D-Box Predator 2 , Baubericht

Hallo Leute,
nachdem ich im März bei HJZ Model in Taiwan den Predator 2 vorbestellt habe, ist er nun letzte Woche nach langem Warten bei mir eingetrudelt. Nachdem ich nun alles genau unter die Lupe genommen habe muss ich sagen die Verarbeitungsqualität ist erfreulich gut.
Im März konnte man den Predator 2 lediglich mit einer Fläche bestellen, die oben und unten einen UD Gelegestreifen als "Holm" hatte.
Nachdem jedoch eine Version mit einer neuem D-Box Fläche mit CFK Spread-Tow Gewebe rauskam, habe ich meine Bestellung nocheinmal geändert und die stabilere D-Box Version geordert.
Bei der Fläche handelt es sich um eine in der Form gefertigte Positivbauweise.
Dadurch ist die Oberfläche sehr glatt und das CFK zeichnet sich nicht auf ihr ab.
Die Leitwerke haben beide eine glatte und eine profilierte Seite, somit sind Höhen- und Seitenleitwerk asymetrisch.
Beim Seitenleitwerk einieger DLG´s habe ich diese Bauweise schonmal gesehen, hier wird ein asymetrisches Seitenleitwerk dazu verwendet um das Pendeln abzufangen. Nur von einem asymetrischen Höhenleiterk (tragendes Leitwerk) habe ich bei SAL´s bisher nichts gehört.
Mal sehen wie sich das auswirkt, ich denke durch das tragende Leitwerk ist es möglich den SP weiter hinten zu fliegen...
Die Leitwerle sind sehr leicht und gleichzeitig stabil!
Der Rumpf ist aus Glas mit einlaminierten Rovingen zur Verstärkung.

Hier einmal die Einzelgewichte:

Rumpfboot: 36,8 gr
Flügelhälfte rechts: 58 gr
Flügelhälfte links: 60 g
Seitenruder: 5,1 gr
Höhenruder: 5,6 gr
Rumpfrohr: 15,8 gr

Alles in allem bin ich mit dem ersten Eindruck der Verarbeitung und den Einzelgewichten sehr zufrieden. Laut Hersteller soll je nach Komponenten ein Abfluggewicht von ca 260 gr erreicht werden.

geplante Komponenten

Querruder: 2x Hyperion Atlas DS09-SCD
Höhe und Seite: 2x Robbe FS 31
Empfänger: Rex 5 MPD
Akku: 2S 380 mAh Lipo mit Recom Spannungswandler

Die Servos und den Empfänger werde ich ca nächste Woche bestellen, bis dahin werde ich schonmal damit beginnen die Fläche zu verkleben etc.
Hier erstmal ein paar Bilder!!!
 

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Die Fläche...
 

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Zum verkleben der Flächen und des Höhenruderpylons bekommt man bei HJZ Model Vorrichtungen. Im Baubericht werde ich das noch genauer beschreiben...
 

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Die Bauteile für den Spannungswandler sind bei Conratelektronic zu bekommen, der Wandler wiegt später ca 4 Gramm. Der Akku wiegt incl. Kabeln 21,6 Gramm, diese werde ich noch kürzen um ihn noch etwas zu erleichtern. Der Akku ist schön schmal, sodass der sehr weit nach vorn in den Rumpf geschoben werden kann...
 

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Da mir das runde CFK Röhrchen welches dem Bausatz beigelegt wurde und als Wurf "blade" dienen soll nicht so gefällt habe ich mir eins von LE-Composites bestellt. Es wird für den Stobel V2 verkauft und ist auf der einen Seite den Fingerrundungen angepasst. Mit 9 Euro ist das Blade nicht ganz günstig aber ich denke es wird seinen Preis wert sein...
 

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Hallo Marc !

Kleiner Tipp:

V-Form nicht weniger als 12° wählen (2 x 6°)
Die Flächenauflage am Rumpf mit etwas Harz/Microballoon-Gemisch
unterfüttern, Flügel mit dünner Folie schützen oder einwachsen.

Gruß
Peer
 
Hallo Peer,

ich glaube diese Vorrichtung ist auf eine V-Form von 1x 6° ausgelegt.
Wieso ist es denn notwendig das doppelte an V-Form zu geben?
Hast du schon erfahrungen mit dem Predator 2 gesammelt?

EDIT: Habe gerade nochmal hier nachgelesen http://www.rcgroups.com/forums/showpost.php?p=12636404&postcount=82
Es wird dort von 6° gesprochen, ca 75mm am Randbogen auf jeder Seite. Habe mal die Winkelfunktionen bemüht, wenn man jede Seite 6° anstellt dann kommt dabei auf jeder Seite am Randbogen ca 78 mm raus.
Dann passt es wieder, also ist die Vorrichtung auf 2x 6° ausgelegt.

Die Flächenauflage macht in der Tat einen etwas schmalen Eindruck, hast recht.

Da mir momentan leider ein wenig die Zeit fehlt muss ich mal sehen wann ich dazu komme mit dem Bau zu beginnen...

Gruß Marc
 
Hallo Marc

Schöner Flieger, aber das Spread-Tow Gewebe ist leider nicht unter 45° verlegt worden. Oder ist das extra so gemacht, da der Flügel keinen Holm hat?

viele Grüsse:
Reto
 
Hallo Reto,

habe auch erst gedacht das es ungünstig ist da es für die Torsionssteifigkeit besser wäre wenn das Gewebe in 45° gelegt worden wäre. Aber ich muss sagen das er mir recht biege und torsionssteif vorkommt.
Ich wiefern das nun mit 45° besser wäre kann ich nicht so recht sagen...
Der Hersteller meinte das er verschiedene Varianten ausprobiert hat und er am Ende bei dieser Variante geblieben ist.

Gruß Marc
 
Hallo Leute,
ich werde mich nun morgen und Freitag mal mit der Flächenverklebung beschäftigen. Die Servos werde ich ende dieser Woche bestellen und dann habe ich mit glück nächste Woche alles zusammen was ich zur fertigstellung brauche.

Hier schonmal ein paar Überlegungen zum Aufbau

Rumpf

Es sollen nichtnur die Servos für Höhe und Seite im Rumpf untergebracht werden sondern auch die QR Servos sollen in den Rumpf. So soll es möglich sein den Schwerpunkt möglichst ohne Blei zu erreichen.
Die Querruderanlenkungen werden seitlich durch Schlitze die in die Rumpfwand gefräst werden herausgeführt.

Ich bin mir nochnicht ganz sicher wie ich den Rumpfausbau gestalten werde, das muss ich dann sehen wenn ich die Servos da habe und die proportionen besser einschätzen kann...

Leitwerke und Rohr

Die Rohrlänge soll zwischen 67 und 72 cm liegen. Jenachdem wie schwer die in der Rumpfkeule verbauten RC-Komponenten werden, kann man das Rohr also in diesem Bereich in der Länge variiert werden um den SP ohne Blei zu erreichen.

Das Höhenruder soll auf einem Balsapylon mit dem Rohr verklebt werden.
Ich werde jedoch versuchen das Höhenruder abnehmbar zu machen. Ich denke ich werde in der Mitte des Pylons eine Gewindemutter einharzen und das Höhenleitwerk dann mit 2 Kohlestiften arretieren.

Die Seiten- sowie die Höhenleitwerksanlenkung soll laut Hersteller Pull/Pull realisiert werden. Ich werde denke ich die herkömmliche Variante mit Seil und Gegenzugfeder umsetzen.
Werde dann wohl kurze Stücke Bowdenzugröhrchen in Ruder und Leitwerk einkleben müssen, damit die Drahtschenkel einen guten halt haben und sich nicht durch die Gewebeoberfläche drücken.

Fläche

Die Fläche wird mit Hilfe der Vorrichtung verklebt, hierbei werden zwei 3 mm Stahlstifte in die Vorrichtung gesteckt, die bei der Verklebung den Durchgang für die Schrauben aussparen. (näheres incl Fotos wenn ich soweit bin)
Dann kommt oben und unten eine nach hinten schmalerwerdene Lage CFK Gewebe auf die Klebestelle.
Dem Bausatz sind Zylinderkopfschrauben beigelegt, ich denke ich werde die Schaubenlöcher senken und Senkkopfschrauben verwenden.

Da der Hersteller keine genaue Wurfbladeposition angibt muss ich mal sehen wie ich dieses platziere. An dieser Stelle wäre ich für ein paar Tips dankbar, wie finde ich die beste Stelle für das Wurfblade? Gibt es da sowas wie faustformeln oder sowas ähnliches?
 
Die Flächenauflage macht in der Tat einen etwas schmalen Eindruck, hast recht.

Nee, nicht wegen schmal......

Wenn Du nur einmal 6° V-form hättest, würde der Flügel genau
in die Mulde im Rumpf Passen - bei 2x 6° hätte er nicht gepasst,
daher die Unterfütterung.

Ich bin über die Bilder in einem anderen Thread gestolpert,
da sah der ganze Flügel sehr "platt" aus. Damit hättest Du
ein bescheidenes Kurvenflugverhalten gehabt. Ich hatte bei
meinem Longshot die V-Form auf immerhin schon 10° gesetzt
und hab' mich dann geärgert, dass ich nicht gleich 12° genommen
habe.

Wenn Du also laut US-Forum 75 mm an jedem Flächenende
unterlegst, hast Du insgesamt eine V-Form 11,4° (2x5,7°)
Ich denke, das sollte passen.

Wurfblade: So weit aussen, wie Du es dem Flügel zutraust
(Kohleeinlagen ?!) und eher weiter hinten, dann pendelt das
Gerät nicht so sehr.

@Reto: Torsion ist bei den Vollkern-Flächen im DLG-Bereich kein
Thema ! Weil der Flügel vermutlich, wie alle anderen VK-Serien
Flächen auch, keinen "echten" Holm hat, kann man das so unter
0/90° bauen....


Peer
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

habe mich vorhin mal mit der Flächenverklebung beschäftigt.
Zuerst habe ich damit bekonnen die Position der Durchganslöcher für die Flächenschrauben an zu zeichnen, danach habe ich in jede Flächenhälfte mit einer 3mm Rundfeile die "hälfte" des durchgangsloches gefeilt.

Dann habe ich an den Stellen wo die Flächenschrauben sitzen etwas Styrodur herausgekratzt. Diese Freiräume werden beim verkleben mit Harz gefüllt und bieten der Schraube dann genügend halt.
Hierzu habe ich die Umrandungen der Aussparungen mit einem Skalpell eingeschnitten und das überschüssige Material mit einem kleinen Schlitzschraubenzieher herausgekratzt.
Da Styrodur eine hohe Dichte hat kann man es sehr gut rauskratzen.
 

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Als nachstes habe ich vorne und hinten die Mitte der Flächenvorrichtung angezeichnet und diese dann 2-3 mal eingewachst und anschliessend poliert, damit die Fläche sich nach dem Verkleben gut lösen lässt.

Der Hersteller schickt als Schutz für die Flächen für den Versand die Negativschalen der Flächenkerne mit. Daraus schneidet man sich zwei ca 3 cm breite Steifen heraus. Diese legt man dann unter die Holzstreifen, damit die Flächen bei dem Verschrauben nicht eingedrückt wird.
 

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Zum verkleben der Flächen habe ich 5 minuten Epoxi verwendet, welches ich mit Baumwollflocken angedickt habe. Zuerst war ich skeptisch ob 5 min Epoxi soeine gute Idee ist. Bei immerhin 26°C auf dem Dachboden härtet 5 min Epoxi doch recht schnell aus.
Dann habe ich allen Mut zusammen genommen und habe den Kleben angemischt. Dann ging bzw " musste" alles ganz schnell gehen.
Und wie befürchtet hat das Epoxi schneller abgebunden als es mit lieb war. Ich habe es gerade eben noch so geschafft die beiden Flächenhälften auf der Vorrichtung zusammenzudrücken und mehr oder weniger überschüssiges Harz heraus zu drücken. Dann habe ich die Flächenhälften erstmal mit den Handen angedrückt bis das Harz wenige sekunden später völlig abgebunden hatte.
Anschliessend habe ich zum Aushärten die Holzstreifen montiert und mich erstmal dem Mittagessen gewidmet.
 
als das Harz ausgehärtet war habe ich mit einer Wasserpumpenzange mit einem dreh und einem knack die 4mm Stahlstifte gelöst und herausgezogen.
 

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Trotz des kurzzeitigen Stresses aufgrund von zu schnell abbindendem Harz ist die Verklebung recht ordentlich geworden und das überschüssige Harz ist weitestgehen nach oben hinausgequollen. Die unterseite kann nun bequem verschliffen werden und die Harzwürste auf der obeseite lassen sich abpulen.
 

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Wenn Du nur einmal 6° V-form hättest, würde der Flügel genau
in die Mulde im Rumpf Passen - bei 2x 6° hätte er nicht gepasst,
daher die Unterfütterung.

Nachdem die Flächen nun zusammengeklebt sind habe ich mal nachgemessen, Wenn ich eine Flächenhälfte flach auflege messe ich an dem Randbogen der anderen Fläche ca 150 mm.
So wie sie jetzt ist passt sie auch ohne kibbeln auf die Flächenauflage des Rumpfes.
Es ist etwas verwirrend da in dem Thead von RcGroups von 6° gesprochen wird. Damit muss aber 6° pro Seite gemeint sein.
Außerdem wäre es ja auch sinnbefreit wenn HJZ eine Vorrichtung verkauft die 12° V-Form vorgibt, die Flächenauflage des Rumpfes jedoch nur 6° hätte ;)

Wurfblade: So weit aussen, wie Du es dem Flügel zutraust
(Kohleeinlagen ?!) und eher weiter hinten, dann pendelt das
Gerät nicht so sehr.
Peer

Kohleeinlagen scheint die Fläche nicht zu haben. Da jedoch das Spread Tow Gewebe am Randbogen der Fläche bis an die Endleiste heranreicht weiss ich nun nicht ob das schon genügend Stabil ist um die Kräfte des Wurfblades einzuleiten...
 
assymetrisches HLW

assymetrisches HLW

Beim Seitenleitwerk einieger DLG´s habe ich diese Bauweise schonmal gesehen, hier wird ein asymetrisches Seitenleitwerk dazu verwendet um das Pendeln abzufangen. Nur von einem asymetrischen Höhenleiterk (tragendes Leitwerk) habe ich bei SAL´s bisher nichts gehört.

Servus Marc....also der "relativ" bekannte :D SALpeter hat ein tragendes HLW. Nun ist es nicht so dass man das gleich sieht....ist ja wie eine Rasierklinge so dünn, aber es tut sich schon was bei tragenden HLW's. Jedenfalls, als es einmal einen Lieferengpass bei Leitwerken für den SALpeter gab, hab ich eines selbstgeschnitzt. Sah optisch ident aus, hatte das gleiche Gewicht, war etwas mehr Arbeit, kostete nicht mal ein Zehntel, aber es funktionierte nicht so toll. Später erfuhr ich dass das orig. HLW doch tatsächlich ein assymetrisches Profil hat.

5 Minuten Harz ist für feste Verklebungen eigentlich nicht zu empfehlen. Besser ist ein Harz mit längerer Topfzeit und besserer Aushärtung.
Fluzeuggeignetes Harz hat den Vorteil dass es auch bei mäßiger Erwärmung seine Festigkeit nicht verliert. 5 Minutenharz bleibt meist zähelastisch! Bei Wärme ist wird es weich!

Gruß Heinz

PS: Predator sieht sehr gut aus :D
 
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