die landesbauernschaft

wg. der zurzeit andauernden klimatischen Verhältnisse befürchten die Landwirte ernte einbußen und rufen schon mal nach Subventionen
für mich ist das unternehmerisches Wagnis

wer unterstützt denn den Handwerker, der andernorts wg. schlechtwetter nicht arbeiten kann oder dessen kunden vielleicht mal nicht zahlen?

haben die Bauern die einzige Lobby, die sich ein eigenes Ministerium leistet?
 
Eine funktionierende Landwirtschaft hat in einem Land schon eine etwas andere Bedeutung als irgend ein Bauunternehmen/ Handwerker.
Das " Bäuerle" wird gerne belächelt, sein Beitrag zur Landschaftskultivierung und zur Grundversorgung wird extrem schlecht bezahlt.
Ob jetzt einige Handwerksbetriebe pleite gehen oder ein paar Höfe ist ein großer Unterschied,
aber Amazon wird schon liefern;)
Wird interessant, bei der Hitze und zusätzlich zu den Paketdiensten:cool:

Es hat schon seinen Grund weshalb Landwirtschaft subventioniert wird und da sollte auch keiner was dagegen haben.
 
, sein Beitrag zur Landschaftskultivierung

Hallo Oliver

meinst du damit die Monokulturen mit Maisfeldern bis zum Horizont für Biogasanlagen. Denen würde ich keinen Cent geben.
Bei Landwirten, die für Nahrungsmittel anbauen, sieht es vielleicht etwas anders aus.

Gruß Holger
 
...meinst du damit die Monokulturen mit Maisfeldern bis zum Horizont für Biogasanlagen. Denen würde ich keinen Cent geben.
Bei Landwirten, die für Nahrungsmittel anbauen, sieht es vielleicht etwas anders aus. Gruß Holger

+1...

leider mussten viele klein(st)e schon lange aufgeben, das Ergebnis sieht man: Grundstücke verwildern...

es gab eine Zeit, da wurde alles gemäht, da musste die Strassenverwaltung nicht mit grossem Aufwand Strassenränder und Böschungen mähen... ob das billiger ist?

aktuell sieht es bei uns aus wie in einer Steppenlandschaft: es wächst kein Gras mehr...:cry:, am Samstag gab s einen heftigen Guss, nach 15 min. war der Spuk schon wieder vorbei...
 
Eine funktionierende Landwirtschaft hat in einem Land schon eine etwas andere Bedeutung als irgend ein Bauunternehmen/ Handwerker.
ist das so? Erzeugung von Nahrungsmitteln über allem?
Das " Bäuerle" wird gerne belächelt, sein Beitrag zur Landschaftskultivierung und zur Grundversorgung wird extrem schlecht bezahlt.
sind Monokulturen ein beitrag zu landschaftskultivierung?
die werden so schlecht bezahlt, das die beiden Nachbarn hier sich nur alle zwei jahre einen neuen benz kaufen können. oder ein neues haus.
Ob jetzt einige Handwerksbetriebe pleite gehen oder ein paar Höfe ist ein großer Unterschied,
da ist gar kein unterschied. ob ein paar Schweine fehlen oder die tür, sie am weglaufn zu hindern
Es hat schon seinen Grund weshalb Landwirtschaft subventioniert wird und da sollte auch keiner was dagegen haben.
jahrhunderte sind die Bauern mit ihren Produkten auf den markt gegangen, wie die Fischer auch. gelebt haben sie alle.
das funktioniert wohlnicht mehr.
 
Hi Tobi

Deine Postings klingen wenig differenzierend. Pauschalurteile deuten beim Thema Landwirtschaft auf geringen oder einseitigen Einblick in die Materie. Es gibt auf der einen Seite die Konzerne welche in den letzten Jahren verstärkt Flächen aufgekauft haben um mit dem Ertrag zu wirtschaften. Z.B. um Biogasanlagen zu betreiben. Auf der anderen Seite die Landwirte die keine Monokulturen betreiben und möglichst biologisch ihre Produkte erzeugen. Das Betätigungsfeld zwischen diesen beiden Extremen ist groß und vielschichtig.

Was aber schon immer in der Menschheit zu Verwerfungen geführt hat, sind Ernteausfälle.
Bauern mit 100% Ernteausfall bei Lebensmitteln zu subventionieren ist okay.

Wer ernten kann, der wird bei Lebensmitteln einen wesentlich höheren Preis erzielen und damit Ausfälle kompensieren können. Der höhere Preis wird selbstverständlich direkt an uns Verbraucher durchgereicht. Da wären zusätzliche Subventionen fehl am Platz. Allerdings dann schon, wenn Ernteausfälle durch billige Importe aus dem Ausland außerhalb der EU kompensiert würden. Das gehört auch betrachtet.

Und ob Biogasanlagen laufen oder nicht, wäre mir erst mal auch egal. Am Ende werden sowieso Millionen Tonnen Lebensmittelüberproduktion vernichtet.
 
Hallo Oliver

meinst du damit die Monokulturen mit Maisfeldern bis zum Horizont für Biogasanlagen. Denen würde ich keinen Cent geben.
Bei Landwirten, die für Nahrungsmittel anbauen, sieht es vielleicht etwas anders aus.

Gruß Holger

Die Landwirtschaft ist leider tatsächlich heute oft mehr eine weiter Balastung für das Klima, als das sie dazu beiträgt,Boden ,Luft und Resourcen zu schonen.

Also wenn schon Hilfen, dann für Dinge , die wengisten einen kleinen Teil zum Klimaschutz beitragen. Wobei da ja zu klären wäre ,wie das jetzt nun mit den Maismonokulturen ist. Die zählen ja seit Rot Grün zu den sauberen Umweltsünden,und die CDU Landwirtsschaftslobby gibt da ja auch immer noch kräftig Ablaß drauf.:confused:

~Unka

PS

Hier hat´s heute tatsächlich 37°C. Und irgendwo im Himmel hängen da 20 Segelflieger(Innen) und warten auf die Taskfreigabe. Alles etwas surreal , ich hab mich jedenfalls lieber wieder nach drinnen verkrochen.
 
Laut deutschen Bauernverband soll ja schon der Notstand ausgerufen werden.
Wow! …
Was passiert eigentlich, wenn es mal zu einer Dürre kommt?
 
Hi Tobi
Das Betätigungsfeld zwischen diesen beiden Extremen ist groß und vielschichtig.
das wird keiner bestreiten. das ist bei anderen Gewerken nichts anderes.

es bleibt aber dabei:
das unternehmerische Wagnis soll sozialisiert werden.
die Gleichbehandlung hat im deutschen Rechtsempfinden einen hohen Stellenwert.
offenbar sind einige mal wieder gleicher

da wird gejammert, das der bauer für den Liter Milch keinen angemessenen preis mehr bekommt
das er selber mit seinr Überproduktion für den preis verantwortlich ist, darauf kommt keiner.

warum tragen Bauern immer Gummistiefel?
weil Schnürsenkel nicht subventioniert werden
 
Vielleicht sollten Bauern versuchen sich breiter aufzustellen um einem trockenen heißen Sommer einen Schritt voraus zu sein. Oder einem langen Winter, einem späten Frost, sinkender Nachfrage, etc.... Alles Dinge die Sie (und wir alle) nicht wirklich beeinflussen können.

Als kleine Anregung ein Video dazu:
https://www.zeit.de/video/2017-05/5454164774001/berlin-precht-sieht-ende-der-massentierhaltung-kommen


Diese dreizehn Minuten lohnen sich für alle anzugucken, sie sind vielleicht am Thema "Trockenheit" etwas vorbei. Aber ich finde den kurzen Vortrag beeindruckend und er zeigt eben dass die Welt sich weiter entwickelt und dass der (Bauer) der stehen bleibt und so weiter macht wie seit Generationen früher oder später untergehen wird.

Außer der Staat greift ein und rettet. Wie bei den Banken.
 
interessanter Vortrag

interessanter Vortrag

Kunstfleisch ist zwar eher nicht so meins, aber im großen und ganzen redet Herr Precht in meinen Augen ziemlich vernünftig.

Das der Markt die Moral nicht automatisch gleich sinnvoll mitregelt, werden zwar manche vielleicht nicht so gerne hören,aber ich denke jedenfalls das stimmt schon.

Beim Thema Landwirtschaft ganz besonders ,weil die halt noch mehr wie andere Wirtschszeige von den ökologischen Zusammenhängen mitbestimmt wird.

Wenn die moderne Landwirtschaft die Böden sytematisch auszert und ihre Wasserspeicherfähigkeit so gut wie zerstört, gibts bei etwas Trockenheit halt Ernteausfälle.

Das ist nur eines von vielen Beispiel ,wie kurzsichtig da vieles heutzutage geplant wird. Dann immer nach Nothilfe zu schreien ist zwar ein erprobtes Mittel, funktioniert aber nur so lange,solange Papa Staat noch genügend Geld hat, und die Wege zwischen Regierenden und Lobbiesten kurz sind.

~Unka
 
Die armen Bauern.

Bei uns hier im Grossraum Stuttgart haben sie sich in den vergangenen Jahrzehnten ja gottseidank immer schön an die 3-Felder-Fruchtfolge gehalten: Weizen, Mais, Bauplatz.

Viele von denen, die ich kenne, sind echt dumm wie Bohnenstroh. Sie haben aber durch das umlegen ihrer Felder in Bauland richtig Kohle. Hätten sie das durch ihren eigenen Hirnschmalz erwirtschaften müssen, würde sie heute noch ärmlich leben.
 
Gestern im Markt, ein Kilo Äpfel 4,99, sprich, pro Apfel etwa 1 Euro :( - beim anderen Obst nicht viel besser...
Neeee, dann heute halt keine Äpfel...

Wie oben auch schon mal geschrieben wurde, ein Mangel kann ich bei uns auch nicht erkennen, laufe ich über die Felder, alles voll mit Obst,
das die Bäume schier brechen - aber wahrscheinlich mal wieder nicht EU Konform, weil zu klein, zu schepf oder was weiss ich auch immer...
 
Da wären zusätzliche Subventionen fehl am Platz. Allerdings dann schon, wenn Ernteausfälle durch billige Importe aus dem Ausland außerhalb der EU kompensiert würden. Das gehört auch betrachtet.
Der komplette Markt für Agrarprodukte ist schon längst ein Globaler. Zusätzlich unterliegt dieser Markt zu 100% der Spekulation.
Wäre es so, das bei einer schlechten Ernte in Deutschland die Preise steigen, wären hier wohl keine Subventionen nötig, aber genau das wird nicht passieren!

Die Folge ist, das noch mehr kleinere Betriebe aufgeben müssen und die frei werdenden Flächen von den überlebenden Großbetrieben mit bewirtschaftet werden.

Fakt ist auch, das ein Bauer bei der Ernte noch gar nicht weiß, wie viel er für seine Produkte bekommt ( Vorverträge mal ausgenommen ).
Das wäre bei dem Handwerker so, als ob er seine Arbeit ausführt und dann am Ende das Geld dafür bekommt, das Weltweit im Durchschnitt für diese Tätigkeit bezahlt wird - In so fern ist die Landwirtschaft schon etwas anderes als ein Handwerksbetrieb.
 
jahrhunderte sind die Bauern mit ihren Produkten auf den markt gegangen, wie die Fischer auch. gelebt haben sie alle.
das funktioniert wohlnicht mehr.

Wir haben einen wöchentlichen Obstmarkt, Spezialitätenmarkt aber dort sind die Produkte teurer als bei Lidl & Co.
Der Fisch wird heute per Bofrost vor die Füße gekarrt.

Von Monokulturen rede ich nicht, da werden wir uns einig sein.

Unternehmerisches Risiko...... der ist super:cool:
 
Das wäre bei dem Handwerker so, als ob er seine Arbeit ausführt und dann am Ende das Geld dafür bekommt, das Weltweit im Durchschnitt für diese Tätigkeit bezahlt wird - In so fern ist die Landwirtschaft schon etwas anderes als ein Handwerksbetrieb.

Gar nichts anderes ist das. Was passiert denn, wenn ein Handwerker (oder auch Händler, etc.) mal ein richtig schlechtes Jahr hat, aus welchem Grund auch immer? Kommt da irgend einer auf die Idee, nach Subventionen zu rufen? Gelder die einem geschenkt werden, dass der Betrieb erhalten bleibt? Die Getreidespeicher der EU sind derzeit auf irgendwas mit 100 Mio. Tonnen gefüllt. Das hat einer vom Bauernverband vor ein paar Wochen im Fernsehen gesagt. Auch bei einer Missernte 2018 würde noch lange kein Notstand herrschen. Dank der Überproduktion der letzten Jahre. Vom Himmel gefallen ist das Getreide jedenfalls nicht.

Die Bauern bei uns hier in der Gegend haben Traktoren, die schöne 6-stellige Beträge kosten. Damit kannst du ein Auto niederwalzen. Riesendinger und dazu die passenden Ladewägen, etc. Damit bewirtschaften sie Handtuchfelder mit wenigen HA (oder sogar nur wenigen Ar), die grössenmässig kein Vergleich zur Feldergrösse in Osten der Republik darstellen.
Sollte einer dieser Gesellen auf die Idee kommen, Geld von meinen Steuergeldern haben zu wollen, obwohl ich weiss, dass der Kohle wie Sau hat, bin ich der Erste, der dagegen auf die Strasse geht. :D

Wenn ich mit meiner Firma mal ein schlechtes Jahr habe, kann ich das überbrücken. Soviel Rücklagen sollten da sein. Soweit sollte auch ein Bauer denken können.
 
Kommt da irgend einer auf die Idee, nach Subventionen zu rufen?
Auf die Idee wohl schon. Aber das mit dem bekommen, das ist dann ungleich aussichtsloser.

Wo ist denn der Unterschied zwischen dem kleinen Handwerker und dem kleinen Bauern? Hängt da nicht auch eine Familie mit dran?

Claus hatte es ja schon geschrieben: Vielleicht braucht diesmal nicht soviel „Nahrung“ weggeschmissen werden?

Welche ja eh schon Subventioniert wurde.... sollte man vielleicht noch hinzuzufügen.


Und diese Trockenheit ist noch lange keine Dürre.
 
... genau, habe vom Nachbarcafétisch ebenfalls eine Einschätzung: ""Erst mal abwarten, zunächst sind die Länder am Zug, vielleicht nach der Politiker-Haupt-Urlaubszeit gegen Ende August mal schauen?
Ach, bis dahin müssen die Milchkühe schon geschlachtet sein? Verstehe ich überhaupt nicht. Ach so, die brauchen jeden Tag dieses Spezialfutter... und ihre bäuerliche Kreditlinie? Maximized out!

Ogott. Das tut mir jetzt leid, ich muss morgen nach Urlaub wieder an meinen klimatisierten mausgestützten Bildschirmarbeitsplatz bei Firma XY....und überhaupt, die Winzer stehen ja vor einem Supergeschäft, die könnten doch -etwas sozialistisch gesehen- Gewinnanteile aus ihrem Geschäft nach staatlicher Prüfung nächstes Jahr an die Milchbauern etc. abgeben?

Erst mal weiter abwarten, ist sicher nur Steuergeld des Bundes, was zum Einsatz kommen sollte.""
Gruss Dietmar
 
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