Der zweite Schritt: Anfänger baut ein F1M-L Modell

StephanB

Vereinsmitglied
Nach dem Bau des TH35-Modells dachte ich, der Bau eines weiteren Anfängermodell der Größe F1M-L (Spannweite 46 cm, Gewicht 3 Gramm ohne Gummi) sollte ein Klacks sein. Ein Bausatz von Heinz Eder nach einem Plan von Bruno Wächter lag schon bei mir. Auch wenn es jede Menge Überschneidungen zum Bau des TH35 gibt, gab es doch wieder einiges zu lernen.

Die Zeichnung habe ich diesmal als pdf in Originalgröße ausgedruckt und die Bauunterlagen gemäß den Millimeter-Angaben in der Zeichnung per Lineal und Bleistift selbst gezeichnet, dauert nur Minuten. Dabei habe ich beim Flügel auch gleich einen schönen Bock geschossen. Vielleicht siehts ja jemand. :D

Gruß
Stephan
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5Fehler.jpg
 

StephanB

Vereinsmitglied
Der nächste Schritt war das Wiegen des Holzes, um eventuelle schwere Ausreisser aussortieren zu können. War aber nicht nötig.
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StephanB

Vereinsmitglied
Der Rumpf besteht aus dem stabilen Vorderteil, das den Gummizug aufnimmt und dem leichten Leitwerksträger. Beide sind über eine Papierhülse trennbar zusammengesteckt. Die den Flügel tragenden Pfosten aus härterem Balsa werden parallel auf das Rumpfvorderteil geklebt. Der Flügel ist 150mm tief, die Pfosten haben eine lichte Weite von 148mm, so dass sich später ein leichter Klemmsitz ergibt. Der Flügel wird ebenfalls mit Papierhülsen auf die Pfosten gesteckt.
Das Propellerlager aus Alu liegt dem Bausatz fertig bei. Zunächst habe ich es gemäß Plan am Vorderrumpf angeklebt. Das erwies sich aber als Fehler, weil der Gummi beim Aufziehen Knoten bildet, die dann am Rumpf anliegen und den Propeller zum Halt bringen. Gelöst habe ich das durch Ablösen des Propellerlagers und zwischenkleben eines Distanzklötzchens aus Balsa.Anhang anzeigen 11964110
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Anhang anzeigen 11964110
7Pfosten.jpg
6Lager.jpg
27Lagerbock.jpg
 

StephanB

Vereinsmitglied
Hm, im vorherigen Beitrag sind einige Bilder doppelt. Keine Ahnung, warum und wie ichs reparieren kann. Sorry.
 

StephanB

Vereinsmitglied
Flügel und Leitwerke sind klassisches Gitterwerk. Sehr hilfreich waren wieder kleine Magnete, mit denen man die Leisten auf dem metallischen Baubrett fixieren kann. Legosteine helfen beim senkrechten Ausrichten der Rippen. Ein Seitenleitwerk gibt es bei diesem Modell nicht. Das Höhenleitwerk bekommt ebenso wie der Flügel Ohren.
Nach dem Einkleben der Rippen fiel mir dann auch erstmals der im ersten Beitrag erwähnte Bock auf. Etwas spät halt.‍ 🤦‍♂️
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9Flügelbau.jpg
10Leitwerk.jpg
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StephanB

Vereinsmitglied
Der Propeller liegt weitestgehend vorbereitet bei. Die Blätter werden mit Weißleim an den Holmen verklebt. Die zentrale Nabe besteht aus einem stabilen Papierröhrchen und der bereits eingeklebten Welle mit dem Haken für den Gummi. Die Holme werden so in dieses Röhrchen eingesteckt, dass die Blätter bei 88mm mm Durchmesser einen Winkel von 45 Grad zum Baubrett einnehmen. Zum Schluss werden die Holme mit einem kleinen Tröpfchen Kleber im Röhrchen gesichert.
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18Prop.jpg
 

StephanB

Vereinsmitglied
Es folgt das Bespannen des Modells. Die hauchzarte Mylarfolie habe ich vorab mehrmals geknüllt und wieder glatt gestrichen. Dabei ist es hilfreich, mit dünnen Latexhandschuhen und auf einer glatten sauberen Unterlage zu arbeiten. Das verringert die Gefahr des Einreißens der Folie. Aus 6mm starkem Depron habe ich einen Rahmen gebaut, dessen Innenraum ringsum etwas größer wie die zu bespannenden Bauteile ist. Die Folie wird auf dem Rahmen fixiert. Ich habe diesmal einen Klebestick für Papier verwendet. Die Folie soll leicht wabern können.
Im Anschluss habe ich die Bauteile dünn mit Sprühkleber der Marke 3M77 eingenebelt und auf die Folie aufgelegt. Ausgeschnitten werden die Bauteile mit einem kleinen Lötkolben. Insgesamt ist das die kniffligste Arbeit und ich bin jedesmal froh, wenn sie gelungen ist.
Auf dem letzten Bild habe ich zwei Bauteile hinzu gemogelt, die zu einem anderen Modell gehören. :) Es war noch Platz und ich wollte die Folie nicht vergeuden.

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StephanB

Vereinsmitglied
Flügel und Leitwerk werden nun von unten an den Knickstellen der Ohren eingeritzt und vorsichtig nach oben angebrochen. Jeweils ein Tröpfchen Kleber an die Bruchstelle, passend mit Legosteinen unterstützt und voila, die Ohren sind fertig.
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25WingletsLeitwerk.jpg
 

StephanB

Vereinsmitglied
Und so fliegt es im Wohnzimmer. Natürlich zeigt das nicht ansatzweise das Potential eines solchen Modells, wenn der Gummi wirklich ernsthaft aufgezogen wäre. Mir fehlt eigentlich nur der passende Lottogewinn, dann könnte ich mir eine eigene schöne hohe Halle bauen lassen. :D


Gruß
Stephan
 
Sehr gut gemacht !!! Weiter so.
Das Problem mit den Knoten, die am Rumpf anecken, wird durch das Aufziehen des Gummi außerhalb des Modells verringert.
Der Abstand zwischen der Rumpfleiste, und dem Strang, erscheint mir auch als sehr gering. Würde höhere Lager verwenden.
weiterhin, viel Spaß beim Experimentieren !! Gruß; Helmuth
 

StephanB

Vereinsmitglied
Sehr gut gemacht !!! Weiter so.
Das Problem mit den Knoten, die am Rumpf anecken, wird durch das Aufziehen des Gummi außerhalb des Modells verringert.
Der Abstand zwischen der Rumpfleiste, und dem Strang, erscheint mir auch als sehr gering. Würde höhere Lager verwenden.
weiterhin, viel Spaß beim Experimentieren !! Gruß; Helmuth
Hallo Helmuth,
ich ziehe außerhalb des Modells auf. Das Problem tritt im Betrieb und immer unmittelbar im Bereich des Lagers auf. Dadurch bleibt der Prop komplett stehen, weil die dahinter noch anliegenden Umdrehungen nicht mehr an die Welle kommen. Mit dem kleinen Balsablock ist das gelöst. 👍

Gruß
Stephan
 
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