Der Turbo-Jart ein erster Versuch ...

Hallo Peter,

überziehe Dein Urmodell mit 49 g Gewebe, aufgebracht mit leicht verdünntem Epoxydharz.
Nach dem Aushärten nur Überlappungen des Gewebes verschleifen, dann Spritzfüller drauf und erst
danach verschleifen.
Durch den Überzug mit Gewebe und Harz werden alle Lunker in der Oberfläche aufgefüllt.
Eine Gewichtszunahme spielt beim Urmodell ja keine Rolle.

Viele Grüße
Wolfgang
 

Kyrill

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Es geht mühsam weiter...

Es geht mühsam weiter...

Da ich beim Schleifen ja bislang 2 Mal an einigen Stellen bis zum Gewebe durchgeschliffen hatte (ich übe ja noch :D), hängt er nun bereits zum 3. Mal wie ein Fisch an der Decke und wurde erneut mit thixotropiertem und eingefärbtem Epoxy eingerollert. Der Letzte Schliff mit 300er und 600er Nass sah aber schon sehr vielversprechend aus. Weil immer noch Gewebe sichtbar war habe ich ihn erneut gespachtelt und beschichtet.

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Horbach

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Hi Kyrill,

ich hab letzten Winter auch zwei Jarts gebaut (Urmodell, Urform, Flügel nach Phil Barnes Methode), extra für den Urlaub an der Britischen Küste. Leider war das Wetter zu gut (=>Sonnenschein und Windstille) als dass ich mit denen zum Fliegen gekommen wäre :cry:

Damit ich mit den Dingern auch sonst zum Fliegen komme, habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, einen mit Impeller zu bauen. Also Skizzen und ein bisschen am Antrieb herumgerechnet. Allerdings aus Zeitgünden wieder verworfen. Bin gespannt, wie du das löst :)
 

Kyrill

User
Hi Kyrill,

ich hab letzten Winter auch zwei Jarts gebaut (Urmodell, Urform, Flügel nach Phil Barnes Methode), extra für den Urlaub an der Britischen Küste. Leider war das Wetter zu gut (=>Sonnenschein und Windstille) als dass ich mit denen zum Fliegen gekommen wäre :cry:

Damit ich mit den Dingern auch sonst zum Fliegen komme, habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, einen mit Impeller zu bauen. Also Skizzen und ein bisschen am Antrieb herumgerechnet. Allerdings aus Zeitgünden wieder verworfen. Bin gespannt, wie du das löst :)
Es wird auf alle Fälle ein Testobjekt. Erst mal will ich eine Form für den Rumpf herstellen. Dann werde ich einen ersten Jart flugfertig aber zusätzlich mit Seitenruder als Segler aufbauen. Flächen auch in Mylarmethode. (Seitenruder wegen der Möglichkeit zum Gummiseilstart). Dann Testflüge anstellen mit dem Gerät um sich an die grundlegenden Flugeigenschaften zu gewöhnen.
Dann werde ich meinen 70er billig Impeller zunächst als Huckepackdüse hinter die Haube auf den Rumpfrücken montieren und mit der Anstellung derselben herumprobieren.
Wenn das einigermassen klappt werde ich einen Rumpf versuchen mit eingebauter Düse hinter den Flächen. Einlauf beidseitig, Auslauf ebenso auch wenns Leistung kostet. Sie soll ja das Ding zunächst nur oben halten bez. wieder zurückbringen. Soweit zum Plan der nächsten Schritte.

Schade das du nicht fliegen konntest, mich würden auch ein paar Tipps zum Flugverhalten interessieren. Selber hab ich den Jart ja auch noch nicht geflogen.

Wie schwer sind denn Deine Jarts und wie hast du den Rumpf aufgebaut, Material, Lagen etc? Hast du das Profil belassen oder auf ein RG gewechselt?
 

Kyrill

User
Das Chameleon hat schon wieder die Farbe gewechselt:

Erst grau mit Füller:
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Dann gelb mit Lack:
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Dann noch mal mit 600er geschliffen und poliert:
2014-02-24 19.46.06.jpg

Und dann habe ich die Haubenkontur eingeritzt.
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Jetzt wird als nächstes ein Abguss der Haubenform gemacht, bevor der Rumpf dann an der angerissenen Kante aufgetrennt wird um die Sicke für die Haube anzuformen. Dazu brauche ich aber eine fertig laminierte Haube aus der Form. Also sind erst wieder einige Zwischenschritte notwendig bis ich weiter arbeiten kann.
 

Kyrill

User
Rahmen für die Haubenform...

Rahmen für die Haubenform...

Heute habe ich den Rahmen für die Haubenform zusammen geschraubt:

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Das Holz werde ich noch mit Paketband überkleben auch an den Stirnseiten für bessere Trennung später und dann die Spalten mit Knete zuschmieren. Dann Grundierwachs, PVA und abformen mit Formenharz, Kupplungsschicht aus Glasfaserschnipseln und dann Epoxy und Glasgewebe.
Die Matten will ich an dem Formkasten außen enden lassen, sodass ringsum eine rechtwinklig zur Form stehende Wand entsteht. (So denke ich mir das später bei der Rumpfform auch.)

Fragen an das Forum dazu:
Ob das eine ausreichende Stabilität für die Form verspricht? Oder muß ich da noch andere Verstärkungen hineinlaminieren? Ich dachte an 1 x 80er und 4 x 320er Gewebe für den Lagenaufbau. Abwechselnd um 45 Grad verdreht. Das Material habe ich da, eine Lage mehr ist aber durchaus auch möglich.
 

Kyrill

User
So ging es gestern und heute weiter...

So ging es gestern und heute weiter...

Gestern 2x gewachst mit Grundierwachs, gewartet, poliert, heute dann PVA gepinselt, wieder gewartet.

Dann 2 Lagen Formenharz in stündlichem Abstand gepinselt und mit Glasschnitzel beflockt. Dann laminiert. 80, 163, 300, 300, 300, 300, 163, 80

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Horbach

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Es wird auf alle Fälle ein Testobjekt. Erst mal will ich eine Form für den Rumpf herstellen. Dann werde ich einen ersten Jart flugfertig aber zusätzlich mit Seitenruder als Segler aufbauen. Flächen auch in Mylarmethode. (Seitenruder wegen der Möglichkeit zum Gummiseilstart). Dann Testflüge anstellen mit dem Gerät um sich an die grundlegenden Flugeigenschaften zu gewöhnen.
Dann werde ich meinen 70er billig Impeller zunächst als Huckepackdüse hinter die Haube auf den Rumpfrücken montieren und mit der Anstellung derselben herumprobieren.
Wenn das einigermassen klappt werde ich einen Rumpf versuchen mit eingebauter Düse hinter den Flächen. Einlauf beidseitig, Auslauf ebenso auch wenns Leistung kostet. Sie soll ja das Ding zunächst nur oben halten bez. wieder zurückbringen. Soweit zum Plan der nächsten Schritte.

Schade das du nicht fliegen konntest, mich würden auch ein paar Tipps zum Flugverhalten interessieren. Selber hab ich den Jart ja auch noch nicht geflogen.

Wie schwer sind denn Deine Jarts und wie hast du den Rumpf aufgebaut, Material, Lagen etc? Hast du das Profil belassen oder auf ein RG gewechselt?
Aufbau hast du ja mal per PM gekriegt. Ich poste zumindest hier keinen meiner Rumpflayups, da nicht aussagekräftig. War ja auch mein
Erstlingsobjekt. Ich hab vorallem im Flächen- und Nasenbereich auf viel Stabilität geachtet und nicht aufs Gewicht. Flächenaufbau mit 160g Carbon Diagonal und 170g UD und 6mm Balsasteg im Kern scheint mir sehr hart, Druckfest und leicht geworden zu sein. Kann man natürlich auch leichter machen, wird dann aber sehr viel teurer.
Für die Flächenstahlaufnahme habe einen rechteckigen Ausschnitt in den Kern geschnitten, das entfernte Stück etwas kleiner geschliffen, mit Klebband und Trennmittel umwickelt und in einem Carbonschlauch geschoben gleich mit den Flügellagen in den Sack geschoben. Nach der Härtung wieder herausgezogen und das Röhrchen für den Flächenstahl später mit Harz & microballoons passend in die Öffnung geharzt.

Profil ist das S 6062, mit dem habe ich meine Flügel gebaut. Allerdings liegen noch Kerne mit einem Ayers DA7017 herum. Das RG14 mag die Re-Zahlen am Flügelende nicht so, wenn ich mich richtig erinnere an meine Profili-Experimente. Gewogen habe ich meine Jarts sicher mal, aber ich habs nicht notiert und kann keine Zahlen liefern.

Beim Canopy habe ich auch keinen Rahmen gebaut. Da hab ich einfach Glasreste darübergelegt, bis es nach Gefühl dick genug war. Hat prima geklappt.
 

Kyrill

User
Die Haubenform ist fertig...

Die Haubenform ist fertig...

Heute wurde die Haubenform fertig:

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Nun kann ich die erste Test-Haube laminieren damit ich damit die exakte Haubenkante in den Rumpf formen kann. Dazu wir der Rumpf an der Linie aufgeschnitten und dann die Sicke mit Hilfe der Testhaube angeformt.
 

Kyrill

User
Erste Probehaube fertig...

Erste Probehaube fertig...

Die erste Haube ist fertig allerdings erscheint sie mir zu weich.

Sie fühlt sich an als wäre sie aus 0,5 mm Tiefziehmaterial ohne Rahmen. Ist das normal? Wie Dick laminiert ihr Hauben? Mit welchem Lagenaufbau? Bevor ich die Sicke am Rumpf herstelle muß ich das wissen...

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Kyrill

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Haubensicke am Rumpf...

Haubensicke am Rumpf...

Nach einer wunderschönen Motorradfahrt bei dem super Wetter bin ich doch noch 1,5 Stunden im Keller verschwunden und habe die Haube vom Urmodell mit dem Drehmel abgeflext und mit dem heißen Draht vom XPS-Kern abgeschnitten. Dann an der angekratzten Linie glatt verschliffen und die abgeflexte Haube auch noch der Länge nach auf der Bandsäge einmal durchgeschnitten, damit sie auch in der Breite schmaler wird. Dann das ganze mit einer 163er Gewebelage und Epoxy wieder zusammen und aufgeklebt. Gute Nacht bis morgen Abend...

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Kyrill

User
Ein Rückschlag im System...

Ein Rückschlag im System...

Die Arbeiten gingen zu nächst wie geplant weiter:

Zunächst die Haube richtig anpassen mit Epoxyspachtel über Nacht. Dazu die Haube innen mit Paketband beklebt und mit PVA getrennt. Epoxy mit Glasbubbels als Spachtel angerührt und auf die Haubenkante aufgebracht, danach fixiert.
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Ergebnis:
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Dann das Abtrennen der ganzen Geschichte, so dass ein Rand von ca 8 mm stehen bleibt.
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Nach überlaminieren von 2 Lagen 163 Gewebe und spachteln, wollte ich diesen Teil mal eben mit 1 K Sprühspachtel einsprühen und habe dabei natürlich auch etwas über die Kante weg gearbeitet ohne zu bedenken, dass der gelbe 1 K Lack sich nicht mit dem Sprühspachtel vertragen könnte... Das Unglück nahm also seinen Lauf in Form von Schrumpelhaut des gelben Lackes. So ein Sch...
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Also zunächst die befallenen Stellen abgeschliffen. Bei nächster Gelegenheit werde ich wohl den kompletten Rumpf noch einmal bis aufs Epoxy runterschleifen.
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Gelernt: 1 K Lack auf Sprühspachtel geht gut. Umgedreht aber nicht!
 
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