DLA 32, welcher Unterschied zwischen V.2 und dem Vorgänger

EvoNic

User
Hallo miteinander!

In der Börse werden immer wieder DLA 32 angeboten, in den einschlägigen Shops aber stets nur solche mit "V.2" in der Bezeichnung.

Welche Unterschiede bestehen zwischen den beiden Ausführungen? Hat man da Kinderkrankheiten oder Konstruktionsfehler behoben (wie z.B. beim MVVS 26)? Oder die Leistung gesteigert? Oder andere Anbauteile (Vergaser, Zündung, Propellernabe,...) drangebaut?

Ich würde durch Gebrauchtkauf gern etwas Geld sparen, will dabei aber nicht ins Klo greifen.
Wer kann aufklären?

Gruß, Nic
 
Hallo Nic,

ich habe beide Versionen in einer Graupner Taxi 2400 gehabt.

Also beide Motoren laufen und haben eine sehr gute Leistung, von der Leistung habe ich keinen unterschied zwischen den Versionen festgestellt.
Der V1 lief bei mir etwas rauer und schüttelte mehr als der V2. Das könnte aber auch daran liegen, dass ich den Motor etwas verzogen eingebaut hatte.

Der V1 lief bei mir mit Aspen 4-Takt Sprit mit dem Öl von Toni Clark. Zum Start der Saison hatte ich immer etwas Probleme den Motor zum laufen zu bringen. Lief der dann aber erst einmal dann sprang er auch gut an.
Der V2 lief bei mit mit Super Ultimate von Aral mit dem Öl von TC. Ich hatte das Gefühl, dass er besser angesaugt hat und dadurch besser angesprungen ist, auch zum Saisonstart.

Ob das aber jetzt am Aspen oder am Motor liegt kann ich dir nicht sagen.

Als Luftschraube hatte ich immer eine 21x8 Mejzlik benutzt, die 20x8 bringt zwar mehr Leistung war aber auf unserem Platz zu laut.
Die gemessen Drehzahlen waren glaube ich 7700 mit der 20x8 und knapp 7000 mit der 21x8, der Schalldämpfer war ein 4-Kammer von Krumscheid.

Als Fazit kann ich sagen, beide Motoren laufen.Der V2 vielleicht saugt besser an und läuft vielleicht etwas ruhiger.

PS: Wir haben auf dem Platz auch andere 30-32 gehabt ( AGM und den vom HobbyKönig ) Beide kamen nicht einmal näherungsweise an die Leistung des DLA32.

Grüße aus Kiel,
Michael.
 
Hallo Michael,
schönen Dank für Deinen Bericht!

Der interessierte Mitleser fragt sich jetzt natürlich, warum Du auf einem Modell einen gut laufenden Motor durch einen quasi identischen ersetzt hast?

Einen Grund für die unterschiedliche Laufkultur würde ich vielleicht im verwendeten Treibstoff suchen.

Gruß, Nic
 
Hallo Michael,
schönen Dank für Deinen Bericht!

Der interessierte Mitleser fragt sich jetzt natürlich, warum Du auf einem Modell einen gut laufenden Motor durch einen quasi identischen ersetzt hast?

Einen Grund für die unterschiedliche Laufkultur würde ich vielleicht im verwendeten Treibstoff suchen.

Gruß, Nic

Ja die Frage ist berechtigt, wie ich geschrieben hatte habe ich den Motor verzogen eingebaut, so 0.3-0.5mm.
Das dies mein erster Benziner war hatte ich mir dabei nicht viel gedacht aber nach ein paar Monaten ist dann eine Aufhängung des Motors gebrochen.:o
Außerdem hatte ich noch Zündaussetzer, deswegen hatte ich einfach einen neuen Motor gekauft anstatt jetzt ein neues Gehäuse zu kaufen und dann immer noch nicht zu wissen ob der Motor dann wieder läuft.

Der neue Motor hatte dann die gleichen Zündaussetzer, dadurch hatte ich dann die Ursache gefunden. Es lag an einem Graupner Drehzahlgeber der zwischen dem Zündgeber und der Zündung geschaltet wird. Ohne diesen Geber waren die Probleme sofort weg.


Das die Aufhängung gebrochen ist würde ich dem Motor nicht anlasten. Auch die Laufkultur könnte genau so an dem verzogenen Einbau gelegen haben.


Grüße aus Kiel,
Michael.
 
V1 und V2

V1 und V2

Hallo Nic

Ich versuche mal die Unterschiede zu beschreiben. Ich habe 4 von den DLA 32 an Laufen.

V1 : Die erste Serie erkennt man auf den ersten Blick an den bunten Farben der Motorengehäuse und am Luftschraubenmitnehmer. Der war vom Aussehen identisch mit dem DLE 30.
Der neue hat eher eine schön geschwungene Form und wird so meines Wissens nach nur von DLA verwendet.

Die Kugellager waren Chinaprodukte, die einen gewissen Hang zur Undichtigkeit hatten. Da ging dann nach einiger Zeit gerne mal der Druck durch die Dichtscheiben verloren und ein gleichmäßiger Motorlauf ist dann nicht mehr gegeben. Die Lager lassen sich aber mit etwas Geschick sehr leicht durch höherwertige Produkte ersetzen und dann rennt der Motor wie er soll.

Im Inneren des Motors gab es zwischen dem vorderen und hinteren Lager noch eine Abstandsbuchse, die entfällt bei der V2 Version.

Dann gab es noch eine Zwischenstufe. Die hatte bereits eine verbesserte Kurbelwelle mit einer konischen " Spitze " zur Kraftübertragung auf den Luftschraubenmitnehmer. Ist rein äußerlich nicht zu erkennen, denn die Luftschraubenaufnahme sieht genauso aus , wie die der V1. Sie hat aber innere Werte. Hier ist sie von innen so gearbeitet, dass sie kraftschlüssig mit der konischen " Spitze " der Kurbelwelle eine Einheit bildet und auch der Rundlauf garantiert ist. Ich glaube auch, dass zu dieser Zeit die neuen Edelstahl Spindelmuttern zum Einsatz kamen. In dieser Kombination liefen die Luftschraubenspitzen dann immer ganz gerade.

V2: Äußerlich sofort an der neuen Form der Luftschraubenmitnehmer zu erkennen. Innerlich gibt es hochwertigere Kugellager von FAG und IKO, eine präzise gearbeitete Kurbelwelle, eine andere Materiallegierung der Kolben ( sind obtisch jetzt viel heller ) und die Auflage für die Flatterventile ist jetzt serienmäßig übergefräst. Ich meine auch, dass der Gehäusedeckel an den Aufnahmebohrungen etwas dicker ist.
Mit der V2 sind eigentlich alle Kinderkrankheiten der V1 beseitigt worden. Einzig das Ansaugen nach längerer Standzeit ist unverändert.

Leistungstechnisch gibt es kaum einen Unterschied zwischen den beiden Versionen, aber die Zuverlässigkeit hat zugenommen. Über die neuen Generationen der DLA Motoren habe ich hier noch nichts negatives gelesen. Die Schwachstellen wurden zur Kenntnis genommen und so überarbeitet, dass alte Probleme der Vergangenheit angehören. Das mal ein Motor nicht so recht laufen will, das werden wir bei allen Herstellern finden. Wer in seine alte Version etwas Zeit und ein paar neue Lager investiert, der wird dann mit einem tollen Laufverhalten belohnt.

Ein Flatterventil oder eine Kerze wird immer mal den Geist aufgeben, aber das wird dann auch jeden anderen Motor treffen können. Von den hauseigenen DLA Kerzen z.B. musste ich noch nie eine wechseln.

Ich will es nicht beschreien, aber die neuen V2 Generationen werden nicht mehr in den bunten Farben geliefert, denn auch das Eloxieren hat Schwachstellen aufgezeigt.

Gruß Ralf
 
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