Design moderner Fernsteuersender

Hallo Zusammen!

Ich möchte hier mal ein Thema aufgreifen, welches interessant sein dürfte.
Eines vorweg. Ich bin seit Jahren der Firma MPX verschworen. Vor allem weil mich eine Fernsteuerung aus dem Hause mir nie Probleme bereitet hat, und mir stehst ein sicheres Gefühl beim steuern meiner Flugmodelle gibt.
Aber um die Sicherheit geht es in meinem Thread nicht, sondern um das Design heutiger Fernsteuersender.

Dazu folgendes:
Meine erste Fernsteuerung von MPX war eine Royal MC. Diese Fernsteuerung besaß schon die PCM Technik und war eine hochmoderne Computeranlage der damaligen Zeit. Eben das, was zu der Zeit möglich war. Das Sendergehäuse, in eloxierten Metallgehäuse. Das sah recht Edel aus und hob sich dadurch ein wenig von den Plastik Sendern ab. Ein paar Jahre später, im Jahr 1989 wurde die MPX MC 3000er Serie auf den Markt gebracht. Dazu gehörten die MC 3010 und die MC 3030. Top Anlagen, in einer Form, welche mit LCD-Display, Ultraflachen Gehäuse für Aufsehen sorgte. Das war wie gesagt im Jahr 1989. Heute schreiben wir das Jahr 2003, das sind mittlerweile schon 14 Jahre, und es gibt diese Anlagen immer noch im selben Design. Dazugekommen ist dann noch die MC 4000, aber die sieht genauso aus.

Worauf will ich hinaus?
Mir ist aufgefallen, dass Fernsteuersender heutzutage immer noch das gleiche Design aufweisen und immer noch genauso verkauft werden. Aber nicht nur MPX hingt da hinterher, sondern auch Futaba mit der FC 28 und Graupner mit der MC 24. Die leichten Veränderungen finde ich persönlich nicht so doll.

Schade eigentlich, dass die Hersteller von Fernsteuerungsanlagen zu lange am Design festhalten und diese Anlagen zu lange weiterführen. Ich wüsste im Moment gar nicht was ich nehmen sollte. Klar es gibt die EVO, die FX 18. Aber ich möchte wieder so einen Pultsender in normaler Größe. Einzig die MC 22 ist meiner Meinung nach schick. Wirkt aber leider nicht ganz so Edel, wie damals die silbernen Sender.

Jetzt meine Frage an euch:
Wie seht ihr das mit dem Design? Sollten die Hersteller nicht auch mal so ein schönes Retro-Design auf dem Markt bringen, wie es die Automobilbranche und auch die Elektronik-Branche tut? Oder liege ich mit meiner Meinung nicht richtig? Was sagt ihr dazu?

Grüße von Kai :)

[ 20. September 2003, 10:12: Beitrag editiert von: Kai Jansen ]
 
Das Aussehen ist mir relativ egal - Hauptsache die Ergonomie paßt und die Technik ist auf dem neuesten Stand.

Vergleicht man heutige moderne Handsender mit den eckigen Kästen von früher hat sich schon einiges getan. Wobei Sender die sowohl als Hand- als auch als Bauchsender geeignet sein sollen stets einen Kompromiss darstellen.

:) Jürgen
 
Hallo,

ich fliege seit einiger Zeit mit einer MC 3010 (neu). Das Design gefällt mir eigentlich sehr gut, da dieses klare Linien aufweist. Andere Sender finde ich im Design zum Teil sehr verspielt.
Wenn die Hersteller allerdings neue Formen auf den Markt bringen wollen, dann bitte mit Stil!

David
 
Hallo zusammen

Also das Design sollte meines Erachtens der Funktion dienen. Die MPX MC Serie hat im Vergleich zu FC28 und MC24 rein optisch ein etwas exklusiveres Design (ist Geschmacksache). Aber mit Verlaub, praktisch von der Bedienung her sind sie alle zusammen nicht die Pultsender von Fut, JR und MPX. Oder kann mir jemand erklären, wie er z.B. die Schieberegler zwischen den Knüppeln bedient ohne die Knüppel irgendwie zu beeinflussen.
Bei den Pultsendern könnte ich mir sehr gut Alternativen vorstellen, die in Richtung Joystick gehen. Konkret bedeutet dies: Quer, Seite und Höhe sowie etwa 3 Schalter auf der rechten Seite (Seite durch drehen des Sticks), Gas sowie ein paar Sonderfunktionen, LK, EZFW links auf einem Schieberregler. Vor 5 Jahren habe der Fa. MPX in Niefern eine Projektskizze für eine solche Lösung zugestellt. Meine Idee war, am Senderausgang der MC4000 oder MC3030 optional einen Joystick anzuschliessen – gewissermassen wie ein Schülersender – und den Sender auf den Rücken zu schnallen. Leider habe ich nie eine Antwort erhalten. Danach kaufte ich mir einen Joystick und wollte selber etwas fummeln, doch zwischen Idee und Ausführung lagen mangels Elektronikkentnissen und Handfertigkeit unüberwindbare Klüfte.

Bei den Handsendern finde ich das Design der Japanergilde geradezu military-kitschig im Vergleich zur schnörkellosen EVO, aber die Bedienelemente wie Schalter und Schieber sind bei den Japsern nach meinem Gutdünken deutlich robuster als bei der EVO. Ich rede hier von 9Z, MX22 und EVO12, diese drei konnte ich kürzlich für Längere Zeit in den Händen halten.
Also, das ist nur mein Eindruck und kein Test.

Ich könnte mir Vorstellen, dass z.B. Firmen wie ACT zu einem handelsüblichen (aber qualitativ hochstehenden) Joystick ein entsprechendes Interface bauen das zwischen den Stick und den Sender geschlauft wird. Das wäre doch vielleicht eine Marktlücke für ACT.
Gruss

Kurt
 

Herbert Stammler

Vereinsmitglied
Teammitglied
Moin moin,

allgemein:

Graupner hat bei den neueren MC's ja schon mal Designpflege getrieben indem sie endlich all die doofen Ritzen weglassen... seitdem sieht der Sender alleine dadurch besser aus, da nicht mehr überall Grassamen und Staub die Ritzen so gut betonen, wie es sonst nur bei der Farbeindringprüfung zur Riss-Suche klappt... :D

MPX hat meiner Meinung nach mit den EVO's eindeutig die richtige Richtung eingeschlagen, mal wieder flacher als die Konkurrenz und noch etwas "handschmeichelnder"... dagegen ist die X3810 einfach ein Klotz. ;)
Und die Sache mit den "schiefen" Knüppeln.... da hat endlich jemand nachgedacht.

Mich nervt dieses unsägliche Hochglanz-Chrom-Design von den Handsendern allgemein... halt japanisch und amerikanisch angehaucht... man sieht jeden Fingerabdruck... nicht selten hatte ich Lust, meine X3810 zu sandstrahlen damit sie matter wird. :cool:

Frage wäre eigentlich:

Geht es hier um das Design im Sinne des "Exterieur" und hier mehr um Aussehen oder Ergonomie des Senders? Oder geht es um das Design der eingesetzten Technik?
Es ist alles irgendwie Design... aber ich denke eine Technikfrage wie die von Kurt geht mehr in die Richtung "Funktionsdesign". Alles andere klingt mir mehr nach "Formensprache".

Ach, übrigens,

Original erstellt von Kurt Wächter:
Bei den Pultsendern könnte ich mir sehr gut Alternativen vorstellen, die in Richtung Joystick gehen. Konkret bedeutet dies: Quer, Seite und Höhe sowie etwa 3 Schalter auf der rechten Seite (Seite durch drehen des Sticks), Gas sowie ein paar Sonderfunktionen, LK, EZFW links auf einem Schieberregler
Das gibt es schon. Und bezeichnenderweise auf einer MPX3030. Hab ich vor knapp 7 Jahren in den Vogesen auf dem Petit Ballon gesehen, dort war ein älterer Herr mit nur einem Arm. Er flog 4m-Segler, besser als manch anderer. Er warf selber und er steuerte drei Achsen. Mit nur einem Knüppel. Obendrauf war ein Drehknopf wie ein Lautstärkeregler flach montiert, diesen fasste er mit den Fingern. Steuerung wie vorgeschlagen, Knüppel für Höhe/Quer, Knopf für Seite.
Der andere Knüppel war glaub ich totgelegt.

Leider weiß ich nicht, von wem der Umbau gemacht wurde, vielleicht war es MPX selbst, eher wahrscheinlich eine spezialisierte Werkstatt.

Ups, schon wieder viel zu lang geworden...

Übrigens, bevor ich's vergesse: Die Designstudie in der FMT find ich lustig. Sieht genauso aus wie die EVO's... nur ein paar "progressive" Ideen mehr reingepackt, die meist sowieso wieder zur Serie fallengelassen werden. ;)

Grüße aus Hessen!
cu2all
Herbert
 
Die sogenannte "Cuddle-Box" gab es von Futaba/Robbe doch schon in den 80er Jahren: Quer und Höhe auf dem Stick und durch Drehen desselben wird das Seitenruder gesteuert. Hat sich damals schon nicht durchgesetzt - warum sollte das jetzt anders sein?
:) Jürgen
 
Hallo Jürgen

1. Mir schwebt nicht ein bleistiftdünnes Sticklein sondern einen ergonomisch ausgeformten Handgriff mit den 3-Achs-Funktionen vor.
2. Durchsetzen, was heisst das schon; ich rede eigentlich von einem optional einsetzbarem Peripheriegerät in Form eines Joysticks inkl. Gestell aus der Ellbogenchirurgie. Durchsetzen im Sinne von, dass nun die ganze Welt den Joystick verwenden muss, davon soll hier nicht die Rede sein.
Es gibt bei den Modellen mittlerweile doch auch die viel grössere Vielfalt als 1980.

Gruss

Kurt
 

danny

User
Nach 7 Jahren Flugerfahrung mit Flugsimulator (von MSFS 95 - 2002 alles geflogen!) hab ich mich beim Einstieg in die RC-Flugwelt schon oft gefragt, warum zum Kuckuck wird da keine Joysticksteuerung eingesetzt? Ist bestimmt Gewohnheitssache, aber ich steuere mit meinem Sidewinder 3 Achsen (Seiten, Höhen, Quer) und noch (über die Tasten) Bremsen, Fahrwerk und Trimmung mit nur einer Hand. Durch Doppelbelegung der Taster kann ich nur am Steuerhebel 6 Funktionen bedienen und noch voll die 3 Achsen Steuern. Ich komm natürlich auch schon mit meinem Sender (Royal EVO) sehr gut zurecht, nur wäre die Joysticksteuerung doch eine interessante Alternativ. Wenn da dann noch die Feedback-Funtkion integriert wäre.....grins!!
Warum eigentlich nicht?
 

danny

User
Übrigens könnte es ja ebenso eine Schnittstelle von Joystick zum RC-Sender geben, wie es vom Sender zum PC gibt!
 
Hey, macht keinen scheiß. Dann kommen demnächst die ganzen Kids auf den Platz udn machen usn was vor, weil sie den Joystick viel besser beherrschen als wir :D

Das Problem ist wohl, daß sich dieses System mit den zwei Kreuzknüppeln einfach durchgesetzt hat. Es ist ja oft so, daß nicht die bessere Sache am Ende durchsetzt.

David
 

plinse

User
Moin,

ich sehe das ganze prakmatisch und wie ein Sender aussieht, ist für mich sekundär.

Ich habe noch meine alte MPX Commander 2020, senderseitig hat sie nie Ärger gemacht und seit ich Graupnerempfänger verwende, sind die Ergebnisse noch besser geworden. Das Gehäuse ist aus Plastik aber trotzdem robust. Der Sender hat einige Kratzer an den Auflagestellen an der Unterseite, halt einige Male auf Stein abgestellt - normal - ansonsten ist sie fast wie neu.

Im Vergleich dazu ist die MC24, die ich jetzt verwende, billig aufgebaut. Das Gehäuse ist bei weitem weicher und weniger belastbar. Eine Schwachstelle sind die Bügel für den Rückengurt, eine andere der einreißende Antennenfuß. Außerdem löst sich die Folientastatur an einer Stelle ab, funktioniert aber noch. Der Rest hält so, macht aber den Eindruck, daß die anderen Mangelstellen kein Zufall sind.
Für Modellsport ist die Anlage in meinen Augen nicht geeinget, meine Commander MC2020 hat alle diese Features auch und hält, obwohl ich mit der viel mehr HLG geworfen habe als mit der MC24.

Der Grund, daß ich die MC24 noch nicht weiterverkauft habe, ist das SPCM und dass ich keine FC28 günstig in die Finger bekommen habe, als ich noch nicht so viele SPCM-Empfänger hatte. Jetzt ist es zu spät und weil ich mit der Reichweite und Verläßlichkeit des SPCM sehr zufrieden bin, werde ich das beibehalten.

Das Aussehen ist mir wie gesagt ziemlich egal. Ich kaufe einen Sender mit der Erwartung, dass er kein Verschleissteil ist. Bisher habe ich mir immer einen neuen Sender gekauft, wenn der alte mir technisch nicht mehr gereicht hat. Bei dem ganzen Spielkrams, den jetzt einige Hersteller an ihre neuen Sender gebastelt haben und bei den "schönen" neuen Plastikgehäusen befürchte ich aber, dass sich das auf Dauer ändern könnte.
Ich habe mit mehreren Leuten gesprochen, die mit einem hier aus optischen Gründen gelobten neuen Sender mechanisch ganz und gar nicht zufrieden waren, rausgebrochene Schrauben, verzogene Gehäuse und das als nahezu (nicht ganz) Topmodell, das ist daneben. (Nicht dass ich es beim Anfängersender besser fände.) Außerdem kenne ich genügend kleinere Sendermodelle neuerer Gehäusemachart des gleichen Herstellers, die bei uns im Verein mit reichlich Stabilit, Endfest o.ä. zusammengehalten werden, vor allem am Antennenfuß. Die alten Sender waren da robuster und hielten bis man aus dem Sender herausgewachsen war und einen besseren haben wollte. Früher hat man seinen alten Sender verkauft, heute kann man sie verschenken oder wegschmeissen.

Mal sehen, als wie haltbar sich die Evos herausstellen. Ich empfinde sie als innovativ aber auch verspielt, kann gut sein, aber auch volle Lotte nach hinten los gehen, wenn man die Technik nicht beherrscht. Sie müssen halt im Alltag überzeugen. In dem Thread wo es um "immer nur Graupner" geht, kommen da aber recht kritische Stimmen.

Leider habe ich noch keinen Sender gehabt, der alle positiven Eigenheiten meiner bisherigen Sender vereint hätte, Futaba wäre mal einen Versuch wert, wenn es nicht mit solchen Kosten einhergehen würde, das System zu wechseln. Leider kann man einen Sender erst beurteilen, wenn man ihn mindestens ein Jahr im Einsatz hatte.

Wie der Sender dabei aussieht, ist mir sowas von egal, solange er auf lange Frist zuverlässig funktioniert. Während ich fliege, gucke ich ohnehin nicht auf den Sender und sonst liegt er im Koffer. Der Sender ist nun wirklich das Teil im Modellbau, was ich mir am wenigsten angucken muss.
 
Hallo Zusammen!

Interessant wie unterschiedlich eure Meinungen bezüglich des Design von Fernsteuersender ist. Dem Einen ist es relativ egal, Hauptsache die neuste Technik ist drin und die Anlage lässt sich gut bedienen.

Dann gibt es Modellbauer, die noch nicht so lange mit der Modellfliegerei vertraut sind und für Diejenigen ist natürlich der erst kürzlich erworbene Sender "Up To Date".

@MPX-Flieger!
David, stell dir mal vor, du hast deine Anlage mittlerweile so etwa 10 Jahre in Betrieb und es gibt sie immer noch, eben welchen du vor 10 Jahren neu gekauft hast. Würdest du den dann immer noch so sehen wie heute?

@Kurt!
Das die Funktionen mit dem Design im Einklang bebracht werden müssen, das ist klar. Und das die MPX MC Serie immer noch gut aussieht, streite ich nicht ab. Sie gefällt mir auch heute noch gut. Aber eine neue MPX MC kaufen? Das wäre in meinen Augen so, als wenn man heute einen Golf II neu kaufen würde. Wo ist denn da der Reiz?

Die Idee mit dem Joystick, finde ich recht interessant. Wobei wir Modellflieger ganz gut mit den Steuerknüppeln zurechtkommen. Die Umgewöhnung wäre nicht ganz einfach. Aber machbar.

@Herbert!
Sicherlich, Graupner hat Designpflege betrieben. Was mich stört, ist das eben das Plastikgehäuse nicht so "edel" auf mich wirken. Das ist mein Empfinden.
Du magst kein Hochglanz-Chrom-Design, ich wiederum schon. Wie wäre es denn, wenn es die MX 22 und die MC 22 auch andersrum geben würde? So, das sich jeder seine Oberfläche zum passenden Sender frei wählen könnte?

@Plinse!
Ich habe in meinen Besitzstand auch noch eine MPX MC 2020. Was soll ich sagen. Die braucht man nur mal abwischen und die sieht dann wieder aus wie neu. So soll es sein.

Grüße von Kai :)

[ 24. September 2003, 11:49: Beitrag editiert von: Kai Jansen ]
 

plinse

User
Moin Kai,

einen Sender von vor 10 Jahren und ein Auto von vor 10 Jahren kannst du nicht vergleichen.

Bei den Motoren der Autos, dem Fahrwerk, der Sicherheitsausstattung - eigentlich überall - hat sich verdammt viel getan. Das erkennst du alleine daran, daß mein etwa so alter Audi 100 (der letzte seiner Art, danach kam der optisch geringfügig, technisch kaum veränderte erste A6) weniger wiegt als ein Golf mit vergleichbarer Maschine :eek: . In die Autos wurde immer mehr reingestopft, bald fahren wir alle kleine Lastwagen ;) .

Wenn du jetzt aber mal in die Sender guckst, verbaut Graupner seit Ewigkeiten das identische HF-Modul. In der MC18 vom Kumpel ist das gleiche wie in der MC20 oder MC24, in die MC22 habe ich so bewußt noch nicht reingeguckt. Einzig an der Eingabe/Bedinung/Programmierbarkeit und der Modulation hat sich was geändert, das ist aber eigentlich nur Software.

Die Synthesizertechnik ist so ziemlich das einzig wirklich neue seit langem, aber das funktioniert seit Ewigkeiten in Fernsehern, Handys, ... ist also auch nichts wirklich neues.

Ein alter Sender ist also kein Nachteil, es sei denn es fehlen einem die Programmiermöglichkeiten, was ich nicht mehr kaufen würde, sind alte Empfänger/Servos, da sie mir zu groß/schwer/schwach sind im Vergleich zum Stand der Technik.
 

k_wimmer

User
Hallo,

ich kann mir durchaus vorstellen die MC4000 nochmal zu kaufen, denn:
1. hat dieser Sender bei mir jetzt fast 10 Jahre seinen Dienst getan und funktioniert immer noch absolut erstklassig!
2. Immer noch kein anderer Sender auf dem Markt ist, der die Funktions- und Einstellvilefalt zur Verfügung stellt.

Das ich nun doch auf die MX22 umgestiegen bin liegt eigendlich nur daran, dass ich in letzter Zeit nur noch Handsender fliege, und dadfür ist die 400er nun wirklich nicht geeignet.

Am Design der 4000er selber würde ich an MPX-Stelle nichts ändern, ich würde lediglich eine Handsenderversion rausbringen (aber dann bitte nicht mit den Lowest-Cost Schaltern der EVO) die sich dann an die Anlagen wie MX22 und PCM1024 anlehnt.

Einen Designvorschlag wie Kurt ihn gemacht hat würde mir persönlich sehr gut gefallen, allerdings weiss ich, dass die Akzeptanz einer solchen Lösung in Modellfliegerkreisen unter 3% liegt. Das haben übrigens Marktforschungen schon ergeben.

Mir persönlich ist übrigens das Aussehen einer Fst. auch ziemlich gleichgültig, solange die Funktionalität, Bedienkomfort und Zuverlässigkeit stimmen.
 

Ulrich Horn

Moderator
Teammitglied
Moin,

wenn ich mir Fernsteuertechnik von heute und die von 1980 ansehe, fallen mir genau drei echte Innovationen auf:
- Pistolensender für cars
- "Kleinstcomputer" zur Signalaufbereitung (Mischer etc)
- HF-Synthesizer
Das ist für über 20 Jahre ausgesprochen mager. Bei einem Blick auf die bisherigen Beiträge wundert mich das aber auch nicht. Ein Schalterchen hier, ein wenig Ergonomie dort, vielleicht ein besseres Gehäuse.
Wenn das die Wunschliste der einzigen Kunden dieser Geräte ist, wird kein Hersteller Zeit und Geld investieren, etwas wirklich Neues zu bringen.

Das größte Hemmnis für eine Weiterentwicklung scheint mir aber der extreme Konservativismus der Modellbauer zu sein. Da schreibt Kai schon im Eingangsposting, er sei MPX 'verschworen'. Bei anderen Marken gibt es das genauso. Nun, was soll man da diskutieren? Bringt X eine Innovation, wird sie von den Anhängern von Y niedergemacht. Die Zahl derjenigen, die die Marke wegen Innovationen oder des Preis-/Leistungsverhältnisses wechseln, ist verschwindend gering.
Folglich verwundert es mich nicht (mehr), dass das Marketing der Hersteller eher religiös denn marktwirtschaftlich anmutet. Mit technischen Innovationen und Preis-/Leistungsargumenten kann man nur unabhängige Kunden gewinnen; wenn es die nicht gibt, verlegt man sich eben auf die Pflege von Glaubensgemeinschaften.

Ich würde mir wünschen, dass die Stiftung Warentest mal einen Test der bei uns erhältlichen Fernsteuerungen durchführt. Ich denke, die Ergebnisse wären für viele überraschend.

Grüße, Ulrich Horn
 
Zitat Kai Plinse
einen Sender von vor 10 Jahren und ein Auto von vor 10 Jahren kannst du nicht vergleichen.
genau, das finde ich auch.

@ Kai (Wimmer)
Deine Bemerkungen unter Punkt 1 und 2 kann ich voll unterschreiben. Ich hoffe sehr, dass die MC4000 oder zumindest ihre Software noch ein paar Jährchen zu haben ist. Bei der MX22 kann ich nur eingeschränkt mitreden (hab sie in letzter Zeit öfters mal in der Hand gehabt, mehr nicht). Die Bedienungselemente der MX22 wirken deutlich seriöser auf mich als jene der EVO.

Das mit dem Joystick und den 3 % war vielleicht früher, heute würde ich einer solchen Option (z.B. für 200€ zusätzlich, anwendung für alle Steuerungen) echte Chancen einräumen.

gute Nacht

Kurt
 
Hallo Ulrich,
kann da nur voll zustimmen, von der Stiftung Warentest träume ich auch.
Jedenfalls wär mein oberster Wunsch, die Verwendung von Prozessoren, Bauteilen und Software die Ausfallsicherer sind.
Aber jetzt kommen bestimmt wieder welche und behaupten das wäre zu teuer oder nicht machbar.
Ob die aber wissen, was ein Woodstock Prozessor ist, der sich beim Prozessorabsturz in Nanosekunden selbst Resetet.
Kosten ca. 5 Euro bei Abnahme von 1000 Stück!

Gruß
Eberhard

PS: Stiftung Warentest ist gar net mal so weit von mir weg, ob man die nicht mal auf den ganzen Problemsalat mit nem netten freundlichen Schreiben aufmerksam machen könnte.
Das wär doch mal was.
Vieleicht ändern dann einige ihre Prioritäten!?
 

k_wimmer

User
Hallo Eberhardt,

diese Option in einem Controller (in unseren Anlagen sind nämlich keine Prozessoren drin)
heisst nicht Woodstock sondern Watchdog und ist in so ziemlich jedem Controller vorhanden, man muss sie halt nur aktivieren!

@Kurt:
Leider kommt diese Studie mit den 3% von vor ca. 2Jahren, ist also noch nicht so alt. Ich galube allerdings auch, dass dies mit der derzeitigen Wirtschaftslage zusammenhängt.

[ 25. September 2003, 06:49: Beitrag editiert von: k_wimmer ]
 
Original erstellt von Kurt Wächter:
Hallo Jürgen

1. Mir schwebt nicht ein bleistiftdünnes Sticklein sondern einen ergonomisch ausgeformten Handgriff mit den 3-Achs-Funktionen vor.

...

Gruss

Kurt
Hier ist ja plötzlich richtig was los. ;)
Die Cuddle Box einen hatte relativ großen Knauf - also nix mit bleistiftdünnem Stick, und die Vorführung die Rhett Miller damals in Oberhausen auf dem Platz (1975!) mit so einem Sender gezeigt hat - atemberaubend!

:) Jürgen

[ 25. September 2003, 07:31: Beitrag editiert von: Jürgen Heilig ]
 
Hallo Zusammen!

Ich bin auch davon überzeugt, dass wir Modellflieger in Bezug auf unsere Fernsteuerungen konservativ sind. Es kann aber auch daran liegen, das wir mit unserem gewählten Produkt zufrieden sind. Warum sollte man dann wechseln? Markengebundenheit ist weit verbreitet, eben nicht nur in Modellbauszene.

Wir Menschen sind halt echte Gewohnheitstiere, wie man so schön sagt. Deshalb halten wir so lange an einer Sache fest. Es hängt aber zudem mit dem lieben Geld zusammen. Ich würde auch am liebsten eine andere Marke wählen, aber unser Hobby verschlingt mit all seinen Kleinigkeiten nicht gerade wenig aus der Hobbykasse. Da überlegt man natürlich, was man mag und mit was man gut zurecht kommt.

Kai Wimmer könnte sich vorstellen noch mal eine MC 4000 zu kaufen. Das könnte ich mir auch, aber was bringt mir das? Dann habe ich eine neue MC 3030 und nicht mehr. Also kann ich die "Alte" auch weiter benutzen.

Wann ist denn eine Fernsteuerung aufgebraucht? Wie lange wird in der Regel ein Sender verwendet? Sind es 10 oder mehr Jahre?

Wie mir scheint, der Trend tendiert zum Zweitsender. Einen Pultsender haben und noch einen neuen Handsender dazu nehmen. Eine gute Idee, die man auch in Erwägung ziehen kann. Falls man mit dem neuen Sender nicht zurechtkommt, ist der alte Sender zur Stelle. Werde ich mir mal durch den Kopf gehen lassen. Und nun kommt wieder die Frage auf. Soll ich mal das Konkurrenzprodukt versuchen, oder doch wieder bei der Firma bleiben, auf die ich schon lange zähle?

Das ist gar nicht so einfach. Grübel, grübel. Und wenn das Jahr fast um ist, wartet man wieder auf die Neuheiten vom nächsten Jahr. Es könnte ja was Neues dabei sein....

Grüße von Kai :)

[ 26. September 2003, 12:27: Beitrag editiert von: Kai Jansen ]
 
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