Der neue Tamiya Porsche 911(992) GT3 auf Chassis TT-02/4WD

Doof an dieser Nahaufnahme ist, dass jetzt jeder sieht wie schlampig ich abgeklebt habe (Übergänge neongrün > dunkelblau)😱.

Ich werde mich hüten etwas negatives über Deine Abklebkünste zu Schreiben.
Irgendwann mache ich hier auch einen Baubericht (natürlich mit meinen Helfern) wieder Publik, und da kommt auch Farbe ins Spiel.
Und dann wäre es ein Eigentor wenn es nicht Perfekt wäre.
Spoileralarm: Es wird bestimmt nicht Perfekt, denn ich bin Hobby Modellbauer und kein Profi.

Jetzt zum Elektromodul:
Ich nehme an, Du hast es mit Klettband befestigt damit es beim Lösen keine Farbschichten Löst.

Ich kann nur Sagen:

Weiter so.

Gruß,
Michael
 
Zu guter letzt noch ein paar Erklärungen und Fotos zum TT-02 Chassis.

Ich habe, wie auch schon bei meinen anderen Tamiya-Bauprojekten, hochwertige, einstellbare Öldruckstoßdämpfer von Yeah-Racing nachgerüstet. Das ist in jedem Fall eine lohnende Investition und wird von allen Experten als "must have" beschrieben. Der Vorteil dieser Öldruckstoßdämpfer ist, dass sie voll funktionsfähig sind, weil in der Höhe verstellbar und durch unterschiedliche Federn das Fahrzeug unterschiedlichen Anforderungen/Pisten angepaßt werden kann. Im Gegensatz dazu haben die Tamiya Stoßdämpfer zwar einen Ölkolben, aber der ist fake und nur mit Luft gefüllt. Die ganze Arbeit einer sinnvollen Dämpfung übernehmen bei Tamiya die 4 Federn.

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Neben den unvermeidlichen staub- und wasserdichten Metall-Kugellagern in der Nachrüstung, verbaue ich grundsätzlich den Servo-Saver von Yeah-Racing. Das geniale an diesem Servo-Saver ist, dass er z.B. Anfahrstöße, deren Kräfte über die Räder und das Lenkgestänge an das Servo übertragen werden, schlichtweg abfedert. In dem eigentlichen Servoarm, in meinem Fall aus grau eloxiertem Alu, ist eine Feder verbaut. Eine wirklich sensationelle Erfindung, die mein digitales und wasserdichtes 6kg Lenk-Servo vor ungewolltem Zahnausfall schützt.

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Das liegend verbaute Lenkservo wird genutzt, um darauf den Empfänger zu platzieren. Ich habe den Empfänger mit Klett befestigt und nicht wie von Tamiya vorgesehen, mit doppelseitigem Klebeband.

Zwischen Lenkservo und Antriebsmotor ist ausreichend Platz, um den von Tamiya im Bausatz mitgelieferten 70A Carson-Bürsten-Regler zu befestigen (diesmal mit doppelseitigem Klebeband). Wie auch schon bei meinen früheren Projekten habe ich alle Original Tamiya-Stecker am Regler entfernt und gg. Goldstecker-/Buchsen getauscht. Motorseitig 3,5mm und Akkuseitig 4mm.

Mittig zwischen Motor, Regler, Lenkservo und Antriebs-Akku ist die blaue Alu Kardanwelle mit jeweils 1 Aufnahmeschaft, ebenfalls aus Alu zu erkennen. Das Teil stammt ebenfalls von Yeah-Racing und wird genauso wie die Kugellager und die Öldruckstoßdämpfer von allen Experten als "zwingend notwendiges Austauschteil" beschrieben. Warum? Die von Tamiya mitgelieferte Kardanwelle ist aus einem relativ weichen Kunststoff. Bei längeren Vollgasfahrten wird es im Chassis warm und das Kunststoff der Kardanwelle wird noch weicher. Es entstehen Unwuchten und irgendwann zerreißt es die Aufnahmeschäfte, oder die Kardanwelle löst sich aus einer der Aufnahmen.

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Ein Foto vom Heck mit Öldruckstoßdämpfern und den lackierten Kunststofffelgen incl. der verklebten Semi-Slicks.

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Aus meiner Sicht ist eine aktive Kühlung am 540er Bürstenmotor ebenfalls unverzichtbar. Der Motor zieht relativ wenig Strom, sodass mit einem 3000er SUB-C NiMh ausgiebige Vollgasfahrten möglich sind. Unangenhmer Nebeneffekt - der Motor wird ziemlich heiß (deshalb auch die Sticker im Decalsatz - "Warnung vor Hitze"), was im besten Fall dazu führt, dass der Regler abschaltet, oder im schlimmsten Fall den Motor abrauchen läßt.
Ich habe mich für eine aktive Kühlung durch einen Lüfter entschieden. Der Lüfter wird durch die Alu-Halterung unterstützt, auf der der Lüfter montiert ist. Beides wird einfach nur auf das Motorgehäuse aufgesteckt. Ich habe den Lüfter direkt über den Gehäuseschlitz des Motors platziert, um die Kupferdrahtwicklungen so gut wie möglich mit Frischluft zu versorgen.

Theoretisch schließt man den Lüfter per BEC-Stecker direkt am Kanal 3 des Empfänger an. Ist der Empfänger mit Strom versorgt, brummt der Lüfter und macht, was er machen soll. Der eine oder andere will das aber vielleicht garnicht. Dafür habe ich einen RC-switch zwischen Lüfter und Empfänger geschleift. Kanal 3 ist an den Pistolen-Fernsteuerungen ein Schaltkanal. Damit kann ich den Lüfter jederzeit bei Bedarf einschalten und genauso auch wieder ausschalten.

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Das Chassis in der Totalen fotografiert. Zu sehen sind u.a. auch die 4 Karosseriehalter. Um die aufwendig lackierte Karosserie vor Kratzschäden zu schützen, habe ich auf den 4 unteren Klammern jeweils eine Schaumstoff-Scheibe gelegt. Das ist keine Erfindung von mir - die Schaumstoff-Scheiben sind im einschlägigen Handel erhältlich.

Und weil ich ein schlechter "Rückwärtsfahrer" bin, habe ich hinten vorsorglich auch noch einen Schaumstoff-Bumper verbaut.

Morgen gibt es dann Fotos vom "leuchtenden Porsche 911/GT3"😎

Der "Schwabe mit dem Pfeil", mein Schatten bei den RC-Cars - der liebe Michael hat das Fehlen meiner detaillierten und bebilderten Erläuterungen beim Zusammenbau des Fahrgestells angemerkt.

Ich wollte die vielen Mitlesenden nicht mit dem Zusammenbau eines TT-02 Chassis langweilen. Bei diesem Chassis geht es wirklich nur darum für max. 1 Stunde aufmerksam zu sein, wenn es um den Zusammenbau und die Montage der beiden Differentialgetriebe geht. Alles weitere, wie vordere und hintere Querlenker, Stoßdämpfer, Lenkung und Kleinzeug, ist wirklich pillepalle und stellt auch für den Anfänger keine Herausforderung dar.

Ich habe das fahrfertige Chassis an 2 Nachmittagen a 3 Stunden zusammen gebaut und es gibt freaks, die es angeblich in der Hälfte der Zeit machen.

Sollte dennoch jemand unter den Mitlesenden sein, der gerne ein paar detaillierte Auskünfte zu einer bestimmten Baugruppe haben möchte, dann ist hier im Forum der beste Platz, um seine Fragen loszuwerden, oder mich direkt anzusprechen. Am liebsten nicht per PN, damit alle etwas von der Kommunikation haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Jetzt zum Elektromodul:
Ich nehme an, Du hast es mit Klettband befestigt damit es beim Lösen keine Farbschichten Löst.

Meine Beschreibung im Original-thread zu Deiner Frage:

Ich halte in bestimmten Situationen von diesem doppelseitigem KLebeband nicht sehr viel, weil im Bedarfsfall, z.B. beim Lösen des Moduls, sehr viel kaputt machen kann. Unter Umständen zieht man den Lack zusammen mit dem Modul ab.

Mist - hätte ich schreiben müssen "anstelle doppelseitigem Klebeband habe ich Klett verwendet". Gut aufgepaßt Michael👍
 
Es gibt in meinem bundesweiten Freundeskreis verschiedener Modellbauer-Fraktionen tatsächlich einige, die nicht bei RC-network angemeldet sind, dafür aber 24 Stunden in diversen Social-medias rumposten, oder in WhatsApp-Gruppen aktiv sind. Da hat sich rumgesprochen, dass ich gerade an diesem protzigen Porsche 911/GT3 arbeite. Die Bitte war, dass ich eine Neubauvorstellung bei Youtube einstelle. Mal schaun wie schlecht das Wetter in der kommenden Woche wird. Kann gut sein, dass ich dieser freundlichen Bitte nachkomme.
 
Hallo Ingolf,

als stiller Mitleser wollte ich dir gerne Danke für deine tollen Bauberichte sagen.

Durch dich habe ich auch Lust bekommen mal ein Tamiya TT-02 Modell zusammen zu bauen. Betreibe eigentlich mehr Modellflug.

Eine Frage:
Hast du mal die Spurverbreiterung getestet? Bei mir passen die Radmuttern dann nicht mehr weil das Gewinde von den Radmitnehmer dann zu kurz wird.

Danke und viele Grüße
Maik

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wir würden Deine Autos auch gern mal auf der Straße sehen

welche meinst Du?

Spaß beiseite - Du hast gerade eine meiner Schwachstellen öffentlich gemacht, lieber Ragnar. Ich baue viel zu viel und fahre viel zu wenig. Aber das war bei mir schon immer so - ich baue lieber, als das ich fahre, oder schwimmen lasse.
Der Lancia war 1 Woche nach Fertigstellung in den Händen eines neuen Besitzers und der GT3 wird auch in Kürze einen Fan finden, der gerne und viel fahren möchte.

Ich versuche meine Frau seit mehr als 1 Monat davon zu überzeugen mit mir in der Abenddämerung auf den LIDL-Parkplatz zu gehen, um vom Lotus Europa ein Video zu machen, weil es einfach cool ausschaut so einen 1:10er mit LED Beleuchtung in der Dämmerung zu fahren. Bis heute hat sich meine Frau erfolgreich meiner Idee widersetzt. Ich bleibe dran😍
 
Hast du mal die Spurverbreiterung getestet? Bei mir passen die Radmuttern dann nicht mehr weil das Gewinde von den Radmitnehmer dann zu kurz wird.

Hallo Maik,

das ist ja mal ein cooles Chassis. Super!! Du hast aber gleich ganz tief in die Kiste gegriffen und auf brushless umgerüstet!!?? Und Du hast auch weitestgehend die empfohlenen Tuningmaßnahmen umgesetzt wie ich sehe.

Was sitzt da auf dem Lipo? Ist das ein GPS-Modul für die TopSpeed-Messung?

Jetzt aber zu Deiner Frage: Ich hatte auch vor die Spurverbreiterung zu testen, bin aber am selben Problem gescheitert wie auch Du.

Auf Seite 18 der Bauanleitung wird die bauliche Maßnahme für eine Verbreiterung der Hinterachse beschrieben. Die beiden Radachsen C3 sollen gegen 2 längere Radachsen mit der Typenbezeichnung C6 ausgetauscht werden. In meinem Bausatz gibt es aber keine 2 alternativen Radachsen mit der Nummer C6. Und ja, Du hast Recht. Die breiten Radaufnahmen auf C3 drauf stecken bringt nichts, weil Du dann die Radmutter nicht mehr befestigen kannst.

Möglicherweise sind diese beiden Radachsen C6 Zukaufteile, die man über den Handel erhält. Z.B. bei Tamico.
 
Moin Ingolf,

ich war erst am zögern, habe mich dann aber doch für den fuffi mehr für brushless entschieden.
Richtig, dass ist ein GPS Modul womit man TopSpeed über eine Handyapp messen kann.
Mit ein 2s Lipo habe ich 36kmh gemessen. Reicht mir völlig.
3s mag ich die Differentialgetriebe nicht zumuten.
Karosserie bin ich noch nicht mit angefangen. Audi quattro RallyeA2 soll es werden.

Gruß Maik
 
Mit ein 2s Lipo habe ich 36kmh gemessen. Reicht mir völlig.
Würde mir auch reichen. Was ich aber interessant finde. Racersparadise liefert ein Bürsten-TuningSet mit garantierten 45 km/h an. Könnte interessant für alle sein, die den nackten TT-02 Bausatz kaufen und die Antriebs- und Tuning-Komponenten selbst nach eigenen Wünschen und Vorstellungen zusammenstellen wollen.


Bei Racersparadise habe ich auch die beiden langen Radachsen C6 für die Spurverbreiterung gefunden:


Ich würde mich freuen, wenn Du demnächst die Karo bearbeitest, lackierst und schick machst und wenn Du uns mit ein paar Fotos teilhaben läßt.

Für mich sind die RC-Cars auch nur ein "Neben-Kriegssschauplatz". Ich komme von den Schiffsmodellern und baue die letzten 10 Jahre bevorzugt Powerboote (elektrisch). Bei diesen Bauten verwende ich nur hochwertigste Materialen - in aller Regel Carbon. Und selbstredend ausschließlich brushless SetUps. Deshalb gehen mir die vielen Plastikteile bei Tamiya so langsam auf die Nerven. Insbesondere dann, wenn Du eine Schraube rausdrehst, um sie erneut zu verschrauben. Das selbstschneidende Gewinde ist dann oftmals bereits dermaßen ausgeleiert, dass Du die Schraube mit dem Fingernagel eindrehen kannst.

Mangels Werkstatt sind die RC-Cars für mich eine gute Möglichkeit die neu gewonnene Freizeit auszunutzen und um auch am Schreibtisch arbeiten zu können. Kein Schleif- und Bohrstaub, keine Batzerei mit Epoxid, keine Platzprobleme.
Deshalb denke ich gerade drüber nach mal etwas wirklich hochwertiges und schnelles zu bauen. Also ein Chassis im Materialmix Alu/Carbon zum Beispiel. Und dann natürlich mit einem 2S BL-SetUp. Mal schaun, was ich am Markt finde!!??
 
Hi !

Meinen Tamiya Gruppe C haben wir schon Ende der 90er mit LRP Komponenten (alles Bürste) auf 72km/h gestoppt, der F1er von meinem Bruder kratzte an den 90km/h.
Von da her sollten die 45km/h heutzutage sehr gut drin sein.

Zu den Schrauben - Bei meinem Renn- M-Chassis(VW Käfer mit heißem LRP Setup) habe ich einfach mittelfeste Schraubensicherung verwendet. Empfiehlt sich generell, alle Schrauben so zu sichern, damit sie sich nicht losvibrieren. Insbesondere alles, was Lenkung und Antrieb betrifft.

Viele Grüße,
Sebastian
 
Die LED`s sind verbaut und die Kabel innenseitig mit Tape gesichert. Ebenso wie all der Kabelsalat um den Empfänger herum mit Kabelbindern gekürzt wurde (aufgeräumt).

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Meinen Tamiya Gruppe C haben wir schon Ende der 90er mit LRP Komponenten (alles Bürste) auf 72km/h gestoppt,

Das ist so ein Speed mit dem ich mich anfreunden könnte. Auf dem Wasser fahre ich um die 150km/h - da darf es auf dem Asphalt auch gerne ein bisschen mehr sein.

Die Tamiya C11 Karo ist wunderschön. Ich komme allerdings von diesen semiscale Karossen gerade etwas ab. Ich liebäugele eher mit den 1:12er Flachbahnern. Z.B. von Kyosho, Serpent oder Schumacher in Kombination mit einem giftigen BL-SetUp.
 
Du musst ein bisschen schauen, was du für eine Strecke hast. Die schnellen 2WD sind eher was für die Teppichhalle.
Für draußen würd ich inzwischen als Glattbahner immer 1:10 mit Allrad empfehlen.
Zum Rumbolzen ohne Anforderungen an Präzision hab ich aber noch einen 1:18er Buggy von WLToys - ist ziemlich lustig.. Vom Fahrverhalten aber nicht mit einem 1:10er zu vergleichen
 
Wenn 1:12er, dann 4WD. Aber so weit ist es noch nicht. Im Moment ist noch Kopfkino angesagt. Am Ende kann es auch wieder ein 1:10er sein, eventuell sogar ein Race-Buggy von Schumacher. So einen hatte ich mal an meiner Pistole in Kombination mit einem Lehner-Motor und an 3S.

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Die Antriebsumsetzung mit den Zahnriemen finde ich sehr spannend.
Laufen sicher sehr leise. Aber an der Vorderachse sehe ich keine Antriebwellen.
Oder bin ich blind?
 
Hallo Ragnar,
man sieht sie sehr schlecht, sind aber da.
Die Welle verläuft direkt unterhalb der Spurstange.
Man sieht sie ein kleines Stück oberhalb der Spurstange.
Da wo die Mutter ist.

Gruß,
Michael
 

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