile sind nicht mit Laser verbrannt (!) sondern gefräst, siehe Bild oben bei "Bausatzinhalt".

das präzise Ausschneiden der Bretter für die Tragfläche.
Da mußt du nichts ausschneiden.
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Lies mal weiter oben im Baubericht. Vorne und hinten kommt jeweils ein ganzes Balsabrett mit 10cm Breite drauf. Und die Dreiecke schneidest du einfach mit dem Cuttermesser zu - fertig. Wenn du das mit der Kreissäge machst, geht das sicher schief. Es ist alles sehr einfach.

Der Baustil ist (neudeutsch!) oldschool. Z. B. wird der Rumpf nicht, wie heute üblich, mit Spanten auf Seitenwänden und dann Beplankung gemacht, sondern voll "aus dem Vollen". Dann wird gehobelt und geschliffen, bis das Ganze schön rund ist. So habe ich vor 50 Jahren auch schon gebaut. Daher nehme ich an, daß da nichts neu konstruiert wurde, sondern einfach die alten Pläne wieder verwirklicht wurden.
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sondern eher von der Folie.
Die Folie geht auch ganz leicht. Es sind ja fast nur gerade Flächen, außer den Randbögen. Die Flügel haben auch kein konkaves Profil, wie Thermiksegler, sondern sind nur konvex. Und die bunten Streifen habe ich aus Plotterfolie ausgeschnitten und draufgeklebt, nicht gebügelt.

Ratzo fragen, wie so ein Bau abläuft,
Die Bauanleitung kriegt man erst per eMail, wenn man einen Bausatz gekauft hat. Aber ich habe ja hier den Bau beschrieben.

Nun trau dich einfach.
Oder du kaufst meinem Freund Jürgen seine CURARE ab. Er verkauft seine. Suche nach seinem Namen (clarissima) und schreibe ihm eine PN. Der Baubericht darüber erscheint demnächst im FlugMODELL, soweit ich informiert bin.
Bildschirmfoto 2025-10-09 um 10.32.49.png


Bis dann.
Knut
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Ratzo macht das Geschäft nicht hauptberuflich. Er hat mir gestern gesagt, daß er für die CURARE jetzt 3-4 Wochen Vorlaufzeit hat, wohl wegen der vielen Bestellungen.
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Ich habe letztes Jahr noch 243,- gezahlt, also 10,- mehr (na ja, das bringt mich nicht um). Aber als Weihnachtsgeschenk würde ich jetzt schon mal bestellen. Wer weiß, wie viele Modellbauer das gleiche denken.


Die Teile sind nicht mit Laser verbrannt (!) sondern gefräst, siehe Bild oben bei "Bausatzinhalt".


Da mußt du nichts ausschneiden.
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Lies mal weiter oben im Baubericht. Vorne und hinten kommt jeweils ein ganzes Balsabrett mit 10cm Breite drauf. Und die Dreiecke schneidest du einfach mit dem Cuttermesser zu - fertig. Wenn du das mit der Kreissäge machst, geht das sicher schief. Es ist alles sehr einfach.

Der Baustil ist (neudeutsch!) oldschool. Z. B. wird der Rumpf nicht, wie heute üblich, mit Spanten auf Seitenwänden und dann Beplankung gemacht, sondern voll "aus dem Vollen". Dann wird gehobelt und geschliffen, bis das Ganze schön rund ist. So habe ich vor 50 Jahren auch schon gebaut. Daher nehme ich an, daß da nichts neu konstruiert wurde, sondern einfach die alten Pläne wieder verwirklicht wurden.
Anhang anzeigen 13090309


Die Folie geht auch ganz leicht. Es sind ja fast nur gerade Flächen, außer den Randbögen. Die Flügel haben auch kein konkaves Profil, wie Thermiksegler, sondern sind nur konvex. Und die bunten Streifen habe ich aus Plotterfolie ausgeschnitten und draufgeklebt, nicht gebügelt.


Die Bauanleitung kriegt man erst per eMail, wenn man einen Bausatz gekauft hat. Aber ich habe ja hier den Bau beschrieben.

Nun trau dich einfach.
Oder du kaufst meinem Freund Jürgen seine CURARE ab. Er verkauft seine. Suche nach seinem Namen (clarissima) und schreibe ihm eine PN. Der Baubericht darüber erscheint demnächst im FlugMODELL, soweit ich informiert bin.
Anhang anzeigen 13090352

Bis dann.
Knut
Vielen Dank, Knut.
Eine sehr ausführliche Antwort!
Das mit dem Cuttermesser wusste ich nicht, dachte echt das muss man sägen 😂
Und für den Rumpf bräuchte ich noch einen Hobel, ähnlich eines Kartoffelschälers 😜.
Och Mann, ihr seid mir weit voraus.
Dieses Arf-Zeug ist einfach immer zu verführerisch gewesen, seitdem ich dieses Hobby betreibe.
Als Teenager in den 90ern hatte ich eine FMT geschenkt bekommen, dort war ein Bericht von einer blauen A10 (Warzenschwein), incl Bauplan. Noch nie was mit Modellbau am Hut gehabt, hatte ich das Verlangen dieses Flugzeug zu bauen. Bin dann tatsächlich mit dem Bus in die Stadt gefahren, und hab mir Holz und Folie gekauft. Nachdem ich Höhenleitwerk und Kabinenhaube fertig hatte, verlor ich die Motivation. Dann war erst mal 14 Jahre Ruhe. Aber dann ging es richtig los😂. Aber halt Schaum und ARF. Bzw RTF.

Wie auch immer.... Ich muss da einfach mal Augen zu und durch.

Übrigens, falls jemand die oben gezeigte Curare möchte, kann gerne zuschlagen. Ich möchte meine als Verbrenner fliegen.

Eine letzte Frage, Knut:
Was schätzt du wieviele Flieger du schon auf diese Art gebaut hast?

Ich denke, die Leute, die wie ich zB erst später dazu gekommen sind, als man schon googeln konnte und online bestellen.... Die kaufen überwiegend ARF.
Wenn ich bei uns so auf dem Platz schaue, sehe ich wenig selbstgebautes.
 
Kauf dir einfach so einen, z. B. von Reichelt (Bild) oder Pichler. Nennt sich Balsahobel.
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Gibt es auch hier: Artikel-Nr.: PICHLER C8891

Aber halt Schaum und ARF. Bzw RTF.
Brrrr, mich schüttelt es!
Nur ein einziges Mal bin ich kurz ausgerutsch, weil der Schweißgut sowas mal gemacht hatte. Den nannte er NURFLIDL, weil es ihn bei Lidl für ca. 7,- gab.
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wieviele Flieger du schon auf diese Art gebaut hast?
Schau mal HIER. Zählen mußt du selber.

Knut
 

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