Das Bunte Huhn

Hallo Hejo,

es freut mich, daß Du das Bunte Huhn nachbaust, und viele holländische Kollegen es auch tun. Ich bin der Autor des Bauplans.
Gut, daß Du die Servos vor die Quer/Höhenruder gesetzt hast.
Das gespreizte Seitenruder bremst nicht besonders gut, Du kannst es auch normal bauen.
Aber inzwischen haben sich die Bretter weiterentwickelt, wir bauen die Rümpfe etwas länger, das Seitenleitwerk könnte etwas weiter hinten sein. Aber auch so fliegt das Ding, aber eben nur langsam bis sehr langsam. Auch die Thermikprofile haben gute Fortschritte gemacht, das CJ 3406 ist aber das beste für geringe Flächenbelastung, bei wenig Dynamik. Nimm Dir Zeit für den Schwerpunkt, und teste die beste Lage weiter hinten. Ich war damals sehr konservativ mit dem Schwerpunkt.
Ich habe keine Folie verwendet, sondern 2-3 Lagen Papier mit Spannlack. Nur so konnte der Flügel steif genug für den Hochstart werden.
Ohne runde Randbögen kann man auch fliegen, der Vogel ist etwas wendiger, und weniger eigenstabil.

Viel Erfolg und Spaß beim Fliegen

Klaus.
 

Hejo

User
Klaus,

Vielen Dank für diese nützliche Informationen. Und ich danke Ihnen für dieses schöne Modell jemals entworfen! Ich werde definitiv diese Informationen benutzen, um mein Modell. Ich spielte das Klavier eine sehr genaue und vollständige geklebt, aber ich könnte aus hochelastischen Arzt unterlassen und ziehen Sie einfach ein Flugzeug, da ich mit ihm Oracover bespannt gehen ...

Ich zeige Ihnen das Endergebnis und Filme
 
Hallo Landebahnpflug,

geschwungene Holme und Flügel sind gar nicht mal so schwierig:

1. Man baut sich zuerst aus einfachem Pappelsperrholz eine Helling. Das wird im Plan beschrieben. Diese Helling kann auch als Transportkiste genutzt werden.
2. Jeder Gurt (also sowohl der Ober- als auch der Untergurt) bestehen aus 2 Lagen übereindergeklebter Leisten; gewässert und mit Weißleim verklebt. Beim Trocknen werden diese Holme einzeln auf die Bauhelling gelegt und fixiert. Wenn sie trocken sind, dann sind sie bereits vorgeformt.
3. Nun wird der Flügel auf der Helling aufgebaut, so als ob es ein gerader Flügel wäre.
4. Ist alles trocken, also inkl. der Verkastung, ist der Flügel fest. Durch die mehrschichtigen Holme ist dieser Flügel sogar auf Dauer formstabiler als Flügel mit einfachen Holmen, wir haben ja die Spannungen durch das Wässern und die Mehrschichtigkeit herausgenommen.

@ Hejo: vielleicht kannst Du das Seitenleitwerk (eventuell nur das Ruder) noch vergrößern? Das hilft der Wendigkeit. Und die Finne unter dem Seitenleitwerk muss mit Glasfasergewebe verstärkt werden.

Klaus.
 

Claas

User
Hi Hejo,

very nice wing, indeed!
I am also interested in that kind of speed brake, unfortunately you are not going to install it.
Maybe little more deflection of the brake would be more effecive...?


Viele Grüße,
Claas

PS
Perhaps your babelfish needs some fine tuning :)
 
Hello Claas, hello Hejo,

of course, some more deflection would help.
I suggest to install a larger rudder as well, you will have a better reaction for yawing. This larger rudder is also helpfull during brake, if you use the split version.
Sorry for this modifications, but the last 14 years have brought a lot of new knowledge. If you agree, please use them.

Best regards
Klaus.
 

Hejo

User
I understand your reaction. Thanks for thinking along! I would also double the rudder built, but because the effect would be minimal, I decided the two parts together. I have hinges used later to build a larger rudder, so you have more brake lifting path. A fellow builder Netherlands also suggested that the cap on the body hinged to. Thus a brake valve can be made. Flaps in the wing are also an option. Anyway, I'm experimenting with it later, but first I want to enjoy flying.
 

Hejo

User
Strengthening the connection with the wing tip and the tip itself. The stiffness of the tip is significantly improved:

before:



After:




Finally, the''weak'' I Reinforce place spot of the aileron. This triangle is also located in the left field:

 
Hallo Klaus,

schicker Nurflügel, dein buntes Huhn ist mir schon öfter aufgefallen. Wenn ich mir die Baubilder von Hejo so anschaue, bekomme ich Appetit. Wenn ich das Huhn nachbaue, was sollte ich verändern?

- längerer Rumpf - Warum?
- SLW weiter nach hinten - wie weit?
- ist das CJ 3406 das im Plan gezeichnete Profil?
- Wenn ich die Fläche der Bremsklappen vergrößere, muss ich dann damit rechnen, dass es beim Ausfahren wie ein Höhenruder wirkt, weil es ja schräg angeschlagen ist?
- brauch ich ein gesteuertes Seitenruder im Flug, oder reicht es, dieses als Bremsklappe zu bauen.

Welche Änderungen sind aus Deiner Sich noch zweckmäßig?

Gruß, Tim
 
Hallo Tim,

das bunte Huhn ist ein Floater. Mit dem Profil aus dem Plan (CJ3406) kann es das hervorragend, bau den Vogel leicht und fest. Schnellflug ist nur bedingt möglich, aber das passt auch gar nicht zu ihm.
Der Rumpf sollte hinter dem Flügel länger werden, zugleich sollte das Seitenleitwerk größer werden. Es geht auch so wie im Plan dargestellt, aber inzwischen fliege ich lieber längere Hebelarme, die Wirkung ist besser. Hier im Forum haben wir uns mal konkrete Werte erarbeitet:
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?t=131227&page=5

Beim Huhn kommt allerdings erleichternd hinzu, dass die Randbögen zusätzlich zur Spurtreue beitragen, aber das Seitenleitwerk in der Funktion natürlich nicht unterstützen, sie sind ja starr. Darum hilft mehr Hebelarm und mehr Rudergröße.
Die Bremse funktioniert (so wie im Plan gezeichnet) nur schwach, und hat ein leicht aufrichtendes Moment. Das ist aber gut, der Vogel wird langsamer. Seitenruder unbedingt mit anlenken. Wenn Du Gewicht sparen willst, dann verzichte lieber auf die Bremse, als auf das Seitenruder.
Wenn Du das Seitenruder vergrößerst, dann setz -für die geteilte Version- noch 2-3 Diagonalrippen mehr in das Ruder, so wird es fester. Auch hier: Papierbespannung.
Quer / Höhenruderruder: die Servos in den Flügel setzen.

Unbedingt mit Papier bespannen, nur so erhält der Flügel genügend Steifigkeit. Ich habe sogar 2 Lagen verwendet: 2 durchgehende mit 21g/m², und dann die Zierstreifen darüber.
Baue passgenaue Teile, verwende leichtes Balsa und den Kleber sparsam.
Am Gummiseil ist es eine Freude das bunte Huhn steigen zu sehen, es erinnert eher an einen Heißluftballon, als an einen dynamischen Hochstart. Und die Kurven sind eine Show: erst kräftig mit dem Querruder schräg stellen, dann mit dem Höhenruder den Kreisdurchmesser bestimmen. Der Vogel dreht spektakulär im Zeitlupentempo um die Flügelspitze, und ist dabei völlig überziehfest.
Nimm Dir Zeit zum Erfliegen des Schwerpunktes, das bringt noch etwas Leistung.
Ohne Randbögen ist er wendiger und etwas schneller. Für Starkwind am Hang habe ich allerdings andere Flieger. Das Huhn ist recht bruchfest.

Viel Erfolg beim Bau.

Klaus.
 
Hallo Klaus,

Danke für die ausführliche Antwort und den hilfreichen Link, ich werde das Huhn bauen sobald ich Zeit dazu habe. Leicht bauen kann ich sehr gut, daher wird mein Huhn bestimmt stabil und dennoch leicht. Ob ich tatsächlich Papier nehmen werde, muss ich sehen wenn ich die Rohbauflächen in Händen halte. Ich würde lieber Folie nehmen. Um die Flächen mit dem dünnen Profil dennoch stabil genug hinzubekommen, könnte ich mir vorstellen Stripcaps aus CFK statt Balsaaufleimer auf die Rippen zu kleben.

Bei Gelegenheit werde ich mir den Plan bestellen und ausführlich studieren.

Gruß, Tim
 
Hallo Tim,

bist Du Dir sicher, dass Stripcaps aus CFK die Torsionskräfte abfangen? Irgendwie fehlt mir eine diagonale Aussteifung des Flügels, die im Falle von Papier ja durch die Bespannung entsteht.
Ich empfehle Papier, und das gleich zweilagig.

Beste Grüße
Klaus.
 

PIK 20

User
Was sind "Stripcaps"?

Danke schon für die Erklärung.

Heinz
 

UweH

User
Wir meinten das gleiche, nur hab ich mich verdrückt ausgekehrt ;) - sorry.

Den Flügel bekomme ich schon steif genug, aber ich muss erst mal den Bauplan vor mir haben. Ich könnte mir z.b. vorstellen die Beplankung der Rippen mit diagonal verlegtem Gewebe (von innen) zu verstärken. Man könnte auch über diagonale Halbrippen im Nasenbereich nachdenken.

Oder die Deluxelösung: Geodätische Rippenbauweise am ganzen Flügel!

Gruß, Tim
 
Ich habe mir gerade die Planbilder von Hejo angeschaut: sehe ich das richtig, das der Hauptholm keine Verkastung hat? Eine geschlossene D-Box wäre auf jeden Fall meine erste Maßnahme zum Aussteifen.

Wenn ich Rippenflächen baue, ist der Flügel ohne Verkastung immer sehr "labberig". Nachdem die Verkastung dran ist, hat man das Gefühl ein Bügelbrett in der Hand zu halten. Verkasten bringt sehr viel Stabilität bei wenig zusätzlichem Gewicht. Bei den dünnen Rippen könnte eine doppelte Verkastung vollkommen ausreichen. Dazu eine Bespannung aus Oracover light und feddich.

...ach wenn ich doch nur mehr Zeit hätte, ich würd sofort anfangen :cry:

Gruß, Tim
 
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