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DH 88 Comet: Projekt

Hallo Frank,

kannst du auch mal ausführen wie die Auslegung der Torsionsstäbe war?
So ist das nur schimpfen ohne wirkliche Info. Ein Prototyp ist doch geflogen war da die Anlenkung anders?

ich würde mich über eine Aufklärung freuen, da kann man meist auch was lernen.

Grüße, Bernd
 
Moin Bernd,

bitte nicht mit der Comet von Christoph verwechseln!

Diese Comet ist meine eigene Konstruktion. :) Also mein Fehler! :(

Ich hatte ziemlich naiv, wie ich es von kleineren Fliegern kenne, nur 2mm Torrisionstäbe vorgesehen. Damit hatte ich nur "Flatterklappen". Nun sind es 3mm Stäbe mit deutlich besserer Stabilität.

Aus genannten Gründen ist meine Comet noch nie geflogen... aber ich arbeite dran ;)

Viele Grüße
Frank
 
Hallo Frank,

das geht aus deinem obigen Post nicht hervor.
Gelegenheitsleser werden sich auch fragen wer damit nun gemeint ist.;)

Ich mag diese ganzen Torsionsanlenkungen aus Stahldraht überhaupt nicht und sehe deshalb im Ruder immer eine massive Verbindung zur Anlenkung vor. Alurohr rund oder vierkant, o.ä.
Durch den höheren Durchmesser sind die Kräfte besser und vor allem spielfrei zu übertragen. Leichter ist es auch als ein massiver Stahldraht. Nur mal so als Vorschlag.

Grüße, Bernd
 
Auswiegen

Auswiegen

Moin Jungs,

die Lady ware heute auf der Waage .... 10,2Kg !!!
Der Schwerpunkt von 17cm hinter Nasenleiste (FLZ_Vortex) lässt sich nicht einstellen.
Bezogen auf den vorderen Stützpunkt (Räder) muss ich auf 75mm kommen, liege aber noch bei 118mm.
Ausgewogen habe ich nach "Schwerpunktbestimmung, Eckart Müller" mit 3 Waagen.
Die Akkus sind schon soweit vorne wie es nur geht :cry:

Bitte konstruktive Vorschläge ....

Viele Grüße
Frank
 
Hi Frank,
das klingt aber net gut:-(
Wieviel Gewicht brauchst du in etwa vorne noch?
Passen nicht noch dickere Akkus rein? Dann hast für das Gewicht wenigstens noch Strom:-)
Die E-Motoren sind einfach zu leicht...

Gruß
Fabian
 
Hi Fabi,

eigentlich sollte ich der Lady den Hintern abspecken, da sich hier jede Reduzierung über den Hebel mehrfach lohnt. Aber gerade hier habe ich zzt keine Idee.
Vorne müßten etliche hundert Gramm rein.
Akkus habe ich 2 Stück 4s/5000 drin, freies Volumen hätte ich noch ... mal schauen.


Viele Grüße
Frank
 
Hallo Frank,

10,2 kg, ohne Finish, das ist schon eine Hausnummer. Jetzt heißt es: Augen zu und durch. Ich bin trotzdem guter Dinge, dass die Kiste fliegen wird, wenn auch die Sicherheitsmarge etwas dahin schmilzt. Ich würde gegenläufig drehende Props empfehlen. Von einem meiner Comet-Erbauer kam der Tipp, Fiala-Props von Hepf zu nehmen. Hab mir endlich auch welche bestellt. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit die Comet beim Start lange geradeaus zum Beschleunigen auf der Bahn halten zu können, ohne vorzeitig einen "Notstart" bei evtl. noch zu geringer Geschwindigkeit durchziehen zu müssen. Man könnte zusätzlich über einen (gut funktionierenden) Kreisel für die Hochachse nachdenken.

Gruß,
Christoph.

p.s. Noch ein Anliegen in eigener Sache, um Missverständnissen vorzubeugen.
Die glattCAD Comet wiegt - mit dicke 2K-Autolack vom Autolackierer, 8s\5000mAh und den beiden AXI 4130 - abflugfertig 8,5 kg. Die ersten Kundenrückmeldungen bestätigen das. Der Hauptgrund dürfte in der Verwendung von sehr leichtem und hochwertigem Pappelsperrholz liegen. Ich denke, dass sich im Frühjahr einige Comets in die Lüfte schwingen werden... ;)
 
Denke auch nicht das du sie hinten zu schwer gebaut hast,
der Hebel ist einfach sehr ungünstig bei der Maschine...
Was gewichte angeht bin ich ja immer etwas schmerzfreier als andere. Ein paar größere Akkus und ein wenig Blei und dann fliegt sie auch mit 11kg bestimmt noch gut.
 
Hallo Frank,

wie war noch mal deine Flächenbelastung bei 10,2 Kg?

Im Zweifel lieber mit mehr Akkugewicht und richtigem Schwerpunkt fliegen, als etwas leichter und rückverlegtem Schwerpunkt. Das ist sicher ein Punkt den die Comet nicht mag.

Wenn du noch dran kommst, würde ich hinten die Spanten noch verschlanken und den Heckkonus der nichts trägt eventuell sogar ganz dünn abformen und als GFK Teil ansetzen, als so ein Klotz mit viel Kleber hinten drin. Zudem sind die Stringer im Heck bei dir auch sehr massiv. Servobrett komplett entfernen. Servo weit nach vorne und mit Stahllitze anlenken. Das geht auch bei meiner großen DC-3 zuverlässig, sogar auf dem HLW. Bei den ganzen Stringern kannst du noch gut eine Zugangsklappe vorsehen. Durch die Vollbeplankung trägt die Aussenhaut, die Spanten sind grundsätzlich nur noch formgebend. Siehe Comet und Mosquito.

Auf sehr leichtes Finish achten, das fehlt ja auch noch! Also Folienbespannung. Das kommt dann dem Original einer verspachtelten Holzoberfläche auch näher, als ein Spiegelrumpf wie aus der GFK Form.

Bedenke was du mit schon 100 Gramm hinten, an Einsparung vorne erreichst. Das dürfte zwischen 700 und 900 Gramm ausmachen.

Wenn das nicht ausreicht, geht natürlich immer noch ein dickerer Akku vorne zur Not. Wegen dem Finish!! Das liegt zum Großteil hinter dem Schwerpunkt.

Also wird es wohl eine Kombi aus abspecken hinten bis ran an den Schwerpunkt, Folienfinish und dickerem Akku. Schau auch mal ob du neben dem SLW Servo hinten, nicht auch andere Komponenten weiter nach vorne bekommst. Jedes Gramm zählt!

Grüße, Bernd
 
Hallo Frank,

ich habe eben meine Comet noch einmal nachgewogen. Ist ja doch eine Zeit her und mit zunehmendem Alter nimmt man ja eher zu als ab. Abflugfertig wiegt sie mittlerweile 8,85 kg. Sagen wir einfach 9 kg, damit´s optimistischer klingt. :D Nach der Flugerfahrung mit meinem Vogel würde ich mutmaßen, dass sie auch mit 11 bis 12kg noch sicher zu starten und zu landen sein wird. Deine Profildaten entsprechen ja, soweit ich mich erinnern kann, den meinen. Im grundsätzlichen Flugverhalten können sich unsere beiden Maschinen demnach nicht groß unterscheiden. Dadurch, dass du dich für Birkensperrholz entschieden hast und vielleicht da und dort etwas weniger ausgespart hast, wird sie halt ein paar Gramm schwerer. So what?!? ;) Das funktioniert genauso. Und dein Schwerpunkt-Thema kriegst du auch noch gelöst...

Gruß,
Christoph.
 
Hallo zusammen,

vielen Dank für eure guten Vorschläge, aber die Lage ist doch ziemlich schwierig ...

Durch das höhere Gewicht von 10kg hatte ich bereits meine letzte FLZ-Vortex Simulation angepasst und bin zu einem Schwerpunkt von 170mm hinter der Nasenleiste gekommen. Damit soll der SP 75mm hinter dem vorderen Unterstützungspunkt (Hauptfahrwerk) liegen. Ausgewogen sind es aber 118mm. Um auf ca. 75 mm zu kommen muss das Heck 400gr (vierhundert!) leichter werden.
Eine machbare Aufstockung der Akkus um 310gr bringt dagegen nur einen Gewinn von 4mm (vier!).
Das alles ist den Hebeln der Comet geschuldet.

Kurz zum Wiegeaufbau/Maße:
Der Abstand zwischen den Unterstützungspunkten beträgt 1151mm. Eine Schwankungsbreite in den Auflagepunkten (durch Eindrücken der Gummireifen) von z.B. 40mm ergibt eine Ungenauigkeit im SP von gerade 5mm. Ist also zum jetzigen Zeitpunkt zu vernachlässigen.

Verwendet jemand von euch auch die genannte SP-Wiegemethode?
Ich gebe dabei nur die Werte für a, G1 und G2 ein. Dann wird der SP ausgegeben.

Sicherlich kann ich am Heck noch Gewicht einsparen, aber nicht 400gr.

Es wäre alles deutlich entspannter, wenn die Comet auch mit einem SP von 190-200mm noch fliegen würde.

@Christoph, welchen SP hat deine Comet?

Ich habe übriges das RAF34 Profil für die Tragfläche verwendet.

Viele Grüße
Frank
 
Hallo Frank,

hm, das klingt wirklich nicht gut.
Der SP meiner Comet liegt bei 180 bis 185 mm hinter dem Treffpunkt der Nasenleisten in Rumpfmitte. Damit bestätigt sich eigentlich, dass deine Wiegemethode nicht voll daneben liegen kann.

Christoph.
 
Maßnahmen

Maßnahmen

Hallo zusammen,

ich habe noch mal über die Situation nachgedacht ...

Korrektur: Profil ist RAF28
Tragflächeninhalt: 0,8196 m2
Flächenbelastung: 12,8 kg/m2 bei 10,5kg

FLZ-Vortex Berechnung:
max hintester SP ist 228mm bei einem Anstellwinkel von 7,6° (beginnender Abriss an Tragfläche)
Also Auslegungsberechnung für SP 190mm (Gewinn von 20mm von 40mm)

FLZ-Vortex-SP190-10,5kg.jpg

@Christoph, bitte versorge mich mal mit Vergleichsdaten zu max. Ausschläge des HLW, Fluggeschwindigkeit und Anstellwinkel. Das Stabi-Maß reicht m.E. aus. Aber auch die Reserve bis zum Abriss???

Angenommen 200gr Reduzierung sind möglich, was noch zu prüfen wäre, dann gewinne ich die noch fehlenden 20mm beim SP.
Eine Gewichtsreduzierung vom Heck nach vorne folgend sähe dann so aus:
- Heck-Formklötze ausfräsen
- Hecksporn inkl. Befestigung
- Metallanteil reduzieren
- Beplankung von SR und HR zwischen den Rippen aussparen und mit Folie bespannen
- evtl. auch bei Rumpfseiten
- Rumpfspanten innen abfräsen (verdünnen)
- Revisionsklappe aussparen und mit Folie bespannen
- Servobrett aussparen
- CFK statt Alu Steckungsrohr
- ...

Viele Grüße
Frank
 
Frank,

ein Stabilitästmaß von 15% passt für die Maschine. Wenn du das selbst bei weiter hinten fixiertem SP noch erreichst, gibts m.E. nichts zu befürchten. Beginnender Abriss bei 7,6° AW geht auch in Ordnung. Die Flaps meiner Comet wirken extrem gut und brauchen deutlich TR-Beimischung. Dadurch bleibt der Rumpf beim Landen annähernd horizontal, du wirst also AW=7,6° im realen Betrieb nicht erreichen. Ich hab mal eben meine Daten gecheckt. Da gibt´s keine großen Unterschiede zu deinen, aber sieh selbst:

Bspl. "glattCAD Comet":
SP fixiert bei 0,188mm (so ergibt er sich bei level flight, AW=0°, alle Ruder =0°) und HR=-5,7°, Flaps=0°
=>
beginnender Abriss ab Mitte QR nach außen hin, bei AW=8,1°; Stabi=15,1%; v=14,3m/s.

Da beruhigt doch, oder nicht?


Gruß,
Chris.
 
Christoph,

ja, das beruhigt mich. ;) Vielen Dank dafür. Dann geht es jetzt ans Abspecken.

Viele Grüße
Frank
 
Moin,

ich habe gestern noch mal HR, Heckrad, usw. gewogen und mögliche Gewichtseinsparungen betrachtet.
200gr. sind nicht machbar, eher 50+ ...
D.h. der SP muß noch weiter nach hinten, bei 200mm liegt das Stabi-Maß noch bei 12-13. das wäre die unterste Grenze des Machbaren.

Habt ihr noch irgendwelche Ideen?

Viele Grüße
Frank
 
Hallo Frank,

wenn du das Servo samt Halterung da hinten rausschmeisst, hast du garantiert schon mal eine Einsparung über 50 Gramm. Dann die ganzen Spanten schlanker machen usw. Den Rumpf vorher und nachher wiegen. Alle Einbauten so weit wie möglich vor den Schwerpunkt legen. Auch die Leitwerksservos. Akku ganz in die Rumpfspitze. Was nützen dir all die schön gemachten Einbauten, wenn der Flieger hecklastig bleibt? Eventuell das Gewächshaus leichter aufbauen, auch wenn es weh tut.
Also ich würde wirklich mal radikal den Rotstift ansetzen und die Lady verschlanken. Dann bekommst du sicher mehr als 200 Gramm hinter dem Schwerpunkt raus. Nur muß man das auch wollen.;)

Sich den Schwerpunkt schön rechnen wird bei der Lady nicht funktionieren.

Grüße, Bernd
 
Hallo Bernd,

na, das ist ja mal ein Ansage ! ;)

Ich werde alles sorgfältig überlegen bevor die Späne fliegen.

Danke und Gruß
Frank
 
Hallo Christoph,

die Werte erhalte ich bei TR=0,295°

AW=0°
Stabi=15,9
SP=0,190
v=31,94 m/s

D.h. Stabi reicht im Normalflug mit leichter TR Trimmung aus.
Entspricht das auch deiner Interpretation?

Viele Grüße
Frank
 
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