Deutsche Meisterschaften...so schwierig?

Hallo Modellsegelkollegen,


die Themen Schiedsrichter/Beobachter/Verhalten bei Regatten scheint ja nun wirklich schwierig zu sein, wenn ich das so lese.......


Überall im Sport gibt es regionale Meisterschaften (Kreismeister, Landesmeister....) deren Gewinn zur Teilnahme an der nächsthöheren Meisterschaft berechtigt.
Somit treten in den Folgewettkämpfen nur die Besten gegeneinander an.


Im Gegensatz dazu ist es für mich (oder jeden anderen) sehr einfach, an einer deutschen Meisterschaft im RC Segeln teilzunehmen, ich brauche keinerlei Qualifikation zu durchlaufen.
Es kann also jeder teilnehmen, der gerade Zeit + Lust + ein regelkonformes Boot hat (Vereinszugehörigkeit vorausgesetzt).



In US waren noch nicht einmal 40 Teilnehmer, die ohne vorherige Qualifikation eine deutsche Meisterschaft ausgetragen haben :confused:.


Parallel dazu fanden dann bei uns sehr entspannte Meisterschaften der Klasse RC Segeln / Seacret statt. Und jetzt könnt Ihr raten, wer da wohl gewonnen hat :D?


LG + einen schönen Tag, Wilfried.
 
......ist es für mich (oder jeden anderen) sehr einfach, an einer deutschen Meisterschaft im RC Segeln teilzunehmen, ich brauche keinerlei Qualifikation zu durchlaufen.........
Hallo Wilfried,
das sehe ich nicht ganz so wie Du

AFM schrieb:
7. Qualifikation zu Internationalen und Deutschen Meisterschaften

Die Qualifikation zu Internationalen Meisterschaften und der Deutschen Meisterschaft wird ausschließlich über die Rangliste geregelt.
nachzulesen hier

Deine Qualifizierungsstufen treffen eher für Sportarten mit höherer Teilnehmerdichte im Territorium zu.
Ich könnte bei mir keine Kreismeisterschaft durchführen, weil mir kein anderer RC Modellbootsegler für DSV Klassen in meinem Kreis bekannt ist.

Ulli
 
ist ja klasse ulli, bist also kreismeister ;)



ich glaube nicht das das problem bei der DM die unqualifizierten teilnehmer waren. es war eher der ehrgeiz der qualifizierten....


wenn es einen lösung gäbe würde das bestimmt gemacht.


ich sehe kleinere gruppen als lösung, unpires auf dem wasser, oder zumindest mit dem recht sich eine andere beobachtungsposition als die der teilnehmer zu zu suchen. einen regeländereung die man mal diskutieren sollte.


andreas
 
es geht nicht um qualifikationen...

... die meisten probleme gab es mit der hochmotivierten a-gruppe. davon hätten wohl alle (außer mir vielleicht) eine reguläre quali überstanden. trotzdem habe ich mich ziemlich gut in der a-gruppe behaupten können und habe wohl einige mit quali gut in die schranken gewiesen.

probleme bereiten die extrem hohe motivation, die hohe risikobereitschaft und der starke wind. bei wind zwischen A und B wird die reaktionszeit einfach zu lang, wenn situationen mit mehr als einem gegner einzuschätzen sind. kleinere gruppen machen das nicht leichter.


btw sollten wir froh um jeden teilnehmer sein. ist mal jemandem aufgefallen, dass klassen wie MM und RG65 mehr teilnehmer zusammenbringen und vor allem auch noch zufriedener mit dem ablauf sind? 25 schiffe in einem lauf und kaum ärger... protestpflicht läßt grüßen.
 
Hi Uli,


wenn ich den Auszug aus den Regeln des DSV

Auszug:
"Gültig für die Qualifikation zur DM ist der Stand der Rangliste am Ende des Vorjahres. Die Teilnehmerzahl ist auf max. 60 Segler beschränkt. Nachrücker in der Reihenfolge der Rangliste."
Auszug Ende.


richtig verstehe, dann hätten also auch noch die 20 letzten Segler aus der Rangliste an der int. DM in US teilnehmen können, es waren ja noch nicht einmal 40 Starter vor Ort.




Naja, bei unseren Deutschen Meisterschaften RC Segeln Klasse Seacret waren leider nur 4 Boote anwesend :).........

Vielleicht sinds beim nächsten Mal ja schon mehr.



LG, Wilfried.
 
es geht nicht um qualifikationen...

... die meisten probleme gab es mit der hochmotivierten a-gruppe. davon hätten wohl alle (außer mir vielleicht) eine reguläre quali überstanden. trotzdem habe ich mich ziemlich gut in der a-gruppe behaupten können und habe wohl einige mit quali gut in die schranken gewiesen.

probleme bereiten die extrem hohe motivation, die hohe risikobereitschaft und der starke wind. bei wind zwischen A und B wird die reaktionszeit einfach zu lang, wenn situationen mit mehr als einem gegner einzuschätzen sind. kleinere gruppen machen das nicht leichter.


btw sollten wir froh um jeden teilnehmer sein. ist mal jemandem aufgefallen, dass klassen wie MM und RG65 mehr teilnehmer zusammenbringen und vor allem auch noch zufriedener mit dem ablauf sind? 25 schiffe in einem lauf und kaum ärger... protestpflicht läßt grüßen.

Morgen beisammen,
nach einer Woche Abstand sehe ich für die hier doch intensiv geführten Analysen und die Tatsache, dass es in US erst in der 2. Hälfte der Veranstaltung bessr lief, nicht nur die Segler in Ihrem Ehrgeiz als Ursache. Hier waren meiner Meinung nach viele Faktoren ursächlich:
die Segler: Ehrgeiz ja, agressives Segeln auch
Observer und Schidsrichter: Deutliche Unsicherheiten und vieles übersehen
lange Wartepausen: hat Nervösität und Hufescharren verursacht
Wind:Weniger die Stärke als die Tatsache, dass die linke Seite fast immer bevorzugt war, dadurch sind viele Boote mit Wind von bb an die Luvtonne gekommen,

Aber ich will hier auch noch mal deutlich machen, so schlimm wars wirklich nicht, es hat Spass gemacht mit guten Leuten zu fighten, es war toller Wind und super Wetter, ein tolles Rahmenprogramm, me menge netter Leute, neue Bekanntschaften, Vollmondnächte und eben spannende Regatten.

Gruß Stephan
 
Hallo Skipper

Meiner Meinung nach gibt es in Deutschland mindestens 2 unterschiedliche Motivationen für das IOM Segeln.
D.h. die Wünsche und Erwartungen an das Segeln sehen unterschiedlich aus.

Kollege A hat folgende Wünsche:
- In der Rangliste weit nach vorne
- 2-Tages Ranglisten in ganz Deutschland
- Vergleich mit anderen Spitzenseglern
- Teilnahme an Internationalen Regatten
- Knallharte Regelauslegungen
- optimales Material meist in Eigenherstellung
- Konkurrenz , weniger gegenseitige Unterstützung
- Perfekt organisiert, geschulte Wettkampfrichter, die keine Fehler machen

Kollege B hat aber die Wünsche:
- 1-Tages Regatten wegen Kosten und Zeit
- Gerne mit Wertung wie RL aber nur in 250km Umkreis
- Spaßfaktor
- Möglichst gegen gleichstarke Gegner segeln, da keine Motivation, wenn immer die gleichen Profis vorne sind.
- Regatten möglichst nur im Umkreis von 250km wegen Fahrtkosten, Zeit
- Observer möglich aber kann auch ohne gehen.
- Eigentlich wie bei Micro Magic (nicht wahr Henning)
- Unterstützung untereinander


Sicher habe ich noch was vergessen.
So, jetzt würde mich mal interessieren, in welche Gruppe sich jeder einsortieren würde. Wobei nicht ausgeschlossen ist, daß man auch mal in der anderen Gruppe mitwirkt :-) Aber eben seine Schwerpunkte setzt.

Beides muß es geben.
Ich habe aber das Gefühl, daß derzeit Kollege B viel bei Kollege A mitsegelt, da es einfach zu wenig Angebote/Events für Kollege B gibt.

Gruß
Thomas
 
Hallo Skipper

Kollege A hat folgende Wünsche:
- In der Rangliste weit nach vorne
- 2-Tages Ranglisten in ganz Deutschland
- Vergleich mit anderen Spitzenseglern
- Teilnahme an Internationalen Regatten
- Knallharte Regelauslegungen
- optimales Material meist in Eigenherstellung
- Konkurrenz , weniger gegenseitige Unterstützung
- Perfekt organisiert, geschulte Wettkampfrichter, die keine Fehler machen

Kollege B hat aber die Wünsche:
- 1-Tages Regatten wegen Kosten und Zeit
- Gerne mit Wertung wie RL aber nur in 250km Umkreis
- Spaßfaktor
- Möglichst gegen gleichstarke Gegner segeln, da keine Motivation, wenn immer die gleichen Profis vorne sind.
- Regatten möglichst nur im Umkreis von 250km wegen Fahrtkosten, Zeit
- Observer möglich aber kann auch ohne gehen.
- Eigentlich wie bei Micro Magic (nicht wahr Henning)
- Unterstützung untereinander

Gruß
Thomas

gut beschrieben. ich bin eindeutig die mischung zwischen a und b. ich will immer geen topleute segeln, an internationalen regatten teilnehmen, optimales material haben, etc.
ich fahre aber in der tat eher im umkreis von 250 km, will ein kameradschaftliches spaßverhältnis am wasser und eintagesregatten wegen der kosten und der (demnächst) familie.
regeln und observer habe ich jetzt mal weggelassen, denn das schließt sich meistens gegenüber spaß aus. (kleiner dialog bei einem normalen rennen mit manfred brändle, Europameister in der sprinta sport:
H: jetzt komm ich dich holen Manni...
M: ich mach mir jetzt schon die hosen voll.
H: wenn meine oma dich segeln sehen würde, dann würde sie es selbst versuchen ;)
M: nur die ruhe. ich hab eh innenraum.
H: fahr bloß nicht wieder soweit über die tonne. soll ich dir beim nächsten mal ne brille mitbringen?
M: brille brauchst du selber, damit du mich noch siehst, wenn wir ums fass sind ;)
Tonnenrundung in Eintracht... Gespräch auf der Kreuz:
M: Fahr durch.
H: Danke)


so kann es auch ablaufen. so erlebt man es aber leider zu selten. leider darf man sich bei den meisten regatten ja nicht unterhalten. wenn ich dann sage fahr durch, dann wertet der observer das so, dass das BB boot abfallen mußte, um das STB boot durchzulassen --> regelverstoß --> protestpflicht --> spaß wieder den bach runter.
 
Tut mir leid aber ich kann da überhaupt nichts wiederfinden.


Warum schliessen sich Regeln und Spaß aus?!? Mich nerven Regatten mit Leuten die die einfachsten Regeln nicht kennen oder kennen wollen und durch ihre Aktionen die Veranstalltung für andere Torpedieren. MM ist auch schon seit langem keine regelfreie Zone.

Konkurenz -> na klar warum segelt man sonst Regatta :confused:
keine Unterstützung -> habe ich noch nicht erlebt. Selbst auf int. Regatten wo es um Titel geht und die Leute u.U. Tausende ausgegeben haben gibt es Hilfe untereinander. Ich habe noch nie egal von wem eine Frage nicht beantwortet bekommen. Es ist aber kein Kindergarten bei dem man Alles vorgesetzt bekommt. Wer fragt bekommt auch Antworten, wer nicht fragt bleibt d***. Ganz im Gegenteil ich habe es schon mehrfach erlebt, dass Leute die freiwillig angebotenen Hilfe abgelehnt haben, nach dem Motto - der Klugsch***er.

Regatten gegen gleich starke Gegner -> uninteressant - ich kann nur besser werden wenn ich gegen Stärkere segel und von Stärkeren lerne. Es gab vor Jahren mal den lustigen Vorschlag die Pokale zu verlosen, damit nicht immer die Gleichen diese bekommen. :rolleyes:

nicht unterhalten während des Laufs :confused: - ich glaube die gemischten Kommentare zur DM in US resultiren genau in diesem Mangel an Kommuniktaion. Es ist überhaupt nicht verboten sondern gewünscht. Man muß sich in engen Situationen absprechen, den man kann nicht immer wissen was der Andere vor hat. Gerade in Tonnensituationen vermeidet rechtzeitige Absprache ein Chaos.
 
@ nigel

mir ging es eher um das kollegiale "herumflachsen" mit kollegen. das ist meistens verboten, da viele sich anscheinend schweigend konzentrieren wollen. mir tut so ein bißchen scherzhaftes gebabbel dagene recht gut. es löst die anspannung und bringt mich auf ein weniger agressives segelniveau.
 
@ 0906
Wenn Du es schon so genau wissen willst, ich zähle mich zu A. Das mit der Konkurrenz und nicht helfen, kannst Du aber getrost streichen, das ist bei der überwiegenden Anzahl der A-Typen so wie es Greenpiece schreibt.
Andererseits würde ich gerne auch hochwertige Regatten in näherem Umkreis fahren. Wenn es diese aber nicht gibt, dann muß ich halt 450 km fahren, dann lohnt sich aber eine 1-Tages-Regatta nicht.

Jetzt solltest Du mir zuliebe das Wort "Spaßfaktor" noch streichen und durch Freude am Segeln ersetzen. Ich hasse das Wort Spaß, nachdem ich sehe, wie weit wir es mit unserer "Spaßgesellschaft" gebracht haben.

Meine Motivation zum RC-segeln ziehe ich seit vielen Jahren u.a. auch daraus, dass es national und international Segler gibt, die weiter vorne liegen. An denen orientiere ich mich, denn im "eigenen Saft" schmoren bringt bestimmt nicht weiter. Wer Interesse hat, aus B heraus zu kommen, sollte mal darüber nachdenken.



GER61hard
 
Möchte aber anfügen, da möchte ich besonders NED 141 und NED 99 nennen, das sie sehr freigiebig, über Segeleinstellung, und Taktik waren
in Unterschneidheim bei der Int. DM IOM, den sie lehnen sich schon seit
langen, an die Engländer an.

Nach Aussage von NED 99 hat er 60 IOM Segel gebaut bis er zu diesen
Segelschnitt und Profil gekommen ist, nur wer schon selber Segel
gebaut hat, kann diese Arbeit würdigen, es waren die besten die ich je
gesehen habe, bereitwillig bekam ich Auskunft über Profile und
Verarbeitung, auch durfte ich mir alle Riggeinstellungen
ausmessen!

Wichtig alles schön aufschreiben!

Bei den deutschen Seglern war es schon immer meistens so.

Es hat mir aber gezeigt, das viele Wege nach Rom führen!

Schon das ist eine Reise Wert, um bei einer Inter. DM zu segeln,
ich muß sagen, lieber komme ich auf einen hinteren Platz, aber habe was
dazu gelernt, man muß einfach gegen richtig gute Leute segeln
um weiter zu kommen, denn in uns schlummert noch viel Potenzial!

Peter Gernert GER 86
 
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