Die dicke MiG

Hallo Stephan,
auf dem Platz haben wir mal kurz über eine"Schnellinstandsetzung" gesprochen. Ist eigentlich nicht so mein Ding.
Ich habe nun aber keine Lust nochmal eine Nase zu bauen ohne wesentliche Erfolgsaussicht. Daher habe ich dann doch mal mit Hilfe von Sekundenkleber und viel Klebeband das Ding wieder halbwegs gerichtet.
Rumpf 38.jpg
So schlimm sieht es ja nun nicht aus (Fleischwunde) und da Aerodynamik bei den Fattys eh eine untergeordnete Rolle spielt sollte das für einen Probeflug reichen. Ich habe nun wie bei der Curtiss zwei Unterlegscheiben eingesetzt und damit etwas Sturz auf dem Motor gegeben.
Schau mer mal....
 
Ich glaube, es ist dieser fliegende Aufbau, der zu so unterschiedlichen Ergebnissen führt. Damit habe ich ziemlich gehadert. Man klebt Teile aneinander und hat nie eine Bezugslinie zur Kontrolle.
Gruß
Stephan
Genau so sehe ich das auch.
Daher > siehe oben:D > kann nur besser werden
LG
Thomas
 
Komisch ist, mit 10 cm SP fliegt meine mig21 sehr gut. Ohne Schub kippt sie kopflastig schlecht segelnd nach unten. Oh e zu ziehen würde Sie auf die Nase fallen, was nach dem reglerausfall durch Hitze auch passiert ist. Meine steigt nicht nach oben weg. Bei motorlast Veränderung sehe ich keine Änderung ob die Nase hoch geht. Ich denke, dass der windige Aufbau schuld ist, warum jede mig21 unterschiedlichen Charakter hat. Aber sieht zu gut aus, um aufzugeben :-)
 
Also, sie fliegt:D!
Sogar recht ordentlich. Klingt sehr nach aber, ist auch so:mad:.
Durch die Klebebandreperatur war der Kegel vorn fast zu. Daher so gut wie keine Luft durch den Rumpf. Das hat man schon beim Start gemerkt, der Starwagen ist kaum vom Fleck gekommen, mit intakter Nase und ordentlichem Luftdurchsatz war sie nach ca. 10 Metern aus dem Wagen raus. Also Handstart > geht sauber gerade weg, steigt nicht mehr weg und reagiert gut auf die Ruder. Allerdings vom Leistungsverhalten noch etwas weniger als bei Stephan, eben wegen der fehlenden Luft von vorn. Das bisschen von der Seite hinten reicht definitiv nicht aus. In der Kurve dann abgeschmiert, aber die Nase muß ja eh neu gemacht werden. Der Schwerpunkt war zwischen 9 und 10 cm, das passt schon so. Eventuell verlängere ich die Stehbolzen der Motoraufhängung noch etwas um den Motor noch etwas weiter raus zu bekommen. Wenn ich mir ein Bild von Frank anschaue wo die MiG schön von der Seite zu sehen ist, der Motor ist deutlich weiter draußen als bei mir. Das könnte auch die weniger Leistung bei Stephan erklären.
Z.Zt. bin ich zeitlich zwar bissel eingeschränkt aber irgenwie wird das werden.
LG
Thomas
@ Frank > Aufgeben > in meinem Duden finde ich die Bedeutung nicht🤪 Ich bis stur und lass mich nicht von ein paar Stücken Schaum bremsen:cool:
 
Zuletzt bearbeitet:
Genau;-)
Ich habe meinen motorhalter gedruckt und nach frei Schnauze gezeichnet. Denke auch, dass ich eher weiter raus bin zur Sicherheit. Klang ist super für einen pusher.
Ich bin zwar ein fauler Hund, aber ich werde doch wohl ein 6 gr. Servo für das Seitenruder der mig gönnen. Der kurvenflug ist schon etwas störrisch und sieht eher nach einem messerflug aus im bogenflug :)
Vor der interex schaffe ich es nicht mehr, aber dann im September.......
 
So, nun Nase die Dritte😌
Was habe ich verändert?
Als erstes habe ich mal den Luftspalt vorn etwas vergößert. Einfach von ersten Teil des Einlaufkegels 3 mm weggeschnippelt.
Rumpf 39.jpg
Wenn ich davon ausgehe wieviel Druck da war bei den beiden Starversuchen mit intaktem Lufteinlauf und wie müde sie war nach der Klebebandreperatur.... Zuviel Luft geht eigentlich nicht.
Rumpf 42.jpg
Dann habe ich den Motor noch 5 mm weiter raus gesetzt.
Die Nase ist nun dran. Der Gewichtszuwachs hält sich in vertretbaren Grenzen, nach drei Nasenreperaturen 16 Gramm mehr, damit kann ich leben.
Rumpf 40.jpgRumpf 41.jpg
Die Optik leidet m.E. bei dem Knubbel auch nicht, zumal der Kegel beim Original geschwindigkeitsabhängig rein und raus gefahren ist.
Kabine noch fertig machen und dann schau mer mal.
LG
Thomas
 

Dix

User
... sie hat sich beim Start aufgebäumt, der Schwerpunkt war ja eigentlich o.k. und ich könnte drücken wie ich wollte, keine Reaktion. Ev. hat der Strahl das Leitwerk nach unten gedrückt?...
Moin Thomas!

Mir fällt da gerade etwas auf!
Vergleiche mal diese Aussage mit Deinem vorletzten Bild. (Totale Seitenansicht)

Ich habe da eine Vermutung:
Es geht um die
- Position des Höhenleitwerks. (Nah am und oberhalb des Flügels)
- Art des Höhenleitwerks. (Pendelruder)

Befindet sich Dein Flieger in überzogenem Flugzustand, dann liegt das HLW im Ablöse-Nachlauf de Flügels. Es ist dann fast wirkungslos. Du "hast" dann kein HLW mehr solange bis entweder der Flieger von alleine aus dem Zistand wieder rausfällt oder der Boden dann da ist.
Wenn Ersteres nicht eintritt, nennt man es "Deep Stall". (Die BAC one-eleven ist ein trauriges Beispiel dafür). Letzteres hast Du erlebt.

Dein Start aufm Wagen hat den Anfangs-Stall verhindert. Deswegen flog es erstmal.

Und das Pendelruder mag keine zu großen (=comic-artigen) Ausschläge, damit es sauber funktioniert.

Da sehe ich nur als Abhilfemaßnahmen:
1. HLW tiefer setzen und ggf weiter nach hinten.
2. Größeren Prop draufmachen.

Ich würde 2. bevorzugen.
Zweiblatt mit größtmöglichem Durchmesser. So dass er noch zwischen die Leitwerke passt. Der "saugt" die Anströmung entlang der Rumpfaußenseite wieder ein Stück zurecht.
Eventuell sogar ne Zelle weniger, der Quirl aber größer und steiler.

Einen Versuch ist es wert! Vielleicht liegt das Verhalten ja daran...
 
Hallo Dirk,
danke für Deine Analyse, Du hast sicherlich nicht unrecht.
Allerdings gibt es mittlerweile 3 MiG`s die recht ordentlich fliegen, Die von Frank und Jürgen im Original, Falk hat seine modifiziert, allerdings nur das Flächenprofilund das Pendelruder entschärft, so wie er schreibt ist die Leitwerkposition geblieben. Jürgens große Propeller hat es nicht so gebracht, er hat nun auch das "Ur-Motor-Setup" wie Frank eingebaut. Stall ist immer Mist, bei einem Impeller oder Pusher halt meist tödlich....
Ich denke (hoffe) das es nun mit dem entsprechendem Luftdurchsatz funktionieren wird. Der Druck bei den ersten beiden Versuchen war schon kräftig. Ein Umbau des Leitwerks ist mir zu aufwendig und würde wohl auch den Gesamteindruck doch zu sehr verändern.
LG
Thomas
 

StephanB

Vereinsmitglied
Ich habe meine Mondrian-MIG21 nach Umbau auf einen besseren Antrieb (Tiger F80) am Wochenende auf der InterEx in Belgien bei widrigem Wetter geflogen. Super! Mit dem Originalflügel von Falk/ Julius Perdana. Nach dem Flug fragten mich ein paar Belgier, welchen Stabi ich verwende. Als ich sagte, dass keiner drin sei, musste ich die Haube zum Beweis aufmachen. :D
Es geht also auch so.👍🙂
Gruß
Stephan
 

Oxymoron

User
Ja, mir auch! ;)
Ich habe nämlich jetzt auch einen Frästeilesatz mit der profilierten Tragfläche für die Mig-21 von Falk erhalten, @Samson68 vielen Dank dafür!

Leider konnte ich nicht wie geplant nach Belgien zur InterEX fahren und „Mig-21 Spionage“ betreiben, hoffe aber das Modell trotzdem in die Lüfte zu bekommen…
 

StephanB

Vereinsmitglied
Ich habe gestern bei bestem Wetter einige weitere Flüge mit der MIG21 in der Originalauslegung durchführen können. Mit Ausnahme des Starts fliegt sie inzwischen lammfromm. Beim Werfen dreht sie sich auf den ersten Metern um die Längsachse nach links und will flott mit Querruder gerade gedreht werden. Eine Folge von Propeller-Drehmoment und geringer Geschwindigkeit. Ich werfe sie jetzt nach rechts geneigt weg, das gibt etwas mehr Zeit.
Sobald sie nur etwas Fahrt aufgenommen hat, fliegt sie dann gerade und einwandfrei. Macht Spaß! 👍 🙂
Gruß
Stephan
 
Alles gut Frank, sie ist ja fertig.
Motivation bekomme ich ja durch Euch genügend. Ich bin mir sicher das sie nun fliegen wird wie ich es mir vorstelle. Sie soll die Tage auch noch mal in die Luft, dann kommt Farbe drauf.
Ich bin halt nur z.Zt. hier ganz schwer am Arbeiten.
Finish 41.jpg
Der Plan ist das Teil dieses Jahr noch in die Luft zu bekommen.
LG
Thomas
 
Heute war wieder ein Startversuch. Gleich vornweg, sie braucht mal wieder eine neue Nase😭.
Aber die"Flüge" werden immer länger🤣.
Der Start war astein, alle Maßnahmen haben sich als richtig erwiesen. Aber wahrscheinlich habe ich den Akku etwas zu weit hinten eingesetzt (eine Markierung oder ein Anschlag wäre da sicher hilfreich😎) Der zweite Fehler war in einer unklaren Flugsituation Gas weg zu nehmen, sie taucht dann recht heftig ab. Eine weitere Fehlerquelle könnte sein das das Material was ich für HLW und SLW genommen habe zu weich ist. das ist kein Depron 6 mm sondern ein anderes 5 mm Schaummaterial. Es ist deutlich weicher als das Depron. Da liegt die Vermutung nahe das es sich einfach unter Druck verwindet und damit die Ruderwirksamkeit extrem nachlässt. Wahrescheinlich habe ich es deshalb nicht geschafft sie wieder in den Wind zu drehen. ich werde also die Ruder durch Einziehen von einem Kohlestab versteifen.
Anbei mal das Video, schaut mal ob Ihr noch weitere Ideen habt.


Aber trotz allem > geiles Flugbild und super Start........
LG
Thomas
 

Dix

User
Anbei mal das Video, schaut mal ob Ihr noch weitere Ideen habt.
Nö. Keine weiteren Ideen.
Ich bleibe bei dem, was ich oben geschrieben habe.

Das ist ein Strömungsabriss, da hilft nur Ruderausschlag verkleinern, um dort gar nicht erst rein zu kommen.
 

Dix

User
Ja doch. Hier! Ich!
Einen habbich doch noch gefunden.

Falls Dein Flieger diese komischen Linkskurven von alleine gemacht hat:
Die Kiste hat verdammt viel Seitenfläche vor dem Schwerpunkt!

Auf mich wirkt es, als ist der Flieger ist um die Hochachse instabil. Seitenleitwerk zu klein. Haube und Rumpf vorne zu groß.

Du könntest hinten testweise mal eine Ventral-Fin unter den Rumpf pappen. Hat die Große ja auch. Aus genau diesem Grund!

Ja, ist blöd wegen Startwagen. Aber die stabilisiert den Karren bei hohen Anstellwinkeln, genau dann, wenn Dein Seitenleitwerk arbeitslos wird, weil es sich hinter der Haube verstecken will.
 
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