Die GPS-Triangle-Technik

Einstieg in die Saison 2026

von Kai Wimmer.​

Da sich bei der angebotenen Technik einiges geändert hat, möchte ich in diesem Beitrag auf die benötigte Technik eingehen und darauf, wie man den Einstieg schaffen kann, ohne sich in wirtschaftliche Schwierigkeiten zu bringen.
An den grundsätzlichen Dingen wie Klassen und Regeln hat sich nichts geändert. Daher möchte ich für viele Themen auf das Netz verweisen.



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Zuerst sollte man sich über einige Punkte klar werden:

  1. Was habe ich und was bin ich bereit zu investieren?
  2. In welcher Klasse möchte ich fliegen?
  3. Kann ich auf meinem Fluggelände für diese Klasse trainieren?
  4. Welche Modelle habe ich im Einsatz?


Zu Punkt 1:

Zunächst möchte ich die Sensoren und das Zubehör betrachten, die systemunabhängig genutzt werden können.

Zusätzlich wird ein Android-Handy oder -Tablet mit mindestens Android 4.0 benötigt, um die Albatross-App nutzen zu können. Die Software kann kostenlos über den Google Play Store geladen werden, muss für die Nutzung bei rc-electronics.eu jedoch jeweils für ein Jahr lizenziert werden.

Alle diese Lösungen sind bei RC-Electronics erhältlich.


Zu Punkt 2:

Die Frage nach der Klasse, in der man fliegen möchte, richtet sich natürlich stark nach den Modellen, die man im Hangar hat.
Im GPS-Triangle gibt es insgesamt drei Klassen, die in der Eurotour geflogen werden können.

Die Light-Klasse definiert sich über die typischen F5J-Modelle, wobei durchaus auch ältere oder günstigere Modelle eine Chance haben, da sich die Grundaufgabe deutlich unterscheidet.
  • Spannweite: 2,70 m bis 4 m
  • Gewicht: maximal 3.000 g
  • Flächenbelastung: 12 g/dm² bis 33 g/dm²
  • Elektrischer Antrieb mit Logger zwischen Regler und Motor für einmaliges Einschalten
Die Flugaufgabe in der Light-Klasse entspricht folgenden Kriterien:
  • Maximale Einflughöhe: 250 m
  • Maximale Einfluggeschwindigkeit: 60 km/h
  • Maximale Flughöhe während der Aufgabe: 350 m
  • Distanz: 200 m (etwa 966 m Umfang des Dreiecks)

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In der Sport-Klasse kommen etwas größere Modelle zum Einsatz.
Folgende Kriterien muss ein Modell in der Sport-Klasse erfüllen:
  • Maximale Spannweite: 5.000 mm
  • Maximales Fluggewicht: 7.000 g
  • Maximale Flächenbelastung: 75 g/dm²
  • Elektrischer Antrieb mit Logger zwischen Regler und Motor für einmaliges Einschalten
Die Flugaufgabe der Sport-Klasse entspricht folgenden Kriterien:
  • Maximale Einflughöhe: 400 m
  • Maximale Einfluggeschwindigkeit: 120 km/h
  • Distanz: 350 m (etwa 1.690 m Umfang des Dreiecks)
  • Keine Flughöhenbegrenzung

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Folgende Bedingungen muss ein Modell in der Scale-Klasse erfüllen:
  • Scale-Nachbau eines Segelflugzeugs im maximalen Maßstab 1:3
  • Maximales Gewicht: 25 kg
  • Maximale Flächenbelastung: 115 g/dm²
  • Elektrischer Antrieb mit Logger zwischen Regler und Motor für einmaliges Einschalten
Die Flugaufgabe bei der Scale-Klasse entspricht folgenden Kriterien:
  • Maximale Einflughöhe: 500 m
  • Maximale Einfluggeschwindigkeit: 120 km/h
  • Distanz: 500 m (etwa 2.414 m Umfang des Dreiecks)
  • Keine Flughöhenbegrenzung
Außerhalb der Eurotour gibt es noch die Klasse „Aufwind Scale 1:3,5“, die allerdings ausschließlich online auf rcmodelspot.com ausgetragen wird.
Folgende Kriterien muss ein Modell in der Klasse „Aufwind Scale 1:3,5“ erfüllen:
  • Scale-Nachbau eines Segelflugzeugs im maximalen Maßstab 1:3,5
  • Maximales Gewicht: 25 kg
  • Maximale Flächenbelastung: 115 g/dm²
  • Elektrischer Antrieb mit Logger zwischen Regler und Motor für einmaliges Einschalten
Die Flugaufgabe in der Aufwind-Scale-Klasse hat folgende Grenzen:
  • Maximale Einflughöhe: 400 m
  • Maximale Einfluggeschwindigkeit: 120 km/h
  • Distanz: 351 m (etwa 1.700 m Umfang des Dreiecks)
  • Keine Flughöhenbegrenzung
Alle Informationen zu den einzelnen Klassen können auf GPS-Triangle abgerufen werden.

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Zu Punkt 3:

Die Modelle der Light-Klasse sind grundsätzlich auf jedem Platz fliegbar. Auch die Größe des Dreiecks von 200 m sollte auf den meisten Geländen kein Problem darstellen.

Nach der Festlegung des maximalen Gewichts im zulassungsfreien Raum auf 12 kg ist das Leben auch für die Sport-Klasse und die Aufwind-Klasse etwas einfacher geworden.

Allerdings können die Größe des Dreiecks mit 350 m beziehungsweise 500 m sowie die Einflughöhen schon zu Problemen führen.

Daher sollte man sich im Vorfeld informieren, was auf dem eigenen Gelände möglich ist.

An dieser Stelle möchte ich noch darauf hinweisen, dass mit rcmodelspot.com eine Online-Plattform zur Verfügung steht, auf der man seine Flüge hochladen kann und auf der auch die Auswertung für die Wettbewerbe berechnet und gespeichert wird. Mit dem Abschluss des Jahresabos für die Albatross-App hat man uneingeschränkten Zugriff auf den gesamten Service, den die Seite zur Verfügung stellt.

Zu Punkt 4:

Jeder muss selbst wissen, was er im Hangar hat.
Prinzipiell ist jedes Segelflugmodell geeignet, um Dreiecke zu fliegen.
Die Auswahl des Modells hat durchaus Einfluss auf den Erfolg, ist aber nicht das allein ausschlaggebende Argument.

Bei der Wahl des Modells würde ich folgende Punkte berücksichtigen:

  • Gutmütig und mit großem Geschwindigkeitsbereich
  • Im passenden Rahmen ballastierbar
  • Gute Richtungsstabilität
  • Zuverlässigkeit steht über technischem Schnickschnack
Ganz besonders gilt: Das beste Modell nutzt nichts, wenn der Pilot damit nicht zurechtkommt!

Als ich mich 2018 dazu entschlossen hatte, in das Triangle-Geschehen einzusteigen, war eindeutig klar, dass ich auch an Wettbewerben teilnehmen werde. Endlich eine Klasse, die:
  • Abwechslung bietet,
  • messbare Kriterien als Grundlage hat,
  • taktisch und fliegerisch anspruchsvoll ist und
  • zu guter Letzt auch noch mit vertretbarem Aufwand zu betreiben ist
Zum damaligen Zeitpunkt gab es die Light-Klasse allerdings noch nicht. Daher kam meine Alpina 5001 zum Einsatz und hat mir für den Anfang sehr gute Dienste geleistet. Danach wurde zusätzlich mein Thermik-XL aktiviert, bis ich schließlich beim Calvados gelandet bin.

Für die Light-Klasse dürfte fast jeder ein passendes Modell im Hangar haben, das eingesetzt werden kann. Auch für die Sport-Klasse finden sich wahrscheinlich bei vielen Modellfliegern geeignete Modelle.

Natürlich gibt es grundsätzlich Leistungsunterschiede zwischen den verschiedenen Modellen. Aus meiner Erfahrung würde ich jedoch behaupten, dass 85 % vom Piloten abhängen und nur noch 10 % vom Modell, solange man nicht mit einer völlig ungeeigneten Konstruktion antritt. Die restlichen 5 % darf man guten Gewissens als Glück bezeichnen.

Wer ohne Wettbewerbsambitionen einfach Dreiecke fliegen möchte, kann grundsätzlich jedes Modell einsetzen, in dem sich ein GPS-Sensor unterbringen lässt.

Auch um regelkonform zu sein muss man nicht unbedingt eine Bank überfallen. Modelle wie zum Beispiel Element, Gracia oder Samsara sind durchaus gut einsetzbar. Auch ältere F5J-Modelle wie Explorer 1 und andere können wieder zu Ruhm und Ehre kommen.

Für die Sport-Klasse kann ich eindeutig sagen, dass das Niveau der Modelle schon recht hoch ist. Ein ordentlicher Chili von Valenta oder ein ähnliches Modell eignet sich für den Einstieg jedoch ebenfalls sehr gut. Ich teste gerade, wie sich die Finesse Max von Valenta macht, und bin schon recht zufrieden.
Natürlich kann man mit einem Pike Paradigm, Apollo oder Phantom anfangen, aber dann ist ein gewisser finanzieller Aufwand nicht zu vermeiden.

In erster Linie soll es hier jedoch um die eingesetzte Technik gehen und darum, wie man diese für sich nutzen kann.

Ich gehe allerdings nur auf die aktuellen Komponenten regelkonformer Technik ein. Alles Weitere würde ein ganzes Buch füllen und damit den Bericht sprengen.


Alles, was ins Modell kommt (die sogenannte Board Unit):

Es gibt derzeit drei verschiedene Sensoren, die im Modell Verwendung finden:


Eagle2PRO
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Raven2 (wird durch Eagle2PRO ersetzt)

Raven2PRO + Scha.png



Raven2PRO

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Der Eagle2PRO ist der preisgünstige Einstieg in das GPS-Fliegen. Er ist mit Bluetooth für Updates und mit einer App für die Konfiguration ausgestattet, die über den Google Play Store installiert werden kann.

Wie in allen neuen Sensoren für das GPS-Fliegen ist auch hier bereits das 433 MHz RF-Modul für die Datenübertragung integriert. Mittlerweile gehört auch beim Eagle2PRO das Höhenlimit für die RF-Übertragung der Vergangenheit an. Daher ist dieser Sensor für alle Klassen einsetzbar.

Der Raven2 ist im Prinzip eine verfeinerte Ausführung des Eagle2PRO mit zusätzlichem aktivem GPS, wird aber nicht mehr produziert.

Das GPS wird extern an den Sensor angeschlossen, wodurch eine große Flexibilität beim Platzieren im Modell gegeben ist.

Der Raven2PRO ist die Edelausführung, da zusätzlich die Möglichkeit besteht, einen TAS-Sensor anzuschließen und auch den statischen Druck abzunehmen, was die Vario-Genauigkeit nochmals steigert. Man kann in diesem Fall entweder die TEK-Düse nutzen oder nur die Prandtl-Sonde verwenden und die Kompensation mittels Rechenfaktor an das Modell anpassen. Auch hier wird das GPS-Modul extern angeschlossen, und das RF-Modul ist integriert.

Bei allen Sensoren steht ein Telemetrieport für Jeti, PowerBox oder HOTT zur Verfügung. Mit einem zusätzlichen Adapterkabel können diese Sensoren nun auch für SBus im FrSky-System eingesetzt werden.

Darüber können die Daten auch zum Sender übertragen werden. Bei Jeti und PowerBox kann der Task zusätzlich über einen Servokanal gestartet und gestoppt werden.

Da HOTT aber die Kanalinformationen nicht im Protokoll überträgt, lässt sich das leider nicht kombinieren. Daher muss man sich zwischen der Start-Stopp-Funktion und der Datenübertragung entscheiden.


Die Bodenstation (die sogenannte Ground Unit):

Als Empfangsstation am Boden wird Folgendes eingesetzt:

SnipeBLE & Albatross App für Android.

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Der bisherige Snipe ist nur noch im Abverkauf oder gebraucht zu bekommen.
Hierbei werden die Daten über die autarke RF-Strecke gesendet.
Diese Option ist mindestens erforderlich und hat den Vorteil der Systemunabhängigkeit.

Der Snipe bietet die Möglichkeit, das Audiosignal des Senders mit dem Audio des Snipe zu mischen und anschließend auf den Kopfhörerausgang zu geben. Außerdem kann der Snipe mit dem P2Bus-Ausgang eines PowerBox-Senders verbunden werden, sodass die Telemetriestrecke als redundanter Übertragungsweg genutzt werden kann.

Der SnipeBLE hat keine Datenverbindung zum Sender und empfängt ausschließlich über die RF-Strecke. Er kommuniziert mit der App über eine Bluetooth-Verbindung.

Zusätzlich gibt es für PowerBox-Anwender den CoreBLE, der im Sender an den P2Bus-Ausgang angesteckt wird und die Telemetriedaten via Bluetooth an die Albatross-App sendet.

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Für die Core-User hat das einen zusätzlichen Vorteil, da diese Übertragung völlig parallel zur Funkübertragung mit einem Snipe oder SnipeBLE läuft. Dadurch kann mit einem Smartphone am Sender via CoreBLE direkt alles beim Piloten erledigt werden, während dem Helfer mit eigenem Tablet oder Smartphone der Snipe oder SnipeBLE zur Verfügung steht.

Zum Trainieren kann man daher die große Bodenstation zu Hause lassen und benötigt nur den Sender mit Smartphone!

Seit Albatross 4.xx und höher gibt es die Stereonavigation für alle Endgeräte, da diese nun in der App und nicht mehr in der Bodenstation erzeugt wird.

Dabei wird der Varioton immer auf der Seite des Kopfhörers ausgegeben, zu der man hinsteuern muss, um wieder auf Kurs zu kommen. Das ist besonders hilfreich, wenn man viel allein trainiert. In der neuesten Version der App gibt es außerdem die Möglichkeit, mithilfe des Servokanals Ansagen zu generieren, um sich zum Beispiel vor dem Einflug Höhe und Geschwindigkeit ansagen zu lassen. Das ist besonders interessant, wenn man allein trainiert, und macht die Ansagen über die Telemetrie des Senders überflüssig.

Die App ist für alle Optionen erforderlich, da darüber auch die Flüge zur Auswertung an RCmodelspot übertragen werden.

Sollten hierzu weitere Fragen auftauchen, gibt es im Internet mehrere Möglichkeiten, Informationen zu erhalten.

Beispielsweise empfiehlt sich dafür diese Anlaufstelle!

Dort können Fragen gestellt und Erfahrungen ausgetauscht werden. Außerdem können unter GPS-Triangle (https://gps-triangle.net/) die neuesten Informationen, Regeln und Veranstaltungen abgerufen werden.

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Damit ist zumindest die Grundlage für die technische Ausrüstung gelegt. Damit ist jedoch noch lange nicht Schluss. Die beste technische Ausstattung nutzt nichts, wenn das Modell nicht exakt auf die Anforderungen und den Piloten eingestellt ist.

Bei Diskussionen über das Einstellen eines Modells fallen mir in den diversen Foren immer wieder einige Fragen besonders auf:

  • Wo liegt der Schwerpunkt?
  • Welche EWD (Einstellwinkeldifferenz) muss ich einstellen?
  • Wie groß mache ich die Ruderausschläge?
  • Wie viel Prozent muss ich für x oder y einstellen?

Die meisten Angaben erhält man von den Herstellern der Modelle. Ich habe noch niemals keine Antwort oder eine unbrauchbare Antwort von einem Hersteller erhalten. Meist stehen die Angaben aber bereits im Netz auf den Seiten der Hersteller zur Verfügung.

Natürlich sind das immer nur Grundeinstellungen, aber als Startwert sind sie normalerweise sehr gut zu gebrauchen. Das Einzige, was mich immer wieder stört, ist, dass die meisten Angaben nur in Millimetern und nicht zusätzlich in Grad angegeben werden.

Auch hierzu gibt es bei rc-electronics.eu ein Tool namens Edge, mit dem sich der Winkel der Klappen messen und in einer App speichern lässt.

Ebenfalls beliebt ist der GliderThrow von Mahmoudi Modellsport (https://mahmoudi-modellsport.eu/). Damit lassen sich zum Beispiel alle vier Klappen eines Flügels ohne Umbauen oder Umklemmen in einem Arbeitsgang sauber und präzise einstellen. Die Werte sind normalerweise in Grad abzulesen. Natürlich kann ich unter Berücksichtigung der Klappentiefe die Werte auch in Millimetern ablesen, genauer wird das dadurch aber nicht. Hinzu kommt, dass in allen Programmen zur Profilberechnung die Angabe für die Verwölbung über Flaps immer in Grad erfolgt. Natürlich ist das meine persönliche Vorliebe, aber ich weiß, dass ich damit nicht der Einzige bin.

Zusätzlich lässt sich mit diesen Tools die EWD des Modells sehr genau ermitteln.

Als Schwerpunktwaage nutze ich mittlerweile ausschließlich die folgende Waage (https://www.mahmoudishop.de/GliderCG-Scale-Mini).

Zu guter Letzt möchte ich jedem ans Herz legen, sich die Werte der Modelle immer zu notieren. Das hilft besonders bei Systemwechseln und nach Reparaturen.

Bitte nicht in Prozentangaben von der Fernsteuerung ablesen! Das ist das Ungenaueste, was man tun kann.

Die Luft interessiert nicht, wie viele Prozent auf dem Senderdisplay stehen, sondern nur, um wie viel Grad beziehungsweise Millimeter die Klappe ausschlägt!

Besonders beim Systemwechsel muss man sich vor Augen halten, dass 100 % bei Futaba und 100 % bei Core definitiv nicht den gleichen Ausschlag erzeugen.

Eine hervorragende Vorlage dazu ist auf der Homepage von Baudis (https://www.baudismodel.com/en/production/k2408-actual-production/22-calvados.html) unter der Beschreibung zum Calvados zu finden. Phillip Kolb hat hier eine Excel-Liste erstellt, in der man alle Werte wunderbar auch für die verschiedenen Flugmodi eintragen kann. Ich nutze diese Liste für jedes meiner Modelle und dokumentiere auch die Änderungen, um die Liste aktuell zu halten.


Das Wichtigste überhaupt:

Wenn die mechanische Grundeinstellung nicht passt, nutzt die beste Fernsteuerung nichts, um die Kurven wieder geradezubiegen. Das macht alles nur ungenau.

Zum Einfliegen sollte man sich einen ruhigen Tag aussuchen und sich Zeit nehmen, um die Werte zu erfliegen. Denn es gibt einen großen Unterschied zwischen Fliegen und Fliegen!

Zu guter Letzt noch der Hinweis auf den aktuellen Veranstaltungskalender für 2026 (https://gps-triangle.net/wp-content/uploads/2026/02/GPS-Kalender-2026.pdf), den man jederzeit herunterladen kann. Am besten lernt man das alles, wenn man einmal bei einem Wettbewerb mitfliegt.
„Da werden Sie geholfen!“

In diesem Sinne allen viel Erfolg und allzeit viel Luft unter den Flügeln.

Ein paar Impressionen vom Wettbewerb:

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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Beim Begriff "Systemunabhängigkeit" war ich zunächst verwirrt - der Autor meint hier die RC-Anlage.
Die Komponenten von rc-electronics sind hingegen derzeit ein Monopol und auch nicht systemunabhängig, da sie zwingend Android Komponenten voraussetzen. Zum Start in die light-Klasse müsste ich bei vorhandenem Modell zumindest neben dem Sensor noch ein Android Tablet hinzurechnen, was als Einstiegshürde schon mal nicht so wenig ist.
 
Solche Tablets gibt es z.B. für 100,-€ zu erwerben.
Ich denke mal, wenn das die Einstiegshürde soweit erhöht, dass es damit unerschwinglich wird ....
Sorry aber bei den sonst aufgerufenen Preisen ist das noch einer der kleinsten Posten.

Und das es "nur" Android kompatibel ist, ist der Tatsache geschuldet, dass Apple hier eine sehr rigide Postion einnimmt.

Ja, Wettbewerbsfliegen kostet Geld.
Das war schon immer so und wird auch immer so sein.
Aber diese Art der Segelfliegerei ist einfach endgeil.

Und ja, mit "Systemunabhängig" ist die universelle Nutzung mit den Fernsteuerungen gemeint.
Das Monopol was derzeit dort herrscht ist auch dadurch begründet, dass andere Herstell sich nicht auf das Protokoll und die Kompatibilität einlassen (trotz Nachfrage), also nicht unbedingt von rc-electronics gesteuert.
 
Hallo Kai,
Du schreibst bei allen Klassen:
"Elektrischer Antrieb mit Logger zwischen Regler und Motor für einmaliges Einschalten".
Nach meiner Meinung wird das nicht (mehr) benötigt da die Segler-Einheiten und die Albatros App ein Einschalten des Motors während der laufenden Aufgabe erkennen würde. Mehrfaches Einfliegen im Startfenster mit vorherigem Steigflug ist ja möglich.
Grüße
Reinhold
 
Hallo Reinhold,
da hast du völlig Recht! Das stammt noch aus einer alten Version des Regelwerks, als es noch keine Logger mit ENL gab.
Aber im Zweifelsfalle trotzdem nützlich.
Ich hatte mal den Fall, dass die Fahrwerksklappe nicht richtig geschlossen hatte.
In der Folge war die ENL Messung ungültig. Ich konnte dann aber über das Logging des Motorstromes (mit Zeitstempel) sehen wann der Motor ausgeschaltet wurde.

Also von dieser Seite her betrachtet ist eine solche Einrichtung durchaus sinnvoll.
Aber tatsächlich im neuen Regelwerk nicht mehr existent.

Viele Grüße
Kai
 
Interessant für mich und ein super Bericht! Alles f mich notwendige aufgezählt und gut erklärt.
... macht direkt mal Lust. 👌 Werde mal sehen, ob man das notwendige Equipment auch
gebraucht erhält. Zum Einstig täte mir das reichen und bei RCMODSPOT bin ich angemeldet
weil ich die EDGE-Sensoren nutze! PS: ... man sind die Teuer!
VG Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber gut!
Die Edge Sensoren haben für mich den Vorteil, dass ich meine Eintelldaten mit anderen auf der Plattform teilen kann, und auch auf Daten zugreifen kann die von Herstellern und auch von Kollegen geteilt wurden.
Außerdem halte ich so meine eigenen Einstellungen auch immer aktuell, ohne (wie bisher) aufwendig Excel-Listen zu pflegen.
Gebrauchtes Equipment findet man auch in der Börse ;).
 
Super Bericht, danke Kai.

Auch um regelkonform zu sein muss man nicht unbedingt eine Bank überfallen. Modelle wie zum Beispiel Element, Gracia oder Samsara sind durchaus gut einsetzbar. Auch ältere F5J-Modelle wie Explorer 1 und andere können wieder zu Ruhm und Ehre kommen.​

Ich möchte dies auch nochmals bekräftigen. Viele von uns haben ein älteres F3J-Modell im Keller, meist repariert, welches nachträglich mit einem Elektrorumpf ausgestattet wurde. Genau diese Modelle eignen sich hervorragend für einen preiswerten Einstieg in die GPS-light Klasse. Richtig eingestellt ist man damit absolut konkurrenzfähig. Bei reinen Abgleitbedingungen hat man aber sicherlich einen Nachteil gegenüber modernen Modellen (man macht vielleicht 4 anstatt 5 Runden), aber diese Bedingungen herrschen nur während weniger Runden. Die Modelle sind dank F3J-Fläche stabil, auch wenn man bei Hammerbedingungen mit >100 km/h um den Kurs brettert. Ich hatte die letzten 2 Jahre extrem viel Spass mit meinem 20-jährigen Shadow, mit welchem es tatsächlich mal für Rang 3 reichte. Der Shadow ist Stand jetzt noch immer neben einem Eternity mein B-Modell.

Die Light-Klasse ist ein super Einstieg in das GPS-Fliegen. Wie Kai schreibt, schätze ich daran die Abwechslung und die anspruchsvolle Flugaufgabe. Und es gibt wohl nichts geileres, als bei guten Bedingungen zu dritt oder viert in Formation ums Dreieck zu fräsen.

LG
Stefan
 

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