de Havilland Aeronautical Technical School T.K. 4: Baubericht

Hallo!

Nach einem Jahr Recherche und nochmal einem halben Jahr Bauplan zeichnen, gehts jetzt endlich mit Bauen los.

Trotz des Maßstabs von 1:4 ist der Flieger mit knapp 150cm Spannweite relativ klein. Das Original ist ein interessanter Flieger aus dem Jahr 1937. Da es ein Studentenprojekt war, ist die TK4 trotz der Verbindung zu de Havilland nahezu unbekannt. Im selben Jahr hat die TK4 unter großer Beachtung am Kings Cup teilgenommen und sich gegen die Mew Gulls und die Comet trotz wesentlich geringerer Motorisierung gut gehalten. Kurz danach ist sie bei der Vorbereitung für einen 100km-Rekordflug leider abgestürzt.

Viele Grüße, Timo
 

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Zuerst hab ich mangels großem Drucker und um den Weg zum Copyshop einzusparen viele DIN A4 Blätter zusammengeklebt. Der Aufbau erfolgt wie gewohnt komplett in Holz. Auch wenn es zum Zeichnen und Konstruieren länger dauert, damit macht das Bauen einfach am meisten Spaß.
 

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Hi,
noch besser als zur Comet passt der Winzling zur DH.91 Albatross:

39lg.jpg
Quelle: rafmuseum.org.uk

Schade, dass das Prinzip "kleinstmögliche Zelle für gegebenen Motor" fast nur Selbstmordgeräte hevorgebracht hat. Als Modell ist das zum Glück kein Thema.
Einen deutlich kreativeren Ansatz verfolgte die exakt zur gleichen Zeit entstandene Bugatti 100.

Viel Spass mit der hübschen kleinen Britin!

H.

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Anm. d. Moderators:

Baubericht einer BUGATTI 100 im :rcn:-Magazin!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Das Bild der Flieger ist klasse, sind übrigens beide aus Balsa- und Sperrholz. Die Formel 1 in Reno fliegt seit Jahrzehnten in derselben Größe wie die TK4. Klar ist ein kleiner Flieger immer kritischer, zur tatsächlichen Unfallursache konnte ich aber leider nichts herausfinden. Die Geschwindigkeit der TK 4 war dieselbe wie bei der Mew Gull, allerdings mit einem deutlich kleineren Motor. Das Ganze war schon gut durchdacht, als Rennflieger aber halt wie üblich am Limit.

Es geht weiter mit dem Bau der Fläche und des Seitenleitwerks. Ist eine ziemliche Puzzle-Arbeit gewesen. Ziel ist aber, dass alles für den Servo- und Fahrwerkseinbau vorbereitet ist wenn die Beplankung drauf kommt.
 

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Und es geht weiter mit der Beplankung. Die kommt vorerst nur im hinteren Bereich drauf damit der Flügel schonmal fest und verzugssicher ist. In der Flügelnase muss vor dem Beplanken noch das Brett für das Einziehfahrwerk eingepasst werden.
 

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Ejeturs

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Holzwürmer

Holzwürmer

Hallo Timo
tolle Arbeit, die Du da machst. Bitte weiter so berichten.
Bin auch Holzwurm.

Urs aus der Schweiz
 
Fahrwerk

Fahrwerk

Hallo Timo,

das von Dir verbaute Fahrwerk sieht gut und solide aus, wer ist denn der Hersteller oder woher beziehen?

Dank vorab für Deine Info.
 
Freut mich wenns euch gefällt. Holzbau ist doch einfach klasse.

Das Fahrwerk ist das ezf-030 von Kenner Einziehfahrwerke und mit dem elektrischen Antrieb noch neu. Werd testen wie es funktioniert. Ich hatte nur 20mm Platz in der Höhe und da ist die Auswahl klein. Ich habe bislang zwei Flieger mit dem absolut zuverlässigen Giezendanner, aber das ist für die TK4 zu dick. Von Herrn Kenner hab ich gebogenen Draht für ein Bugfahrwerk einer kleinen 2-Mot bekommen und der hält seit zwei Jahren bislang alles aus ohne sich zu verbiegen.

Das Seitenleitwerk ist fertig, die beiden Höhenleitwerkshälften zusammengeklebt, Randbögen vorbereitet und der Flügel jetzt komplett beplankt. Morgen kann ich dann den Flügel verschleifen, danach gehts mit den Rudern und Landeklappen weiter.
 

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Und weiter gehts mit der Nasenleiste. Die ist zweiteilig aufgebaut. Der erste Teil aus 3mm-Balsa ist schon dran (lässt sich mit den dümnnen Rippen besser vereschleifen als dickes Balsa). Jetzt kommt nochmal eine 5mm-Leiste drauf.
 

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Die Flächenhälften werden mit einem Stück Sperrholz im Holmbereich verbunden. Zusätzliche Festigkeit kommt später durch einen Glasfaserstreifen in der Flächenmitte. Die meiste Kraft dürfte bei diesem Flügel über die Beplankung gehen.
 

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Ich hab angefangen die Spanten auszusägen. Bin mal per Zufall darauf gekommen, dass sich Pappelsperrholz mit einem feinen Metallsägeblatt viel besser aussägen lässt. Die Sägelinie ist nur so breit wie die Druckerlinie und vor allem franst das Holz kaum aus. Was bei dünnen Teilen ein großer Vorteil ist, sollen ja nicht schon beim aussägen brechen. Besser Laubsägeblätter als die üblichen vom Baumarkt helfen ebenfalls.
 

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Mir ist wieder eine zweite Methode eingefallen um den Ausdruck auf das Holz zu bringen, das gute alte Bügeleisen. Klappt allerdings nur bei Kopien oder Laserdrucken.

Aus England habe ich dieses Wochenende eine Zeitschrift erhalten, in der zum Winter 2015 tatsächlich ein Artikel über die TK4 drin war. War ein Glückstreffer bei der Bildersuche von Google und hab dann den Verlag angefragt. Es sind einige tolle neue Bilder von der TK 4 drin sowie ein kurzer aber interessanter und gut recherchierter Text.
http://www.air-britain.com/archive.html

Ansonsten gehts jetzt endlich mit dem Rumpf los.
 

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Gratuliere, ganz cooler Flieger

Gratuliere, ganz cooler Flieger

Hallo Timo,

Da hast du ein tolles Projekt im Bau. Vielleicht machst du später einen Short-Kit daraus. Da wäre ich sicherlich ein Abnehmer.

Grüsse aus der Ostschweiz, Aldo
 
Rumpfbau Teil 2.

Die de Havilland Flieger sind eigentlich alle gut bekannt, aber da die TK4 ein Studentenprojekt war fehlt sie eigentlich in allen Flugzeuglisten von der Firma.
Teilesatz muss ich mal sehen wie ich das organisiere, am Bauplan bin ich aber schon dran. Fliegen muss sie halt erstmal. Auch wenn es im Prinzip nichts anderes als ein größerer Aircombatflieger ist, bleibt es trotzdem immer spannend ob alles passt und klappt.

Grüße, Timo
 

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