der Weg zu den Vergaser-Einstellschrauben

TinoE

User
Hi,

bei jedem Verbrenner stehe ich vor der Frage, wie der Weg zwischen Motorhaube und Vergaser-Einstellschrauben gestaltet werden könnte, dass der lange Schraubendrehen sicher die H- oder L-Schraube trifft. Insbesondere bei laufendem Motor ist das sehr schwierig oder teilweise unmöglich.
An einem Modell hatte ich das mit zwei Messing-Röhrchen gelöst, die ich an den Motor-Spant geklebt habe. Leider gibt es diese Möglichkeit nur selten.

Wie macht ihr das? Habt ihr Bilder?

Danke für die Anregungen.

Gruß

Tino
 
Ich habe es so gelöst, dass ich eine Hülse über den Schraubenzieher mache (kleines Alurohr) die über die Nadeln passt.
So kann ich durch ein kleines Loch in der Haube den Schreibendreher aufsetzen, den Motor anschmeißen und dann die Nadel einstellen.
 

Griffon

User
Hallo Tino
Ich montiere Kunststoffrohre je nach Anordnung der Vergaser genau vor die Einstellschrauben oder eben auch ein wenig über die Einstellschrauben. Verkleben tu ich die Röhrchen innwendig mit der Motorhaube. Funktioniert dann sehr gut.
Gruss René
 

roky62

User
Vergaser Einstellung

Vergaser Einstellung

Hi,

bei jedem Verbrenner stehe ich vor der Frage, wie der Weg zwischen Motorhaube und Vergaser-Einstellschrauben gestaltet werden könnte, dass der lange Schraubendrehen sicher die H- oder L-Schraube trifft. Insbesondere bei laufendem Motor ist das sehr schwierig oder teilweise unmöglich.
An einem Modell hatte ich das mit zwei Messing-Röhrchen gelöst, die ich an den Motor-Spant geklebt habe. Leider gibt es diese Möglichkeit nur selten.

Wie macht ihr das? Habt ihr Bilder?

Danke für die Anregungen.

Gruß

Tino

Hallo Timo

Machst du in die Motorhaube Löcher um den Vergaser einstellen zu können:confused:

Also das erinnert mich an Methanol Motoren die man das öfteren mal nach regulieren muss :mad:
Bei meinen Benzin Motoren ( ZG, MVVS, OS, 3W) ist das meiner Erfahrung nach nicht notwendig.
Ich habe mehrere Modelle seit einige Jahre in betrieb ohne etwas an der Vergaser Einstellung ändern zu müssen.
Ich habe auch schon Membranen Sätze gewechselt und musste danach an der Vergaser Einstellung nichts ändern.
Also ich mache mir die Arbeit in der anfangsfase eines Models ein Paar Mal die Motorhaube zu
demontieren bis dann die richtige Einstellung gefunden ist, ist mir lieber als Zugänge in die
Motorhaube zu Schneiden oder zu Bohren.

Natürlich kann man sich Lösungen zu deiner Frage einfallen lassen, aber ich sehe da kein
Notwendigkeit ein Problem zu lösen wo keins ist;)

PS: Und an einen Laufenden Motor schrauben zu wollen halte doch für die Gesundheit etwas ungünstig.

Gruß
Holger
 
Hallo Tino,

für meine Methanoler hab ich Löcher in den Hauben, verwende diese allerdings kaum. Der Motor wird ohne Haube eingestellt, und diese Einstellung bleibt üblicherweise so. (Ich geh allerdings nie im Winter fliegen. Da müsste man dann wohl nachregeln).

Grüße
Andi
 

TinoE

User
na ja, mein bisheriger Stand war, dass auch ein Benzin-Motor bei komplett montiertem Modell eingestellt wird. Inkl. Kabine und Motorhaube. Ohne Haube hat man andere Strömungsverhältnisse und Temperaturen am Motor.

Klar sollte man Motor aus, Schraube drehen, Motor an, messen, Motor aus, Schraube drehen, Motor an, ... usw. bis es passt.
Ist halt sehr aufwändig. Daher die Einstellung bei laufendem Motor. Und gefährlich ... na ja, der Vergaser sitzt am hinteren Ende des Motors, also - je nach Motor - 10 - 20 cm hinter dem drehenden Propeller. Bei den Methanolern war das viel viel enger.
 
Hi!

Gerade in der Einlaufphase muss ich meine Motoren öfter nachregulieren.
Wenn ich im Urlaub auf anderen Plätzen fliege ebenfalls gelegentlich, sowie bei Verwendung eines anderen Props.

Von da her sehe ich keinen Fehler darin einen Zugang zu den Einstellnadeln zu schaffen.
Man kann da dran, muss es aber nicht zwingend.
 
Düsennadelverlängerung

Düsennadelverlängerung

Hallo.
Ich stehe oder stand vor dem gleichen Problem. Ob es nun nötig ist oder nicht, sei mal dahin gestellt. Bei neuen Motoren sicher sinnvoll.
Ich habe mir jetzt folgende Lösung ausgedacht und auch an mehreren Modellen ausgeführt. Theoretisch funktioniert es. Ob es in der Praxis hält, wird sich im Frühjahr zeigen.
Ich habe ein 4mm Aluröhrchen passend auf Länge geschnitten und an beiden Enden mit der Zang platt gedrückt. Ein Ende habe ich dann in den Schlitz der Einstellschraube gesteckt. Um die Einheit dauerhaft miteinander zu verbinden, habe ich das Röhrchen und die Schraube mit Schrumpfschlauch überzogen und mit Heissluftfön geschrumpft. Damit der Schrumpfschlauch nicht von der Schraube rutscht, habe ich ihn soweit über den Schraubenschaft geschoben, dass er so grade bis aufs Gewinde reicht. Die Spiralfeder habe ich auf einer Seite minimal geweitet. Sonst passt sie nicht über den Schrumpfschlauch. Zwischen Motorhaube und Schraube sollte noch eine Führung angebracht werden wegen Vibrationen.
Ob es on der Praxis funktioniert, weiß ich noch nicht.
 
Das wird sicherlich funktionieren. Nur - bei einem Benzinmotor halte ich eine Einstellung bei laufendem Motor für nicht gut, ob man nun mit einem Schraubenzieher die Vergaserschrauben findet oder auch nicht. Einerseits ist das recht gefährlich, andererseits ist eine Feineinstellung bei stehendem Motor einfacher. Im Gegensatz zu einem Methanolmotor kann es sich bei einem Benzinvergaser als notwendig erweisen die eine oder andere Vergaserschraube nur um 1/8, oder 1/16 Umdrehung zu korrigieren. Bei einem stehenden Motor ist sowas kein Problem, bei laufendem Motor evtl. schon. Und ein Benziner springt in der Regel, wenn er denn gerade gelaufen ist, beim 1. oder 2. Schlag auf die Luftschraube wieder an. Was hat man also davon Experimente an den Vergaserschrauben bei laufendem Motor zu machen?

Gruß Jochen
 
Sorry, also wir stellen eigentlich immer bei laufendem Motor ein... damit hatten wir eigentlich noch nie ein Problem... so lang man nicht von vorne um die Luftschraube rum greift ist doch alles easy!
 
Ich habe auch kein Problem damit. Ich stelle meine Motoren immer während*des Laufens ein. Dann kann man besser hören. Man sollte das Modell nur ordentlich gegen losfahren sichern.
Ich brauche jetzt zum Einstellen nicht mal Werkzeug. Durch das platt gedrückte Aluröhrchen, das nur ein paar Milimeter aus der Haube guckt, kann ich von außen leicht mit der Hand einstellen und sehe auch, wie viel ich gedreht habe.
Wie gesagt, der eine hält es für sinnlos, der andere, so wie ich, möchte gerne diese Möglichkeit haben.
Gruß Ralf
 

BNoXTC1

User
Also was soll daran gefährlich sein?! Die leute haben wohl noch nie methanoler eingestellt :D

Ich habe leider noch keine Lösung gefunden, mit der ich leben kann :/
 
"Früher" haben wir das pragmatisch so gemacht.....
- dicke Kugelschreiberfeder über die Vergaserschraube gezogen
- passendes Röhrchen, das stramm in der Feder sitzt ins andere Ende der Feder gezwängt
- fertig.

Alternativ
- Schweissdraht an einem Ende plattgeklopft
- in die Schraube hartgelötet
- fertig

Hat auch bei Schütteltonis gehalten, beides.
 
Hallo.
Ich stehe oder stand vor dem gleichen Problem. Ob es nun nötig ist oder nicht, sei mal dahin gestellt. Bei neuen Motoren sicher sinnvoll.
Ich habe mir jetzt folgende Lösung ausgedacht und auch an mehreren Modellen ausgeführt. Theoretisch funktioniert es. Ob es in der Praxis hält, wird sich im Frühjahr zeigen.
Ich habe ein 4mm Aluröhrchen passend auf Länge geschnitten und an beiden Enden mit der Zang platt gedrückt. Ein Ende habe ich dann in den Schlitz der Einstellschraube gesteckt. Um die Einheit dauerhaft miteinander zu verbinden, habe ich das Röhrchen und die Schraube mit Schrumpfschlauch überzogen und mit Heissluftfön geschrumpft. Damit der Schrumpfschlauch nicht von der Schraube rutscht, habe ich ihn soweit über den Schraubenschaft geschoben, dass er so grade bis aufs Gewinde reicht. Die Spiralfeder habe ich auf einer Seite minimal geweitet. Sonst passt sie nicht über den Schrumpfschlauch. Zwischen Motorhaube und Schraube sollte noch eine Führung angebracht werden wegen Vibrationen.
Ob es on der Praxis funktioniert, weiß ich noch nicht.

Nach nun fast einer ganzen Saison kann ich behaupten, dass meine Lösung dauerhaft funktioniert und auch fest sitzt. Als Werkzeug benutze ich eine kleine Spitzzange. Damit kann man die eng zusammen liegenden Röhrchen besser drehen.
Der einzige Nachteil ist, wenn mal die Haube abgenommen werden muss. Da muss man dann etwas vorsichtig hantieren, damit die Röhrchen nicht verbiegen.
Gruss Ralf
 
Bilder

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So hab ichs gemacht
 

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Ripp

User
der Weg zu den Vergaser-Einstellschrauben

habe bei meiner Wilga das mit zwei CFK-Rohre, die bis kurz vor die Stellschrauben reichen, so gelöst. Da kann ich mit einem etwas längeren Schraubendreher die Einstellung, wenn mal nötig, vornehmen.

Gruß Norbert
 

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noch mal "hoch"

Hallo zusammen,
grundsätzlich ist die Idee klar ,
ich möchte auch zwei Röhrchen anbringen doch habe ich massive umsetzungs Probleme
in der Motorhaube ja das könnte gehen,
=> könnte ( wenn es jemand hat ) bitte jemand Bilder einstellen
ich habe einen 112 DLA und da ist nichts in der Nähe diese Röhrchen anzubringen :confused:
Grüße
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

bei uns stecken die Röhrchen in passenden Bohrungen in der Motorhaube

1.jpg


und sind am Vergaser einfach auf die Einstellschrauben aufgesteckt, hier einfach mal an einem herumliegenden Vergaser demonstriert:

2.jpg


Ein Tröpfchen Pattex auf der Einstellschraube hält das Röhrchen fest. Wir verwenden dazu noch vorhandene und ehedem extra als Führungen für Servokabel in den Flächen gekaufte "Mallorca"-Saufhalme, aber ein Aluröhrchen geht sicherlich auch.

Gruß, Peter
 
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